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KI-generierte Texte werden bei Ausschreibungen eingereicht - und nun?

KI AI ChatGPT Ausschreibungen Verlage Herausgeber

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194 Antworten in diesem Thema

#151 Christian Hornstein

Christian Hornstein

    Illuminaut

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Geschrieben 11 August 2023 - 18:51

700 Ki Spam Texte bei der letzten clarkesworld, steht im Nachwort ...

Und das ist natürlich hart, wenn das jemand aussortieren soll.

 
Das ist krass und mehr, als bei manchen Ausschreibungen für eine Anthologie hierzulande insgesamt oft zusammenkommt. Ich frage mich ernsthaft, wie die das bewältigen. :blink:



#152 Zack

Zack

    Illuminaut

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Geschrieben 12 August 2023 - 13:20

700 KI-Spam-Texte? Oh man, da hätte ich bald keine Lust mehr, ein Magazin herauszugeben, wenn ich mich mit solchen Massen Spam herumschlagen müsste ...

 

Es trifft aber den Geist unserer Zeit, zu viele werfen ihre Fotos etc. in den Schlund von Instagram und Co. in der Hoffnung auf viele Likes, aufs Viralgehen. Ähnlich ist es wohl mit diesen KI-Texten, denn ja, für den schnellen Ruhm, der so vergänglich ist, will man auch nicht viel zu tun. Trotzdem verstehe ich nicht, wie man sich Texte von einer KI schreiben lässt und dann bei Magazinen einreichen kann, was bringt einem das? Die Hoffnung, damit Geld zu verdienen? Da kommt doch gerade in der SFF nicht viel bei rum ... also warum machen die das? Sind es einzelne Trolle, die Spaß dran haben, Ausschreibungen zu fluten? Oder wirklich Leute, die meinen, dass sie mit ihrem KI-Text wunderwas Tolles geschaffen haben? ...


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


http://www.literatopia.de

#153 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 14 August 2023 - 10:54

700 KI-Spam-Texte? Oh man, da hätte ich bald keine Lust mehr, ein Magazin herauszugeben, wenn ich mich mit solchen Massen Spam herumschlagen müsste ...

 

Es trifft aber den Geist unserer Zeit, zu viele werfen ihre Fotos etc. in den Schlund von Instagram und Co. in der Hoffnung auf viele Likes, aufs Viralgehen. Ähnlich ist es wohl mit diesen KI-Texten, denn ja, für den schnellen Ruhm, der so vergänglich ist, will man auch nicht viel zu tun. Trotzdem verstehe ich nicht, wie man sich Texte von einer KI schreiben lässt und dann bei Magazinen einreichen kann, was bringt einem das? Die Hoffnung, damit Geld zu verdienen? Da kommt doch gerade in der SFF nicht viel bei rum ... also warum machen die das? Sind es einzelne Trolle, die Spaß dran haben, Ausschreibungen zu fluten? Oder wirklich Leute, die meinen, dass sie mit ihrem KI-Text wunderwas Tolles geschaffen haben? ...

 
Ich habe mich das auch gefragt. Bei Auschreibungen und auch bei Verlagen werden ja seit jeher viele Texte eingereicht, die handwerklich noch viel Feinschliff bräuchten. Das bedeutet, dass es nicht wenige Menschen gibt, die entweder den Entwurfscharakter ihrer Texte erkennen und dennoch glauben, es lohne sich einzureichen, oder diese Beschaffenheit ihrer Texte nicht erkennen und dies dann wahrscheinlich auch nicht bei KI-assisstiert geschaffenen Texten sehen. In Bezug auf die Frage nach der Schöpfungshöhe gilt wahrscheinlich ähnliches: Manche sehen die Diskrepanz nicht und für manche ist sie einfach nicht entscheidend, hauptsache das Produkt wird angenommen. Um Geld geht es wahrscheinlich nicht, sondern eher um Anerkennung, zum Teil auch ganz gleich, wie sie zustande kommt. Das liest sich vielleicht sonderbar, aber es gibt Menschen, die Anerkennung auch dann genießen, wenn sie selbst glauben, wenig zum Anlass der Anerkennung beigetragen zu haben. :huh:



