

Calvin & Hobbes - Lazy Sunday Book [Andrews McMeel/1989]
Geschrieben von
yiyippeeyippeeyay
,
06 Dezember 2016
·
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20.Jhdt. *Watterson Andrews McMeel
Der Erfinder der Serie fand's spaßig 2 Figuren zu schaffen, die immer wieder mal miteinander über die Welt philosophieren, und klaute sich daher dem Wesen der Figuren ungefähr entspr. Namen aus der Weltgeschichte: Des etwas fanatischen, misogynen Gründers des Protestantismus, Calvin, und des eher misanthropen, aber nachdenklichen, Erschaffers des Leviathan-Brockens, Hobbes.
Den 1. Namen bekommt ein hyperaktiver Sechsjähriger, der seine Eltern massiv auf Trab hält, und eine gewaltige Fantasie, Quelle vieler Ideen & vermeintlicher "Super"-Dinge (man halte Kartonkisten von ihm fern

Angenehm finde ich also schon mal die klugen Texte, und der stetige Kampf zwischen Calvins Impulsen/Manipulationen und Hobbes etwas traurigem Hedonismus. Auf dieser Basis baut Calvin dann noch an diversen weiteren phantastischen Ausflügen, oft auch in die Genren Superhelden-Abenteuer (mit Calvin als "STUPENDOUS man!" im scharlachroten Cape) und S.F. (mit Calvin als "Spaceman Spiff", der eine sehr fortgeschrittene Variante Ray-Bans trägt!).


Neben der großartigen Zeichnerei, und wilden (Spiel-)Ideen, die oft auch mit der Form des Comics an sich spielen, bewundere ich Meister-Storyteller Bill Watterson aber auch für seinen damaligen nie müde werdenden Einsatz sein Werk NIE kommerzialisieren zu lassen.

Also: Alleman steige in die wundersame Welt eines ewigen Sechsjährigen und seines Tigers - und seiner taffen Eltern! - ein, und erlebe viele Wochen erstaunlicher Erlebnisse, inkl. phantastischen Erzählungen und Lyrik und visuellem Jazz. Und sauge eine Menge "joie de vivre" auf, in punkto toller Ideen/Sichtweisen, Grafiken, Texte und Dialoge.