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Guckys Tod


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96 Antworten in diesem Thema

#1 Tostan

Tostan

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Geschrieben 09 Juni 2020 - 23:21

Hartmut Kasper über Guckys Tod (mit Entsetzen gehört am 2. online PERRY RHODAN-Stammtisch Wien) https://sndup.net/46d7

 

Wie steht ihr zu Guckys Tod? PS: Band 3072: "Der Ilt muss sterben"



#2 Tifflor

Tifflor

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 08:44

Achtung, das ganze ist nur Spekulation im leeren Raum, ein Gedankenspiel und hat mit dem genannten Roman nichts zu tun! Nach dem nichtssagenden PR online Woche Link von vor kurzem versucht Tostan es jetzt scheinbar mit bildzeitungsmäßigen Clickbait. Er und sein Stammtisch scheinen es nötig zu haben...

"Es kam nicht von oben, von der Regierung. Es fing nicht mit Verordnung und Zensur an, nein! Technik, Massenkultur und Minderheitendruck brachten es ganz von allein fertig."

Ray Bradbury - Fahrenheit 451

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#3 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 08:46

Das ist schon komisch, ich als Nichtfan wurde ja von Bernd Robker angeworben, weil ich ihm in alle anderen Serien und Genres gefolgt bin, in denen er geschrieben hat und dann kam nach Klaus N. Frick dazu, den ich aus der APA kenne und da dachte ich, ich muss einfach einen Zugang zu dieser Welt finden. ( Allerdings war der erste, der mich davon überzeugte, PR zu lesen Leo lukas ich habe mit viel Freude seinen ersten Band zum Ara-Toxin Zyklus "Die Galaktischen Mediziner" gelesen und dann auch die anderen dazugehörigen). Die Dunkelweltenromane habe ich natürlich auch gelesen. Nun habe ich mich auf dem Coloniacon überzeugen lassen, die Olymserie zu lesen und habe sie gerade begonnen.Da ist ja nun Gucky bisher der eigentliche Held und ich finde ihn schon niedlich.(Obowhl er das wohl nicht so gut finden würde, denke ich) . Auf der Leipziger Buchmesse hatte ich  ein PF Neo Heft mitgenmmen und siehe da auch da spiel Gucky mit und da ist er nicht allein. (Der Weltenspalte) Also habe ich Gucky gerade kennengelernt und weiß nicht so richtig, was die Fraktion, die Gucky nicht mögen dazu veranlasst. und nun ist er tot?  Ich werde mal sehen, was dazu so verlautet wird. Zufälle gibts...

Aha, Überschneidung, aber macht nichts. Die Argumente gegen Gucky interessieren mich sowieso.


Bearbeitet von Narrania, 10 Juni 2020 - 08:47.


#4 Tifflor

Tifflor

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 09:22

Keine Sorge, so wie Clark Darlton Gucky angelegt hat, hatte unser Mausbiber nie ein Problem damit, von der Damenwelt als niedlich betrachtet zu werden ;-) Guckygegner gab es immer wieder (auch ein gewisser KNF ist mal vor langer, langer Zeit mit einem "Stoppt Gucky"-Anstecker rumgelaufen :-D Das Hauptargument gegen Gucky, dem ich meistens begegnet bin, ist, dass er zu kindisch ist. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass das oft von Leuten in ihrer Pubertät kam, die in dieser Phase mit aller Kraft ihr Erwachsensein beweisen wollen. Aber Gucky ist neben Rhodan himself wohl DAS Gesicht /Aushängeschild der Serie und damit ziemlich sicher. In dem Podcast geht es auch nicht um Argumente gegen Gucky, sondern darum, ob die Serie sein Ableben überstehen würde. Ich möchte nicht wissen, wie viele Leser wegen Gucky Leser geworden sind. Ich nehme mich da nicht aus. Die ersten beiden Romane, die ich gelesen habe, waren die Nummern 998 und 999,in beiden spielt der Ilt eine tragende Rolle.

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#5 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 09:31

Naja, es ging auch darum, dass Gucky eventuell überpowert ist. Was ich nicht finde. Für mich ist es logischer, dass jemand mit seinen Kräften aus tödlichen Situationen herauskommt, als dann irgendwie noch was aus dem Hut zu ziehen, was dem Helden in letzter Minute das Leben rettet. Grenzen hat er ja auch, wie jeder Superheld. Die Frage, ob die Serie das überstehen würde kann ich nicht beantworten, würde aber denken, das schon. Wäre nur schade. 