#154 Naut

Naut

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Geschrieben 14 August 2023 - 12:28

Quasi ein umgekehrtes Imposter-Syndrome. :)
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#155 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 14 August 2023 - 13:04

Vielleicht ist es nur ein einziges Konkurrenz-Magazin, die die Konkurrenz durch Spam lahmlegen will und deswegen 700 "KI"-Texte eingereicht hat? ; )

 

Ich tippe eher auf Trolle bzw. auf Menschen, die hoffen, mit dem Text durchzukommen, um dann zu sagen: "Haha! Schaut mal! Ihr seid auf eine "KI" reingefallen!"



#156 Naut

Naut

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Geschrieben 14 August 2023 - 14:12

Oder auf die Rache verschmähter Möchtegernschreiber.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#157 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 14 August 2023 - 16:13

Oder KI-Bots, die die Festplatten schlechter Geschichtenschreiberi geplündert haben, um mit deren Ergüssen das Magazin zu fluten, weil sie sich in den publizierten Geschichten nicht gut dargestellt sehen. :o


Bearbeitet von Christian Hornstein, 14 August 2023 - 16:29.


#158 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 15 August 2023 - 12:05

Bei clarkesworld muss man allerdings dazu sagen, dass dort 1. recht ordentlich bezahlt wird (pro Wort) und 2. auch ohne KI schon sehr sehr viele unbrauchbare Geschichten eingereicht werden. Auch hier geht es also letztlich nicht darum, Chatbot-Texte als solche zu erkennen, sondern Qualität vom Rest zu separieren.


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#159 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 19 August 2023 - 20:02

Ich glaube schon, dass es Leute gibt, die sich damit brüsten wollen, dass sie bei Clarkesworld veröffentlicht haben. Oder eben bei ohneohren.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen

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#160 Qwertner

Qwertner

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Geschrieben 19 August 2023 - 20:27

Moin,

schön euch und das hier zu lesen. Echt spannend

LG



#161 Mammut

Mammut

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Geschrieben 19 November 2025 - 18:42

Gerade auf Blue Sky gefunden:

I used a leading AI detector on a story I sold to Analog years before the advent of LLMs, and it thought 28% was AI generated. So...does this mean we're all in a sim or...

 

Wisst ihr, welche Programme man für so eine Untersuchung verwendet?



#162 FrankW

FrankW

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Geschrieben 19 November 2025 - 21:10

Gerade auf Blue Sky gefunden:

...

 

Wisst ihr, welche Programme man für so eine Untersuchung verwendet?

Sehr wahrscheinlich auch eine KI.


Bearbeitet von FrankW, 19 November 2025 - 21:11.


#163 Stephan

Stephan

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Geschrieben 19 November 2025 - 21:52

allen voran der "AI Text Classifier" von Open AI stehen. 

 

Es gibt aber auch so kostenlose Portale wie ZeroGPT.net und GPTZero.me und den "AI Content Detector" von Copyleaks. 

 

Bei Lehrern sind diese Seiten aktuell recht beliebt.


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)


#164 Zeitreisender

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Geschrieben 06 Dezember 2025 - 13:32

Solche kostenlose KI-Prüfportale dienen wieder für das Training. Vielleicht möchte ich als fleißiger und ehrlicher Schüler nicht, dass mein Meisterwerkaufsatz verfüttert wird.

 

ZeroGPT.net wirkt unseriös. Ihre Nutzungsbedingungen sind nur auf Englisch. Es fehlt auch ein Impressum.

 

Nun ja, die Lehrer werden sich noch warm anziehen müssen. :blink:


Bearbeitet von Zeitreisender, 06 Dezember 2025 - 13:33.


