Ich möchte euch zwei Bücher des Autors Wladimir Kortschagin vorstellen, die mich sehr angesprochen haben – »Astisches Edelweiß« und die Fortsetzung »Im Namen der Menschheit«.
Im Mittelpunkt steht Maxim Kolesnikow, dessen außergewöhnliche Erlebnisse ihn mit einer fremden Zivilisation in Berührung bringen. In »Astisches Edelweiß« sind es besonders die Begegnungen mit Miona und ihrer Mutter Etana, die der Geschichte eine persönliche und berührende Seite geben. »Im Namen der Menschheit« führt Maxims Geschichte nach seiner Rückkehr auf die Erde weiter. Hier muss er sich einer drohenden atomaren Katastrophe stellen.
Was mir an beiden Büchern besonders gefällt, sind die Beziehungen zwischen den Figuren. Vertrauen, Zuneigung und Verantwortung nehmen viel Raum ein und geben den Ereignissen ihre Bedeutung. Kortschagin schildert Situationen anschaulich und gut nachvollziehbar. Seine Figuren entwickeln sich glaubhaft durch ihre Erfahrungen und Begegnungen. Dadurch konnte ich ihre Gedanken und Entscheidungen gut verstehen und habe mit ihnen mitgefühlt. Auch wissenschaftliche und philosophische Überlegungen finden ihren Platz und regen zum Nachdenken an.
Zum Schluss noch eine persönliche Anmerkung. Auf meiner Webseite beschäftige ich mich überwiegend mit klassischer SF-Literatur, weil mich viele Themen und Erzählweisen der heutigen Science-Fiction weniger ansprechen. Mit fast 60 Jahren frage ich mich zunehmend, welchen Büchern ich meine verbleibende Lesezeit widmen möchte. Wenn Konflikte fast ausschließlich durch Gewalt gelöst werden oder Kriege ganze Galaxien überziehen, verliere ich das Interesse. Auch Gendern in literarischen Texten mag ich nicht. Mir ist bewusst, dass diese Haltung in der Community auf Widerspruch stoßen kann. Sie beschreibt meinen persönlichen Lesegeschmack – andere dürfen selbstverständlich andere Schwerpunkte setzen.
Bearbeitet von antonrumata, Heute, 08:59.



