„Wer hat’s erfunden?“ (Zitat aus dem Werbefernsehen)
Wenn Wikipedia recht hat, dann stammte das Konzept ursprünglich nicht von ihm, sondern von Vorgängern, u. a. von den Autoren Robert Charroux, Louis Pauwels und Jacques Bergier:
Das schließt sich doch auch nicht gegenseitig aus, oder?
Klar ist, dass es diese Ideen der Prä-Astronautik sowohl als Pseudowissenschaft, als auch in der phantastischen Literatur bereits vor Däniken gab. Bereits Stanley G. Weinbaum hat so ein Thema schon in den 1930er Jahren in seine Kurzgeschichten eingebaut. Und besonders in den 1960ern habe ich den Eindruck, waren die Romane voll davon.
Dennoch glaube ich, dass er einen sehr großen Einfluß auf die deutsche und teilweise auch internationale Science Fiction gehabt hat. Sein Buch "Erinnerungen an die Zukunft" hatte ich in den 90ern wie einen Science-Fiction-Roman gelesen und nicht wie ein archäologisches Lehrbuch. Ich war davon immer sehr fasziniert.
Sogar in der DDR gab es im Stanislaw-Lem-Klub in Dresden bereits 1971 eine Veranstaltung zu dem Buch mit über hundert Teilnehmern. Und das obwohl sowas unerwünscht war.
Diese ganzen Versuche von ihm, diesen Prä-Astronautik-Hokuspokus als seriöse Wissenschaft zu etablieren, aber gleichzeitig keine wissenschaftlichen Methoden anzuwenden, fand ich einfach nur abstrus und habe das auch nie so recht verstanden, was ihn da antrieb.
Aber als Märchenonkel und begabter Geschichtenerzähler im besten Sinne, habe ich ihn immer respektiert.
Bearbeitet von Stephan, Gestern, 22:31.