#165 Nina

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Geschrieben 16 Dezember 2025 - 00:05

Irgendwie mag sich ja auch ein Autor in einem Werk wiederfinden, was genau bringt es, einen KI-Text einzureichen? - Selbst mit einem Wort- oder Zeilenhonorar, es gibt in anderen Branchen so viel mehr betrügerisch rauszuholen. Wo man nicht ein Jahr warten muss, bis das vielleicht gedruckt wird oder auch nicht. Bevor ich einen KI-Text einreiche, um in 1 1/2 Jahren vielleicht mal was zu bekommen oder vielleicht auch nicht (Was? 50 Euro?) wäre es wesentlich weniger Aufwand, einem Mann zu erzählen, dass ich eine sexy Blondine bin, die ihn unbedingt besuchen gehen muss und natürlich wohn ich weit genug weg, dass das Flugticket mindestens 300 Euro kostet. 

 

Das erscheint mir wesentlich weniger Aufwand als so KI-Texte zu schicken. Zumal ja das Umfeld um die SF-Magazine ... man kennt doch seine Pappenheimer.

 

Ich hatte auch mal eine Ausschreibung, da wurde behauptet, es müsste abgeblasen werden, weil reihenweise Plagiate kamen. Aus Asmovs SF Magazin. Aus den 80ern und warum wieso weshalb konnte man das aufdecken? Ich wage es nicht zu sagen, aber ich hatte Ausschreibungen am Laufen und es ist absolut unmöglich, die mit alten Publikationen gegenzuchecken. Oder auch mit neuen. Also wenn eine Geschichte einen anderen Titel bekommt, quasi unmöglich. 



#166 rostig

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Geschrieben 16 Dezember 2025 - 08:26

Das ist aus Autorensicht eine stringente Argumentation, aber so funktionieren viele Menschen nicht. Was bringt es mir, mit einem Plastikgewehr über einen Weihnachtsmarkt zu spazieren (wie kürzlich passiert)? Aufmerksamkeit, Selbstbestätigung, Stolz auf den Effekt = Räumung? Es gibt sicherlich KI-Nerds die stolz darauf wären, einen KI-Text in einer renommierten Publikation unterzubringen. Die würden das allerdings hinterher stolz verkünden und das ist bislang m.W. noch nicht passiert. 



#167 Mammut

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Geschrieben 16 Dezember 2025 - 08:31

Irgendwie mag sich ja auch ein Autor in einem Werk wiederfinden, was genau bringt es, einen KI-Text einzureichen? - Selbst mit einem Wort- oder Zeilenhonorar, es gibt in anderen Branchen so viel mehr betrügerisch rauszuholen. Wo man nicht ein Jahr warten muss, bis das vielleicht gedruckt wird oder auch nicht. Bevor ich einen KI-Text einreiche, um in 1 1/2 Jahren vielleicht mal was zu bekommen oder vielleicht auch nicht (Was? 50 Euro?) wäre es wesentlich weniger Aufwand, einem Mann zu erzählen, dass ich eine sexy Blondine bin, die ihn unbedingt besuchen gehen muss und natürlich wohn ich weit genug weg, dass das Flugticket mindestens 300 Euro kostet. 

 

Das scheint mir eher eine generelle Frage zu sein: Warum veröffentlichen die Leute Kunst, obwohl das brotlos ist?



#168 Jol Rosenberg

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Geschrieben 16 Dezember 2025 - 11:33

Irgendwie mag sich ja auch ein Autor in einem Werk wiederfinden, was genau bringt es, einen KI-Text einzureichen? - Selbst mit einem Wort- oder Zeilenhonorar, es gibt in anderen Branchen so viel mehr betrügerisch rauszuholen. Wo man nicht ein Jahr warten muss, bis das vielleicht gedruckt wird oder auch nicht. Bevor ich einen KI-Text einreiche, um in 1 1/2 Jahren vielleicht mal was zu bekommen oder vielleicht auch nicht (Was? 50 Euro?) wäre es wesentlich weniger Aufwand, einem Mann zu erzählen, dass ich eine sexy Blondine bin, die ihn unbedingt besuchen gehen muss und natürlich wohn ich weit genug weg, dass das Flugticket mindestens 300 Euro kostet. 

