Susann Abyss war schon letztes Jahr auf dem BuCon, da sagte mir ihr Projekt aber noch nix. Erst durch die Lesung in Second Life im Januar wurde ich auf die Nautilus Noir aufmerksam und orderte den ersten Band in der Ausgabe mit den tollen Holzschnitten.
Das Buch liest sich schnell weg und ist eine Mischung aus Steampunk und dem Cthulhu-Mythos von Lovecraft. Was zuerst nach einer Detektiv-Geschichte klingt, wird bald größer und vor allem mysteriöser. Band 1 endet leider quasi mittendrin, sodass ich nicht umhin kam, alsbald auch den zweiten Band lesen zu müssen.
Hier wechselt dann die Hauptfigur und es wird
. Das Buch endet zwar mit dem Auflösen einiger Handlungsfäden, jedoch nicht aller und so freu ich mich schon auf den für Ende des Jahres angekündigten dritten Band.
Nautilus Noir ist jetzt keine tiefgründige SF, dafür aber eine spannende, eher klassische Horror-Abenteuergeschichte in einem sehr schicken Steampunkgewand. Romance spielt keine Rolle, dafür ist der Cast durchaus auch divers. Für mein Empfinden sind die Figuren erfrischend modern gestaltet und fügen sich dennoch in den gewählten Zeitrahmen ein. Allerdings sollte man keine Dickens-Kulisse erwarten, der Weltenbau ist eher nur historisch angehaucht, was meiner Meinung nach Steampunk auch in den Genen hat.