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NOVA 31


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271 Antworten in diesem Thema

#31 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 03 Februar 2022 - 10:42

Ich bin auch sehr gespannt auf alles, vor allem auf die Story von MKI, ich versuche aber, chronologisch vorzugehen, also, von vorn nach hinten ... mir juckt es aber auch schon in allen Fingern.


Podcast: Literatunnat

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#32 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 04 Februar 2022 - 10:14

Die Retardierten

Ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen zu den Retardierten gewünscht. Die Idee der Geschichte ist jedoch beklemmend. Ich musste dabei an Typen denken, die sich aus dem Katalog entsprechender Vermittler heiratswillige und gehorsame (asiatische) Frauen "bestellen". Desweiteren vermute ich, dass das in der Geschichte beschriebene Geschäftsmodell tatsächlich umgesetzt würde, falls es rechtlich und technisch machbar wäre. Krass.

 

Fast Forward

Die Pointe habe ich nicht kommen sehen, und sie wird gut vorbereitet.


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#33 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 04 Februar 2022 - 10:24

Die Retardierten

Ich hätte mir mehr Hintergrundinformationen zu den Retardierten gewünscht. Die Idee der Geschichte ist jedoch beklemmend. Ich musste dabei an Typen denken, die sich aus dem Katalog entsprechender Vermittler heiratswillige und gehorsame (asiatische) Frauen "bestellen". Desweiteren vermute ich, dass das in der Geschichte beschriebene Geschäftsmodell tatsächlich umgesetzt würde, falls es rechtlich und technisch machbar wäre. Krass.

 

Fast Forward

Die Pointe habe ich nicht kommen sehen, und sie wird gut vorbereitet.

 

Ah, wir machen eine Art Lesezirkel. Ich bin gerade dabei, "Die Retardierten" recht ausführlich für meinen Blog zu besprechen und lese sie dafür ein zweites Mal, weil ich mich beim ersten Lesen etwas gestört hat und ich mich fragte, was das wohl war. Ich hatte aber mehr eine zweite Ebene hereingelesen und das weniger direkt auf Frauen oder "weibliche Geschöpfe" bezogen.

 

Fast Forward. Absolut. Ich habe die Pointe auch erst drei Sätze im Voraus erahnt. Sehr geile Story und super geschrieben.

 

Story 3 und 4 habe ich auch schon durch, 3 war lesenswert, wenn ich auch recht rasch wusste, wie es weitergehen würde und das Gesamtszenario nicht unbedingt das Glaubhafteste der Welt war. Bei Story 4 habe ich einiges zu meckern, es kann aber sein, dass ich eine versteckte Ebene übersehe. Allerdings bin ich nicht bereit, diese Story ein zweites Mal zu lesen. 


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#34 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 04 Februar 2022 - 11:17

Ich habe die neue Ausgabe 31 in diesem Augenblick aus dem Postfach geholt. Vielen Dank, Michael, fürs Zuschicken.

 

Erster Eindruck ist ein simples "Wow": Eine fette Ausgabe.



#35 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 04 Februar 2022 - 12:07

Witzig ist ja, dass beim eBook nicht auffällt, wie dick das Buch in Wahrheit ist

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#36 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 08:01

Ein Shoppingmall-Sonnenaufgang

Die Sprache ist teilweise schlaglichtartig, aber prägnant. Die Künstlichkeit der Welt und die mangelnde Empathie der Hauptfigur werden deutlich. Ich hätte mir mehr Informationen zu dieser von Konzernen beherrschten Welt gewünscht. Leider dauert es aus meiner Sicht zu lange, bis die Handlung in die Gänge kommt, und dann ist sie auch schon vorbei. Ich habe das Gefühl, das erste Kapitel eines Romanes gelesen zu haben, der nicht fortgeführt wurde. Die Geschichte hat Potenzial, benötigt aus meiner Sicht jedoch mehr Raum und sollte ausgebaut werden.

Gefallen haben mir der Ersatz-Jesus mit den "Opfergaben" sowie am Anfang der Brunnen mit den Skulpturen. Da ensteigt quasi Venus der Muschel, und als Nächstes sehen wir die Zeichen des Verfalls. Peng.
Möglicherweise möchte der Autor mitteilen, dass die Hauptfigur am Ende eine Art Katharsis erlebt. Durch Raues zu den Sternen, sozusagen.

 

Unverbaubarer Blick über die Bucht

Mich hat die Geschichte mit einem großen Fragezeichen im Kopf zurückgelassen. Sie erschließt sich mir nicht.