 

Das erscheint mir wesentlich weniger Aufwand als so KI-Texte zu schicken. Zumal ja das Umfeld um die SF-Magazine ... man kennt doch seine Pappenheimer.

 

Ich hatte auch mal eine Ausschreibung, da wurde behauptet, es müsste abgeblasen werden, weil reihenweise Plagiate kamen. Aus Asmovs SF Magazin. Aus den 80ern und warum wieso weshalb konnte man das aufdecken? Ich wage es nicht zu sagen, aber ich hatte Ausschreibungen am Laufen und es ist absolut unmöglich, die mit alten Publikationen gegenzuchecken. Oder auch mit neuen. Also wenn eine Geschichte einen anderen Titel bekommt, quasi unmöglich. 

 

Es gibt Datenbanksuchen, die sowas gegenchecken können. Keine Ahnung, wie genau das heißt.

 

Ansonsten verstehe ich es auch nicht recht. Natürlich bauchpinselt es mich, meinen Namen gedruckt zu sehen, aber wenn ich weiß, dass ich den Text gar nicht geschrieben habe, funktioniert das für mich zur Ego-Aufwertung nicht. Was also treibt die Leute um, die das so machen? Meine Vermutung wäre, dass manch ein Mensch ewig an einem Text sitzt, nichts zustande bringt, und dann kurzfristig auf KI-Hilfe umschwenkt. Wie bei Schulaufgaben. Für den Moment geht dann verloren, worum es eigentlich ging.

 

Ich hatte ja zu meiner Ausschreibung auch KI-Texte. Und die fielen auf, weil sie grammatikalisch so sauber und inhaltlich so schlecht waren.


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#169 gregorgross

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Geschrieben 17 Dezember 2025 - 10:58

Seh ich nur bedingt so. Die KI kann ja quasi alles beantworten. Sowohl Sachfragen (Erkläre mit den Unterschied der beiden tierethischen Positionen von Peter Singer und Tom Regan) wie auch Reflexionsfragen (Beschreiben Sie Ihren Verantwortungsbereich als Arzt mit besonderem Fokus auf die Abgrenzung von Privat- und Berufsleben). "Trotzdem" sollten Studierende (in bestimmten Bereichen) sich mit diesen Fragen auseinandersetzen, oder? Jetzt kann man argumentieren: Das dürfen keine schriftlichen Aufgaben sein, sondern sollte beispielsweise im Gespräch passieren... eh. Das wäre in vielen Dingen schon immer wünschenswert gewesen. Auch vor der KI. Aber 2000 Studierende zu einem mündlichen 1:1 Gespräch einladen ist halt auch eher tricky.

 

Ansonsten stimme ich Dir zu. Und als Leser bin ich da auch eher "offen" und neugierig.

Ich habe gelesen, dass einige Unis in USA angefangen haben, dass Studenten bereits bei Bewerbungen live einen Text schreiben sollen und auch später geschieht dies live mehrmals. So bauen sie sich einen Textkorpus dieser Studierenden auf, mit dem sie dann spätere Arbeiten, die alleine zuhause erledigt wurden, vergleichen können. So fiel oft auf, dass später viel KI im Einsatz war - denn die schreibt fast immer sehr ähnlich.

Die gute Nutzungsweise wäre, KI als Redakteur und Ideen-Austausch für Plot, Formulierungen, Stil und Redaktion zu verwenden - aber nicht fürs Schreiben der Texte, sondern eben fürs Redigieren und Kritisieren (sehr schwer, denn KIs sind sehr unterwürfig und kriecherisch). Aber viele nutzen halt das generative in "Generativer KI" und freuen sich dann, dass sie endlich selber Text erzeugen. Der ist leider oft schlecht und als KI erkennbar. Und es hat als solches nichts in Magazinen verloren, die von Menschen für Menschen gemacht sind.

