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heschu's Blog



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Kurzgeschichten, an die man denkt...

Geschrieben von heschu , 26 Februar 2020 · 2.469 Aufrufe
ASFC Halle, Rundbriefe 57 und 58
Ab und zu lese ich die Rundbriefe für die Freunde des ASFC Halle. Und da achte ich besonders auf Kurzgeschichten. In der Ausgabe Nr. 57 fand ich gleich zwei Storys, die mir gefielen, in der Nr. 58 dann noch eine.
Die erste heißt Das Rätsel der Qualia von Ulf Fildebrandt, sie handelt vom Erstkontakt mit einer fremden Intelligenz.
Es gibt genügend Geschichten zu dem Thema, in denen alles Mögliche passiert. Entweder sind die Aliens von der friedlichen Sorte oder sie werden als die Bösen dargestellt. Ich dachte, soviel Neues kann es dazu gar nicht mehr geben, alles war schon einmal da, alles schon ausgelutscht.
Ich habe mich getäuscht. Ulf Fildebrandts Geschichte beweist es. Sie hat mich beeindruckt. An dem Ende hatte ich ganz schön zu knabbern. Unheimlich, aber einprägsam.
Die zweite Story Molar, stammt von Ellen Norten. Die Geschichte um den Ältesten einer Gemeinschaft lief normal an. Ich rätselte herum, worauf die Autorin hinaus wollte. Ziemlich spät erst verstand ich und war verblüfft. Mit so einer Auflösung hätte ich nie gerechnet.
Ellen Norten hat mich auf raffinierte Art und Weise in die Irre geführt. Hier ein Häppchen Info gestreut und dann dort noch eins. Aber nicht so viele, damit man ja nicht die Pointe der Geschichte vorzeitig erkennt.
Ich war begeistert.
Die dritte Story ist Freunde der Erde von Peter Schünemann. Die Kurzgeschichte aus der Nr. 58 habe ich ebenfalls sehr gern gelesen. Vorgegeben wird ein Problem, es folgen die Schritte, wie Ben, die Hauptfigur, es lösen will. Tja, und dann der Schluss†¦
Gut gemacht!
Jede der Geschichten ist, trotz unterschiedlicher Themen und Schreibstile, etwas Besonderes. Mein Respekt!



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Eine Anthropologin auf dem Mars: Sieben paradoxe Geschichten (Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1997) von Oliver Sacks

Geschrieben von heschu , 18 Januar 2020 · 1.396 Aufrufe

Wieder habe ich ein älteres Buch erwischt, an dem ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Der Titel klingt nach SF, aber Fans könnten vom Inhalt enttäuscht werden, es ist keine.
Hier geht um psychische Erkrankungen, um Fallbeispiele, um die Arbeit des Gehirns.
Sicher gibt es aktuelle Studien zu den beschriebenen Themen. Doch mir gefiel dieses Buch, verfasst vom britischen Neurologen Oliver Sacks (1933-2015). Bei der Suche im Forum stieß ich mehrmals auf die Erwähnung des Namens, also völlig unbekannt dürfte er hier nicht sein.
In Eine Anthropologin auf dem Mars: Sieben paradoxe Geschichten (Rowohlt Taschenbuch Verlag 1997, Übersetzer: Hainer Kober, Alexandre Métraux und Jutta Schust) erzählt Oliver Sacks einfühlsam von den Problemen und Möglichkeiten seiner Patienten. Er stellt u. a. Autisten, Inselbegabungen und Leute mit dem Tourette-Syndrom vor. Dem Autor gelingt es mit Leichtigkeit, Verständnis für die Leiden der Probanden zu wecken. Seine ausführlichen Erklärungen sind niemals langweilig. Er schreibt sachlich, ohne den normalen Leser zu sehr mit medizinischen Fachbegriffen zu verwirren.
Ich lese ungern über Krankheiten, aber dieses Buch ist anders.
Empfehlenswert!
Etwas für Fans habe ich dann doch noch gefunden. Oliver Sacks verweist zum Thema Sehen in einer Notiz auf den englischen SF-Autor H. G. Wells und seine Erzählung Das Land der Blinden. Leider kenne ich sie nicht.
Auch Poe und Lewis Carroll, sogar Philip K. Dick werden in einer Anmerkung erwähnt. Eve LaPlante soll diese Namen in Zusammenhang mit Schläfenlappenepilepsie und dem Geschwindschen Syndrom genannt haben.
Besonders lesenswert fand ich auch die letzte Geschichte über Temple Grandin. Sie meinte, dass sie sich manchmal wie eine Anthropologin auf dem Mars vorkommen würde. Sie kann als Autistin einiges nicht verstehen, was anderen wiederum leicht fällt. Trotz ihres großen Wissens und ihrer Fähigkeiten hat auch sie Schwächen.
Wie jeder Mensch!


