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Orson Scott Card: Enders Schatten


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Dave

Dave

    Hamannaut

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Geschrieben 11 Februar 2005 - 18:10

Seit einiger Zeit ist †šEnders Schatten†™ von Orson Scott Card beim Festa-Verlag erhältlich. Ich habe nur ca. die ersten fünfzig Seiten gelesen, dann war ich bedient. Ein vierjähriger Schlaumeier treibt sich unter Straßengangs herum und mischt sie mittels überlegenem Intellekt erst mal richtig auf. Albern. Später soll er dann rekrutiert werden und anschließend eine standesgemäße Ausbildung erhalten... Müsste der fünfte Band der Ender-Reihe sein. Schick allerdings die von Michael Nagula herausgegebene Ausgabe, hat irgendwie den amerikanischen Look. FESTA - Dicker Schinken - Großer Autor - Unter der 10€ Grenze - Herzlichen Glückwunsch Bei Amazon Sprecher für die Toten Das große Spiel

Bearbeitet von Dave, 11 Februar 2005 - 18:16.


#2 Rusch

Rusch

    Phantastonaut

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Geschrieben 12 Februar 2005 - 01:15

Hm, ich hatte von dem Buch bisher nur gutes gehört. Aber wie dem auch sei, ich werde es lesen. Es steht ohnehin bereits im Regal.

#3 Dave

Dave

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Geschrieben 12 Februar 2005 - 11:30

Hallo Anubis,verflixt und zugenäht, jetzt habe ich vor lauter Aufregung Dein Posting verstümmelt und ruiniert, bitte entschuldige. Ich wollte Dich doch nur zitieren!Wenn ich Dir nicht völlig die Stimmung vergrault habe, dann poste das Nachtwort des Autors doch bitte noch einmal. Das mit dem fünften Ender-Roman dachte ich, weil ich ja schon vier im Schrank stehen habe.Sorry noch einmal! :blink:

#4 Dave

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    Hamannaut

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Geschrieben 12 Februar 2005 - 11:35

Hm, ich hatte von dem Buch bisher nur gutes gehört. Aber wie dem auch sei, ich werde es lesen. Es steht ohnehin bereits im Regal.

Ja, ich war vielleicht etwas voreilig und womöglich war es das falsche Buch zur falschen Zeit bei mir. Ich hoffe, es kommen noch ein paar Stimmen dazu, die das schiefe Bild begradigen.

#5 ANUBIS

ANUBIS

    Bibliophilus Maximus

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Geschrieben 12 Februar 2005 - 12:40