Eine Idee wäre darüber hinaus, einer KI eine Rolle im Plot zu geben und diesen Teil dann von der KI schreiben zu lassen und das auch so vermerken. Das wäre eventuell sogar richtig interessant, wenn man die KI gut prompted und auf ihre Rolle hinweist.


Mein Blog findest du auf https://denkpass.de
Was ich gerade lese, findest Du auf https://bookrastinat...ser/gregorgross

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#170 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 19 Dezember 2025 - 14:34

Ich finde alles KI-Generierte muss unbedingt/baldmöglichst zumindest in der EU eine Art Wasserzeichen enthalten, womit es sich selbst als KI-generiert identifiziert. Sollte etwas offensichtlich KI-generiert sein aber ohne so ein Zeichen, sollte eine Strafgebühr für die erzeugende Instanz einklagbar sein, um zu motivieren das Wasserzeichen in Zukunft zu setzen.

 

Dadurch wird auch möglich dass ein Rekursionsproblem, das ich auf gen. KI zukommen sehe, vermieden werden kann - nämlich das KI sich zunehmend mit KI-Generiertem trainiert, und damit die Qualität immer mehr abnimmt bzw. an Heterogenität verliert. Mit einem Wasserzeichen könnte KI solche Objekte als Quellen meiden.


/KB

Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."

(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")


#171 Naut

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Geschrieben 19 Dezember 2025 - 17:02

Ich weiß ja nicht ... Es gibt keine Wasserzeichentechnik, die nicht entfernbar wäre. Praktikabel wäre es allenfalls umgekehrt: Wenn Kameras ab dann ein Zertifikat setzen würden, dass es keine manipulierte Aufnahme ist, z.B. mit einem Hash und einem Zertifikat.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#172 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 19 Dezember 2025 - 19:00

(Ok, das wäre zwar noch aufwändiger aber ginge auch! Danke für den Hinweis... (Und guten Rutsch!  :ValsWeizen: ))


/KB

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#173 Naut

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Geschrieben 19 Dezember 2025 - 19:35

(Ok, das wäre zwar noch aufwändiger aber ginge auch! Danke für den Hinweis... (Und guten Rutsch!  :ValsWeizen: ))

Ebenso! :)
Ich weiß aber gar nicht, ob es überhaupt möglich ist, so etwas zu regulieren. Kann man versuchen, aber ...
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#174 yiyippeeyippeeyay

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Geschrieben 19 Dezember 2025 - 19:52

Zur Not - also wenn die Politik das nach wie vor zu zaghaft angeht - sollten vielleicht Verlage garantieren dass sie keine KI einsetzen zur Erzeugung jeglicher Texte; das würde dann natürlich auch evtl. Übersetzungen ausschließen!! So etwas wie die "trust certificates" im WWW - VVs, also vertrauenswürdige Verlage.  :wacko:


Bearbeitet von yiyippeeyippeeyay, 19 Dezember 2025 - 19:53.

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#175 Fermentarius

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Geschrieben 20 Dezember 2025 - 14:04

Ich fürchte, das Problem der KI-generierten Texte werden wir so schnell nicht los, und gesetzliche Regelungen sind eher schwierig. Es gibt ja nicht die klare Unterscheidung zwischen "selbst geschrieben" und "KI-generiert". Ich kann ChatGPT eine Kurzgeschichte vorlegen und um eine Beurteilung bitten. Dann bekomme ich eine Zusammenfassung und Verbesserungsvorschläge. Das ist sicher legitim. Ich kann ChatGPT auch bitten, einzelne Szenen oder Dialoge umzuschreiben, und diese Änderungen in meinen Text integrieren. Oder ich lasse ChatGPT eine Idee von mir beurteilen und ausarbeiten. Den Text schreibe ich dann alleine oder gemeinsam mit ChatGPT. Diese Szenarien ließen sich noch beliebig weiter variieren. Wo aber wäre die Grenze des Erlaubten? Illegitim wäre es ganz sicher, den Text nach einer vagen Idee komplett von ChatGPT (oder Gemini oder ... oder ...) schreiben zu lassen. Die Frage, wie viel jemand zu seiner Geschichte beitragen muss, um als "Autor" zu gelten, ist leider nicht sauber zu beantworten. 