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Was ist ein gutes Buch?

Geschrieben von heschu , 06 Januar 2020 · 1.517 Aufrufe

Vielleicht hat die Bewertung damit zu tun, wie sich der Autor ausdrückt, wie er das Schreiben, also sein handwerkliches Können einsetzt. Auch eine geniale Grundidee kann bei mir das Gefühl auslösen, zu denken, ja, das ist ein gutes Buch. Oder wenn ich die deutliche Empfindung verspüre, dieser Autor weiß, wovon er schreibt. Das gilt auch für eine Welt in der Zukunft oder im Genre Fantasy. Nur glaubwürdig muss die Geschichte sein, stimmig innerhalb der gezogenen fiktiven Grenzen.
Ich las in diesem Jahr eine Menge guter Bücher, die teils schon vor längerer Zeit herauskamen. Ich will bloß auf die letzten beiden etwas näher eingehen. Mit ihnen fand ich zwei weitere Lieblingsautoren. Meine Liste ist dadurch recht lang geworden, fast schon unübersichtlich. Aber das ist eine andere Sache.

Also beginne ich mit dem Amerikaner Adam-Troy Castro (geb. 1960) und seinem Halbgeist (Bastei-Lübbe, 1. Auflage 2009, übersetzt von Frauke Meier)
Wider Erwarten las ich das Buch für meine Begriffe sehr langsam durch. Damit bin ich nicht allein. Das entdeckte ich erleichtert, als ich die Diskussion zum Roman in einem alten Lesezirkel des Forums verfolgte. Die Meinungen dort sind ziemlich widersprüchlich, was ich gut nachvollziehen kann. Ich denke, man muss sich ganz und gar auf das Geschehen im Buch einlassen und sich genügend Zeit dafür nehmen. Dann funktioniert es.
Der Schriftsteller erschafft die Ermittlerin Andrea Cort und versetzt sie nach One One One. Diese Zylinderwelt ist reichlich ungewöhnlich, komplex und es dauerte ein Weilchen, bis ich mich zurecht fand. Er nutzt oft lange Sätze, die ich manchmal noch einmal lesen musste, um sie richtig zu verstehen. Das bremste mich anfangs leicht aus. Trotzdem war ich die ganze Zeit über neugierig, wie Castro seine Ermittlerin ihren Fall lösen lassen wollte. Zwar nicht so, dass ich das Buch in einem Ritt durchlas. Das war mir zu anstrengend. Aber wenn ich es nach einer Pause wieder in die Hand nahm, steckte ich gleich voll in der Handlung drin. Die Auflösung schließlich gefiel mir sehr. Zum Schluss war ich an Castros Schreibweise gewöhnt. Und ich will mehr! Auch die nächsten beiden Bände um Andrea Cort.