 

Der Gast

Auch hier habe ich den Eindruck, eine Art Pilotfolge einer Serie gelesen zu haben. Die Welt leider offenbar unter massiven Folgen des Klimawandels, aber das spielt für die Handlung keine Rolle. Gut, in meiner Geschichte ist der Weltraum auch nur die Bühne. Über den Gesundheitszustand des Kapitäns erfahren wir nichts mehr, und die entsprechenden Andeutungen sind für die Erzählung letztlich ohne Belang.
Der Autor will zwar sicherstellen, dass die Leser und Leserinnen den gleichen Wissenstand haben wie die Hauptfiguren, aber die Informationsvermittlung wirkt auf mich sperrig und gekünstelt.
Die eigentliche Handlung reizt für mich die Spannung nicht aus. Da wäre mehr drin gewesen.
Zudem scheinen dem Autoren beim Spanischen einige Fehler unterlaufen zu sein. Soweit ich mich erinnere heißt es "el mercadero" und nicht "el mercader". Der Name "Peréz" ist meiner Ansicht nach falsch geschrieben. Entweder "Pérez" oder "Perez". Fehlt der Akzent, so wird der Name ohnehin auf der letzten Silbe betont.
Die Grundidee der Geschichte mit der Piraterie hat ihren Reiz, kommt in meinen Augen aber nicht gut rüber. Vom Setting her sehe ich die Möglichkeit, die Geschichte zu einer längeren Erzählung auszubauen. In der aktuellen Fassung wird für mich zu viel erzählt und zu wenig erlebt. Ich denke, dass die Geschichte gewinnen kann, falls man sie auf mehr Seiten ausbaut. Gerade der Machtkampf im Hintergrund hat Potenzial.

Aus meiner Sicht hat eine bestimmte Person, die in diese Machenschaften verstrickt ist, die größte Motivation in der Geschichte. Leider erleben wir die Handlung nicht aus ihrer Perspektive, und so bleiben für mich die Figuren blass. Falls man die Erzählung samt Vorgeschichte anders aufzieht, könnte meiner Meinung nach ein guter Thriller herauskommen. Das Potenzial ist da.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 05 Februar 2022 - 08:36.

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#37 My.

My.

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 08:45

Zudem scheinen dem Autoren beim Spanischen einige Fehler unterlaufen zu sein. Soweit ich mich erinnere heißt es "el mercadero" und nicht "el mercader". Der Name "Peréz" ist meiner Ansicht nach falsch geschrieben. Entweder "Pérez" oder "Perez". Fehlt der Akzent, so wird der Name ohnehin auf der letzten Silbe betont.

 

Zwei Kleinigkeiten:

  • "El mercader" ist im Spanischen wie auch en catalán ein "Händler".
  • Wenn jemand seinen Namen Peréz schreibt, dann hat das seinen Grund und ist nicht zwingend ein Fehler. Du kannst "Maier" mit "ei" schreiben = "Meier", dann ist das nicht falsch, meint dann aber nicht den Maier, sondern jemand anderen. Nur weil 99 % aller Pérez sich Pérez schreiben, muss Peréz kein Fehler sein.

 

My.


Bearbeitet von My., 05 Februar 2022 - 08:46.


#38 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 09:50

Karsten Kruschel »Unverbaubarer Blick auf die Bucht«

 

Als Kruschel-Groupie, der ich bin, war meine erste Geschichte selbstverständlich der unverbaure Blick. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich mag diesen souveränen Erzählton, der manchmal mit ganz wenigen "Pinselstrichen" soviel andeuten/sagen kann. Die Story selbst "jedoch" habe ich nicht so richtig verstanden. Vielleicht gibt es da auch wenig zu verstehen. Zugleich hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht, denn die blauen Türme sind per se und so wie sie sind mysteriös und für die menschliche Vernunft ein Ärgernis. Da hätte außer ihre bloße Existenz und wie diese Existenz auf die Figuren wirkt für mich als Leser gar nichts mehr anderes gebraucht. Aber wie gesagt: Vielleicht verstehe ich auch irgendeine Metapher nicht.

 

Das Buch selbst überzeugt mich haptisch und ästhetisch übrigens sehr. Ein schönes Ding.


Bearbeitet von Dyrnberg, 05 Februar 2022 - 09:52.


#39 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 10:04

Da einige von euch ja offenbar auch die Kruschel Geschichte gelesen haben (ich habe sie heute früh frisch gelesen) - kann es sein, dass Isabel und Susan durcheinander gehen?
Erst ist er mit Susan verheiratet, dann trennen sie sich und er ist mit Isabel zusammen & dann ist es plötzlich wieder Susan?
Oder ist die Geschichte nicht chronologisch und das war ein Hinweis?

Nachtrag: wobei, Peter nimmt ja mehr und mehr zu, müsste also eigentlich chronologisch sein ...

Geschrieben fand ich sie gut und auch angenehm divers (Herkunft Pierre und A.), Aber verstanden habe ich sie auch nicht.
Und klar, der Protagonist von Shopping Mall soll unsympathisch sein, ich fand sein Frauenbild aber schwer zu ertragen.
Geht das sonst niemandem so?

Bearbeitet von Rezensionsnerdista, 05 Februar 2022 - 10:02.

