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Queer*Welten 11

Magazin 2023 SF Fantasy

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58 Antworten in diesem Thema

#1 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 12 November 2023 - 07:23

Hallo zusammen,

 

ich habe gestern das Magazin erhalten und stecke in Geschichte 1 (dann wurden irgendwie die Kids wach), die ist so gut geschrieben und vielschichtig, da habe ich sofort Lust, einen Thread zu erstellen.

 

Eigentlich ist es eh cool, wenn wir zu den (eh nicht sehr zahlreichen) SF-Magazinen eigene Threads haben. Bei der NOVA, dem FFM und dem Weltenportal machen das ja meist die Herausgebenden; bei der Exodus verpassen wir es selten und für die Queer*Welten mache ich das jetzt wahrscheinlich einfach, da ich die eh abonniert habe. 

 

Wahrscheinlich sind drei der Storys SF (einmal sogar Solarpunk), der Rest müsste Fantasy sein.

 

Mein schönster Hexenprozess von Lünn (Kurzgeschichte)
Grüne Herzen von Charline Winter (Kurzgeschichte)
Rausfinden von Jasper Nicolaisen (Kurzgeschichte)
 
Das Geheimnis der Puddingteilchen von Chris* Lawaai (Kurzgeschichte)
Hans und Gerthold von Iris Leander Villiam (Kurzgeschichte)
Ein Mädchen und sein Tod von Anna Zabini (Kurzgeschichte)
 
Magisch-systemische Unordnung: Hexen als disruptives Element in Erzählwelten von Iva Moor (Essay)

 

Ausgabe 11 ist hier zu haben

 

 

LG Yvonne


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#2 Jol Rosenberg

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Geschrieben 12 November 2023 - 13:26

Na dann geselle ich mich mal dazu. Das Heft liegt hier auch schon bereit.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen

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#3 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 12 November 2023 - 13:27

Toll!

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#4 Narrania

Narrania

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Geschrieben 12 November 2023 - 19:29

ich habe das Magazin in Dreieich gekauft und auch gleich auf der Heimfahrt gelesen.

Sehr schöne Zaubersprüche sind darin auch enthalten.

 

Der Inhalt der Geschichten wird im Vorwort in wenigen Sätzen zusammengefasst (das habe ich aber erst hinterher gelesen.)

 

Mein schönster Hexenprozess von Lünn 

 

Eine berührende Geschichte von starken Frauen, ihren Schwächen und Stärken. Drei Frauen, die sich im Kerker der Inquisition treffen,  jede unterschiedlich. Eine von Ihnen kann Erinnerungen sehen, wenn sie Menschen berührt.

So erfährt der Leser, die Motive der Frauen. Hass und Liebe, Naivität und Verzeihen. Mir hat die Geschichte sehr gefallen-

 

Grüne Herzen von Charline Winter 

 

Diese Geschichte hat mich in dieser Ausgabe am meisten beeindruckt. Ich habe so was noch nie gelesen und finde es toll wie man als Leser verstehen kann.

Ein Mann lebt allein  und repariert Roboter, als ein sehr menschlich aussehender Roboter sich an ihn wendet. Der Wunsch dieser Androidin wird nicht erfüllt und trotzdem geht sie mit einem neuen Selbstbewusstsein.

 

Rausfinden von Jasper Nicolaisen 

 

Eine lustige Geschichte (im Vorwort wird die Hoffnung ausgedrückt, Lovecraft würde sie scheiße finden) Das kann schon sein, denn die Geschichtenimmt den großen Alten nicht ernst. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen. Eine Hexe verstrahlt sich und landet bei der großen Alten. Die beiden teilen nicht nur Zigaretten.

 

Das Geheimnis der Puddingteilchen von Chris* Lawaai

 

Puddingteilchen scheinen zu beeindrucken. Es ist die zweite Geschichte mit diesem netten Gebäck die ich lese. Hier wird nicht mit Liebe gebacken, sondern mit der Essenz der Bosheit, welche die Bäckerin und ihre Nichte erfahren. Das scheint wirklich zu helfen, nicht nur, dass das Gebäck sich sehr gut verkauft.es  hilft alles besser zu ertragen.

 

Hans und Gerthold von Iris Leander Villiam 

 

Eine etwas andere Hänsel und Gretel Geschichte. Zwei Jungs, die ihre Liebe zu einander vor der Familie verheimlichen und bei der Hexe Zuflucht finden. Die Väter reagieren unterschiedlich.

 

Ein Mädchen und sein Tod von Anna Zabini 

 

Ein Mix aus Dystopie und Horror mit sprachlich schönen und interessanten Bildern, sehr komplex.  Für mich schwierig, die Geschichte zu finden. Muss ich sicher nochmal lesen.


Bearbeitet von Narrania, 12 November 2023 - 19:37.


#5 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 12 November 2023 - 21:01

Danke Narrania, die erste Story habe ich heute durch gelesen und finde sie auch klasse.

Weiter bin ich noch nicht. Schreibe morgen mehr.

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#6 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 12 November 2023 - 21:18

Ich brauche eine Biokalypse-Pause, außerdem mag ich das Thema.

