
Arabische Science Fiction
#31
Geschrieben 23 Januar 2008 - 11:00
#32 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 23 Januar 2008 - 11:37
Osteuropa ist natürlich bekannt, nur über die aktuellsten Entwicklungen bin ich nicht auf dem laufenden. Eine riesige Szene gibt's auch im spanisch/lateinamerikanischen Raum. Hier habe ich schon einige Kontakte, und weil ich gerade Spanisch lerne (allmählich mache ich Fortschritte), hoffe ich, mich da bald etwas intensiver einlesen zu können. Qualitativ gibt es da einiges zu entdecken. Wenn Du Informationen über SF-Autoren in Asien (außer Indien, China und Japan) hast, nur her damit. Ich recherchiere (u.a. für das InterNova-Projekt) seit einiger Zeit über internationale SF, und über bestimmte Regionen ist schwer etwas rauszubekommen, allenfalls findet sich hier und da einmal ein Artikel in einer literaturwissenschaftlichen Fachzeitschrift. Generell kann man sagen, daß heute praktisch überall auf der Welt SF geschrieben wird. Lediglich in Afrika (mit Ausnahme Südafrikas) und dem arabischen Raum gibt es, soweit ich weiß, erst vereinzelte Ansätze zu einer SF-Szene. Allerdings: für InterNova habe ich bereits eine interessante Geschichte einer Autorin aus Nigeria vorliegen (die allerdings in den USA lebt und auf Englisch schreibt). Gruß Michael@Michael: Es gibt durchaus viel SF-Literatur in Südkorea, Taiwan (wie du schon schriebst) und auch natürlich in Japan, dem Mutterland der modernen Robotik. In Mittelost- und Osteuropa ist es ähnlich. In Polen oder Russland zum Beispiel gibt es eine aktive und vitale SF-Szene.
#33
Geschrieben 23 Januar 2008 - 13:46
Nnedi Okorafor? (Und in welcher Sprache soll eine Nigerianerin denn außer Englisch schreiben? Ich meine, mit ernsthafter Aussicht auf Veröffentlichung? Englisch ist auch in Nigeria Amtssprache) Zur SF in der Mongolei habe ich ein klein wenig geschrieben: http://www.sf-boom.de/blog/?p=373Wenn Du Informationen über SF-Autoren in Asien (außer Indien, China und Japan) hast, nur her damit. Ich recherchiere (u.a. für das InterNova-Projekt) seit einiger Zeit über internationale SF, und über bestimmte Regionen ist schwer etwas rauszubekommen, allenfalls findet sich hier und da einmal ein Artikel in einer literaturwissenschaftlichen Fachzeitschrift. Generell kann man sagen, daß heute praktisch überall auf der Welt SF geschrieben wird. Lediglich in Afrika (mit Ausnahme Südafrikas) und dem arabischen Raum gibt es, soweit ich weiß, erst vereinzelte Ansätze zu einer SF-Szene. Allerdings: für InterNova habe ich bereits eine interessante Geschichte einer Autorin aus Nigeria vorliegen (die allerdings in den USA lebt und auf Englisch schreibt). Gruß Michael
Bearbeitet von Diboo, 23 Januar 2008 - 13:49.
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(13. Erwerbsregel)
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Mein Blog
#34
Geschrieben 23 Januar 2008 - 19:03
#35
Geschrieben 23 Januar 2008 - 20:18
Taufik al-Hakim: Im Jahr Million" (1953), "Reise ins Morgen" (1958)
Mustafa Mahmud: "Die Spinne" (1964), "Ein Mann unter Null" (1967).
Youssef Izzedeen Issa schrieb mehrere SF-Hörspiele, die ab 1957 vom ägyptischen Rundfunk ausgestrahlt wurden.
Ahmad Suwailem: "Reisen und Medaillen" (1983), "Splitter" (1994)
Omayma Khafaji: "Das Verbrechen einer Welt" (1992)
Nihad Sharif: "Niederringer der Zeit" (1966)
Muhammad el-Ashry : "Mädchen der träumenden Mythen", „Die Goldquelle", "Wüstenapfel" sowie "Licht-Halo".
Mohammed Aziz al-Habbabi: "Das Lebenselixier" (1974)
Mohammed Abdelsalam al-Baqqali: "Die blaue Flut" (1979)
Kassem al-Khattat: "Der grüne Fleck",
Muwaffaq Uays Mahmud: "Sie pulsiert vor Leben"(1987).
Ali Karim Kathem: "Der grüne Planet"(1987).
Ach ja, dann gibt es da noch eine ziemliche alte Fantasy-Sammlung bekannt unter dem Namen: Tausendundeine Nacht
gruß
regis
Bearbeitet von Regis, 23 Januar 2008 - 20:19.