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#40 Dyrnberg

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 16:06

Da einige von euch ja offenbar auch die Kruschel Geschichte gelesen haben (ich habe sie heute früh frisch gelesen) - kann es sein, dass Isabel und Susan durcheinander gehen?
Erst ist er mit Susan verheiratet, dann trennen sie sich und er ist mit Isabel zusammen & dann ist es plötzlich wieder Susan?
Oder ist die Geschichte nicht chronologisch und das war ein Hinweis?

 

Leichte Spoiler zu Kruschel: Ich muss diese Frage aufgreifen und weiterspinnen: Ist es nicht sogar so, dass ganz am Anfang, quasi auf der ersten Seite, einmal die Namen falsch (?) verwendet werden. Da dachte ich an einen Flüchtigkeitsfehler. Oder checke ich da etwas nicht? Der Wechsel von der Frau zur Maklerin erscheint mir Teil der Story. Sie sagt dann ja auch so etwas wie "Ich habe diesem Mann dieses Haus eingebrockt." Warum aber am Ende wieder die Frau da ist... keine Ahnung. Ich bin vermutlich zu blöd für die Story. ;) Aber sie hat mir dennoch irgendwie gefallen.

 

 

 



#41 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 05 Februar 2022 - 16:09

Leichte Spoiler zu Kruschel: Ich muss diese Frage aufgreifen und weiterspinnen: Ist es nicht sogar so, dass ganz am Anfang, quasi auf der ersten Seite, einmal die Namen falsch (?) verwendet werden. Da dachte ich an einen Flüchtigkeitsfehler. Oder checke ich da etwas nicht? Der Wechsel von der Frau zur Maklerin erscheint mir Teil der Story. Sie sagt dann ja auch so etwas wie "Ich habe diesem Mann dieses Haus eingebrockt." Warum aber am Ende wieder die Frau da ist... keine Ahnung. Ich bin vermutlich zu blöd für die Story. ;) Aber sie hat mir dennoch irgendwie gefallen.


Ja das war mir auch aufgefallen

Ich weiß es wirklich nicht. Die Story war nicht übel, vielleicht lese ich sie ein zweites Mal

Bearbeitet von Rezensionsnerdista, 05 Februar 2022 - 16:23.

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#42 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 06 Februar 2022 - 08:49

Ich habe gestern "Die Chimäre" von Dirk Alt gelesen.
Die Geschichte trifft nicht meinen Geschmack, ist aber gut geschrieben. Sie beginnt und endet im Exponatenraum. Bereits zu Anfang wird das Thema genannt, dann konsequent weiter ausgeführt und aus der Sicht der Optimierten wie auch des persönlichen Umfelds geschildert. Einige Male ist es mir dabei kalt den Rücken runtergelaufen. Die genetische Veränderung ließe sich auch durch Smart Drugs, kosmetische Operationen, Chips im Hirn oder ähnliches ersetzen. Interessant finde ich, dass der Autor den Wunsch zur Optimierung einer Sucht gleichsetzt, die einem seelischen Defizit entspringt. Mich hat diese Geschichte zum Nachdenken angeregt: Was würde ich bei mir verändern wollen und wie weit würde ich dabei gehen?

Mit dem oben genannten Geschmack ist gemeint, dass ich eher zum Mainstream neige.

[...]

Der Gast
Auch hier habe ich den Eindruck, eine Art Pilotfolge einer Serie gelesen zu haben. Die Welt leider offenbar unter massiven Folgen des Klimawandels, aber das spielt für die Handlung keine Rolle. Gut, in meiner Geschichte ist der Weltraum auch nur die Bühne. Über den Gesundheitszustand des Kapitäns erfahren wir nichts mehr, und die entsprechenden Andeutungen sind für die Erzählung letztlich ohne Belang.
Der Autor will zwar sicherstellen, dass die Leser und Leserinnen den gleichen Wissenstand haben wie die Hauptfiguren, aber die Informationsvermittlung wirkt auf mich sperrig und gekünstelt.
Die eigentliche Handlung reizt für mich die Spannung nicht aus. Da wäre mehr drin gewesen.
Zudem scheinen dem Autoren beim Spanischen einige Fehler unterlaufen zu sein. Soweit ich mich erinnere heißt es "el mercadero" und nicht "el mercader". Der Name "Peréz" ist meiner Ansicht nach falsch geschrieben. Entweder "Pérez" oder "Perez". Fehlt der Akzent, so wird der Name ohnehin auf der letzten Silbe betont.
Die Grundidee der Geschichte mit der Piraterie hat ihren Reiz, kommt in meinen Augen aber nicht gut rüber. Vom Setting her sehe ich die Möglichkeit, die Geschichte zu einer längeren Erzählung auszubauen. In der aktuellen Fassung wird für mich zu viel erzählt und zu wenig erlebt. Ich denke, dass die Geschichte gewinnen kann, falls man sie auf mehr Seiten ausbaut. Gerade der Machtkampf im Hintergrund hat Potenzial.
Aus meiner Sicht hat eine bestimmte Person, die in diese Machenschaften verstrickt ist, die größte Motivation in der Geschichte. Leider erleben wir die Handlung nicht aus ihrer Perspektive, und so bleiben für mich die Figuren blass. Falls man die Erzählung samt Vorgeschichte anders aufzieht, könnte meiner Meinung nach ein guter Thriller herauskommen. Das Potenzial ist da.