„Mein schönster Hexenprozess“ (Lünn)

Die drei jungen Frauen Dacania, Liesl und Annemarie werden bezichtigt, Hexen zu sein. Noch läuft die „Untersuchung“, aber der Scheiterhaufen ist ihnen bereits sicher. Wie es eine von ihnen, Liesl, treffend zusammenfasst: „Dacania ist eine Hexe, weil sie Angst vor ihr haben, ich bin eine Hexe, weil ich ihnen nicht gefalle, und du bist eine Hexe, weil du ihnen zu sehr gefällst.“ (Schön formuliert). Dacania hat tatsächlich eine besondere Begabung: Berührungen von Menschen zeigen ihr beim ersten Mal deren Vergangenheit. Bei einer zweiten Berührung erfährt Decania, wie sie in diesem Moment von ihrem Gegenüber gesehen wird. Eine dritte Berührung offenbart ihr die Zukunft der Person …

Dem Thema entsprechend, keine angenehme und durch die zunächst desillusionierte Ich-Perspektive von Dacania intensiv erzählte Geschichte. Dacanias Fähigkeit wird von Autor:in Lünn im Sinne des Spannungsbogens gut eingesetzt. Handwerklich habe ich nichts zu beanstanden, auch wenn ich eine Formulierung („Sie tritt Türen nieder“) amüsant fand. (Falls es ein stehender Ausdruck sein sollte, ist er mir nicht geläufig). Das Ende akzeptiere ich als phantastisches Element, zumal es auch Dacanias letzte Zukunftsvision zeigt.
Gesamtfazit: Tatsächlich sehr „berührend“.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 12 November 2023 - 21:28.

 - Onlinepause -

 

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#7 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 November 2023 - 06:42

Mir fehlt jetzt nur noch die letzte Story und ich bin bei meinen Rezensionen recht nah an Sabine und Chris. Insgesamt bin ich sehr begeistert! Die meisten der Storys haben für mich ein Niveau, das deutlich (!) über dem Gesamtniveau der deutschsprachigen Phantastik liegt. Das klang schon in den Queer*Welten 10 leise an, jetzt haben sie es meiner Meinung nach geschafft.

 

Keine Infodumps, sprachlich top (oft auch auffällig geschmeidig, siehe ersten beiden Storys) und insgesamt in ihren Aussagen zwar manchmal sehr klar, aber trotzdem wir die A-Story dabei nie vergessen. Und in dieser Ausgabe ist sogar etwas, das ich als sehr gelungenes Slice-of-Life bezeichnen würde (Stichwort Puddingteilchen), das lese ich in der hiesigen Kurzprosa auch sehr sehr selten. Nun zu den einzelnen Storys:

 

Mein schönster Hexenprozess von Lünn (Kurzgeschichte)
Fantasy
Das ist für mich sprachlich sehr weit oben, und vermutlich auch sonst (bisher, mir fehlt die letzte noch) meine Lieblingsgeschichte in dieser Ausgabe, wenn auch nicht mit sehr viel Abstand, da Grüne Herzen auch großartig ist. Mich ärgert nur, dass ich keine Ahnung habe, wo ich Fantasy Kurzprosa nominieren kann. Leute, das geht so nicht, wir brauchen einen Kurzprosa-Preis, bei dem man auch Fantasy nominieren kann.  :bighlaugh:
Die Ich-Erzählerin Daciana (deren hübsche phantastische Fähigkeiten Chris besser zusammengenfasst hat, als ich es gekonnt hätte), ist bereits in ihrer Zelle, gemeinsam mit einer anderen Frau, Liesl, als "das neue Mädchen", Annemarie, gebracht wird. Sie alle werden beschuldigt, Hexen zu sein und erwarten ihren Prozess.
Eigentlich würde ich ja sagen: Alles klar, kenne ich alles schon. Aber die Sprache und auch die Figuren ziehen mich gleich so rein, dass ich quasi sofort geankert bin.
Liesls Beschreibung alleine schon ist klasse.
"Sie holte die Kälber lebend, obwohl man sie tot geglaubt hatte. Und wenn sie sie im Mutterleib drehen musste und sie danach nass und leblos ins Stroh fielen, rieb sie ihnen mit den Händen Herzschlag in die Brustkörbe und hauchte ihnen Atem in die Nüstern."
Erstens schön geschrieben, zweitens tolle Idee und drittens, absolut nachvollziehbar, dass man in der in der Story geschilderten Welt dann irgendwann Schiss kriegt und Hexe ruft.
 
Die Selbstbeschreibung der Ich-Erzählerin Daciana hat mich auch fasziniert und ganz nebenher empowert:
Von Natur aus leer, geschaffen, um von Männern gefüllt zu werden, anders können sie einen weiblichen Körper nicht begreifen. Und immer glauben sie, ihn begreifen zu müssen. Sie irren. In mir ist nur Platz für mich."
Das sagt erheblich viel über die Welt und die Männer darin von damals (oder in der dort geschilderten Welt) aus, und das fast wie nebenher.
 