#36 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 23 Januar 2008 - 20:48
Genau sie. Wir sind durch einen Beitrag in der Anthologie "So Long Been Dreaming" auf sie aufmerksam geworden. Kollege Richard Kunzmann (Südafrika, schreibt inzwischen aber vor allem Krimis) hat vor einigen Jahren Pläne gehabt, ein Netzwerk afrikanischer SF-Autoren aufzubauen, aber außer in Südafrika selbst ist er nicht fündig geworden. Dabei sind, soweit ich sehe, phantastische Elemente in der modernen afrikanischen Literatur keine Seltenheit. Vor kurzem habe ich einen interessanten Roman von Mia Couto aus Mosambique gelesen, der realistische mit phantastischen Elementen verbindet. Sehr interessant ist auch Amos Tutuola (Nigeria), der Mythologie und Legenden der Yoruba verarbeitet und großen Einfluß auf jüngere Autoren hatte. Überhaupt eine sehr lebendige, vielfältige Literatur, die in den schwarzafrikanischen Ländern geschrieben wird.Nnedi Okorafor?
Ist mir schon klar. Aber sonst vielleicht nicht jedem bekannt. Allerdings habe ich auch schon von afrikanischen Autoren gehört, die sowohl in einer afrikanischen Sprache wie in der Sprache der früheren Kolonialherren schreiben. Ähnliches kenne ich auch aus der indischen Literatur, z.B. den auch hierzulande bekannte Kiran Nagakar, der auf Englisch wie auf Marathi schreibt und teilweise seine Werke selbst übersetzt.(Und in welcher Sprache soll eine Nigerianerin denn außer Englisch schreiben? Ich meine, mit ernsthafter Aussicht auf Veröffentlichung? Englisch ist auch in Nigeria Amtssprache)
Interessant. Mehr als ich vermutet hätte. Ich nehme an, Du hast vor Ort etwas recherchiert, aber keinen Kontakt zu Autoren? Gruß MichaelZur SF in der Mongolei habe ich ein klein wenig geschrieben:
#37
Geschrieben 23 Januar 2008 - 21:42
#38
Geschrieben 23 Januar 2008 - 22:13
Dazu mußich mich noch nicht einmal anstrengen und selber denken :EDIT: Bevor wir uns da in der Analyse einzelner Werke verzetteln, noch einmal was Grundlegendes. Du hast ja geschrieben, dass die Basis der SF Kritik an den herrschenden Zuständen ist. Ich glaube, selbst wenn Du einzelne Geschichten von Verne oder Gernsback findest, die als klar gesellschaftskritisch gelten können, wäre Deine Aussage falsch. [...] Die Behauptung, dass "Kritik an der herrschenden Gesellschaft" die Basis ihres Schreibens war, wirst Du kaum belegen können.
Während die SF sich oft mit der Darstellung von Teilaspekten technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen begnügt, wurde die Utopie, die einen vollständigen Gesellschaftsentwurf zeigen will, ursprünglich als Trojanisches Pferd benutzt. Ziel war es oft, der Öffentlichkeit unter Umgehung obrigkeitlicher Zensur politische und philosophische Ideen vorzustellen. Allerdings können die klassischen Utopien wie Thomas Morus' Utopia (1516) oder Tommaso Campanellas Civitas Solis (Der Sonnenstaat, 1623) kaum als SF gelten, da sie zu einem Zeitpunkt entstanden sind, zu dem wissenschaftlicher und technischer Fortschritt noch keine wichtigen Kategorien darstellten; entsprechend weisen die frühen Utopien auch kein SF-Novum auf. Die klassischen Utopien sind meist auf einer fernen Insel angesiedelt, erst im 19. Jahrhundert, mit der Industriellen Revolution verlagert sich die Utopie in die Zukunft, werden Nova zu typischen Utopieelementen.
http://de.wikipedia....Science_Fiction
Wobei die hier dargestellte Sicht sogar noch ziemlich fraglich ist, da sie SF mit Hardcore-SF gleichsetzt. Siehe dazu etwa Rezensionen über Brunner und Cunis.
#39
Geschrieben 23 Januar 2008 - 23:13
Ja, dem kann ich nur zustimmen! Allerdings werden SF-Publikation auch aus dem näheren Ausland ignoriert, so dass ich kaum Hoffnung habe...ein Grund, warum SF außerhalb des angelsächsischen Raumes weitgehend unbekannt ist, dürfte weniger an mangelnden Ideen, sondern eineseits in der schwierigen Übersetzungsarbeit und einer schwachen Infrastruktur der Autoren-Förderung und des Vertriebes /Bekanntmachung zum Norden hin. Diese Geschichten bleiben dann eher im lokalen Umfeld. Gibt es denn Publikationen u.o Internet-Portale, wo man SF aus Afrika /Arabien, etc lesen kann? Es wäre eine gute und reizvolle Idee, diese Geschichten verstärkt unserem Publikum bekant zu machen und zentral zu präsentieren. Ich bin sicher, das da sehr viele verborgene Schätze lagern und nur darauf warten, endlich gefunden zu werden.
