

Spirou & Fantasio #50: Die Dunkle Seite des Z [Carlsen/2012]
Geschrieben von
yiyippeeyippeeyay
,
10 Juli 2013
·
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Carlsen 21.Jhdt. *Franquin

Obwohl also Spirou aktuell gerade sein 75-jähriges Bestehen feiert, wird die Serie S&F, um die es diesmal geht, aktuell offiziell vom Originalverlag Dupuis erst seit den Franquin-Alben angeboten, denn mit seinen 18 Alben schuf Franquin erst so richtig das markante "milieu" der beiden modernen Freunde (von denen einer einen leichten Dress-Fetisch-Tick hat




Inzwischen (#50, #51) wird S&F oft wieder in einem Franquin-nahen Stil gezeichnet, obwohl dessen feine Akkuratheit nie ganz erreicht wird. Auch lahmen die Geschichten oft an interessantem bzw. spannendem Inhalt, so dass es entweder zu viel dolle Hektik oder Action-Seiten zu "bewundern" gibt. Der Geist der Franquinschen Anarchie lebt da noch in der ein oder anderen Ecke - dass "Z" derart futuristisch-dystopisch ausschweift im 50. Band ist schon konzeptuell atemberaubend - aber dessen Innovationstiefe und gelegentliche Dunkelheit wird m.E. nicht mehr erreicht. Letztendlich war Franquin auch ein begnadeter Plotter und "pacer" (also einer, der den zeitlichen Ablauf der Geschehnisse im Griff hatte).
Fazit: Es ist schön, dass es diese traditonsreiche Serie noch gibt, aber wirklich zu empfehlen sind vor allem die 18 Ur-Nummern, der #1, bis zur #17, plus der #22, des belgischen Meisters. (Der sicherlich nochmal hier im Blog beleuchtet wird!)
(* Wer momentan ein wenig auf Belgiens Errungenschaften im Politischen herabschaut, darf sich, wie viele Andere auch, fragen, wie es kam, dass dieses kleine unscheinbare Land gleich zwei der bewundertsten europäischen Comic-Zeichner produzierte; neben Franquin gab es noch den Anderen, der vor kurzem von Spielberg trick- und m.E. etwas zu US-action-reich verfilmt wurde, mit einem Spirou-ähnlichen Protagonisten, der immer von einem kleinen weißen Hund begleitet wird...)