Und über Liesl:
"Nicht zu gefallen war Unsichtbarkeit, und Unsichtbarkeit war ein Geschenk. Die Arbeit in den Ställen fiel ihr leicht. Liesl war nützlich und hässlich, deswegen ließ man sie in Ruhe."
 
Die Mutter der Ich-Erzählerin Daciana ist bereits verbrannt worden und ihre Erinnerung daran ist so eindringlich:
"Ihr Tod war kein Spektakel, sondern eine heiße, stinkende Tortur, Kein Teufel fuhr aus der Hölle hinauf, um ihre schwarze Seele hinabzuziehen. Stattdessen stiegen Funken gen Himmel. Kleidung und Haar wurden zu glühender Asche und manchmal, wenn es regnet, bilde ich mir noch ein, dass ich sie schmecken kann, auf meiner Zunge."
Die Leerstelle hier, was die Trauer betrifft, ist auch großartig. Wir füllen das schon selbst.
 
Über Annemarie:
"Obwohl ich sie nicht angefasst habe, ahne ich, dass sie die Welt schon vor dem Kerker nur durch die Gitterstäbe ihrer langen Wimpern gesehen hat."
Wow.
 
Dann folgt die Stelle, die auch Chris schon zitiert hat, warum die drei Frauen jeweils eine Hexe sind, bzw. ihre Umgebung sie als solche ansieht (Angst vor ihr haben, nicht genug gefallen, zu sehr gefallen). Die habe ich auch markiert. Da steckt eine Menge drin zum Thema Femizid. 
 
 
Interessant ist natürlich, dass Daciana schon weiß, ob die Flucht gelingt, da sie die Zukünfte von Liesl und Annemarie sieht. Ihre eigene hingegen sieht sie nicht (erstmal). 
 
Die Szene am Scheiterhaufen habe ich auch markiert, die ist einfach nur genial. Richtig toll. Aber ich spoilere jetzt mal nicht die ganze Story. :-)

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#8 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 13 November 2023 - 06:49

Grüne Herzen von Charline Winter (Kurzgeschichte)

SF
 
Ich habe ein neues Wort gelernt, "Amatonormativität" (gesellschaftliche Ansicht, in der romantische Zweierbeziehungen die Norm darstellen). Das wird aber in den Inhaltshinweisen bereits erklärt.
 
Die Atmosphäre und das Setting des verlassenen Schwimmbads sind nur großartig. So gelungene  Beschreibungen habe ich lange nicht mehr gelesen, erst recht nicht von etwas, das sich nicht bewegt. Die Story hat auch eine leicht apokalyptische Atmosphäre und da die Hauptfigur Marinescu hier Androiden repariert und ich keine Fantasy erkennen kann (oder?), ist das für mich SF. Wenn ich das richtig gelesen habe, hat Marinescu kein Pronomen, ist vermutlich agender. 
 
Als die Rückblicke der Kinder, die einst das Freibad besucht haben, in Marinescus Gedanken aufkommen, bin ich schon voll involviert in die Story.
Und sprachlich ist es auch überzeugend, ein Beispiel: "anders als im lauten, sich ständig wandelnden Mosaik der Stadt". 
"Androiden machten keine Fehler. Sie hatten keine Zwischenräume, in denen sich etwas nach draußen kämpfen konnte wie wilder Löwenzahn durch Fugen zwischen Gehwegplatten." (Hey, wieso gibt es bei den Emojis hier keine Herzen?)
 
Die Aussage der Story ist natürlich sehr klar, was mich aber nicht stört. Der Dialog zwischen Marinescu und der Androidin, die glaubt, repariert werden zu müssen, die aber durchaus das volle Spektrum der menschlichen Gefühle abdeckt, das habe ich sofort gekauft. Und all an die Dinge gedacht, die Freude machen und null mit romantischer Liebe zu tun haben.
 
Tolle Aussage, absolut passend für das Magazin und ein wundervolles Lese-Erlebnis. 
 
 
 
Rausfinden von Jasper Nicolaisen (Kurzgeschichte)
Mir nicht ganz klar, was das für ein Genre ist, ich lasse gern alles gelten
 
Das war schwer für mich, ich verweise da besser an Sabine. Für mich ging der Humor etwas an mir vorbei (offenbar, weil ich bei Lovecraft nicht versiert bin) und ich hatte den Eindruck, es ging nicht um sehr viel. Sicher, weil die Anspielungen an mich verschwendet sind.
 