Moin moin,

ich habe jetzt alle Storys durch, bis auf die Novelle von MKI (die übrigens sehr vielversprechend beginnt und ich bin beeindruckt, wie gekonnt er aus seinem eigenen Leben klaut - wie schon bei "ich fürchte kein Unglück" habe ich das Gefühl, er hat alles selber erlebt, was natürlich aufgrund der vielen futuristischen Elemente nur teilweise zutreffen kann).

zu "der Gast": Ja, die Story hat mir weniger gut gefallen. War mir etwas zu infodumpig. Ich habe vergeblich jemanden gesucht, mit dem ich Lust hatte mitzugehen. War aber mehr mein Fall als die Slipstream-Story, die danach kam, die hat mich zurückgelassen.

Die Chimäre von Dirk Alt ist gut geschrieben, wenn auch anfänglich etwas sehr detailreich (so visuell brauche ich es nicht, auch wenn es dem Thema angemessen war). Die Botschaft am Ende war sehr klar für mich (oder jedenfalls die Botschaft, die ich herausgelesen habe). Eine Nebenhandlung (Frau wird schwanger und trägt Kind selbst aus, obwohl es bequemere Möglichkeiten gibt) fand ich viel interessanter als die Haupthandlung.

Bearbeitet von Rezensionsnerdista, 06 Februar 2022 - 10:16.

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#43 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 07:25

Fertig!

 

Habe gestern Abend auch die Novelle von MKI beendet. Die beiden Sekundärartikel lese ich nicht, die interessieren mich beide nicht.

 

Klares Highlight ist für mich die Story von Dyrnberg. Mit in meiner Rezension besprechen werde ich auch MKIs Novelle, da ich diese sehr interessant in mehrerlei Hinsicht finde (auch bemerkenswert nah rangegangen an die Hauptfigur, findet man in der deutschsprachigen SF nicht so häufig - da muss ich aufpassen, dass meine Rezension nicht so lang wird wie die Novelle selber!) und auch die Kruschel-Story (weil ich sie nicht verstanden habe und auf Hinweise hoffe), die von Maike Braun, die von J. A. Hagen und auch die von Lars Hannig (die allerdings, weil sie mir explizit nicht gefallen hat).

 

Ich werde mal ein paar Nächte darüber schlafen, dann veröffentliche ich die Rezension und sage euch Bescheid. Insgesamt ist es jedenfalls eine tolle Ausgabe!


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#44 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 09:45

Biofilm 1983

Eine Geschichte wie ein Fiebertraum mit Anleihen an Franz Kafka und David Lynch. Ich glaube, man bezeichnet so etwas als Mindfuck. Die Erzählung ist vermutlich nicht rational zu erfassen, weswegen ich an ihr scheitere.

 

@My.
Danke für die Hinweise. Man lernt nie aus.

@Rezensionsnerdista
Der Protagonist von "Shoppingmall" hat für mich ausgeprägt narzisstische oder egozentrische Züge. Vermutlich ist er nur mit seiner Freundin zusammen, weil sie gut aussieht. Eine tiefere Bindung nehme ich nicht wahr. Ungekehrt scheint es aber genauso zu sein. Der Hauptfigur hat auch keine Probleme damit, seine Freundin mit einer Prostituierten zu betrügen. Die Technik erlaubt es sogar, dass die Riva so aussieht, wie der Kunde es wünscht. Hier werden nur noch (Männer-)Fantasien befriedigt. Alles ist Hochglanzoberfläche, unter der eine erschreckende menschliche Leere haust, und diesen Mist verkauft der Protagonist auch noch. Sicherheit ist Illusion, und alles andere auch. Erst das Scheitern führt zu einer Art von innerem Frieden, weil es keine Erwartungen mehr gibt, die man erfüllen muss.
Diese sinnentleerte Hochglanzwelt erinnert mich an American Psycho.

 

Weiter habe ich nicht gelesen, weil mich die bisherigen Erzählungen zu zwei Kurzgeschichten inspiriert haben. Von einer steht die Rohfassung, zur zweiten gibt es Notizen. Damit war ich am Wochenende ausreichend beschäftigt.
Falls ein Magazin einen inspiriert, muss es gut sein.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 07 Februar 2022 - 09:59.

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#45 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 10:09

Moin,

so geht es mir ehrlich gesagt auch, ich hatte gleich zwei Ideen, aber bei mir muss sowas immer ewig liegen, bevor ich dazu komme. Erwartet also nichts vor 2025 (ja, ich übertreibe).

 

Mit Biofilm konnte ich nichts anfangen, aber ich habe das als "ist nicht meine Tasse Tee" interpretiert, ich habe nichts konkret einzuwenden.