Vielleicht hat ja jemand eine Idee, ab welchem Punkt eine KI ein Ghostwriter und kein Werkzeug mehr ist?

 

Und sehen wir uns doch auch die andere Seite an: Nehmen wir an, die Herausgeber einer Anthologie werden bei ihrer Ausschreibung mit Texten eingedeckt, die formal in Ordnung, aber inhaltlich eher unsinnig sind. Damit besteht grundsätzlich KI-Verdacht. Was machen sie dann? Vielleicht lassen sie alle Texte zunächst durch eine KI laufen, die wiederum alle KI-verdächtigen Texte herausfiltern soll. Sollen sie jetzt den Autoren Rückmeldung geben oder einfach die Texte ohne Begründung ablehnen? Was ist mit Texten, die zwar inhaltlich o.k. sind, aber offenbar von einer KI rundgeschliffen wurden? Und schließlich: Dürfen die Herausgeber selbst eine KI für das Lektorat und Korrektorat benutzen, oder wäre das den Autoren gegenüber unfair?



#176 Nina

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Geschrieben 27 Dezember 2025 - 21:49

Es wird ja jetzt auch schon damit beworben, dass es Programme gibt, die wissenschaftliche Arbeiten schreiben, die nicht erkannt werden. Sozusagen eine KI, die die andere KI austrickst. Dann gewinnt der, der bessere und modernere KI hat. -

 

Ein bisschen erinnert mich die Diskussion an die Schulzeit. Woran erkennt man, dass nicht der Schüler selbst einen Aufsatz geschrieben hat? - Also ich habe mal einen aus einem Schulheft von meinem Bruder abgeschrieben. Aus einem, das der Schulstufe entsprechend gleich war. So einen richtig blöden Erlebnisaufsatz. Auf die Idee, dass das nicht mein Stil wäre, ist die Lehrerin nicht gekommen. Einmal habe ich meiner Sitznachbarin eine Buchinterpretation direkt ins Heft geschrieben. Ich war von Religion abgemeldet und hatte nach meiner eigenen Hausaufgabe noch Zeit. Es wurde zwar die schlechte Handschrift bekrittelt - ich habe versucht, ihre Handschrift nachzumachen - aber scheinbar kam niemand auf die Idee, dass es nicht sie war. Aber weise wählen: In der Volksschule hat sich eine Mitschülerin einen Aufsatz von der großen Schwester ihrer türkischen Freundin schreiben lassen. Das ist dann schon rausgekommen. Man kann sich denken, warum. 



#177 Tse-Eh

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Geschrieben 04 Januar 2026 - 15:36

Nein, ich kann nicht sicher sein. Bei diesem einen Text fiel es ja auch nur durch Zufall bzw. mein Experiment auf. Wenn ich nun bei jedem Verdacht alle zugänglichen KIs mit Prompts füttern und die Ergebnisse vergleichen müsste, käme die Antho nie raus.

 

Die Frage ist, ob das ein Problem ist oder besser, wo das Problem ist. Schlechte Texte machen Arbeit, sie werden zum Problem, wenn sie überhand nehmen und der Berg Arbeit nicht mehr zu bewältigen ist.

Gute Texte sind ja erfreulich. Gäbe es ein Problem, wenn ein guter Text mit KI-Hilfe entstanden ist? Ab welchem Punkt? Für mich ist das eine rein fiktive Frage, weil aktuell der Beitrag des Menschen so groß sein müsste, dass ich die KI-Hilfe nicht größer als die Hilfe eines Diktierprogrammes einschätzen würde. Ab wann der Mensch die Autor*innenschaft dann nicht mehr für sich beanspruchen kann, wäre eher eine ethische (und rechtliche) Frage.