Pirx
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#40 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 23 Januar 2008 - 23:57
Ein weiterer Grund dürfte sicher auch sein, daß der amerikanische SF-Markt kaum ein interesse an der SF anderer Länder hat. Selbst Briten und Australier, bei denen immerhin das Übersetzungsproblem wegfällt, haben oft Schwierigkeiten gehabt, sich auf dem amerikanischen Markt zu etablieren. Wichtige kontinentaleuropäische SF-Autoren - wie etwa Jeury oder Klein aus Frankreich, die den besten amerikanischen Autoren durchaus gewachsen waren - wurden nur sporadisch veröffentlicht.ein Grund, warum SF außerhalb des angelsächsischen Raumes weitgehend unbekannt ist, dürfte weniger an mangelnden Ideen, sondern eineseits in der schwierigen Übersetzungsarbeit und einer schwachen Infrastruktur der Autoren-Förderung und des Vertriebes /Bekanntmachung zum Norden hin.
Wir von Nova arbeiten daran, unsere internationale Ausgabe InterNova, die als gedrucktes Magazin leider nicht gut genug gelaufen ist, online zu bringen. Zur Zeit basteln wir noch etwas an der Website. Ein ganzer Teil der Redaktionsarbeit ist schon erledigt, es liegen jetzt schon rund 40 Stories aus über zwanzig Ländern vor, mit einem gewissen Schwerpunkt auf Lateinamerika. Vieles weitere Material aus Skandinavien, Osteuropa und Asien wird noch geprüft. Was einen offiziellen Starttermin angeht, will ich mich nicht festlegen. Es ist eine Mordsarbeit, ein solches Projekt neben der sonstigen Arbeit ins Rollen zu bringen, aber wird sind am Ball. Die Stories werden allerdings zunächst nur in englischer Übersetzung erscheinen, zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch deutsche und sogar spanische Übersetzungen folgen. Wenn's soweit ist. wäre das Magazin für einen Großteil der SF-Fans auf der Welt lesbar - was unser Ziel ist. Gruß MKIGibt es denn Publikationen u.o Internet-Portale, wo man SF aus Afrika /Arabien, etc lesen kann?
#41 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 24 Januar 2008 - 00:03
Zur Ergänzung noch: Vor ein paar Jahren gab's mal eine leidlich erfolgreiche Veröffentlichung lateinamerikanischer SF/Fantasy in den USA. Ursula Le Guin hat den Roman "Kalpa Imperial" der argentinischen Autorin Angelica Gorodischer übersetzt, und sicher war der Name der Übersetzerin ein Grund, daß das Buch eine gewisse Beachtung gefunden hat. Gorodischer ist eine bekannte SF-Autorin, "Kalpa" ist allerdings ein Fantasy-Epos. Eine spanische Kollegin, Elia Barcelo, ist in jüngster Zeit auch in Deutschland recht erfolgreich, allerdings, soweit ich informiert bin, mit ihren Mainstream- und nicht mit ihren SF-Büchern. Gruß MKIJa, dem kann ich nur zustimmen! Allerdings werden SF-Publikation auch aus dem näheren Ausland ignoriert, so dass ich kaum Hoffnung habe...
#42
Geschrieben 24 Januar 2008 - 07:37
Entschuldige das Nitpicken, aber da sie in den USA geboren wurde, ist sie keine Nigerianerin mehr, sondern US-Amerikanerin. Ich schlage mich selbst täglich mit dieser Art von Zuschreibungen rum, wenn z. B. das Foto meiner Tochter im Kindergarten auf der Weltkarte auf Afrika geklebt wird, und das ihr als gebürtige Saarbrückerin. Nnekis Eltern sind eingewanderte Nigerianer.Genau sie. Wir sind durch einen Beitrag in der Anthologie "So Long Been Dreaming" auf sie aufmerksam geworden.