 

Ja, Shoppingmall hatte ich genauso interpretiert, aber trotzdem habe ich die Geschichte nicht gern gelesen. Aber ja, der Sexismus liegt in der Figur, nicht beim Autor - trotzdem finde ich das unschön und ich sehe nicht, wieso das unbedingt so sein muss, zumal das Frauenbild ja von seinem männlichen Gesprächspartner im Restaurant mitgetragen und nicht hinterfragt oder kritisiert wird.

 

Bei deiner Story, @ J. A. Hagen, fand ich es schade, dass MKI in seinem Vorwort quasi spoilert, sonst frage ich mich nämlich neugierig, an welcher Stelle ich das Thema der Geschichte erkannt hätte. Vermutlich recht früh, aber so hatte ich ja gleich den Hinweis, wonach ich Ausschau halten musste.

 

LG Yvonne


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#46 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 10:23

Aber ja, der Sexismus liegt in der Figur, nicht beim Autor - trotzdem finde ich das unschön und ich sehe nicht, wieso das unbedingt so sein muss, zumal das Frauenbild ja von seinem männlichen Gesprächspartner im Restaurant mitgetragen und nicht hinterfragt oder kritisiert wird.

Vielleicht liegt es daran, dass ich ein (alter weißer) Mann bin, dass ich das anders sehe. Sicher muss das nicht sein, aber ich gehe davon aus, dass Leser*innen bemerken, dass dieses Frauenbild nicht propagiert wird. Vermutlich ist die entsprechende Einstellung unter den Machern und Alphamännchen, um die es in der Geschichte geht, weit verbreitet. Das sind halt statusgeile A†¦löcher; die Masters of the Universe im Fegefeuer der Eitelkeiten. Frei nach Tom Wolfes Roman, der unter anderem dieses Thema abbildet, soweit ich mich erinnere.

 

Bei deiner Story, @ J. A. Hagen, fand ich es schade, dass MKI in seinem Vorwort quasi spoilert, sonst frage ich mich nämlich neugierig, an welcher Stelle ich das Thema der Geschichte erkannt hätte. Vermutlich recht früh, aber so hatte ich ja gleich den Hinweis, wonach ich Ausschau halten musste.

 

Ich glaube, es ist immer schwierig, eine Geschichte anzukündigen, ohne zu viel zu sagen. Dennoch habe ich die Vorwörter gerne gelesen, besonders die Verweise auf Geschichten wie Anachron, die ich noch nicht kannte. In der Anthologie Biomechanomicon von Detlef Klewer (Hrsg.) befindet sich übrigens eine gleichnamige Geschichte von Victoria Sack, die aber eher an Event Horizon angelehnt ist. Die Story ist auch ein Mindfuck, weil die Kausalität der Ereignisse ausgehebelt wird.

 

LG
Joachim


Bearbeitet von J. A. Hagen, 07 Februar 2022 - 10:41.

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#47 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 12:17

Lieber Joachim,

 

manchmal glaube ich, als mittelalte weiße Frau bin ich vom alten weißen Mann nicht weit genug entfernt. ;-)

 

Ja, ich verstehe, was du sagen willst und ich sehe auch ein, dass der Autor sicher ein anderes Frauenbild hat als der Ich-Erzähler. Dennoch fand ich es eben unangenehm zu lesen. Ich lese nicht gern Geschichten, in denen Frauen so dargestellt werden a la "schöne Hülle, mit der habe ich gern Sex, aber sonst ist sie für alles zu doof". Das macht mir keinen Spaß. Und da der Plot nicht direkt etwas damit zu tun hatte, fand ich es mindestens unnötig. 
Aber danke, dass du dich damit auseinander setzt, es ist immer möglich, dass ich als Frau einfach die Nase voll von solchen Storys habe und da etwas stärker reagiere als ich es tun würde, wenn es die erste Geschichte dieser Art wäre, auf die ich stoße.

 

Ganz anders ist es bei MKIs Novelle (die du ja offenbar noch nicht kennst, weil du "schnell noch" selber etwas schreiben musst ;-) ). Da gibt es auch problematische Szenen, in denen der Ich-Erzähler auf eine Frau schaut und nur ihre körperlichen Mängel sieht, bis hin zu sehr intimen Details (das bleibt aber zum Glück subtil). Da ist es aber anders, weil es dramaturgisch notwendig ist. Plus, der Ich-Erzähler nimmt Frauen durchaus auch als Menschen wahr, was sich in mindestens zwei Figuren auch sehr klar zeigt, die auch menschlich etwas für ihn bedeuten. 

Seine Probleme sind eher im direkt sexuellen Bereich und das schließt die Sichtweise auf ihn selber und seine Mängel explizit mit ein. 

Da es um augmented reality geht und aufgehübschte Avatare versus Realität (in der es dicke Hüften und Pickel gibt), hatte das einen Sinn und trug die Prämisse, so dass ich zwar beim Lesen das Gesicht verziehe, aber drei Sätze später anerkennend nicke, weil ich sehe: Ja. Das muss so sein. Das ist gut so.