Durch Hinweise aus dem Forum fand ich zum amerikanischen Schriftsteller Raimond Carver (1938-1988). Er überzeugte mich mit seinem Erzählband Würdest du bitte endlich still sein, bitte. (Berlin Verlag, 2. Auflage 2000, übersetzt von Helmut Frielinghaus)
Das ausführliche Vorwort über 31 Seiten, man muss es unbedingt lesen, stammt von Richard Ford. Darin beschreibt er, wie er seinen Schriftstellerkollegen Raimond Carver kennenlernte, was für ein Charakter er hatte, wie sein Leben verlief und wie sie schließlich Freunde wurden.
Warum haben mich die Erzählungen beeindruckt?
Der Schreibstil Carvers ist einfach, keine Fremdwörter hemmen den Lesefluss. Die Texte wirken trotzdem nicht banal. Raimond Carver jongliert geschickt mit der Länge der Sätze. Oft reichen ihm für einen Satz zwei, drei Worte aus, dann wieder 45 (Beispiel). Aber nicht nur das ist mir aufgefallen.
Er schreibt keine Heile-Welt-Geschichten, er schreibt wahrhaftig, manchmal auf eine lakonisch anmutende Weise. Sehr genau achtet der Schriftsteller auf die Zwischentöne in den Beziehungen seiner Protagonisten und erreicht damit den Leser mit einer Art Lebensweisheit, die jeder versteht. Carver ist Menschenkenner, er beobachtet und lässt seine Figuren in den Erzählungen so handeln, als wären sie unter uns.
Am emotionalsten fand ich die letzte Geschichte, die dem Erzählband den Titel gab.


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Macht Steno süchtig?

Geschrieben von heschu , 13 Juli 2019 · 2.121 Aufrufe

Die Verkehrsschrift habe ich genügend geübt. Trotzdem gefiel mir meine Schreibgeschwindigkeit noch lange nicht. Ich dachte, wenn ich die Eilschrift, also die zweite Stufe der dt. Einheitskurzschrift lerne, wird sich das schon ändern. Also kaufte ich mir dazu ein kleines Heft und war bei der Lieferung leicht schockiert. Zwar enthält es weitere Kürzel und und Weglassungsmöglichkeiten, aber mit über 180 habe ich nun wirklich nicht gerechnet. So viel Arbeit und Zeit wollte ich keinesfalls in Steno investieren.
Ich blätterte ein wenig in dem Heft herum. Es war gut strukturiert. Mit dem Wissen um die Zeichen der Verkehrsschrift konnte ich das meiste verstehen. Durch die neuen Kürzel der Eilschrift würden sich mir bessere und schnellere Schreibmöglichkeiten erschließen. Das war zu verlockend. Also fing ich wieder mit dem Lernen an.
Noch bin ich dabei. Aber mich begeistert schon, dass es einzelne Zeichen für das Wort Wirtschaft, für Gesellschaft und für Geschäft gibt, eins für rechnen, für Person, dann weitere Kürzel für Existenz, Fabrik, aufmerksam, allgemein, außerordentlich u.s.w. Also oft längere Wörter, die mir beim normalen Schreiben mehr Zeit kosten würden. Sogar bei dem Wort du spart die Eilschrift im Vergleich zur Verkehrsschrift einen Buchstaben ein. Weglassungen sind bei Fremdwörtern besonders interessant. Industrie besteht aus zwei Minikürzeln, nämlich In und ie. Der Teil dustr verschwindet also. Oder Fabrikation. Da fehlt dann eben glatt brikat.
Ich halte durch. Auf alle Fälle.
Die dritte und letzte Stufe, die am meisten Schnelligkeit bringt, ist die Redeschrift. Doch die werde ich nun wirklich nicht lernen. Ganz bestimmt nicht. Niemals!
Oder? Na, vorsichtig reingeschaut habe ich schon mal. Nur so. Für alle Fälle. Sieht ganz schön viel aus.


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Nur für Autoren...