Phantastik findet für die meisten aber in Nollywood statt, halt weniger gedruckt, dafür ist das Verlagswesen viel zu schwach. Das war in Nigeria noch etwas anders, als es die Onitsha-Literatur gab - das war sowas wie unsere Heftromane -, aber die Zeiten sind schon lange vorbei.Kollege Richard Kunzmann (Südafrika, schreibt inzwischen aber vor allem Krimis) hat vor einigen Jahren Pläne gehabt, ein Netzwerk afrikanischer SF-Autoren aufzubauen, aber außer in Südafrika selbst ist er nicht fündig geworden. Dabei sind, soweit ich sehe, phantastische Elemente in der modernen afrikanischen Literatur keine Seltenheit. Vor kurzem habe ich einen interessanten Roman von Mia Couto aus Mosambique gelesen, der realistische mit phantastischen Elementen verbindet. Sehr interessant ist auch Amos Tutuola (Nigeria), der Mythologie und Legenden der Yoruba verarbeitet und großen Einfluß auf jüngere Autoren hatte. Überhaupt eine sehr lebendige, vielfältige Literatur, die in den schwarzafrikanischen Ländern geschrieben wird.
Yeps.Interessant. Mehr als ich vermutet hätte. Ich nehme an, Du hast vor Ort etwas recherchiert, aber keinen Kontakt zu Autoren?
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#43
Geschrieben 24 Januar 2008 - 08:38
Dieser Text ist teilweise von mir.Dazu mußich mich noch nicht einmal anstrengen und selber denken :
Während die SF sich oft mit der Darstellung von Teilaspekten technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen begnügt, wurde die Utopie, die einen vollständigen Gesellschaftsentwurf zeigen will, ursprünglich als Trojanisches Pferd benutzt. Ziel war es oft, der Öffentlichkeit unter Umgehung obrigkeitlicher Zensur politische und philosophische Ideen vorzustellen. Allerdings können die klassischen Utopien wie Thomas Morus' Utopia (1516) oder Tommaso Campanellas Civitas Solis (Der Sonnenstaat, 1623) kaum als SF gelten, da sie zu einem Zeitpunkt entstanden sind, zu dem wissenschaftlicher und technischer Fortschritt noch keine wichtigen Kategorien darstellten; entsprechend weisen die frühen Utopien auch kein SF-Novum auf. Die klassischen Utopien sind meist auf einer fernen Insel angesiedelt, erst im 19. Jahrhundert, mit der Industriellen Revolution verlagert sich die Utopie in die Zukunft, werden Nova zu typischen Utopieelementen.
http://de.wikipedia....Science_Fiction
Wobei die hier dargestellte Sicht sogar noch ziemlich fraglich ist, da sie SF mit Hardcore-SF gleichsetzt. Siehe dazu etwa Rezensionen über Brunner und Cunis.

Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
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#44 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 24 Januar 2008 - 09:58
Ok. Ich kenne Ähnliches von Autoren, die immer noch als "indische Schriftsteller" betrachtet werden, obwohl sie teilweise schon in der zweiten Generation US-Amerikaner, Kanadier oder Briten sind. Bei Autoren, die man über ihre Werke wahrnimmt, sind solche Zuschreibungen aber vielleicht verzeihlich, wenn Kultur und Gesellschaft ihrer "Ursprungsländer" für sie ein Thema sind - was bei Nnedi zumindest teilweise der Fall ist. In Indien reagiert man aber schon mal allergisch, wenn im Ausland lebende indischstämmige Autoren als die "indische Literatur" schlechthin betrachtet werden. Würde man solche Zuschreibungen konsequent durchziehen, müßte man viele deutsche Autoren, mich selbst eingeschlossen, als "polnische Schriftsteller" bezeichnen - was doch den einen oder anderen überraschen würde.Entschuldige das Nitpicken, aber da sie in den USA geboren wurde, ist sie keine Nigerianerin mehr, sondern US-Amerikanerin. Ich schlage mich selbst täglich mit dieser Art von Zuschreibungen rum, wenn z. B. das Foto meiner Tochter im Kindergarten auf der Weltkarte auf Afrika geklebt wird, und das ihr als gebürtige Saarbrückerin. Nnekis Eltern sind eingewanderte Nigerianer.
Bearbeitet von Michael Iwoleit, 24 Januar 2008 - 10:13.
#45 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 24 Januar 2008 - 10:12
Es ist eine alte Diskussion, wie wichtig die utopische Literatur für die Entstehung der SF war. Wenn man, was ich für plausibel halte, den Beginn der modernen SF nicht bei den ersten amerikanischen SF-Magazinen sondern bei den englischen "scientific romances" des ausgehenden 19. Jahrhunderts ansetzt, spielt die utopische Tradition, etwa bei Wells, schon eine Rolle. Erzählungen von Wells wurden, aus einstweiligem Mangel an neuen Autoren, in der Anfangszeit von Gernsbacks Magazinen eifrig nachgedruckt. Ein weiteres Vorbild für Gernsback war aber eben auch Poe, und der wiederum war vom gotischen Roman und der deutschen Schauerliteratur beeinflußt. Es gibt also auch gute Argumente für Brian Aldiss' These, daß die SF eine Fortentwicklung des gotischen Romans sei. Die Sache ist wohl einfach zu komplex, um sie auf eine einzige Formel zu bringen. In der SF sind ganz unterschiedliche Erzähltraditionen zusammengeflossen und existieren auch heute noch nebeneinander.Dieser Text ist teilweise von mir.