#6 Tifflor

Tifflor

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 09:48

Überstehen würde sie es wahrscheinlich. Allerdings müsste KNF wohl in der Konzernzentrale antanzen und erklären, wieso die Auflage binnen einer Woche um 25% eingebrochen ist :-D

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#7 ShockWaveRider

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 11:38

Wie steht ihr zu Guckys Tod?

PS: Band 3072: "Der Ilt muss sterben"

 

Nun ja: Der Romantitel heißt ja "Der Ilt muss sterben". Das hört sich nach einem Mordkomplott gegen Gucky an. Ob es auch erfolgreich sein wird, ist total fraglich.

Mehr Sorgen um das Pelztierchen würde ich mir machen, hieße der Roman "Guckys Tod".

 

Würde die Serie Guckys Tod überstehen?

"Dallas" hat nicht nur Bobbys Ableben, sondern auch seine Wiederauferstehung überstanden.

Warum sollte das bei PR und Gucky nicht funktionieren?

 

Naja, es ging auch darum, dass Gucky eventuell überpowert ist.

 

Das war für mich irgendwann auch das Problem. Und ist es für die Autoren ja auch, wie man immer wieder hört.

Der Kerl ist Telepath, Telekinet UND Teleporter. Da muss man sich schon einiges ausdenken, damit Gucky nicht durch eine triviale Anwendung einer seiner Superkräfte aus einer brenzligen Lage herauskäme. Gucky ist entweder komplett unterfordert (was beim Leser zu mangelndem Spannungsgefühl führte) oder aber die Bedrohung muss nicht nur super, sondern mindestens hyper sein (was auf Dauer zum Gummiband-Ausleier-Effekt führt).

 

Würde Superman auf den Straßen seiner Stadt kleine Taschendiebe oder Drogendealer fangen, wäre das eine Verschwendung seiner Möglichkeiten.

Um mit seinen Superkräften eine spannende Story hinzukriegen, braucht er notwendigerweise Superschurken. So ähnlich ist das mit Gucky als literarischer Figur auch.

 

Gruß

Ralf


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#8 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 14:12

Bisher geht das bei Olymp ganz gut. (bin im 4. Heft)



#9 Bernard

Bernard

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 14:48

Der Kerl ist Telepath, Telekinet UND Teleporter. Da muss man sich schon einiges ausdenken, damit Gucky nicht durch eine triviale Anwendung einer seiner Superkräfte aus einer brenzligen Lage herauskäme. Gucky ist entweder komplett unterfordert (was beim Leser zu mangelndem Spannungsgefühl führte) oder aber die Bedrohung muss nicht nur super, sondern mindestens hyper sein (was auf Dauer zum Gummiband-Ausleier-Effekt führt).

 

Würde Superman auf den Straßen seiner Stadt kleine Taschendiebe oder Drogendealer fangen, wäre das eine Verschwendung seiner Möglichkeiten.

Um mit seinen Superkräften eine spannende Story hinzukriegen, braucht er notwendigerweise Superschurken. So ähnlich ist das mit Gucky als literarischer Figur auch.

Exactamente.

Resultat ist eine Häufung des Plotmusters "Gucky verliert temporär seine Mutantenkräfte", um Spannung erzeugen zu können. Das kann man ein paarmal machen, aber es wird zum Problem, wenn es ständig passiert.


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#10 Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 15:28

Wieso verliert es nicht an Spannung, wenn der Protagonist seit 3000 Jahren alles überlebt?



#11 Bernard

Bernard

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 15:49

Wieso verliert es nicht an Spannung, wenn der Protagonist seit 3000 Jahren alles überlebt?

Die Langlebigkeit der Zellaktivatorträger bei RHODAN ist kein (dramaturgisches) Problem, weil sie ja nur "relativ" unsterblich sind. Sprich: Sie können einen gewaltsamen Tod sterben, und ab und zu tun sie das auch. Schon allein, um die Leserschaft daran zu erinnern, dass das passieren kann.

Speziell bei der Hauptfigur Perry Rhodan besteht aber tatsächlich das Problem, dass man als Leserin oder Leser weiß, dass diese Figur eben der Titelheld ist und nicht (dauerhaft) sterben wird. Das macht für die Autoren Plotmuster, die mit der Spannungsfrage "überlebt er oder nicht" arbeiten, unbrauchbar.

Bei Gucky ist die Schwierigkeit anderer Natur.

Rhodan kann belogen werden, Gucky (Telepath) nicht.