Geschrieben von heschu , 10 Juli 2019 · 1.927 Aufrufe

Was gefällt dir? Ein Laptop, ein Schreibprogramm wie Papyrus, teure Stifte oder hochwertige Notizbücher?
Klar. Immer. Aber es gibt noch mehr.
Wenn du einen Roman planst, könntest du dir das Arbeitsbuch für Schriftsteller von Tanja Hanika besorgen. Oder wie wäre es mit einem Ratgeber, der dir bei lästigen Schreibblockaden hilft.
Doch auch kleine Dinge versüßen das Leben eines Autors. Trinkst du viel Kaffee, um das Gehirn auf Trab zu bringen?
Nein? Lieber Tee? Passend dazu gibt es die Sherlock Tea Collektion, wahlweise die Sorte Holmes und Dr. Watson. Wenn dich allerdings fiese Bösewichte antörnen, nimm Moriattea. Anregend ist er allemal. Natürlich kannst du auch auf Shakespeare oder Jules Verne Tea ausweichen. Sogar die Sorten Hemingway und Platon sind möglich.
Du bekommst eine Absage nach der anderen? Wie ärgerlich. Aber das passiert nicht nur dir.
Beruhige dich! Komm auf andere Gedanken! Entspanne deinen Geist, um einen neuen Anlauf zu starten!
Was hilft dir dabei? Etwa ein Fidget Cube, der gegen Stress wirken soll? Das kleine Gerät mit seinen Knöpfen und Schaltern lenkt dich sicher ab. Und wer weiß, vielleicht wirst du durch die nette Spielerei sogar kreativer.
Was könnte dir noch nützen? Steuerst du gedanklich (und schriftlich) eben ein Raumschiff durch das All? Dann besorg dir ein Planetarium, tragbar wie eine Brille und irgendwie übers Smartphone zu bedienen. Du bekommst so Infos zu den Sternbildern, die du gerade siehst.
Daran könnte ich mich auch gewöhnen. Das ist bestimmt ganz interessant.
Vielleicht lässt du aber auch nur einen Globus neben deinem Computer schweben. Der Effekt beruht auf Magnetismus. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Erdkugel auf die Weise eine geheimnisvoll inspirierende Stimmung erzeugt.
Oder mach es wie Einstein! Stell eine Lichtmühle auf. Sie besteht aus einer Glaskugel, in der ein Flügelrad steckt. Es bewegt sich, wenn Licht darauf fällt. Das Glas kann violett sein, dann wirkt es besonders apart. Nicht jeder möchte sich zur Inspiration gleich einen Schädel auf den Schreibtisch packen. Das war nun einmal Goethes Spleen.
Aber eigentlich weißt du, dass das alles Pillepalle ist. Du brauchst nur Stift und Papier, wahlweise ein Laptop und kannst loslegen.
Viel Glück dabei, Autor!


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Der Mond - Ein Gedankensprung von der SF zur Lyrik

Geschrieben von heschu , 29 Juni 2019 · 2.015 Aufrufe
Standard, VFR, Lyrikmond
Vor einer Woche brachte der Standard einen Artikel von Jürgen Doppler. Der Titel: Die Wiederentdeckung des Mondes in der Science-Fiction. Der Autor geht darin auf den derzeitigen Hype um den Mond ein.
Passenderweise finde ich dazu noch eine Ausschreibung für Storys, die den Himmelskörper zum Thema hat. Doch der Einsendeschluss für den 12. SF-Kurzgeschichten-Wettbewerb des VFR ist schon morgen. Hat eigentlich jemand vom Forum daran teilgenommen?
Aber nicht nur die SF zehrt vom Mond. Auf Unterm Lyrikmond stehen Gedichte zu vielen Themen, zu verschiedenen Epochen, zum schwarzen Humor ebenso, wie auch zum Erdtrabanten. Ist ja klar.
Lyrik lesen ist etwas Besonderes. Deshalb werde ich sicher mal wieder auf diese Website schauen. Im September startet dort übrigens der 5. Lyrikmond-Wettbewerb. Wen es also interessiert†¦?
Wer keine Gedichte mag, kann sich ja dann immer noch das angebotene Mondmann-Orakel geben.


