
Welchen Job hat eigentlich Frodo?
#1
Geschrieben 10 Juli 2008 - 08:17
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#2
Geschrieben 10 Juli 2008 - 12:17
Bearbeitet von Flo, 10 Juli 2008 - 12:24.
#3
Geschrieben 10 Juli 2008 - 15:22
Ebenso der Klassiker von Joseph Campbell - Der Heros in tausend Gestalten.ps: Besorg dir mal das Buch "The Key" von James N. Frey. Der schreibt da sehr interessante Sachen zum Thema mythische Helden.
#4
Geschrieben 10 Juli 2008 - 15:45

Dem Vernehmen nach hat Herr Lucas eben dieses Buch ausgiebig gewaelzt, als er an seinen Hauptfiguren schnitzte und alle moeglichen Sagen und Legenden nach Schnittmustern fuer seine Helden absuchte.Ebenso der Klassiker von Joseph Campbell - Der Heros in tausend Gestalten.
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#5
Geschrieben 10 Juli 2008 - 17:36
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#6
Geschrieben 10 Juli 2008 - 19:09
Jetzt koennte man natuerlich eine Diskussion vom Zaun brechen, ob das Nibelungenlied der Fantasy-Literatur zuzurechnen ist oder nicht. Aber das waere dann wohl OT.In der Urfassung war Siegfried natürlich drin *g* Aber ich hab dann die Diskussion etwas eingeengt auf SF/Fantasy LIteratur.
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#7
Geschrieben 10 Juli 2008 - 19:47
Und im weiteren sollte man die Irrfahrten des Odysseus auch nicht außer acht lassen, das ist Phantastik in Reinform. Die griechische Mythologie ist voll von Heldenerzählungen. Andere Mythologien sicher auch. Die antiken Mythen bilden die Grundlage auch für die heutigen Heldengeschichten. Ich finde das nicht OT. Allerdings scheint mir die Helden-Thematik ein klassisches Männerthema zu sein.Jetzt koennte man natuerlich eine Diskussion vom Zaun brechen, ob das Nibelungenlied der Fantasy-Literatur zuzurechnen ist oder nicht. Aber das waere dann wohl OT.
Bearbeitet von TrashStar, 10 Juli 2008 - 19:51.
#8
Geschrieben 10 Juli 2008 - 21:44
In wie fern? Die Grundlage zu diesem Artikel entstand jedenfalls in einem Gespräch mit einer weiblichen PersonAllerdings scheint mir die Helden-Thematik ein klassisches Männerthema zu sein.