Das Geheimnis der Puddingteilchen von Chris* Lawaai (Kurzgeschichte)
Urban Fantasy
Das hat mich wieder voll abgeholt. Sprachlich unauffälliger als die ersten beiden Storys, aber total passend zur Ich-Erzählerin. Die wird von ihrer Tante Ursula gerettet, als ihre Eltern nicht mir ihrem Outing als Mädchen ("dass ich nicht weiter so tun konnte, als sei ich ein Junge") nicht zurechtkommen. Fortan darf sie bei Ursula leben "bis deine Eltern wieder zur Vernunft kommen". Das Leben als trans Frau steht überall zwischen den Zeilen, doch eigentlich geht es um die Bäckerei von Tante Ursula und was sie da so treibt - und der Ich-Erzählerin auch früher oder später beibringt.
Die Story hat viele gut beobachtete alltägliche Momente und eine schöne Idee für Hexenwerk, die ich sehr genossen habe. Einige Nebenfiguren machen sogar Entwicklungen durch. Auch die Welt der geschilderten Zeit ist recht gut beobachtet. 
Für mich steht hier gar nicht so sehr das phantastische Element im Vordergrund, eher, einen Platz in dieser Welt finden als das, was man sein will, sei es eine Frau, eine Hexe oder whatever. Und sich mit Menschen umgeben, die dich sehen, wie du dich auch selbst siehst. 
Auch eine Power-Story, die ich sehr gern gelesen habe. Plus, hier ist mal gelungenes Slice of Life. 
Für mich ein Schlüsselsatz:
"Ich glaubte an die Magie in Puddingteilchen, an Tante Ursula und an mich selbst."

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#9 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 13 November 2023 - 09:02

Hans und Gerthold von Iris Leander Villiam (Kurzgeschichte)
Fantasy Märchenadaption

Märchenadaptionen sind nicht so wirklich meins und obwohl die Hexe schon sehr cool ist und die Dialoge mit ihr erst recht. Auch hier würde ich sagen, es geht darum, einen Platz in der Welt zu finden. 

Mir ist klar, dass in der Welt, in der Hänsel und Gretel erfunden worden sind, Homosexualität vermutlich eher abfällig gegenübergestanden wurde. Mir ist bewusst, dass auch Queerfeindlichkeit seinen Platz in den Queer*Welten hat, nur lese ich das nur bedingt gern. Bei den Puddingteilchen war es alltäglich, hier geht es gleich so sehr zur Sache, dass ich den Text schwierig zu lesen fand. 

Plot-mäßig weicht es natürlich ausreichend vom Märchen ab (die Hexe ist auch null böse), insgesamt war es mir aber etwas zu wenig. 

 

 

Die Zaubersprüche zwischendurch lockern auf, ich traue mir jetzt nur nicht wirklich Rezensionen dazu zu.

 

Den letzten Text lese ich auch bald und freue mich dann auf den Sekundärteil, der erfahrungsgemäß immer sehr gut ist.


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#10 ChristophGrimm

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Geschrieben 13 November 2023 - 09:13

Yvonne, deinen Beitrag zu „Mein schönster Hexenprozess“ zitiere ich jetzt mal nicht, haue aber trotzdem ein +1 dahinter.
In dieser Geschichte steckt ganz viel drin - und Lünn konnte es mit einem guten Blick für das menschliche Verhalten in fein geschliffenen Formulierungen rüberbringen.
Ein Fantasy-Äquivalent zum DSFP/KLP ist mir seit dem Ende des DPP leider nicht bekannt, aber diese Geschichte hätte eine entsprechende Nominierung verdient. (Und nebenbei: Solche Geschichten waren der Grund, „Weltenportal“ breit in der Phantastik anzulegen - wenn ich solche Kaliber nur geschickt bekäme …).

„Grüne Herzen“ (Charline Winter)

Vermutlich werde ich die Geschichte mit etwas Abstand ein zweites Mal lesen. Die Grundaussage, dass Andersartigkeit weder ein Makel noch eine Unvollständigkeit darstellt, ist nicht neu, wird hier aber auf eine sehr schöne Weise vermittelt. Und gerade in unserer Zeit, in der es von offenen Anfeindungen bis hin zu „gut gemeinten“ Ratschlägen (Therapien) viel Widerstand gibt, weil etwas nicht in das Weltbild passt oder nachvollzogen werden kann, kann diese Botschaft nicht oft genug wiederholt werden.
Sprachlich gibt es einige schöne Formulierungen und strukturell Ist das Ganze knackig gehalten. Der Weltenbau-Block am Anfang - ich möchte nicht so weit gehen, es als Infodump zu bezeichnen - hätte ein bisschen gestrafft werden können, da das Meiste davon für die Geschichte ohne Belang ist, bspw. so ziemlich alles, worauf wohl mit dem Inhaltshinweis „Beinahe-Klimakatastrophe“ hingewiesen wird.

Edit: Wertneutral gefragt: Was hatte das jetzt mit Hexen, und sei es nur entfernt, zu tun?

Bearbeitet von ChristophGrimm, 13 November 2023 - 10:05.