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Steno, nochmal

Geschrieben von heschu , 01 Juni 2019 · 1.579 Aufrufe
KürzelMitlautfolgen und 2 weitere...
Vor einem Monat habe ich mich dazu entschlossen, Steno zu lernen. Aus Spaß. Ich war auf die Zeichen der Deutschen Einheitskurzschrift, der Verkehrsschrift, so neugierig, wie auf mich selbst. Habe ich die Ausdauer, das Ganze durchzuziehen oder werfe ich bald alles wieder hin? Es war ein Test, ohne ein Muss, ohne Druck von außen, ohne festgelegte Erwartungen.
Einen Lehrgang besuchen, ist nicht mein Ding, denn man hat an bestimmten Tagen irgendwo zu erscheinen, meist verbunden mit Stress und langen Anfahrtswegen.
Ich bin auch eher der Lesetyp. Also suchte ich zuerst in der Bibliothek und über Onleihe nach Büchern zu dem Thema. Bei meinen Nachfragen hieß es verwundert, es sei nix da, Steno brauche niemand mehr.
Ich kaufte mir zwei kleine, verständlich geschriebene Büchlein und begann zu lernen. Etwa zeitgleich fand ich im Internet mehrere Adressen, die sich mit Steno beschäftigen. Besonders gern nutzte ich das kostenlose Angebot der Autorin Domenique Clarier. Die Lektionen sind logisch aufgebaut und beschreiben ausgiebig Buchstaben, Kürzel und Mitlautfolgen. Ein großes Lob an die Autorin! Ihre Unterweisung in Steno ist anerkennenswert. Es steckt viel Arbeit in den einzelnen Rubriken ihrer Website.
Jetzt ziehe ich einen Schlussstrich - zwar nicht endgültig, weil ich ab und zu noch bei manchen Wörtern nachschlage - doch mit dem Lehrstoff bin ich fertig.
Ich habe es geschafft! Ich kann mich in der Verkehrsschrift ausdrücken. Einen Text soll man in Steno dreimal so schnell schreiben können, wie in der normalen Langschrift. Also müsste ich mal die Zeit stoppen.
Doch das verschiebe ich besser, so viel Übung habe ich ja noch nicht.
Domenique Clarier stellt auf ihrer Website eine ihrer Geschichten vor. Der Titel lautet Pfeif auf Größe S, in Kurzschrift und in Langschrift verfasst.
Ich nahm den normalen Text, wandelte ihn in Kurzschrift um und verglich. Klar waren ein paar Fehlerchen drin, doch daraus lerne ich. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden.
Als nächstes ist ein Ausschnitt des neuen Fantasy-Romans Ovalyth III - Der Mochthiria dran. Ebenfalls von der Autorin.
Woher kriege ich später nur neue Texte zum Üben?
Die Verkehrsschrift ist für Anfänger. Die nächste Stufe ist die Eilschrift mit weiteren Kürzungen und schließlich folgt die Redeschrift, in der ganze Wortgruppen vereinfacht werden, als schnellste Methode.
Gute Stenografen sollen bis zu 500 Silben pro Minute schreiben können. Eine tolle Leistung!
Das schaffe ich nie im Leben!


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Das Dings da auf dem Tisch. Und du weißt nicht, wie es heißt...

Geschrieben von heschu , 08 Mai 2019 · 1.714 Aufrufe
Bildwörterbuch, Raumstation, All und 3 weitere...
Immer wieder finde ich etwas Neues, was mir beim Schreiben hilft. Vielleicht auch dir, Autor von SF oder Fantasy, Krimis oder †¦?
Stell dir vor, in deinem Kopf formt sich eine Geschichte. Sagen wir mal, sie spielt in einem Labor. Auf dem Tisch stehen Geräte, die du schon gesehen hast, vielleicht in der Schule. Aber das ist Jahre her. Chemie hat dich nie interessiert und du weißt einfach nicht mehr, wie die Dinger heißen.
Doch du willst sie beim Namen nennen, das ist besser, als herum zu schwafeln.
Was machst du? Ganz einfach. Du nutzt ein Bildwörterbuch. Dort findest du den Bunsenbrenner, die Bürette oder auch den Erlenmeyerkolben. Geräte, die geschickt in deine Geschichte eingebaut werden können.
Blitzartig überfällt dich eine weitere Idee. Dunkle Nacht, nur schwaches Licht, gespeist aus einer altmodischen Straßenlaterne. Plötzlich hängt eine Fledermaus (Vampir?) direkt vor deinen Augen. Du siehst genau †¦
Ja, was denn? Immer bloß Flügel? Oder die Augen? Und die sogar noch rotglühend?
Wie allgemein! Wie langweilig!
In einem Bildwörterbuch findest du sämtliche Teile vom Skelett bis zur Ohrenklappe und dem Nasenblatt.
Ist das nicht ideal für einen Autor?
Um den Bogen zur SF zu betonen, ein neuer Gedanke. Die Raumstation im All. Wie sieht sie aktuell aus? Wie könnte sie im Jahr 2043 aussehen? Und wo sitzt dieses verdammte Robotermodul, welches auf einmal Probleme macht? Also, im Bildwörterbuch nachschauen! Denn ausgerechnet das Gerät ist wichtig für die Geschichte, sonst überleben deine Figuren nicht. Und du willst sie ja kaum vorzeitig aus dem Spiel nehmen, nicht wahr?