 

In deiner Story gab es ja z. B. auch den fremdgehenden Mann, der sich aber reflektiert und sich fragt, was er da treibt und warum und später eine Art Katharsis durchläuft. Und die Figur war ja auch weit weg davon, Frauen nur als hübsche Hüllen fürs Bett zu betrachten. Jedenfalls habe ich das beim Lesen nicht so empfunden.

 

Vermutlich sind es einfach ein paar Stereotypen, bei denen ich keine Lust mehr habe, ihnen beim Lesen zu begegnen. Wenn das in einer Story von 1940 vorkommt, kann ich das achselzuckend übergehen - die sind alle tot und das ist heute wichtig für mich zu wissen, weil ich wissen möchte, woher wir kommen und woher die SF kommt.

Nur 2022 möchte ich einfach etwas progressivere Dinge lesen. Auch in der NOVA.

 

LG Yvonne


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#48 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 12:32

Hallo Yvonne,

 

ich glaube, ich kann das mit den Stereotypen verstehen. Zum Beispiel kommen in Richard Morgans "Das Unsterblichkeitsprogramm" zwei Sexszenen vor, die detailliert beschrieben sind und offenbar keinen anderen Zweck haben, als den Voyeurismus der männlichen Leser zu befriedigen. Logischerweise besorgt der Kerl es den Damen auch richtig.

 

In "Shoppingmall" fand ich es erhellend, dass die Hauptfigur zunächst nicht kann, sondern sich erst an seinem Vortrag berauschen muss, bevor was geht. Ego-Masturbation. Fairerweise muss ich zugeben, dass es eine noch nicht fertiggestellte Geschichte von mir gibt, in der es ähnlich zugeht. Da trieft der Sexismus, um darzustellen, wie verroht die Charaktere sind. Für die sind Frauen - als "Muschis" bezeichnet - nur noch Instrument zur Triebbefriedigung. Töten, saufen und f†¦, mehr geht da nicht mehr. Toxische Männlichkeit pur. Passenderweise geht es in der Geschichte um einen Krieg, der genauso sinnentleert ist wie die Charaktere.

Joe Haldemans "Der ewige Krieg" stand dafür Pate, auch wenn ich bei weitem nicht das Niveau des Originals erreiche.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 07 Februar 2022 - 12:59.

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 12:47

Ok, wir spielen hier jetzt Pingpong, hoffentlich langweilen sich die anderen nicht. Richard Morgan wollte ich noch hören - aber beim Hören lassen sich Sexszenen ja so schwer überblättern! Puh!

 

Ja, stimmt, jetzt wo du es sagst, ich fand es auch witzig, als die Hure seinem Vortrag lauschen musste. 

 

"Der ewige Krieg" war super! Da habe ich aber gar kein mich nervendes Frauenbild gefunden? Im Gegenteil, ich hatte ungläubig nachgeschaut, ob der Roman wirklich schon so alt ist, weil ich fand, er las (oder hörte) sich erstaunlich modern. Zwar gab es auch dort eine ganze Menge Sex, das hatte ich aber unter "Wir sterben vielleicht morgen, also lassen wir es heute noch so richtig krachen" verstanden. Und es war auch schön auf Gegenseitigkeit, da wurde niemandem etwas aufgezwungen. Ganz ähnlich wie bei den Klonkrieger-Romanen von Scalzi (wobei, richtig krachen lassen sie es ja nur in Teil 1, Teil 2 ist ja schon anders). Die beiden Romane (ewiger Krieg und auch Klonkrieger) haben mir richtig Spaß gemacht, obwohl ich sonst so gut wie keine Military SF kenne.

 

OK, wenn du deine Geschichte mit der fiesen toxischen Männlichkeit dann veröffentlichst (in der NOVA?), kann ich ja in meiner Rezension darüber jammern oder eben schweigen. ;-) Geschichten, in denen Frauen als "Muschis" bezeichnet werden, finde ich wohl nur im Ausnahmefall gut.

 

Stereotypen, ja, ich denke, mir passieren da selber welche beim Schreiben (nur eben andere) und da ich wirklich viel lese (das kann ich mit sehr gutem Gewissen behaupten), sehne ich mich natürlich nach neuen Erfahrungen und nicht "the same procedure as every year".


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#50 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 12:58

"Der ewige Krieg" war super! Da habe ich aber gar kein mich nervendes Frauenbild gefunden?

Ich meinte die Grundaussage des Buches, nicht das Frauenbild. Okay, das hätte ich anders ausdrücken sollen.

Ich glaube, der Roman hat damals einen Eklat verursacht, weil im Buch das Militär Sex mit ständig wechselnden Partnern fördert. Sex ja, Inimität nein.

"Krieg der Klone" von John Scalzi wird das nächste Buch sein, das ich lese.
 

 

Richard Morgan wollte ich noch hören - aber beim Hören lassen sich Sexszenen ja so schwer überblättern! Puh!

Eventuell hast Du davon einen anderen Eindruck als ich. Für mich waren das "Was zum Henker?"-Momente.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 07 Februar 2022 - 13:00.