Rhodan kann man gefangen nehmen und einsperren, Gucky (Teleporter) nicht.

Rhodan kann man entwaffnen und wehrlos machen, Gucky (Telekinet) nicht.

Es sei denn, man denkt sich jeweils einen Kniff aus, wieso ihm seine Para-Fähigkeiten gerade nichts nützen. Auch das wäre unproblematisch, wenn es nicht so häufig notwendig wäre. Notwendig im Sinne von: "Sonst kann ich keine spannende Geschichte erzählen". In einem Einzelroman oder auch einer kurzen Serie also: kein Problem. Bei einem so extremen Langläufer wie RHODAN führt es aber eben dazu, dass die "Lösungsmuster" für dieses "Plot-Problem" oft sehr ähnlich sind. Sechsdimensionale Schirmfelder (die die Gegner nur dann haben, wenn Gucky sie angreift), seltsames Gestein mit einer Strahlung, die Parakräfte blockt, etc. pp. Obwohl das so oder so ähnlich der Leserschaft bekannt ist, muss man es als Autor dennoch immer wieder erzählen, damit keine Lücke in der Handlungsabfolge entsteht - und je origineller man das machen möchte, desto mehr Seiten "verbraucht" man dafür und kann sie für die eigentliche Handlung nicht mehr nutzen.

Ein Nebeneffekt: Wenn ich die Gegner so mächtig mache, dass sie einem Gucky etwas entgegensetzen können - dann besteht die (wiederum dramaturgische) Gefahr, dass sie für die anderen Protagonisten der Serie schlicht eine Liga zu hoch spielen. Dann kann sich Gucky auf Augenhöhe mit ihnen messen, aber ein Atlan (oder jeder andere, der kein Tripel-Mutant ist) kann gleich zu Hause bleiben.

Das ist jedenfalls mein Empfinden.


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#12 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 16:12

Aver Gucky ist doch auch sterblich und im Gegensatz zu PR kann er sterben, weil kein Titelheld. Man kann auch mit ihm keine Liebesgeschichte verknüpfen, oder?



#13 Bernard

Bernard

    Giganaut

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 17:01

Man kann auch mit ihm keine Liebesgeschichte verknüpfen, oder?

O doch, Gucky war auch schon liiert und hatte Kinder.

Manchmal wird die Tragik-Saite gezupft, denn inzwischen ist er "der Letzte seiner Art".

Darauf wiederum fußt der Gag, dass angeblich schon feststünde, Band 5.000 werde "Das Imperium der Mausbiber" heißen, sodass da über kurz oder lang eine Wende zu erwarten sei.

Es gibt durchaus Geschichten, die auch mit Gucky in der Hauptrolle funktionieren. Komische vor allem, aber auch Rätselgeschichten. Bei Liebesgeschichten muss man allerdings auch schon wieder aufpassen. Die typische Frage "Liebt sie mich auch?" kann ein Telepath schließlich mit einem Blick in die Gedanken beantworten ...


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#14 Narrania

Narrania

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 17:11

Die typische Frage "Liebt sie mich auch?" kann ein Telepath schließlich mit einem Blick in die Gedanken beantworten ...

 

Wenn er es macht. Da gibt es doch auch ethische Regeln oder? Da gibt es doch also für mich noch was zu entdecken in der Mausbiberwelt. Rätsel liebe ich.



#15 Tostan

Tostan

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Geschrieben 10 Juni 2020 - 22:50

Achtung, das ganze ist nur Spekulation im leeren Raum, ein Gedankenspiel und hat mit dem genannten Roman nichts zu tun! Nach dem nichtssagenden PR online Woche Link von vor kurzem versucht Tostan es jetzt scheinbar mit bildzeitungsmäßigen Clickbait. Er und sein Stammtisch scheinen es nötig zu haben...

Huch ... du kennst den Inhalt von Band 3072? Interessant. Also, wenn das so ist, dann bin ich beruhigt, dass Gucky doch am leben bleibt ...  



#16 Elena

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    Cat-o-Nautin

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 00:26

Was ist Perry Rhodan noch wert, wenn die beliebtesten Figuren mal eben so aus lauter Langeweile - überspitzt ausgedrückt - gekillt werden?


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama


#17 Tifflor

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 08:07

Huch ... du kennst den Inhalt von Band 3072? Interessant. Also, wenn das so ist, dann bin ich beruhigt, dass Gucky doch am leben bleibt ...