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#11 Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 November 2023 - 09:21

Mein schönster Hexenprozess von Lünn (Kurzgeschichte)

Drei Frauen, Liesl, Dacania und Annemarie werden der Hexerei bezichtigt. Sie sind eingesperrt und noch nicht verurteilt, aber da das Ergebnis der Untersuchung bereits feststeht, ist ihnen der Scheiterhaufen sicher. Die Geschichte ist aus der Sicht von Dacania erzählt, die eine sehr pessimistische Weltsicht und tatsächlich eine besondere Fähigkeit hat: Wenn sie einen Menschen berührt, sieht sie die Vergangenheit, die Zukunft oder – beim dritten Mal – die Gegenwart. Dacania hat mit dem Leben bereits abgeschlossen, aber Liesl, die Kühe heilen kann, weckt in ihr neue Hoffnung.
Der Text ist berührend, düster und sprachlich stark, wenn beispielsweise Liesl zu Annemarie sagt: „Dacania ist eine Hexe, weil sie Angst vor ihr haben, ich bin eine Hexe, weil ich ihnen nicht gefalle, und du bist eine Hexe, weil du ihnen zu sehr gefällst.“ Oder in den Beschreibungen, die oft lyrische Qualitäten haben: „Das Mondlicht schimmert auf ihren dunklen Locken und treibt verloren im schwarzen Meer ihrer Pupillen.“ Auch Parallelen zur Jetztzeit und dem Umgang mit weiblicher Devianz lassen sich ziehen. Das Ende ist fantastisch und bekommt es hin, zwischen Hoffnung und Verzweiflung zu changieren. Das hat mir gefallen!


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#12 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 November 2023 - 09:28


Edit: Wertneutral gefragt: Was hatte das jetzt mit Hexen, und sei es nur entfernt, zu tun?

 

Ich glaube, Marinescu ist eine Art Hexenperson im weitesten Sinne. Aber ich vermute auch, sie hatten einfach zig Prosatexte, die zum Thema Hexen passten (es gab ja keine spezielle Ausschreibung, nur für die Zaubersprüche) und haben alle Texte genommen, die dazu passten. Grüne Herzen passt nur mit viel Augenzumachen, vermute ich, aber mich stört es nicht. 

Ich fand sogar den eher langsamen Anfang total passend, sehr atmosphärisch. Da hätte ich gar nichts gestrafft oder jedenfalls kaum. :-)


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#13 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 November 2023 - 09:33

Ein Fantasy-Äquivalent zum DSFP/KLP ist mir seit dem Ende des DPP leider nicht bekannt, aber diese Geschichte hätte eine entsprechende Nominierung verdient. (Und nebenbei: Solche Geschichten waren der Grund, „Weltenportal“ breit in der Phantastik anzulegen - wenn ich solche Kaliber nur geschickt bekäme …).

 

 

Na ja, die Queer*Welten haben jetzt ja auch nicht unbedingt ständig solche Storys bekommen in der Vergangenheit. Die mussten sich ihren Ruf erst erarbeiten und jetzt, endlich, kriegen sie die Kurzprosatexte, die sie verdienen. Klar, vorher waren auch mal gute Texte dabei, sogar auch mal sehr gute. Aber dass sie insgesamt so eine Qualität hinlegen wie bei der letzten Ausgabe, oder - sogar in noch stärkerem Maße - in dieser Ausgabe, da mussten sie auch erst hinarbeiten.

 

Plus, ich glaube, die stecken auch extrem viel Arbeit in ihr Lektorat. Das muss echt übergut sein. Alleine schon deswegen hätte ich da gern mal einen Text. Die Zusammenarbeit mit einer Rezension, die ich eingereicht hatte, hat mir jedenfalls sehr gut gefallen und die Rezension wurde auch sehr gut lektoriert!


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#14 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 13 November 2023 - 10:00

Rausfinden (Jasper Nicolaisen)

Eine Geschichte, von der im Vorwort die Hoffnung gehegt wird, Lovecraft hätte sie als beschissen empfunden. Was für eine Ansage :D.
Inhaltlich: Eine Hexe hat sich verstrahlt und landet bei der Großen Alten, die ihr zunächst die Fluppen wegqualmt und mit der sie noch ein bisschen herumschnullt …
Joa, kann man lesen, hat man aber sicher schnell vergessen. Da sind ein paar schöne Einfälle drin (Strahlversicherung, eine Große Alte die mit 16 Körperöffnungen qualmt), aber zwischen dem gut funktionierenden Blödsinn gibt es zu viele Kalauer und keine echte bzw. sehr dünne Story. Von gelungenen Genreparodien, wie es „Cabin in the Woods“, „Galaxy Quest“, die Tuesday-Next-Romane oder „Per Anhalter durch die Galaxis“ waren, ist das weit entfernt. Das ist eher „Scary Movie“. Sprachlich wurde es mit zu vielen schnoddrigen Schachtelsätzen übertrieben.
(Spekulatius: Vermutlich im Zuge der „NecroLOLmicon“-Ausschreibung entstanden. Die Veröffentlichung dieser Anthologie lässt noch auf sich warten).

Bearbeitet von ChristophGrimm, 13 November 2023 - 10:31.

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Geschrieben 13 November 2023 - 11:27

Grüne Herzen von Charline Winter (Kurzgeschichte)
In dieser SF-Geschichte lebt Marinescu in einer alten Schwimmhalle und repariert Androiden. Während Marinescu über die veränderte Welt nach dem Klimawandel sinniert, kommt Besuch, ein Exemplar mit „schmaler Nase, um die sich sicherlich einige ausgesuchte Sommersprossen verteilten“. Das Exemplar hat einen Reparaturwunsch, dem Marinescu nicht entsprechen möchte und es entspinnt sich zwischen beiden ein berührendes Gespräch rund um die Frage, was normal ist. Winter flicht gekonnt Weltenbau ein, der Text hat eine eigene Sprache und gelungene Beschreibung, dazu berührt er mich und ist noch lehrreich. Hach, schön!