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#51 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 07 Februar 2022 - 13:16

Ah, okay! Wenn ich 2021 "der ewige Krieg" höre, habe ich mit dem ganzen Sex natürlich weniger ein Problem als die USA-Leute damals während des Vietnamkriegs.

 

Ich mag Sexszenen nur, wenn sie einen Sinn haben, daher glaube ich nicht, dass die von dir geschilderten Szenen mich sehr begeistern werden. Zumal ich nicht besonders voyeuristisch bin und mich dann vermutlich eher langweilen werde. Aber eigentlich wollte ich mir das Hörbuch irgendwann mal reinziehen, vielleicht sogar noch in diesem Jahr.


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#52 J. A. Hagen

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Geschrieben 09 Februar 2022 - 12:57

Deutsche Einsamkeit

Die Geschichte beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Ethik und Kommerz. Gäbe es die entsprechende Technologie, so würden sich vermutlich die geschilderten Resultate ergeben. Die Geschichte endet aus meiner Sicht leider recht abrupt, aber das kann daran liegen, dass die Hauptfigur nichts mehr tun kann, als abzuwarten. Womöglich soll das offene Ende den Leser oder die Leserin dazu anregen, selbst Stellung zu beziehen.
Ich würde es gerne sehen, dass der Autor eines Tages die angerissenen Ereignisse weiterführt.

 

Briefe an eine imaginäre Frau

Ich habe bislang nur die ersten Seiten gelesen, aber die Sprache gefällt mir. Für die Geschichte muss und werde ich mir Zeit nehmen. Hundert Seiten lese ich nicht so schnell weg.


Bearbeitet von J. A. Hagen, 09 Februar 2022 - 13:01.

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#53 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 09 Februar 2022 - 13:04

Ich habe inzwischen drei Nächte drüber geschlafen und eine Rezension entworfen (über die ich jetzt ebenfalls noch schlafen werde). Dank des Austauschs mit dir, Joachim, und auch mit drei anderen Personen, kann ich hoffentlich nun fairer benennen, was mich an Shoppingmall stört. Ohne dabei zu sehr zu nerven, hoffe ich jedenfalls.

 

Ich fürchte, bei MKIs Novelle benehme ich mich wie ein Fangirl. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt wie mir. Meine Rezension gerät dann vielleicht mal wieder recht lang. Nun ja, dafür mache ich ja heutzutage auch nur noch vier Rezensionen im Monat.


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#54 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 10 Februar 2022 - 09:01

Moin moin,

 

so, nun habe ich die Rezension doch endlich auf öffentlich gestellt.

 

LG Yvonne


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#55 Dyrnberg

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Geschrieben 10 Februar 2022 - 11:30

Die Retardierten

Leicht zurückgesetzte, dümmliche Menschen sind süßer und freundlicher als andere. So könnte man eine Prämisse der Story zusammenfassen, zu der sich auch ein ganzer Roman lohnen würde. Beispielsweise: Würde man mit so einem Menschen gerne zusammenleben? Für den Haushalt? Sicherlich. Fürs Sexleben? Wohl eher zu brav und fad. Solche Fragen spielen aber in der Story keine Rolle, wenn ich sei richtig verstehe. Ich mochte sie "dennoch". Gute Szenenwahl. Die Situationen mit den vier Hauptfiguren - zwei Paare - kennt man aus zig Filmen und Büchern, was wiederum bedeutet: Die Autorin muss nicht viel rundherum erzählen. Man kennt sich aus.

 

Mein Problem: Thorben als Figur funktioniert für mich beispielsweise nicht wirklich, weil er von der ersten bis zur letzten Szene quasi wie das Klischee eines gierigen Kapitalisten aus einem 80er Jahre Film wirkt. Das ist mir zu Schwarz-Weiß. Die Ich-Erzählerin hingegen erinnerte mich etwas an "Klara und die Sonne". Und das ist ein großes Kompliment.

Ach ja: Der Satz auf der ersten Seite. "Eva glitt die Gabel aus der Hand und fiel mit einem hellen Klang auf den Teller." Da stolpert man als Leser, oder liegt es an mir? Ich weiß dann nicht, wer auf den Teller fällt. Sprachlich für mich Eva. Das aber hätte wohl keinen hellen Klang. So erging es mir bei einigen Sätzen.

 



#56 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 10 Februar 2022 - 11:54

 

Ach ja: Der Satz auf der ersten Seite. "Eva glitt die Gabel aus der Hand und fiel mit einem hellen Klang auf den Teller." Da stolpert man als Leser, oder liegt es an mir? Ich weiß dann nicht, wer auf den Teller fällt. Sprachlich für mich Eva. Das aber hätte wohl keinen hellen Klang. So erging es mir bei einigen Sätzen.

 

 

Sehr aufmerksam!

 

Und danke auch für deine Interpretation "leicht zurückgesetzte, dümmliche Menschen", ich habe das Ding zweimal gelesen, weil ich zunächst nicht dahinter gekommen war, was die Retardierten eigentlich genau sein sollen.