Natürlich kenne ich den Band nicht. Aber das Audiofile, das mit dem Band in keinerlei Verbindung steht. Im übrigen hat sich Neal Adams mal sinngemäß über Autoren geäußert, die Supermans Kräfte reduzieren wollen, weil sie ihn sonst nicht schreiben können: 'Wo soll das das Problem lösen. Tatsächlich sagen sie damit nur: Wir können ihn nicht schreiben." Ich sehe das ähnlich: wenn einem Autoren Figuren wie Superman und Gucky, die 80 und 60 Jahre auf dem Buckel haben, zu mächtig sind, ist nicht die Figur das Problem, sondern der Autor (was nicht heißt, dass er nicht generell ein guter Autor sein kann, aber um die Figur zu schreiben, ist er ungeeignet)

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#18 Narrania

Narrania

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 08:14

Das ist wohl wie mit einer Zukunft ohne Krieg und ohne Profit. Da haben mir Autoren sofort gesagt, es sei zu langweilig...ich denke auch, sie können es nicht schreiben. :)



#19 Bernard

Bernard

    Giganaut

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 08:26

Im übrigen hat sich Neal Adams mal sinngemäß über Autoren geäußert, die Supermans Kräfte reduzieren wollen, weil sie ihn sonst nicht schreiben können: 'Wo soll das das Problem lösen. Tatsächlich sagen sie damit nur: Wir können ihn nicht schreiben." Ich sehe das ähnlich: wenn einem Autoren Figuren wie Superman und Gucky, die 80 und 60 Jahre auf dem Buckel haben, zu mächtig sind, ist nicht die Figur das Problem, sondern der Autor (was nicht heißt, dass er nicht generell ein guter Autor sein kann, aber um die Figur zu schreiben, ist er ungeeignet)

Ein Körnchen Wahrheit liegt sicher auch in dieser Aussage.

Was aber zu bedenken ist: Bei Superman ist ebendieser - Superman - der einzige Held. Er reißt alles. Es gibt keinen tapferen Stadtpolizisten, der auch mal glänzen muss. Deswegen muss Superman auch nicht gegenüber anderen Protagonisten ausbalanciert werden. Entsprechend hat er auch mit schöner Regelmäßigkeit extrem mächtige Gegner, deren Potenzial dem seinen nahe kommt. Die dramaturgische Lösung ist hier also: Superman und seine Gegner agieren auf einer Ebene, die so hoch über allen anderen Figuren ist, dass diese nur noch staunend zusehen können. Das erzählerische Universum seiner Serie ist also speziell auf diese eine Figur Superman zugeschnitten.

Auf diese Weise könnte man auch die Figur Gucky realisieren und spannende Abenteuer mit ihr erzählen - um den Preis, dass nahezu alle anderen RHODAN-Protagonisten zu applaudierenden Zuschauern werden und als Handlungsträger ausscheiden.

Das ist jetzt mit dem breiten Pinsel gemalt, denn wir sehen ja, dass Gucky in der Serienhandlung seit Jahrzehnten seinen Platz hat. Aber ich glaube, die "Problematik" der Figur liegt in der aufgezeigten Richtung.


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#20 Tifflor

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 09:53

Ein Körnchen Wahrheit liegt sicher auch in dieser Aussage.

Was aber zu bedenken ist: Bei Superman ist ebendieser - Superman - der einzige Held. Er reißt alles. Es gibt keinen tapferen Stadtpolizisten, der auch mal glänzen muss. Deswegen muss Superman auch nicht gegenüber anderen Protagonisten ausbalanciert werden. Entsprechend hat er auch mit schöner Regelmäßigkeit extrem mächtige Gegner, deren Potenzial dem seinen nahe kommt. Die dramaturgische Lösung ist hier also: Superman und seine Gegner agieren auf einer Ebene, die so hoch über allen anderen Figuren ist, dass diese nur noch staunend zusehen können. Das erzählerische Universum seiner Serie ist also speziell auf diese eine Figur Superman zugeschnitten.

Auf diese Weise könnte man auch die Figur Gucky realisieren und spannende Abenteuer mit ihr erzählen - um den Preis, dass nahezu alle anderen RHODAN-Protagonisten zu applaudierenden Zuschauern werden und als Handlungsträger ausscheiden.

Das ist jetzt mit dem breiten Pinsel gemalt, denn wir sehen ja, dass Gucky in der Serienhandlung seit Jahrzehnten seinen Platz hat. Aber ich glaube, die "Problematik" der Figur liegt in der aufgezeigten Richtung.

Ich würde mal sagen: jein.