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#9
Geschrieben 10 Juli 2008 - 22:26
Die Helden sind fast immer Männer. Frauen treten in der Regel als Frau oder Geliebte des Helden auf oder als unterstützende Person. Oder irre ich mich? Welche Heldinnen gibt es? Das heißt Heldinnen, die autonom sind und nicht durch die Beziehung zu einem Mann definiert sind. So auf die Schnelle fällt mir nur eine ein. Ansonsten glaube ich, dass die Vorgeschichte von Helden keine besondere Rolle spielt. Egal, was sie vorher waren und taten. An einem Punkt ihres Lebens kommt ein Übergang oder eine Bruchstelle und dann sind sie ein Held und müssen sich ihrer Aufgabe stellen. Ob sie vorher ein armes Schwein waren (Harry Potter), ein harmloses Leben führten (Bilbo und Frodo) oder ob sie eine Ausbildung bekamen, die das Heldentum ermöglichte, spielt doch eigentlich keine Rolle. Egal, was sie vorher waren, als Held müssen sie über sich selbst hinauswachsen und entweder sind sie siegreich oder sie scheitern. Was den Helden letztendlich konstituiert, ist die quasi übermenschliche Aufgabe, die er zu bewältigen hat.In wie fern? Die Grundlage zu diesem Artikel entstand jedenfalls in einem Gespräch mit einer weiblichen Person
Bearbeitet von TrashStar, 10 Juli 2008 - 22:38.
#10
Geschrieben 10 Juli 2008 - 22:36
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#11
Geschrieben 10 Juli 2008 - 22:47
Bearbeitet von Nina, 10 Juli 2008 - 22:48.
#12
Geschrieben 10 Juli 2008 - 22:52
Mit Film und Fernsehen kenne ich mich nicht besonders aus. Mir fällt als autonome Heldin - ohne männlichen Background - momentan nur Susanna Parrish aus dem Buche "Gyre" von Clive Barker ein. Sie führte ein zufriedenes, normales Leben und wurde durch unvorhergesehene Ereignisse zur Hüterin der "gewebten Welt". Sie stellt sich dieser großen und gefährlichen Aufgabe und muß zahlreiche Gefahren und Hindernisse überwinden.Guter Gedanke - ich denke da gibt es wirklich wenige (Xena *g*!). Spontan fallen mir auch eher Nebencharaktere ein, die zwar auch "heldisch" sind, aber eben keine große Rolle spielen. (Mara Jade vielleicht noch, Janeway) Ich denke in der SF gibt es durchaus mehr weibliche Hauptcharaktere. ... nachdem ich gedanklich meine Regale durchgegangen bin ... ja, in Fantasy-Romanen herrscht noch das Helden-Patriarchat
#13
Geschrieben 10 Juli 2008 - 23:19
Bearbeitet von Robin, 10 Juli 2008 - 23:21.
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#14
Geschrieben 11 Juli 2008 - 18:19
Quatsch. Paksenarrion Dorthansdotter und "The Birthgrave" sind nur zwei Beispiele, die mir gerade einfallen. Wenn Du möchtest, kann ich aber Jorge rufen ... *drohendguck*Aber trotzdem: Es täuscht nicht darüber hinweg, dass man meist froh sein kann, wenn eine vorkommende Frau noch was anderes zu tun hat, als zu kreischen, sich retten zu lassen und dem Helden um den Hals zu fallen.
#15
Geschrieben 11 Juli 2008 - 22:31
Na ja, das mit den Bürgern stimmt schon ... aber es gab ja auch/gerade im Mittelalter zahlreiche Handwerksberufe. Ich denke mal, dass es da auch einfach oft einen praktischen Grund hat: Was ein Bauer so macht, davon haben die meisten von uns eine ungefähre Vorstellung. Ob sie richtig ist, sei dahingestellt, aber wenn der Autor mal eben eine Tätigkeit für den Protogonisten braucht, dann fällt ihm schon irgendwas ein, vom Schweinehüten bis zum Feld bestellen. Aber was macht ein Gerber oder Seifensieder genau? Wo bekommen die ihre Materialien her, den Drogeriemarkt gabs ja noch nicht, wo man sich mal eben so seine Sachen einkauft. Dadurch gabs aber auch ganz andere Tätigkeitsfelder, wenn nicht jeder ein Rasiermesser, eine Zange, einen Schleifstein usw. daheimhatte und auch nicht so einfach was Neues kaufen konnte. Das ist ja schwer vorstellbar, dass da einfach ein Typ zur Tür reinkommt (ich denke mal, abgeschlossen wurde zu der Zeit noch wenig) und fragt, ob er nicht mal alle Messer im Haus schleifen soll und der davon lebt. (Heutzutage kaufen wir uns halt ein neues Messer, wenn das alte stumpf ist bzw. bricht ohnehin vorher der Plastikgriff ab.) Dazu sind viele Berufe sicherlich weitgehend unbekannt und selbst wenn man mal in einer Doku mal sieht, wie in irgendeinem Land noch einer ein altes Handwerk wie Knopfdrechsler ausübt, sind meist doch Maschinen, die Strom brauchen, mit dabei und man kann das nur beschränkt dann übertragen. Also ganz einfach: Protogonist wird Bauer, Recherchearbeit gespart. Ab und an gibts noch Schmiede, das ist sehr praktisch, da kann er sich sein tolles Schwert, das er für sein Abenteuer braucht, gleich selbermachen und ordentlich Muckis kriegt man bei der Arbeit auch noch. Die braucht man ja, sonst fällt es einem schwer, so allein oder in der gemischten Mini-Heldengruppe gegen Dutzende finstere Gestalten zu kämpfen ...Gerade Fantasy lehnt sich ja an das Mittelalter an. Daher wären Helden aus einem Bürgertum ja eher unpassend - die kamen ja rein historisch auch erst mit der Aufklärung. Also dürften viele Autoren das wohl als Grund nehmen, weniger bürgerliche Helden zu erwählen.



#16
Geschrieben 12 Juli 2008 - 07:02
#17
Geschrieben 13 Juli 2008 - 12:21
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#18
Geschrieben 14 Juli 2008 - 09:43
#19
Geschrieben 27 Juli 2008 - 18:28
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)
#20
Geschrieben 31 Juli 2008 - 06:54
Jein. In den älteren Geschichten ist es so, keine Frage. Aber in den 80ern hat auch da ein Umdenken eingesetzt. Immer stärker wurden ganz normale Frauen, Hausfrauen, Viehhirtinnen etc., als Heldinnen eingesetzt. Auch (und gerade) ohne erbliche Belastung. :-) Es ging dann weiter dahin, daß es in der Fantasy- als auch SF-Literatur einfach als normal angesehen wurde, daß Frauen genau die gleichen Berufe wie Männer ergriffen, es wurde garnicht mehr als etwas besonderes dargestellt. Tatsächlich begann man innerhalb dieser Entwicklung starken männlichen Protagonisten noch stärkere weibliche Führungspersönlichkeiten zur Seite zu stellen (Linda Hunt in "Space Rangers" ist mir da im Gedächtnis).Was seltsamerweise gaaanz selten vorkommt ist, dass eine Heldin vorher irgend einen handwerklichen oder kaufmännischen, äh, kauffraulichen Beruf ausübte. Auch Hausfrauen schlagen wenig bis gar nicht auf die klassische Heldinnenlaufbahn ein. Bestenfalls wird das Ganze "vervatert": Der Herr Papa war dann Holzfäller, Schmied, Soldat, Ritter etc. p.p., und meistens scheinen gewisse berufliche Anlagen in diesem Fall erblich zu sein.
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