Und wie aus ihm ja auch hervorgeht, sind SF und Utopie eben nur teilweise "verwandt". Die Utopie wird zwar im 19. Jhdt. immer mehr zu SF, umgekehrt ist die Utopie für die Entstehung der klassischen SF aber weitgehend irrelevant. Für Autoren wie eben Poe, Verne oder auch Gernsback (und die meisten Autoren des Golden Age) spielt die utopische überhaupt Tradition keine Rolle.
#46
Geschrieben 24 Januar 2008 - 12:40
Grundsätzlich kein Einwand. Wie ich auch sagte, war die Situation in den USA und in Grossbritanien sehr unterschiedlich. Wells steht sicher in der utopischen Tradition. Aber die Tatsache, dass Gernsback Wells abgedruckt hat, heisst eben noch nicht, dass damit auch diese Tradition übernommen wurde. Tatsächlich hatte Gernsback mitunter einigen Aufwand betrieben, um zu rechtfertigen, dass er eine bestimmte Wells-Geschichte abdruckt, weil sie teilweise überhaupt nicht den von ihm erhobenen naturwissenschaftlich-didkatischen Anspruch erfüllten. Die Scientific Romance und scientifiction (bzw. später science fiction) haben sich weitgehend unabhängig voneinander entwickelt, das utopische Erbe hat kaum Eingang in die Magazin-SF gefunden.Es ist eine alte Diskussion, wie wichtig die utopische Literatur für die Entstehung der SF war. Wenn man, was ich
für plausibel halte, den Beginn der modernen SF nicht bei den ersten amerikanischen SF-Magazinen sondern bei
den englischen "scientific romances" des ausgehenden 19. Jahrhunderts ansetzt, spielt die utopische Tradition,
etwa bei Wells, schon eine Rolle. Erzählungen von Wells wurden, aus einstweiligem Mangel an neuen Autoren, in
der Anfangszeit von Gernsbacks Magazinen eifrig nachgedruckt. Ein weiteres Vorbild für Gernsback war aber
eben auch Poe, und der wiederum war vom gotischen Roman und der deutschen Schauerliteratur beeinflußt. Es
gibt also auch gute Argumente für Brian Aldiss' These, daß die SF eine Fortentwicklung des gotischen Romans
sei. Die Sache ist wohl einfach zu komplex, um sie auf eine einzige Formel zu bringen. In der SF sind ganz
unterschiedliche Erzähltraditionen zusammengeflossen und existieren auch heute noch nebeneinander.
Dass die Frage, was "am Anfang" der SF stand umstritten ist, ist sicher richtig. Es geht mir auch nicht darum, das endgültig festzulegen. Ich glaube, man kann aber schon sagen, dass heute kaum mehr jemand die Meinung vertritt, dass es ein direktes Abstammungsverhältnis zwischen den klassischen Utopien und der Magazin-SF gibt. Sogar Suvin hat seinen Standpunkt diesbezüglich revidiert.
@a3kHH: Um auf den Ursprung dieser Abschweifung zurückzukommen: Du hast ursprünglich geschrieben, dass Kritik an den herrschenden Verhältnissen die Basis von SF ist. Das habe ich bestritten. Dann hast Du Verne und Gernsback als Beispiele aufgeführt. Dem habe ich ebenfalls widersprochen, und da dieser Widerspruch unerwidert blieb, gehe ich davon aus, dass wir uns diesbezüglich einig sind. Zuletzt hast Du dann die Utopie gebracht, die zweifellos eine gesellschaftskritische Basis hat. Wenn es tatsächlich so ist, dass manche wichtige SF-Autoren durch diese Tradition beeinflusst waren, bleibt für mich die Frage, welche das denn sind. Verne und Gernsback sind es sicher nicht. Wells schon, aber hier ist eben der Unterschied zwischen den verschiedenen Ländern zu beachten. Bei welchen wichtigen, prägenden etc. frühen SF-Autoren zeigt sich denn diese Tendenz Deiner Meinung nach? Tatsächlich fallen mir hier spontan nur Briten ein. Wenn Du der Ansicht bist, dass für die Frühphase der SF nur die Scientific Romance relevant ist, stimmt Deine Behauptung. Nur klammerst Du dann den grösseren Teil, nämlich die amerikanische Magazin-SF einfach aus. Für Gernsback war SF definitiv nicht primär Gesellschaftskritik. Campell hat dann zwar grösseren Wert auf die sozialen Auswirkungen der Nova gelegt, aber um eigentliche Gesellschaftskritik ging es ihm auch nicht. Von den Grossen des Golden Age wüsste ich eigentlich keinen, den ich primär als Gesellschaftskritiker einstufen würde. Am ehesten noch Heinlein, aber der steht mit seiner libertären Haltung sicher nicht in der Tradition der klassischen Utopien.