 

Sicherlich hast du Recht, dass Superman die Hauptfigur ist und Gucky "nur" ein Nebencharakter und daher die Geschichten in ihrem Kosmos stärker auf Superman zugeschnitten sind als die Perry Rhodan Geschichten auf Gucky, zumindest wenn man den gesamten Erzählstrang betrachtet.

Aber so ziemlich jede Serie besteht ja nicht nur aus der Hauptfigur, sondern um sie kreisen etliche Nebenfiguren, die oft erst den Kosmos der Figur ausmachen. Das war schon bei Karl May so, das ist bei Rhodan so (das Fünfeck, von dem Wim Vandemar öfter spricht inklusive Ilt), das ist bei Superman so (Lois Lane, Jimmy Olsen, Perry White usw.). Und auch hier gibt es zumindest gleichstarke Nebenfiguren, wie zB Supergirl. Und tatsächlich gibt es seit ca 30 Jahren die beliebte Nebenfigur von Captain Maggie Sawyer, der Chefin des Metropolis Special Crimes Unit, einer Polizistin.

Natürlich können die Autoren auch leichter sehr mächtige Gegner aufbauen, die Superman kräftemäßig fordern wie etwa Mongul, den Parasit, General Zod. Aber wie auch einige Superman-Autoren angemerkt haben (ich weiß nicht mehr ob es Mark Waid oder Elliot S! Maggin war oder sogar beide unabhängig voneinander): die interessantesten Geschichten sind die, in denen Superman das Problem nicht mit reiner Kraft lösen kann. Man darf nicht vergessen, sein Hauptwidersacher ist Lex Luthor, ein normaler Mensch ohne besonderen Kräfte.

Langer Rede, kurzer Sinn: ich denke es kommt immer darauf an, in welche Geschichte ich die Figur (egal ob Haupt- oder Nebenfigur) einbette. Gucky kann, trotz des Überall-zugleich-Töter-Titels, nicht überall sein. Rhodan ist gegenwärtig woanders als Gucky. Und selbst in der Milchstrasse ist der Ilt zur Zeit in M13 und damit nicht überall verfügbar.

Tatsächlich empfinde ich die Verwendung von Gucky im aktuellen Zyklus als gelungen, hier finden die Autoren zur Zeit sie richtige Balance ohne Gucky als Charakter verbiegen zu müssen (auch wenn mich die Schmerzteleportation etwas nervt und ich mir vielleicht zwei, drei Guckyromane mehr gewünscht hätte, aber das sind Nebensächlichkeiten).


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#21 Bernard

Bernard

    Giganaut

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 10:03

Langer Rede, kurzer Sinn: ich denke es kommt immer darauf an, in welche Geschichte ich die Figur (egal ob Haupt- oder Nebenfigur) einbette.

Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.  :)


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#22 Tostan

Tostan

    Cybernaut

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Geschrieben 11 Juni 2020 - 19:11

Natürlich kenne ich den Band nicht. Aber das Audiofile, das mit dem Band in keinerlei Verbindung steht.  

*grübel* Wie willst du beurteilen, ob das audiofile mit dem Band in Verbindung steht, wenn du den Inhalt des Bandes nicht kennst? *grübel* Ich hab unterstellt "Der Ilt muss sterben", dass der Ilt vielleicht wirklich getötet wird. Und diese Frage erörtert der audiofile ein wenig.



#23 Tostan

Tostan

    Cybernaut

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Geschrieben 14 Juni 2020 - 14:53

Verenas Antwort auf die Frage:

Könnte die Serie den Tod des Ilts wirklich verkraften?

Die Frage ist doch eher: Haben die Leser Vertrauen in uns, dass wir eine gute Geschichte daraus machen, die die Sache wert ist?

Die Leser, die das mit »nein« beantworten, springen wahrscheinlich ab, ohne abzuwarten, was sich daraus ergibt. Das ist dann so, und wir können es nicht ändern. Vielleicht kommen sie später zurück, nachdem sie in Kurzform das nachgelesen haben, was wir in einem sorgfältig erarbeiteten Spannungsbogen ausgebreitet haben, und es dann doch akzeptieren - aber es wird von beiden Seiten nicht mehr das Gleiche sein. Davon dürfen wir uns nicht davon abhalten lassen, auch einmal unerwartete und vielleicht im ersten Moment unpopuläre Dinge zu tun. Andernfalls gleitet die Serie irgendwann ins Seichte ab, um nur ja nicht anzuecken.