 

Zum Hexenthema kann ich das allerdings auch nicht zusortieren, das stört mich aber nicht, weil der Text echt super ist.


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#16 Sam Francisco

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Geschrieben 13 November 2023 - 11:57

Wenn ich eure Bewertungen hier so lese, muss ich mir dieses Buch wohl auch noch zulegen. Oh Mann, wann soll ich das alles lesen? Wahrscheinlich sollte ich aufhören, zu arbeiten.
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#17 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 November 2023 - 12:08

Wenn ich eure Bewertungen hier so lese, muss ich mir dieses Buch wohl auch noch zulegen. Oh Mann, wann soll ich das alles lesen? Wahrscheinlich sollte ich aufhören, zu arbeiten.

 

Ist viel schneller gelesen als die Biokalypse. Ich denke, zwei drei Stunden Lesezeit? Nicht dick jedenfalls. 


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#18 ChristophGrimm

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Geschrieben 13 November 2023 - 12:25

„Das Geheimnis der Puddingteilchen“ (Chris* Lawaai)

Stefanie wird im Alter von 14 von ihrer Tante Ursula aufgenommen, da ihre Eltern den Identitätswechsel ihres „Jungen“ nicht akzeptieren können. Tante Ursula betreibt eine Bäckerei, kümmert sich nicht um den Trasch der Leute - und ist eine Hexe.

Die Geschichte ist stilistisch recht unauffällig. Einerseits stolpere ich nicht, andererseits vermisse ich literarische Finessen. Einige gibt es (siehe Beitrag von Yvonne), aber mich erinnert diese Geschichte mehr an einen Erlebnisbericht bzw. an Texte, wie man sie in Zeitschriften wie „Meine Geschichte“ (*) oder „Mein Geständnis“ (*) findet - zumindest die erste Hälfte davon. (Lange Rückblicke aus der Ich-Perspektive ansprechend gestalten kann bspw. Laurie R. King sehr gut).
Die gute Schilderung des Dorflebens ist allerdings ein Pluspunkt: Das Maul wird sich zwar über alle zerrissen … aber die, die anders sind, haben es *richtig* schwer. Insgesamt gelingt es Chris* Lawaai, uns Stefanie nahe zu bringen.

Die zweite Hälfte des Textes begeistert mich dann auch als Geschichte. Ich interpretiere die „Backmethode“ (guter Spannungsmoment!) dahingehend, sich nicht vom Hass auffressen zu lassen, ihn anderen aber auch nicht in der gleichen Form weiterzugeben. Gelungene Überraschung, starke Aussage.

Insgesamt: Ein schöner Text über den eigenen Platz im Leben, der stilistisch zwar nur bedingt meins ist, aber den ich dennoch als sehr lesenswert empfinde.

(* falls ihr euch fragt, warum ich diese Zeitschriften kenne: Oma. Hatte und hat keinen überzeugenden Bücherschrank, aber von „Gala“ bis hin zu „Das Goldene Blatt“ schätzungsweise alle Alt-Weiber-Zeitschriften des Handels abonniert - zzgl. Kelter-Quark wie „Gaslicht - Der Spannungsroman für die Frau“)

Bearbeitet von ChristophGrimm, 13 November 2023 - 12:30.

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#19 Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 November 2023 - 13:21

Rausfinden von Jasper Nicolaisen (Kurzgeschichte)

Dass mich eine Kurzgeschichte so amüsiert, dass ich schallend lache, passiert auch eher selten. Hier war das der Fall. Eine Hexe strahlt sich herum, was auch immer nun das genau heißt, und landet, wo sie nicht landen will: „Erst verstrahlt und dann neben einer großen Alten gelandet, die mir alles wegquarzt.“ Denn natürlich ist ihr Gegenüber Raucherin. Und stellt sich nicht als Bedrohung heraus, sondern als Anregung.
Voller spritziger Ideen und witziger Einfälle wird die Begegnung zweier Wesen erzählt. Und Nebenbei gibt es Weltenbau und Philosophie anhand der Frage, was mit dem eigenen Leben anzufangen wäre – und eine kleine queere Liebesgeschichte zum Umgang mit Eifersucht und Neugier. Auch das ist SF, von der gern genossenen Sorte.


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#20 Narrania

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Geschrieben 13 November 2023 - 13:56

Danke ich dachte schon ich lache allein



#21 ChristophGrimm

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Geschrieben 13 November 2023 - 14:25

Nichts ist so sehr Geschmackssache wie Humor :). (Mit meiner Frau habe ich das erste und letzte Mal das, öhem, erste Drittel von „Die Ritter Kokosnuss“ gesehen). Ist doch schön, dass der in der Geschichte verwendete Humor euch erreicht hat.
@ Jol: Bei „Strahlen/herumstrahlen“ habe ich aus dem Kontext der Handlung eine Art Teleportation herausinterpretiert. Also so etwas wie das „Beamen“ aus „Star Trek“ oder die Funktion magischer Portale.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 13 November 2023 - 14:26.