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#47
Geschrieben 24 Januar 2008 - 13:14
#48
Geschrieben 24 Januar 2008 - 13:16
Satire und Utopie liegen sich ja ohnehin sehr nahe. Bereits bei Morus ist einiges durchaus satirisch gemeint, und Gulliver wiederum steht deutlich in der utopischen Tradition.Wenn wir schon dabei sind, die Wurzeln der SF zu betrachten, so möchte ich der Vollständigkeit halber neben der Utopie und dem Schauerroman die Satire nennen. "Gullivers Reisen" enthält im Rückblick viele wegweisene SF-Motive. Und die satirische Tradition innerhalb der SF ist ja immer noch lebendig.
Heute noch gibt es Werke, in denen Satire und SF-Elemente eine gute Verbindung eingehen. Dave Barry "Logoland" ist zu nennen. Oder im Werk von James Morrow. Stark ist diese Tradition auch in Russland.
Könnte mir vorstellen, dass Satire auch in islamischen Ländern der SF bedient.
MB
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#49
Geschrieben 24 Januar 2008 - 13:27
Stimmt, auch in Orwells "1984" ist einiges sehr satirisch. Was mir noch fehlt, sind konkriete Beispiele dieser Spielart in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich im Hauptstrom der SF (englischsprachige Magazin-SF) die Autoren verstärkt auch der Satire bedient.Satire und Utopie liegen sich ja ohnehin sehr nahe. Bereits bei Morus ist einiges durchaus satirisch gemeint, und Gulliver wiederum steht deutlich in der utopischen Tradition.
MB
#50
Geschrieben 24 Januar 2008 - 13:37
Zumindest in der frühen US-SF ist diese Spielart nach meinem Dafürhalten selten; darauf will ich ja auch hinaus. In England gibt es diese Tradition zweifellos, Wells, Huxley und Orwell sind da die bekanntesten Namen, und dass Morus und Swift auch von der Insel stammen, ist auch kein Zufall. Die britische Literatur hatte von Anfang ein unverkrampfteres Verhältnis zu nicht-realistischen Gattungen. Wells ist über seine SF berühmt geworden und hatte - im Gegensatz auch zu Verne - einen Status als Figur des öffentlichen Lebens. Während Verne als Unterhaltungsschriftsteller angesehen wurde, meldete sich Wells auch zu politischen Themen zu Wort. Auch anerkannte Schrifsteller wie Huxley oder Orwell konnte sich in SF-nahen Gefilden betätigen. Und nicht zu vergessen: Das Fantasy-Epos schlechthin wurde von einem englischen Uni-Professor geschrieben. In Grossbritanien war die Konstellation anders als in vielen anderen Ländern. Brian Stableford hat ja argumentiert, dass sich die englische Scientific Romance weitgehend unabhängig von der amerikanischen Magazin-SF entwickelt hat und dass die beiden Stränge erst nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengefunden haben. Das würde dann eben auch erklären, warum die satirisch-utopische Tradition für die frühe Gernsback-SF und die SF des Golden Age keine grosse Rolle gespielt hat.Stimmt, auch in Orwells "1984" ist einiges sehr satirisch. Was mir noch fehlt, sind konkriete Beispiele dieser Spielart in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich im Hauptstrom der SF (englischsprachige Magazin-SF) die Autoren verstärkt auch der Satire bedient. MB
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#51
Geschrieben 24 Januar 2008 - 20:02
Oder sind nicht vielleicht die gesellschaftlich-politischen Verhältnisse zu dieser Zeit dafür verantwortlich ?Das würde dann eben auch erklären, warum die satirisch-utopische Tradition für die frühe Gernsback-SF und die SF des Golden Age keine grosse Rolle gespielt hat.

Nö. Bisher habe ich nichts gelesen, was mich in irgendeiner Weise wiederlegt. Ganz davon abgesehen, daß ich die Technik, "Das nicht sein kann, was nicht sein darf" ablehne. Utopie passt nicht ins Konzept ? Also ist sie kein Bestandteil der Grundgesamtheit "SF". Scheerbarth und Dominik geben im Grab jetzt sicherlich gerade den Rotierer.Um auf den Ursprung dieser Abschweifung zurückzukommen: Du hast ursprünglich geschrieben, dass Kritik an den herrschenden Verhältnissen die Basis von SF ist. Das habe ich bestritten. Dann hast Du Verne und Gernsback als Beispiele aufgeführt. Dem habe ich ebenfalls widersprochen, und da dieser Widerspruch unerwidert blieb, gehe ich davon aus, dass wir uns diesbezüglich einig sind.