Die Leser, die das allerdings mit »ja« beantworten, sind die Leser, denen ich mich wegen ihres Vertrauens verbunden fühle und für die ich daher jedes Mal versuche, das Beste aus mir herauszuholen. Vielleicht sind manche trotzdem am Ende unzufrieden, vielleicht auch so sehr, dass sie aufhören - das nehme ich ihnen dann nicht übel; nicht immer kann man Geschichten erzählen, die allen gefallen, das ist klar. Im vorliegenden Fall denke ich aber, dass wir die Kurve kriegen werden; da habe ich wiederum Vertrauen in unsere Exposé-Autoren.

 

 

Spannend. Irgendwie denke ich, er stirbt jetzt doch nicht, andererseits, ja Gucky ist unersetzbar, aber wer weiß, wie originell einen neue Figur ist, die vielleicht eingeführt wird ...

 

(Ich weiß nicht, ob Gucky stirbt, aber gefühlt deutet alles darauf hin)

Was meint ihr?



#24 Elena

Elena

    Cat-o-Nautin

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Geschrieben 14 Juni 2020 - 17:37

Das hört sich alles nicht gut an für den armen kleinen Mausbiber. :qdevastated:


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#25 Jordan

Jordan

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Geschrieben 17 Juni 2020 - 06:36

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Meine 2 Cent:[/font]

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Im Fall Gucky fällt es mir schwer, die Realwelt auszublenden. Und in dieser ist Mausbiber Gucky eines der drei eingetragenen Warenzeichen des Verlags. Ich würde vermuten, ohne natürlich die Strukturen zu kennen, dass da Mechanismen oberhalb der Redaktionsebene existieren, die verhindern, dass mal eben so ein Drittel des Markenkerns abgestoßen wird. Der Verlag hat Gucky als einen der Bestandteile identifiziert, die dazu beitragen, mit der Serie die Gewinne zu erwirtschaften, die von der Marke Perry Rhodan erwartet werden. Ich glaube, man nennt das Alleinstellungsmerkmal. Rainer Castor sagte mal in einem Interview, dass die Serie nicht nur schwarze Zahlen schreiben muss, sondern dass dicke schwarze Zahlen erwartet werden. Angesichts der Umstrukturierungen im Verlag und den daraus erfolgten Unsicherheiten bei den in Rastatt Verbliebenen würde ich meinen, dass Redaktion und Expokraten bei allen künstlerischen Ambitionen kaum jemanden davon überzeugen können, dass dies eine gute Zeit wäre, Risiko zu gehen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Absägen des Mausbibers die Auflage steigern würde.[/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Von da her stellt sich für mich die Ausgangsfrage "Kann die Serie den Tod des Ilts wirklich verkraften?" nicht. Aber wenn ich „for the sake of argument“ mal davon ausgehe, dass der Mausbiber demnächst seine geliebten Karotten von unten betrachtet: Welche Aspekte könnten da eine Rolle spielen?[/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Erst mal das Kreative: Glaube ich, dass das Team in der Lage ist, faszinierende Geschichten ohne den Multimutanten zu erzählen? Zweifellos. Ist es in den letzten, sagen wir, 20 Jahren gelungen, Figuren aufzubauen, die eine ähnliche (Langzeit)Faszination aufweisen wie Gucky der Ilt? Zweifellos nicht. Der Fairness halber: Ist das überhaupt versucht worden? Das Autorenteam hat ja eh schon genug Parkplätze für Altfiguren geschaffen (DAO-LIN! DAO-LIN!), weil das Ensemble dem Team unhandhabbar groß erscheint. Es fehlt also aus meiner Sicht zumindest an Übung, Figuren auf Gucky-Level zu schreiben (und ich meine nicht eine 1-1 Kopie, das wäre ja witzlos). Es ist zumindest riskant, eine derartige Figur zu entsorgen, die ja ihre Funktion in der Serie hat. Nun ist Risiko im Kunstbetrieb ja erst mal was Gutes. Ich mag es, wenn Dinge unvorhersehbar sind (im Rahmen, sonst würde ich nicht die Serie mit dem weltgrößten Vorhersehbarfaktor lesen, die mich zwingt, meinen sense of disbelief in immer neue Regionen vorstoßen zu lassen).[/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Dann das Praktikable: Würden die Leser einen solchen Schritt mitgehen? Dazu würde ich zunächst gern an das vorherige Mausbiber-Experiment erinnern. Da wurde aus Gucky dem Mausbiber Gucky der Jammerbiber, weil ein Radikalumbau ihm zum Paravampir und ich weiß gar nicht mehr was noch alles machte. Und wie ist der heutige Stand? Ich will nicht sagen, alles wieder auf Null, aber in manchen Romanen liest man den Mausbiber ganz exakt so wie man ihn vor 2700 kannte. Das mag mehrere Ursachen haben. Vielleicht war es von Anfang an ein zeitlich begrenztes Experiment. Vielleicht ist dem Team aufgefallen, dass das einfach keine gute Idee war. Oder vielleicht ist diese Änderung von den Lesern nicht goutiert worden und die Rückmeldungen waren derart deutlich, dass eine Rückwärtsrolle nötig wurde. Wenn letzteres der Fall war, teilweise oder vollständig dazu beigetragen hat, das Gucky heute wieder der Gucky von früher ist, sollte das jede Bestrebung vereiteln, ihn aus der Serie zu schreiben. [/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Wann immer man von Exlesern hört, ist eine der Standardfragen: Lebt Gucky noch? Das deutet auf eine extrem starke Bíndung an diesen Charakter (und der mit ihm untrennbar verbundenen Darltonschen Verschmitztheit) hin. Ich glaube, diese Bindung gibt es auch heute noch. Neben seiner (verhältnismäßig) neuen Rolle als Freund und Gewissen Perry Rhodans war es immer seine Respektlosigkeit vor allem Autoritären gepaart mit der Möglichkeit, den jeweiligen Autoritäten auch die Flötentöne beizubringen, sein übersteigertes Ego und seine klein-aber-oho-Masche, die die Leser ansprach. Gucky war immer die Stimme des Kleinen Mannes innerhalb der Serie. Wenn man Lesern diese Stimme wegnimmt, bin ich gar nicht so sicher, dass der Kleine Mann, der dann keine Identifikationsfigur mehr hat, nicht das Handtuch wirft.[/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Das ist erst mal meine Meinungsgrundlage. Wie sieht du denn den Mausbiber, Roman? Gerade auch als Autor innerhalb der Serie.[/font]