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#22 Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 November 2023 - 14:31

Ja, ich auch. Mehr erfährt man im Text darüber nicht. Glaube ich.


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#23 Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 November 2023 - 17:06

Das Geheimnis der Puddingteilchen von Chris* Lawaai (Kurzgeschichte)

Dieser Text spielt vor allem in einer Rückblende, die in die 1990er Jahre entführt. Die Hauptfigur zieht zur Tante, weil die Eltern sie nicht als trans* akzeptieren. Der Text ist stimmungsvoll, die phantastische Komponente besteht in der Fähigkeit der Tante, Zaubertränke herzustellen. Oder Zauber-Puddingteilchen. Ich mochte den Ton und die Geschichte, wenn mich auch beides nicht so begeistert hat wie die bisherigen Texte der Ausgabe. Aber da lag die Messlatte auch echt hoch.


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#24 Thomas Sebesta

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Geschrieben 13 November 2023 - 18:46

Wenn ich eure Bewertungen hier so lese, muss ich mir dieses Buch wohl auch noch zulegen. Oh Mann, wann soll ich das alles lesen? Wahrscheinlich sollte ich aufhören, zu arbeiten.

?????????? Arbeiten ??????????


Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria

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#25 lapismont

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Geschrieben 13 November 2023 - 18:51

Hab jetzt noch nicht im Thread gelesen, aber vorhin das Mag gekauft. Jasper ist drin, das hab ich aber erst beim Blättern wieder realisiert, obwohl er es im Fediverse erwähnte.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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#26 ChristophGrimm

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Geschrieben 13 November 2023 - 19:15

„Hans und Gerthold“ (Iris Leander Villiam)

Eine gelungene Queer-Adaption von „Hänsel und Gretel“, die sich in Grundzügen an das wohl bekannteste Märchen hält, und genau deshalb mit ihren Abweichungen zum Originalplot zu überraschen weiß. Die Geschichte von Hans und Gerthold ist in einem märchenhaft-erzählerischem Stil gehalten, schildert alle Charaktere aber sehr realitätsnah. Und selbstverständlich gibt es ein Happy End. Gerne gelesen.

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#27 Sam Francisco

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Geschrieben 13 November 2023 - 19:35

?????????? Arbeiten ??????????


Tja, ich weiß auch nicht, was ich mir dabei gedacht habe, als ich das angefangen habe.
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#28 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 November 2023 - 20:32

Mach dir nichts draus, in die Falle bin ich auch getappt.


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#29 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 14 November 2023 - 06:45

Ein Mädchen und sein Tod von Anna Zabini (Kurzgeschichte)

Science Fiction

Okay, das ist jetzt eine dieser sehr seltenen Geschichten, die sich  mir nicht sofort entschließen, die ich aber trotzdem gut finde und vermutlich noch mal lesen werde. Ging mir oft bei Aikis Prosa so, oder bei Christophs "Die Summe der Teile", und noch mal hier, mal da, bei anderen Storys. Da muss ich aber jetzt echt die Zusammenstellung der Geschichten loben, das mache ich dann aber im Fazit. Genau eine derart komplexe Story pro Ausgabe vertrage ich (und vermutlich die meisten anderen) nämlich, wären alle so, wäre ich vermutlich frustriert.

 

Nach nur einem Lesen eine Rezension zu versuchen ist vermutlich waghalsig. Was habe ich also schon beim ersten Lesen mitgekriegt?

Es gibt eine Neue Welt und eine alte Welt. Die alte Welt habe ich als die jetzige, unsere, die Erde gesehen. Die Protagonistin ist den Ritualen der Alten Welt noch sehr verbunden, befindet sich aber auf der Neuen Welt. Die wurde wohl superkrass terraformt und die Sprache legt nahe, dass das eher kritisiert wird. So wie das Terraforming beschrieben wird, klingt es brutal und unfair der Neuen Welt gegenüber.

Durchaus interessanter Punkt. In einer anderen Story hatte mal jemand laut darüber nachgedacht, ob man denn den Mond verändern dürfe, der ja eigentlich nur ein Gesteinsbrocken ist.

In dieser Story fühlte ich schon, dass klar Stellung bezogen wurde gegen das Eingreifen und starke Verändern einer Welt, Worte wie "ausgeweidet" und "verkohlt" legen das sehr nahe.

Übrigens wieder starke Sprache!

 

Sylvie ist hier Haupt- und Perspektivfigur und ist eine Hexe, eher eine der alten Sorte (sorry, lapidar beschrieben) und anfänglich lässt sie sich von einer Katze (die nur noch wenige Leben übrig hat, nicht mehr alle neun) mit einem Knäuel versorgen. Das mit dem Knäuel habe ich eher auf einer sehr abstrakten, schwammigen Art und Weise verstanden. Es ist wichtig für das Ende, ich habe es auch auf einer Eben gerafft, aber nicht gut genug, um alles dazu erklären zu können. Da würde ein erneutes Lesen sicher helfen.