Als Herausgeber der Anthologie kannst Du nicht für Fehlverhalten der Autoren verantwortlich gemacht werden, außer es ist offensichtlich oder Dir bekannt.

 

Nimm doch mal den folgenden Fall: Jemand klaut den unveröffentlichten Text eines Kollegen und reicht ihn als seinen eigenen ein. Das ist ganz klar illegal, und außerdem explizit gegen die Regeln der Einreichung. Kann man Dir etwas vorwerfen, wenn Du den Text annimmst? Wohl kaum, denn außer wenn Du den Stil des echten Autors oder des vorgeblichen Autors so gut kennst, dass Du anhand des Textes sagen kannst, dass er nicht vom vorgeblichen Autor ist, dann hast Du keine Chance, das zu erkennen. Und wenn KI so gut wird, dass man KI-generierte Texte nicht mehr als solche erkennen kann, dann kann man Dir genausowenig vorwerfen, wenn Du sie nicht als solche erkennst und aussortierst, selbst wenn die Regeln KI-generierte Texte explizit ausschließen. Die Verantwortung liegt hier ganz klar beim Einreicher.

 

Ob gute KI-generierte Texte explizit zugelassen werden sollten, ist dabei eine ganz andere Frage, deren Antwort ich nicht kenne. Aber ich finde es richtig, dass solche Texte dann entsprechend gekennzeichnet werden sollten (wobei in diesem Fall auch klar definiert werden müsste, ab wann ein Text als teilweise KI-generiert gilt. Sonst könnte man ja auch Texte, bei denen die KI nur die Rechtschreibung und die Grammatik korrigiert hat, als teilweise KI-generiert bezeichnen, oder Texte, bei denen die KI kein Wort des Textes geschrieben hat, aber der Autor die KI als bessere Suchmaschine für die Recherche genutzt hat).



#178 Jol Rosenberg

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Geschrieben 05 Januar 2026 - 15:14

 

 

die KI als bessere Suchmaschine

:rofl1:

 

Das ist unfreiwillig komisch, angesichts der Schoten, die LLM so abschießen.


Bearbeitet von Jol Rosenberg, 05 Januar 2026 - 15:14.

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#179 Helge

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Geschrieben 05 Januar 2026 - 17:13

Und wenn KI so gut wird, dass man KI-generierte Texte nicht mehr als solche erkennen kann, dann kann man Dir genausowenig vorwerfen, wenn Du sie nicht als solche erkennst und aussortierst, selbst wenn die Regeln KI-generierte Texte explizit ausschließen. Die Verantwortung liegt hier ganz klar beim Einreicher.

Mal dumm gefragt: Wenn KI tatsächlich irgendwann dahin kommen sollte, dass sie veröffentlichungswürdig gute Stories schreibt (ich habe bisher noch keine gelesen, die sich diesem Bereich auch nur entfernt annäherte), wieso sollte man die dann eigentlich nicht zulassen?



#180 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 05 Januar 2026 - 18:27

Das ist aus Autorensicht eine stringente Argumentation, aber so funktionieren viele Menschen nicht. Was bringt es mir, mit einem Plastikgewehr über einen Weihnachtsmarkt zu spazieren (wie kürzlich passiert)? Aufmerksamkeit, Selbstbestätigung, Stolz auf den Effekt = Räumung? Es gibt sicherlich KI-Nerds die stolz darauf wären, einen KI-Text in einer renommierten Publikation unterzubringen. Die würden das allerdings hinterher stolz verkünden und das ist bislang m.W. noch nicht passiert. 

 

Naja, es gab da schon "Vorfälle". Wenn man die Ausführungen der Preisträgerin zu dem Thema genauer ansieht, hat sie anscheinend ihren Frieden mit ihrer KI gefunden.

https://www.diepress...-sich-schreiben


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