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#57 Dyrnberg

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Geschrieben 11 Februar 2022 - 08:36

Am Scheideweg - J.A. Hagen

 

Beziehungsprobleme im Weltall - das erinnert mich etwas an "Fast Forward", das als Arbeitstitel schlicht "Liebeskummer im Weltall" hatte. Diese Story allerdings ist eine Zeitreisegeschichte, und damit mag ich sie, denn ich bin ein kleiner Zeitreise-Groupie. Die Story lässt für das Zwischenmenschliche viel Raum. Wir lesen mehrmals, dass eine Ehe am Ende sei. Das bräuchte ich als Leser jedoch nicht wiederholend lesen - da würde mir eine Andeutung genügen und auch lieber sein. Man kennt den Stoff um Ehen und Affären ja zur Genüge. Statt hier breit das Innenleben zu erfahren wäre es mir lieber gewesen, quasi nichts zu erfahren. Ich hoffe, es ist nicht unverschämt, wenn ich hier konkret werde und einen Vorschlag mache: Ein Mann steht auf. Eine Frau bleibt im Bett liegen. Er steckt sich den Ehering an, den er gestern Nacht abgenommen hat. Und schleicht aus der Kabine, damit die anderen ihn nicht sehen. Aus. Diese Szene allein hätte mir - ganz ohne Innenleben - quasi alles in vier Zeilen erzählt, was ich wissen muss, was hier geschieht und vergangene Nacht geschehen ist. Daher fand ich den Einstieg in die Geschichte auch den schwächsten Teil - das freilich ist wie alles hier hochsubjektiv.

 

Das Gespräch zwischen den beiden männlichen Hauptfiguren hingegen empfand ich wunderbar gelungen. Auch die Hauptstory, wenngleich man sie sehr früh errät, hat mir gefallen. Klassisches Thema, souverän umgesetzt. Bislang vielleicht meine liebste Geschichte in Nova 31.


Bearbeitet von Dyrnberg, 11 Februar 2022 - 08:36.


#58 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 11 Februar 2022 - 09:13

Ich muss mal einen Spoiler dazwischenschieben, für die, die die Story noch nicht kennen.

 

Spoiler

 

Schöner Vorschlag zur Ehering-Szene. Mich hat das beim Lesen gar nicht gestört. Aber ja, dem Publikum die Interpretation zu überlassen, macht beim Lesen natürlich mehr Spaß. Ich mag es auch gern subtil und nicht erklärend. Wobei hier die Reflektionen der Figuren insgesamt nicht überhand genommen haben.

 

Ich stehe auch total auf Zeitreisegeschichten!


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#59 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 11 Februar 2022 - 09:39

Ich hoffe, es ist nicht unverschämt, wenn ich hier konkret werde und einen Vorschlag mache: Ein Mann steht auf. Eine Frau bleibt im Bett liegen. Er steckt sich den Ehering an, den er gestern Nacht abgenommen hat. Und schleicht aus der Kabine, damit die anderen ihn nicht sehen. Aus. Diese Szene allein hätte mir - ganz ohne Innenleben - quasi alles in vier Zeilen erzählt, was ich wissen muss, was hier geschieht und vergangene Nacht geschehen ist.

 

Ganz im Gegenteil, ich begrüße solche Vorschläge und behalte sie für die nächsten Geschichten im Hinterkopf. Eine entsprechende Kürzung hätte allerdings nicht erklärt, warum der Ehebruch geschieht.

 

Plus, es war schade, dass der Schluss so erwartbar war. 

 

Die ursprüngliche Idee mit dem Faustkampf im Reaktorraum habe ich verworfen. Manchmal frage ich mich, wie die "klassische" Filmlösung aussieht und versuche dann, einen anderen Weg zu gehen. Allerdings ist es für mich sehr schwer, ein erfahrenes Publikum zu überraschen. 

Ich hätte die Geschichte auch offen enden lassen können. "Was sollte er tun? Was sollte er nur tun? Schließlich machte er das, was er am besten konnte: nichts." und Schluss. Leider haben offene Enden oft den Beigeschmack, dass Autoren bzw. Autorinnen keinen Bock hatten, sich eine Lösung auszudenken.
Ich begrüße den Austausch hier, weil er mir die Perspektive von Leser*innen aufzeigt. Ich gehe dann meine Geschichte gedanklich unter dem Blickwinkel durch und überlege mir, was ich beim nächsten Mal anders machen will. Das heißt jedoch nicht, dass ich mit der nächsten Geschichte gleich einen Lichtsprung hinlege, aber ich bleibe dran. 


Bearbeitet von J. A. Hagen, 11 Februar 2022 - 09:50.

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#60 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 11 Februar 2022 - 09:56

Macht ja nichts, eine solide Kurzgeschichte mit erwartbarem Schluss macht durchaus auch Spaß. Und einige von uns lassen sich nicht so leicht hereinlegen :-)


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