 

Der Weltenbau ist toll, sehr fremdartig, aber man kann Bezüge zu unserer jetzigen Wirklichkeit sehen.

" ... seit der Zirkel sein Stadtbildsäuberungsprogramm umsetzte und die, wie er sie nannte, störenden Elemente entfernte. Sylvia fand nicht, dass es sauberer geworden war, nur leerer."

Plus, das macht Sylvie (Silvie Minou) mir sympathisch und bringt sie mir nahe.

 

Nachdem ich den Essay weiter hinten im Heft gelesen habe, komme ich nachträglich sogar besser mit der Geschichte klar, weil hier mit einigem gebrochen wird. Oder zumindest gespielt. Hexen sind oft nicht normschön (siehe Essay), hier ist Sylvie die mit dem Feuermal, andere Hexen könnten das Feuermal locker einfach weghexen (auch wieder sorry, lapidar zusammengefasst). 

Später ist auch von schiefen Zähnen die Rede. 

 

Es geht viel um Verlängerung des Lebens, um Magie, und die Sprache ist erneut wieder sehr beeindruckend:

".. als fasrige Atemtaue aus Mündern gewunden, und als durchscheinende Abbilder von Häuten gezogen ..."

Ich bin fast etwas eingeschüchtert davon, wie gut diese Story und die ersten beiden in diesem Heft geschrieben sind und bin ganz froh, dass ich aktuell nicht an einem eigenen Text schreibe. :-)

 

SF ist allgegenwärtig, plus eben Magie, es gibt Hologramme und eben den neuen Planeten. Plus, Implantate, VR-Modul, Cyberspace.

Der Zirkel ruft Sylvia zu sich und will etwas von ihr (Kontakt zum Tod / Dot), aber das will Sylvie nicht, dafür wird sie bestraft. Mit dem Tod oder etwas sehr ähnlichem, mein Phantastik-Muskel hat an der Stelle etwas schlapp gemacht. Dieser Vorgang (hier kommen die Nähte wieder ins Spiel) wird beeindruckend geschildert. Ein bisschen Body Horror hatte das für mich auch, aber nicht so, dass ich danach Alpträume habe.

Plus, es gab Humor (Stichwort Implantat).

Am Ende habe ich ein wenig eine Prämisse herausgelesen, ganz sicher bin ich aber nicht. Jedenfalls hat der Schluss mir sehr gefallen. Ich habe deutliche Klammern zum Anfang gesehen (mehrere Leben bei einer Katze, wohl auch bei Sylvie) und eine Macht, die das Sagen hat, die vor nichts zurückschreckt und andere Wesen benutzt.

 

Ich kann es noch nicht ganz in Worte fassen. Da die Story aber ggf. nominierungswürdig ist (auch wenn es vermutlich ein Crossover ist), werde ich sie erneut lesen, vermutlich mit etwas Abstand. 

 

Bin gespannt auf eure Rezensionen, ich fand es nicht ganz einfach, aber interessant!


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#30 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 14 November 2023 - 06:53

Magisch-systemische Unordnung: Hexen als disruptives Element in Erzählwelten von Iva Moor (Essay)

Der Essay hat mir sehr gefallen! Viele der referenzierten Werke kenne ich, manche der Serien leider nicht. Einige davon hatte ich zwar geahnt, aber nie so klar aufgeschrieben gesehen. Die Essays in den Queer*Welten waren von Anfang an klasse und ich freue mich immer auf sie.

Bei den Rezensionen habe ich mindestens ein Buch zum Kaufen angestrichen, vielleicht auch zwei. (Einige kenne ich schon)

 

Fazit zur Ausgabe

Das ist aber mal locker die bisher beste Ausgabe. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Das Thema Hexen hat mich bisher nicht sonderlich interessiert. Jetzt bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das Thema eine untergeordnete Rolle spielt, die Storys müssen nur gut sein. Und die Storys SIND gut. Jol hat in their Rezensionen schon angedeutet, dass einige Storys qualitativ über anderen liegen (Messlatte) und das stimmt auch. Für mich sind das die ersten beiden und die letzte. 

Dennoch sind auch die anderen lesenswert. Die Auswahl ist sehr gut!

Wären alle auf einem derart komplexen Niveau gewesen wie die letzte Story, das hätte mich sicher überfordert.

Wären alle sprachlich so lyrisch und kraftvoll wie meine drei Lieblingstexte, wäre es vielleicht auch zu viel gewesen. So war es für mich genau richtig. Ich konnte die Ausgabe an zwei Tagen quasi inhalieren. 

 

Offenbar bekommen die Queer*Welten inzwischen verdammt gute Einsendungen. Plus, sie arbeiten vermutlich auch gemeinsam mit den Autor:innen noch mal stark an den Storys (wurde mir im Podcast so erzählt) und die Arbeit lohnt sich. Diese Mühe und Sorgfalt und Liebe zur phantastischen Kurzgeschichte kann ich nur bewundern!


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