 

[font="arial, helvetica, sans-serif;"]Edit: 2,3 Holperstellen geglättet[/font]


Bearbeitet von Jordan, 17 Juni 2020 - 18:24.


#26 Amtranik

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Geschrieben 17 Juni 2020 - 10:50

 

(Ich weiß nicht, ob Gucky stirbt, aber gefühlt deutet alles darauf hin)

Was meint ihr?

Ich meine das diese Sau alle Jahre wieder  aus Marketinggründen durch das Perryversum getrieben wird. Also alles gut. Gucky wird nimmer nicht sterben net.


Bearbeitet von Amtranik, 17 Juni 2020 - 10:50.


#27 Tifflor

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Geschrieben 17 Juni 2020 - 15:50

Ich meine das diese Sau alle Jahre wieder  aus Marketinggründen durch das Perryversum getrieben wird. Also alles gut. Gucky wird nimmer nicht sterben net.

Das denke ich auch. Wobei ich mir diesmal nicht mal sicher bin, dass die Marketingsau diesmal von der Redaktion von der Leine gelassen wurde oder der Hauptanschub von außen kam.

 

Ansonsten hat Jordan es schön zusammengefasst.

 

Nur noch einige Anmerkungen zu Jordans Ausführungen:

Es ist ja nicht so, dass nur im Verlag gerade erhebliche Umbrüche stattfinden, auch außerhalb. Was man so hört, hat Corona den Auflagen auf dem Zeitschriftenmarkt geschadet. Ich denke nicht, dass es bei Heftromanen anders war.

Also hat man eine unsichere Lage im Inneren, dazu eine ungünstige Lage außen und da sollen noch Leser vergrault werden?

Hinzu kommt, dass Konzerne wie der Bauerverlag ja nicht erst Objekte beenden, wenn sie defizitär sind, sondern wenn sie nicht mehr genug Gewinn abwerfen bzw das, was man im Konzern für genug hält. Und, nachdem man den Landser strategischen Erwägungen geopfert hat, ist PR (soweit ich das überblicke), die letze Heftromanserie im Hause Bauer, also ein Nischenprodukt

Will man da als Redaktion in einer solchen Gemengenlage tatsächlich negativ auffallen, in dem man eines der  eingetragenen Warenzeichen schlachtet und ggfs noch der Auflage schadet?

 

 

Natürlich kann man auch ohne Gucky gute Geschichten erzählen. haben alle Autorengenerationen schon immer gemacht. Gucky war schließlich nie überall.