Hi Dave, Null Problemo :blink: Hier nochmals das Statement von Orson Scott Card:NACHWORT ZU »ENDERS SCHATTEN«von Orson Scott CardDieses Buch beginnt etwa zur gleichen Zeit wie Ender†™s Game, das Mitte der Achzigerjahre erschien und seitdem sehr erfolgreich nachgedruckt wird, und es endet auch beinahe zur gleichen Zeit, ist aber keine Fortsetzung. Tatsächlich wird hier die gleiche Geschichte aus der Perspektive einer anderen Figur erzählt. Es ist schwer zu sagen, wie man so etwas nennen soll. Begleitroman? Parallelroman? Vielleicht »Parallaxe«, wenn man diesen naturwissenschaftlichen Begriff in die Literatur einführen kann.Im Idealfall sollte dieser Roman für Leser, die Ender†™s Game nie gelesen heben, ebenso gut funktionieren wie für jene, die den früheren Band gut kennen. Weil es keine Fortsetzung ist, muss man nichts aus dem Roman Ender†™s Game wissen, das hier nicht enthalten ist. Und dennoch, wenn ich mein literarisches Ziel erreicht habe, dann ergänzen und bereichern diese beiden Bücher einander. Welchen der Romane Sie auch zuerst lesen mögen, der zweite sollte immer noch für sich stehen können. Viele Jahre habe ich dankbar zugesehen, wie Ender†™s Game immer beliebter wurde, besonders bei Lesern im Schulalter. Der Roman war nicht unbedingt für Jugendliche gedacht, wurde aber von dieser Altersgruppe gern gelesen, und viele Lehrer fanden die Möglichkeit, das Buch im Unterricht zu benutzen.Es hat mich nie überrascht, dass die existierenden Fortsetzungen - Speaker for the Dead, Xenozide und Children of the Mind - bei jüngeren Lesern keine solche Beliebtheit erreichten. Der offensichtliche Grund dafür ist, dass sich in Ender†™s Game alles um ein Kind dreht, die Fortsetzungen aber Erwachsene zu Hauptfiguren haben, und noch wichtiger, Ender†™s Game ist zumindest oberflächlich gesehen ein Helden- und Abenteuerroman, während die Fortsetzungen von ganz anderer Art sind, weniger temporeich, eher nachdenklich und auf Ideen konzentriert, und sich mit Themen beschäftigen, die für jüngere Leser von nicht so großer Wichtigkeit sind.In letzter Zeit ist mir jedoch klar geworden, dass die Kluft von dreitausend Jahren zwischen Ender†™s Game und den Fortsetzungen viel Platz für weitere Fortsetzungen lässt, die in engerem Zusammenhang mit dem Original stehen. Tatsächlich hat Ender†™s Game in gewissem Sinn keine Fortsetzungen, denn die anderen drei Bücher bilden eine fortlaufende Geschichte, während der erste Roman für sich steht. Kurze Zeit habe ich ernsthaft mit den Gedanken gespielt, das Universum aus Ender†™s Game anderen Autoren zu öffnen, und bin dabei so weit gegangen, den von mir sehr bewunderten Autor Neal Shusterman einzuladen, zusammen mit mir Romane über Ender Wiggins Gefährten in der Kampfschule zu schreiben. Bei unseren Gesprächen wurde schnell klar, dass die offensichtlichste Figur für einen eigenständigen Roman Bean sein würde, der Kindersoldat, den Ender behandelte, wie ihn seine erwachsenen Lehrer behandelt hatten. Und dann passierte etwas Seltsames. Je mehr wir uns darüber unterhielten, desto neidischer wurde ich, dass Neal vielleicht ein solches Buch schreiben könnte und ich nicht. Schließlich dämmerte mir, dass ich noch lange nicht damit fertig war, über »Kids im Weltraum« zu schreiben, wie ich das Projekt zynisch beschreiben hatte, sondern tatsächlich mehr zu sagen hatte, da ich in dem Dutzend Jahren seit dem ersten Erscheinen von Ender†™s Game einiges gelernt hatte. Daher hoffe ich zwar, dass Neal und ich eines Tages an einem gemeinsamen Projekt arbeiten können, aber ich habe dieses Buch rasch wieder an mich gezogen.Bald schon fand ich heraus, dass es schwieriger war als ich dachte, die gleiche Geschichte ein zweites Mal, aber anders zu erzählen. Die Tatsache, dass die Figuren, die im Mittelpunkt stehen, sich zwar unterscheiden, der Autor aber der Gleiche ist und die gleichen grundlegenden Überzeugungen hat, erwies sich eher als hinderlich. Es half jedoch, dass ich in den dazwischen liegenden Jahren einiges gelernt hatte und imstande war, andere Themen und ein tieferes Verständnis in das Projekt einzubringen. Beide Bücher entstammen dem gleichen Verstand, aber nicht demselben; sie leben von den gleichen Kindheitserinnerungen, aber einer unterschiedlichen Perspektive. Für den Leser wird die Parallaxe durch Ender und Bean geschaffen, die die gleichen Ereignisse erleben, aber in gewissen Abstand voneinander. Für den Autor entstand die Parallaxe durch ein Dutzend Jahre, in denen meine älteren Kinder aufwuchsen und die jüngeren zur Welt kamen, sich die Welt um mich herum veränderte und ich ein paar Dinge über das Wesen der Menschen und über Literatur gelernt habe, von denen ich zuvor nichts wusste.Jetzt halten Sie das Buch in Ihren Händen und haben es vielleicht auch schon gelesen. Ob dieses literarische Experiment erfolgreich verlaufen ist, können nur Sie beurteilen. Für mich hat es sich gelohnt, noch einmal zum gleichen Brunnen zu gehen, denn das Wasser war diesmal ganz anders, und es hatte sich zwar nicht unbedingt in Wein verwandelt, verfügte aber zumindest über einen anderen Geschmack, weil es in einem anderen Gefäß nach Hause getragen wurde, und ich hoffe, dass Sie es ebenso genießen werden oder genossen haben wie ich, vielleicht sogar noch mehr.Greensboro, North Carolina, im Januar 1999 Greetz
" Der erste Trank aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott "

Werner Heisenberg,Atomphysiker
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