Okay, die üblichen Verdächtigen haben das Buch gelesen. 
Ein paar mehr hätte ich allerdings schon angenommen (entweder will sich die faule Bande nicht outen, oder sie haben das Buch in der zusammengekürzten Jugendausgabe gelesen
)
Kurze Abschweifung: 
Als vor etwa zehn Jahren vom Hanser-Verlag eine Neuübersetzung in Auftrag geben wurde, ist in der Folge ein spannender Übersetzerstreit über die "richtige" Weise des Übersetzens entbrannt. Vielleicht hat ja jemand darüber gelesen.
http://www.deutschla...rticle_id=82082
http://www.d-e-zimme...001melville.htm
Die von Hanser-Verlag abgelehnte Übersetzung von Friedhelm Rathjen wurde später bei einem anderen Verlag veröffentlicht. Hanser hat die Übersetzung vom Übersetzer Mathias Jendis neu anfertigen lassen und herausgegeben. Sie gilt einigen (Dieter Zimmer), als die modernere und sprachlich geschmeidigere. Während Rathjen's Fassung, im Satzbau und Sprachduktus altertümlicher, dem Original angeblich eher entspricht. Was manche als wiederum als "besser" empfinden. Jedenfalls hat mir diese Auseinandersetzung gezeigt, dass Übersetzen keine ganz einfache Sache ist und es keine perfekte Übersetzung geben kann. Es ist auf dem höchsten Niveau des Übersetzens, vielfach einfach eine Philosophiefrage.
Ich glaube aber, wenn ich mich für eine Übersetzung entscheiden sollte, würde ich die von Jendis wählen. Das Buch ist auch so schon fordernd genug, als dass ich mich mit dem kantigen Satzbau der Rathjen Übersetzung herumschlagen möchte. Ich habe Satzbeispiele beider Übersetzungen gelesen, die das dokumentieren.
LG Trurl
Bearbeitet von Trurl, 21 Januar 2015 - 15:24.
»Schau dir diese Welt nur richtig an, wie durchsiebt mit riesigen, klaffenden Löchern sie ist, wie voll von Nichts, einem Nichts, das die gähnenden Abgründe zwischen den Sternen ausfüllt; wie alles um uns herum mit diesem Nichts gepolstert ist, das finster hinter jedem Stück Materie lauert.«
Wie die Welt noch einmal davonkam, aus Stanislaw Lem
Kyberiade