 

Kann man, genauer gesagt können diese Autoren aus Guckys Tod eine gute Geschichte machen? Möglich ist alles, aber ich glaube es nicht. Die überwiegende Anzahl der Romane ist zur Zeit gut lesbar, aber die übergreifende Erzählstruktur des Zykluses weißt mMn doch einige Schwächen aus und deswegen wäre Guckys Ableben vielleich ein gut geschriebener Roman, aber mir fehlt der Glaube, dass man daraus eine würdige Geschichte machen könnte (zum Trost: ich kann mir auch bei den Vorgängergenerationen nicht vorstellen, dass man es geschafft hätte, darauß eine würdige Geschichte zu machen, die das Opfer wert gewesen wäre).

 

Zur Ersatzfigur: auch hier glaube ich nicht, dass es dem Team gelingen würde, eine solche zu schaffen (und vor allem nicht auf Befehl und aus dem Stand). Das heißt nicht, dass die Autoren keine interessante/unterhaltsame Charaktere schaffen können, im aktuellen Zyklus wären das zB der Tara-Psi, Spinoza Godaby und Zemina Paath. Aber das sind Figuren für einen oder ein paar Zyklen, nicht für die Ewigkeit oder ein eingetragenes Warenzeichen. Aber einen Ersatz für eine solche Figur zu schaffen...äußerst schwierig. Die Frage ist eh, kann man eine solche Figur bewusst schaffen oder entsteht diese nicht vielmehr ungeplant durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren inklusive Lesergunst.

 

Und im übrigen wirkt ein Kaufmann, der sein Tafelsilber für einen kurzfristigen Gewinn verhökert, in der Regel nicht souverän, sondern verzweifelt. Soll heißen, wenn man anders nicht beweisen kann, dass man nicht seicht ist, ist das vielleicht eher der Beweis des Gegenteils.


Bearbeitet von Tifflor, 17 Juni 2020 - 15:53.

"Es kam nicht von oben, von der Regierung. Es fing nicht mit Verordnung und Zensur an, nein! Technik, Massenkultur und Minderheitendruck brachten es ganz von allein fertig."

Ray Bradbury - Fahrenheit 451

  • (Buch) gerade am lesen:David Brin "Sonnentaucher"
  • • (Buch) Neuerwerbung: George R. R. Martin "Planetenwanderer"
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#28 Gast_Günther Drach_*

Gast_Günther Drach_*
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Geschrieben 18 Juni 2020 - 19:11

Hmm.

All diese Meta-Argumente.

 

Ich mag Gucky. Ist zur Zeit wohl die einzige Hauptfigur der Serie, die ich sympathisch finde, die mir nicht egal ist. Rhodan, Bull, Atlan -- die können mir gestohlen bleiben.

Ich hab eine etwas naiv/romantische Sicht auf den Knaben -- ich finde, er ist der menschlichste von der Bande. Und die Vorstellung, dass der häufig Kleinste, körperlich Schwächste im Raum doch allen anderen überlegen ist, hat was ...

Aber weil ich ihn mag, würde ich mir tatsächlich wünschen, dass sie ihn sterben lassen.



#29 Elena

Elena

    Cat-o-Nautin

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Geschrieben 18 Juni 2020 - 19:48

Ich weiß, was Du meinst, Günther. Er ist der Letzte seiner Art, er ist allein, um nicht zu sagen einsam. Für ihn wäre es möglicherweise eine Erlösung, für die Leser garantiert nicht.


Lasse das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.

Dalai Lama


#30 Gast_Günther Drach_*

Gast_Günther Drach_*
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Geschrieben 18 Juni 2020 - 20:01

Mir gehen die Grausamkeiten, mit der unsere Autoren den armen Kerl überhäufen, auf die Nerven. 

Da (Tradom) wird ihm ein meterlanges Messer durch den Leib gerammt.

Da werden ihm nach Jahrhunderten seine verloren geglaubten Artgenossen und seine Familie wiedergegeben, um nur schnell schnell wieder und endgültig ermordet zu werden (frequenzmonarchie).

Er wird Jahre lang ins Koma geschickt und wacht, psimässig zusammengestutzt, als Parapsi-Vampir wieder auf.

 

Und in einer Mini-Serie gefallen sich die Autoren dabei, ihn als "Running Gag" als Ratte beschimpfen zu lassen.

 

Liebe Autoren und Expokraten, lasst Gucky endlich zur Ruhe kommen. Lasst ihn sterben. 


Bearbeitet von Günther Drach, 18 Juni 2020 - 20:02.



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