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Es fehlt an Büchern für junge Männer


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71 Antworten in diesem Thema

#61 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben Gestern, 12:41

Ich  jedenfalls fand früher nicht alles besser. Ich habe heute viel, viel mehr (und viel bessere!) Dinge zu lesen und finde es auch besser (alleine schon aufgrund des Locus Magazines, das ich früher schlicht nicht kannte, weil die Welt noch zu groß war*) und ich finde TikTok klasse, das ersetzt mir quasi das Personal Training, weil ich dort so ziemlich jedes Tutorial finde, das ich für den Sportbereich brauche (und eine Menge Input für das Training, das ich selbst gebe). Ich nehme an, dass gilt für viele andere Bereiche auch (zumindest zum Thema Zeichnen haben mein Kind und ich da schon recherchiert).

 

Wie bin ich früher an diese Infos gekommen? Gar nicht. Oder ich kannte jemanden, der das schon konnte.

 

Das würde ich schon vermissen.

 

 

* und ich war schon sehr früh in der Fanzine-Szene unterwegs, aber natürlich nur die deutschsprachige


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#62 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben Gestern, 13:15

Ich finde es auch schwierig, hier ein besser oder schlechter aufzumachen. Besser oder schlechter wofür?

 

Ich bin Autor*in, ich möchte, dass die Leute meine Bücher lesen. Daraus nun abzuleiten, dass Bücher wertvoller seien, als Videos, fände ich schon ziemlich vermessen.

 

Aber das war hier ja auch nicht die Frage, oder?


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#63 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben Gestern, 13:51

Aber das war hier ja auch nicht die Frage, oder?

 

Doch, schon. Auf jeden Fall oben im Eingangs-Beitrag. Und auch in vielen anderen.

 

Dir speziell geht es offenbar eigentlich nur um verbessertes Marketing: bessere Werbung, die die Zielgruppe besser erreicht, und Inhalte, die die Bedarfe der Kunden besser decken.

 

Und auch da schließe ich mich vielen vorherigen Äußerungen an: Es gibt so ein großes Angebot, es ist alles da. Allein in diesem Faden tummeln sich so viele Autoren.


Bearbeitet von Michael Böhnhardt, Gestern, 14:41.


#64 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Giganaut

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Geschrieben Gestern, 13:53

Ich habe überlegt, was ich im Jugendalter gelesen habe - und eigentlich war das in den 1990ern schon die Mischung aus Unisex-Phantastik-Jugendbüchern („Fear Street“ und „Gänsehaut“ von R. L. Stine, „Harry Potter“, „Die Kinderkarawane“, „Krabat“), alter und neuer „Erwachsenen“-Literatur (King, Follett, Christie, Eschbach, Herbert, Bradbury, Pratchett), Tie-in-Romanen („Star Trek“, „Indiana Jones“), „Schund“ ;) („Perry Rhodan“, „Geisterjäger John Sinclair“) und manch gutem Buch, dass die besseren Deutschlehrer empfehlen konnten (insbesondere „Das Parfüm“, „Steppenwolf“ und die Werke von Dürrenmatt - aber ich war ja auch die Leseratte der Klasse …)

Der einzige Roman, der mir im passenden Alter zwischen die Finger kam, weil er tatsächlich auf die männliche Pubertät einging, war „Crazy“ von Benjamin Lebert. Ich denke, der Erfolg des Romans lag aber vor allem daran, dass er durch die (damals noch relevante) BRAVO ohne Ende gepusht wurde.

Bearbeitet von ChristophGrimm, Gestern, 13:59.

Die Zukunft im Blick: https://eridanusverlag.de | "En passant: Die Reisen des Sherlock Holmes": https://burgenweltverlag.de | Kostenloses SF/Fantasy-Literatur-Webzine: https://weltenportalmagazin.de

#65 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben Gestern, 15:55

Danke für diesen Einblick Chris. Mein Blick auf die Lektüre damals ist ja nochmal ein anderer, weil genderqueere Leute wie ich in keinem Buch, das mir in die Finger kam, vorkamen. Aber es gab Bücher, in denen ich mich sehr gesehen fühlte, die mich trösteten und mir Gesellschaft leisteten. Auch Bücher, die mich empowert haben. "Krabat" war für mich tatsächlich so ein Buch und "Zum Glück geht's dem Sommer entgegen". King habe ich viel gelesen, auch Christie und jede Menge Ost-SF, aber davon hat mich nichts so tief berührt. Berührt haben mich eher so Klassiker wie "Im Westen nichts Neues" und auch Fantastik-Klassiker wie Momo oder Die unendliche Geschichte. Aber wenn es ein Buch darüber gegeben hätte, wie es ist, in einem Land zu wohnen, das plötzlich weg ist, dann hätte mir das vermutlich sehr geholfen. Später schrieb mir Christa Wolf aus der Seele.

 

Die Frage ist, ob es wirklich so ein gutes Angebot für junge Männer gibt. Der Autor, der hier zitiert wurde, behauptet: nein. Michael, du behauptest, doch. Dass es mir nur im Marketing ginge, finde ich doch arg verkürzt.


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#66 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben Gestern, 17:01

Die Frage ist, ob es wirklich so ein gutes Angebot für junge Männer gibt. Der Autor, der hier zitiert wurde, behauptet: nein. Michael, du behauptest, doch. Dass es mir nur im Marketing ginge, finde ich doch arg verkürzt.

Wieso? Herausfinden, was die Zielgruppe für Themen hat, welche davon vielleicht nicht bedient werden, in welcher Form man das könnte, alles das ist Marketing. Plus dann die passende Werbung dazu, die du ebenfalls angesprochen hast.