*rotfl*Zuletzt hast Du dann die Utopie gebracht, die zweifellos eine gesellschaftskritische Basis hat. Wenn es tatsächlich so ist, dass manche wichtige SF-Autoren durch diese Tradition beeinflusst waren, bleibt für mich die Frage, welche das denn sind. Verne und Gernsback sind es sicher nicht.

#52
Geschrieben 24 Januar 2008 - 20:11
Wie zum Beispiel http://de.wikipedia....am...önig_Artus oder http://de.wikipedia....Sprague_de_CampDas würde dann eben auch erklären, warum die satirisch-utopische Tradition für die frühe Gernsback-SF und die SF des Golden Age keine grosse Rolle gespielt hat.
#53
Geschrieben 24 Januar 2008 - 20:41
Und ich sehe nichts, womit Du Deine Behauptung gestützt hättest. Verstehe ich Dich richtig, dass Du darauf beharrst, dass Verne und Gernsback primär Gesellschaftskritiker sind? Schön, diese Meinung sei Dir belassen, Du bist damit einfach ziemlich allein.Bisher habe ich nichts gelesen, was mich in irgendeiner Weise wiederlegt.
Und ich lehne die Technik "Werfen wir alles in einen Topf und ignorieren wir alle Unterschiede" ab, ich ziehe es vor zu differenzieren. Du kannst von mir aus behaupten, dass SF und Utopie identisch sind, aber auch damit wirst Du ziemlich alleine sein. Ich bin zufälligerweise momentan gerade dabei, einiges an Forschung zum Thema Utopie aufzuarbeiten. Zur Zeit lese ich gerade Texte von Richard Saage, einem der wichtigsten deutschsprachigen Utopieforschern. In einem Text, den ich gerade lese, geht es auch um die Frage der Definition der Utopie und auch er plädiert dafür, das Ding von SF zu trennen. Dass es Überschneidungen gibt, streitet aber auch er nicht ab.Ganz davon abgesehen, daß ich die Technik, "Das nicht sein kann, was nicht sein darf" ablehne. Utopie passt nicht ins Konzept ? Also ist sie kein Bestandteil der Grundgesamtheit "SF". Scheerbarth und Dominik geben im Grab jetzt sicherlich gerade den Rotierer.
Noch einmal zum meine Position klar zu machen: Ich behaupte keineswegs Utopie und SF seien komplett artfremde Dinge. Aus verschiedenen Gründen sind die meisten Utopien ab dem späten 19. Jhdt. fast immer auch SF. Aber: Weder muss eine Utopie zwangsläufig SF sein, noch ist alle SF utopisch (es sei denn Du fasst den Begriff 'Utopie' so weit, dass Du auch wieder auf ihn verzichten kannst). Du hast behauptet, dass SF primär und ursprünglich Gesellschaftskritik ist und dafür die Utopie als Beweis herangezogen. Ich bestreite, dass SF primär Gesellschaftskritik ist. Auch hier wieder: Sie kann es sein, aber gerade Beispiele wie Vernes oder Gernsback zeigen, dass sie es keineswegs sein muss. Hast Du mal Gernsback im O-Ton gelesen, wenn er darüber schreibt, was scientifiction ist und tun soll? Von Gesellschaftskritik ist nicht die Rede. Und inwiefern Ralph 124C 41+ kritisch oder auch nur schon satirisch sein soll, müsstest Du mir auch erklären. Und auch Autoren wie Asimov, Clarke oder Heinlein sind sicher nicht primär Gesellschaftskritiker.
Ist Mark Twain neuerdings ein Autor des Golden Age?Wie zum Beispiel
http://de.wikipedia....am...önig_Artus
Ich habe bislang noch nichts von Sprague de Camp gelesen. Kannst Du vielleicht ein konkretes Beispiel und das kurz beschreiben?
Bearbeitet von simifilm, 24 Januar 2008 - 20:46.
Signatures sagen nie die Wahrheit.
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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
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#54
Geschrieben 24 Januar 2008 - 20:47
Diesen Einwand verstehe ich nicht. Bitte um Erklärung. EDIT: Da wir immer mehr OT werden, schlage ich vor, diesen Teil der Diskussion auszugliedern und in meinem Buchthread weiterzuführen, denn es geht hier ja um ein Thema, das ich in meinem Opus behandle.Oder sind nicht vielleicht die gesellschaftlich-politischen Verhältnisse zu dieser Zeit dafür verantwortlich ?