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Steno für Autoren, warum nicht?

Geschrieben von heschu , 20 April 2019 · 1.675 Aufrufe

Nachdem mein letzter Beitrag klammheimlich entführt wurde :happy:, nun ein neuer Versuch.
Heute geht es um Stenografie. Du denkst, nur eine Sekretärin braucht die Kurzschrift?
Dachte ich auch, bis gestern. Dann habe ich mir den großen Zettelhaufen mit meinen Ideen angeschaut und beschlossen, so kann das nicht länger bleiben.
Wie viel einfacher wäre es doch, die Schösslinge meiner Kreativität in winzigen Strichen, Bögen und anderen Zeichen auszudrücken. Es hat den Vorteil, dass man Platz spart. Auf einen Zettel passt dann eben mehr drauf. Oder, statt ein Notizbuch voll zu schreiben und das zweite, dritte, brauchst du nur ein Viertel davon.
Wie praktisch!
Und Stenografie scheint gar nicht so schwer zu sein.
Beispiele: Das Kürzel für das Wort ist ist einfach ein Punkt, die wird durch einen kleinen senkrechten Strich ausgedrückt und so verläuft leicht schräg in der Horizontale. Das Wort ich dagegen sieht aus wie eine winzige 1.
Ideen sind meist unausgegoren, Gedankensplitter, Spielzeug für den Geist. Welcher Autor will schon, dass jemand anderes die Notizen liest?
Ich jedenfalls nicht! Also fange ich mal an....
Halt! Das wichtigste hab ich fast vergessen, nämlich die enorme Zeitersparnis beim Mitschreiben für Recherchen.


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Perspektive und Zeitform

Geschrieben von heschu , 16 März 2019 · 1.503 Aufrufe

Ich spiele mit Ideen für Kurzgeschichten und Romanen herum. Mir ist klar, worüber ich schreiben werde, was in den Texten unbedingt vorkommen muss und wie ich den jeweiligen Schluss gestalten werde.
Nun überlege ich, was für Zeitformen passen könnten und welche Perspektive meine Figuren einnehmen sollen.
Normalerweise liegt mir die Vergangenheit, also das Präteritum und dazu die 3. Person Singular.
Beispiele: Er rannte, sie schwamm, es fraß.
Ab und zu verwende ich für kurze Texte die Gegenwartsform, also das Präsens und die 1. oder auch 3. Person Singular. Besonders die Ich-Form erzeugt Nähe.
Beispiele: Ich fliege; er, sie, es ruft.
Dabei finde ich es sehr interessant, wie Suzanne Collins die 1. Person und das Präsens im bekannten Roman Die Tribute von Panem umgesetzt hat.
Noch spannender finde ich die Perspektive in Das Glück der anderen von Stewart O†™Nan. Er lässt seinen Sheriff Jacob Hansen in der 2. Person und im Präsens denken und handeln, was am Anfang etwas ungewohnt zu lesen ist.
Beispiele: Wenn Jacob über sich selbst spricht, dann etwa so; du weißt seit langem, dass... Oder auch: du gehst zu ihm hinüber...
Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt, diese andere Art beim Lesen zu akzeptieren. Ob ich jedoch die 2. Person im Präsens jemals für einen Text verwenden werde, weiß ich noch nicht. Obwohl es sicher einen Versuch wert wäre.






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Quelle:
e-recht24.de
 
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