Bearbeitet von Michael Böhnhardt, Gestern, 17:02.


#67 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

    Illuminaut

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Geschrieben Gestern, 17:38

Ich  jedenfalls fand früher nicht alles besser. Ich habe heute viel, viel mehr (und viel bessere!) Dinge zu lesen und finde es auch besser (alleine schon aufgrund des Locus Magazines, das ich früher schlicht nicht kannte, weil die Welt noch zu groß war*) und ich finde TikTok klasse, das ersetzt mir quasi das Personal Training, weil ich dort so ziemlich jedes Tutorial finde, das ich für den Sportbereich brauche (und eine Menge Input für das Training, das ich selbst gebe). Ich nehme an, dass gilt für viele andere Bereiche auch (zumindest zum Thema Zeichnen haben mein Kind und ich da schon recherchiert).

Ich denke tatsächlich, dass es Dinge gibt, die andere Medien besser können. Du hast die Videos angesprochen. Letztens erst fragte jemand aus der jüngeren Generation, wie wir denn früher herausgefunden haben, wie Dinge funktionieren, wenn man sich dazu nicht auf Youtube eine passende Anleitung suchen konnte.

 

Was Postman in dem von mir genannten Buch übrigens meint, ist: Um bestimmte Probleme zu lösen, benötigt man gewisse kognitive Fähigkeiten. Um die Komplexität der Probleme adäquat abzubilden, eignen sich Bücher. Das Analysieren der Probleme, das Ziehen von Schlussfolgerungen: Als dies wird durch das Lesen und die Bearbeitung in Textform perfekt unterstützt.

 

Er vergleicht das mit Fernsehen und insbesondere der Talkshow: Ein Problem wird so dargestellt, dass es zur billigen Unterhaltung in einer Talkshow wird. Die Show bedingt eine bestimmte Form, und die kognitiven Fähigkeiten, die man zur Lösung des Problems bräuchte, werden gar nicht entwickelt und im Rahmen einer solchen Show sowieso nicht zur Anwendung gebracht.



#68 Helli-S

Helli-S

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Geschrieben Gestern, 20:12

Eigentlich sollte heute in der Angebots- und Informationsflut für jeden ausreichend zu finden sein, natürlich auch für männliche Heranwachsende.

 

Mmm, was hab ich in dem Alter gelesen? Hans Dominik und E. E. Smith, Jules Verne... Mark Brandis fand ich ganz ok, aber nicht sooo gut. Bei Rolf Ulrici war ich schon aus dem Alter raus, als ich seiner gewahr wurde . Perry Rhodan war nie meins. Dann Heinlein natürlich, und die Drachenromane von Anne McCaffrey. Mit 18 kaufte ich Dhalgren von Delany, das war ein harter Brocken.

 

Edit: die Bücher von Rick Riordan hab ich letztens entdeckt, die gefallen mir auch gut und eignen sich für alle.


Bearbeitet von Helli-S, Gestern, 20:29.

Viele Grüße, Helli

 

 

 

Immer cool bleiben.


#69 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

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Geschrieben Heute, 10:09

Bis zum 12. Lebensjahr habe ich die klassischen Jugenbuchreihen der 80er und 90er gelesen: "Die drei Fragezeichen", "TKKG", "Fünf Freunde", "Pizza-Bande" usw. Ab 12 dann Stephen King, Fantasy von Raymond Feist und Michael Moorcock, SF von Frank Herbert und Arthur C. Clarke. Jugenbücher haben mich da nicht mehr interessiert. Erst als Erwachsener in meinen 20ern habe ich wieder Interesse "All Age"-Sachen wie "Harry Potter" oder "Artemis Fowl" entwickelt, weil ich da erste gemerkt habe, wie Fantasievoll  und gut gemacht die Sachen sind. Als Jugendlicher hatte ich da kein Verständnis für.



#70 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben Heute, 10:36

Interessanterweise ist mein Lese-Hergang sehr ähnlich wie bei Pogopuschel, nur dass ich Feist und Moorcock nicht gelesen habe. Vermutlich war ich früher ein junger Mann.


Podcast: Literatunnat

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#71 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

    Illuminaut

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Geschrieben Heute, 10:49

Bei mir erfolgte der Startschuss für das eigentliche Lesen durch die Wende mit ca. 17. Da habe ich dann auch keine Jugendbücher mehr gelesen, sondern King, Clive Barker, etc., allerdings habe ich mich auf kein Genre beschränkt, sondern habe querbeet gelesen, was mir in die Finger kam.



#72 Pogopuschel

Pogopuschel

    Temponaut

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Geschrieben vor 20 Minuten

Bei mir ging das mit den Genres stückweise voran. Erst habe ich zwei Jahre nur Stephen King gelesen, dann zwei Jahre nur Fantasy. Dann kam die Science Fiction dazu und schließlich bin ich durch den Film "Smoke" auf Paul Auster aufmerksam geworden und lese seit dem in alle Richtungen. Konkurrenz gab es durch NES/SNES/N64, Playstation und PC sowie Filme auf VHS und Sport, hat sich aber alles die Waage gehalten, die Lust am Lesen habe ich durch neue Medien nie verloren. Meine Mutter hatte schon immer viel gelesen und mich mit in die Dorfbücherei genommen, mein Vater hatte le Carré und Co. im Regal stehen. Das hat mich geprägt, obwohl meine Eltern eher aus der Arbeiterklasse kommen.

 

Heute merke ich aber selbst, wie mir Social Media, das Smartphone, Streaming, Podcasts usw. immer mehr Zeit für Lesen abknapsen. Wer weiß, ob ich als Teenager in der heutigen Zeit so eine Leseratte geworden wäre.




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