Bearbeitet von simifilm, 24 Januar 2008 - 21:52.
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Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
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#55
Geschrieben 24 Januar 2008 - 22:01
Oder vielleicht könnten die Moderatoren die Diskussion hier herausschneiden. /OT Wir dürfen uns nicht mehr so oft treffen, wir streiten uns zu gerne ...EDIT: Da wir immer mehr OT werden, schlage ich vor, diesen Teil der Diskussion auszugliedern und in meinem Buchthread weiterzuführen, denn es geht hier ja um ein Thema, das ich in meinem Opus behandle.

#56
Geschrieben 29 Januar 2008 - 20:08
encantado! Ich kann Euch nur dazu ermuntern und bin schon sehr gespannt!Wir von Nova arbeiten daran, unsere internationale Ausgabe InterNova, die als gedrucktes Magazin leider nicht gut genug gelaufen ist, online zu bringen. Zur Zeit basteln wir noch etwas an der Website. Ein ganzer Teil der Redaktionsarbeit ist schon erledigt, es liegen jetzt schon rund 40 Stories aus über zwanzig Ländern vor, mit einem gewissen Schwerpunkt auf Lateinamerika. Vieles weitere Material aus Skandinavien, Osteuropa und Asien wird noch geprüft. Was einen offiziellen Starttermin angeht, will ich mich nicht festlegen. Es ist eine Mordsarbeit, ein solches Projekt neben der sonstigen Arbeit ins Rollen zu bringen, aber wird sind am Ball. Die Stories werden allerdings zunächst nur in englischer Übersetzung erscheinen, zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann auch deutsche und sogar spanische Übersetzungen folgen. Wenn's soweit ist. wäre das Magazin für einen Großteil der SF-Fans auf der Welt lesbar - was unser Ziel ist.
#57
Geschrieben 29 Januar 2008 - 20:13
Dem schließe ich mich vorbehaltlos an. TheophagosIch kann Euch nur dazu ermuntern und bin schon sehr gespannt!
- Dr. Karel Lamonte, Atomic Scientist (Top of the Food Chain, Can 1999)
- • (Buch) gerade am lesen:Annick Payne & Jorit Wintjes: Lords of Asia Minor. An Introduction to the Lydians
- • (Buch) als nächstes geplant:Che Guevara: Der Partisanenkrieg
-
• (Buch) Neuerwerbung: Florian Grosser: Theorien der Revolution
-
• (Film) gerade gesehen: Ghost in the Shell (USA 2017, R: Rupert Sanders)
-
• (Film) als nächstes geplant: Onibaba (J 1964, R: Kaneto Shindo)
-
• (Film) Neuerwerbung: Arrival (USA 2016, R: Denis Villeneuve)
#58
Geschrieben 29 Januar 2008 - 20:16

#59
Geschrieben 29 November 2009 - 12:25
Naja, ich weiß nicht, ob das hier nicht schon erwähnt wurde, aber die Emirate und auch Länder, wie der Oman, werden selbst nach dem letzten Tropfen Öl noch stehen, reich und vital.
Tja, grade mal ein Jahr rum und schon sind diese Länder pleite.
Waren wohl doch nicht so reich bzw die holländische Krankheit hat hier voll zugeschlagen.

Ich habe da vorhin etwas interessantes gelesen.
SF ist Escapismus.
Wenn ich den christlichen Glauben richtig kenne dann ist die Welt und das Leben dort ein Ort des Leidens.
Erlösung gibt es erst in der nächsten.
Daher passt SF gut in diese Weltbild hinein, was wohl den Erfolg erklärt.
Im Islam ist die real Welt wohl nicht so negativ besetzt, so das man da auch nicht in andere Welten fliehen will.
Auch ein Ansatz...
#60
Geschrieben 29 November 2009 - 18:12
Frag mal die Märtyrer/Selbstmordattentäter...Im Islam ist die real Welt wohl nicht so negativ besetzt, so das man da auch nicht in andere Welten fliehen will.
Auch ein Ansatz...
Theophagos
- Dr. Karel Lamonte, Atomic Scientist (Top of the Food Chain, Can 1999)
- • (Buch) gerade am lesen:Annick Payne & Jorit Wintjes: Lords of Asia Minor. An Introduction to the Lydians
- • (Buch) als nächstes geplant:Che Guevara: Der Partisanenkrieg
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• (Buch) Neuerwerbung: Florian Grosser: Theorien der Revolution
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• (Film) gerade gesehen: Ghost in the Shell (USA 2017, R: Rupert Sanders)
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• (Film) als nächstes geplant: Onibaba (J 1964, R: Kaneto Shindo)
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• (Film) Neuerwerbung: Arrival (USA 2016, R: Denis Villeneuve)
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