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Samuel R. Delaney - Babel 17

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7 Antworten in diesem Thema

#1 gregorgross

gregorgross

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 15:26

Hier hat P.H. auf litteratur.ch über seine Lektüre dieses Buchs geschrieben ➜ https://blog.littera...dPress/?p=14993

 

Ich glaube, von Delaney habe ich bisher nur Kurzgeschichten gelesen, aber ich muss meinen Account bei Bookrastinating.com noch mal checken und beim Bücherregal zuhause. Babel 17 klingt jedenfalls großartig, auch ich über Samuel R. Delaney so richtig gestolpert bin, als ich diesen Artikel in The New Yorker über ihn las ➜ https://www.newyorke...-delany-profile Und da wird Babel 17 auch angesprochen.


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#2 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 02 Januar 2026 - 15:36

Hier gibt es übrigens einen Lesezirkel zum Buch:

Samuel R. Delany - Babel-17 - Klassiker-Lesezirkel - SF-Netzwerk

 

Mir hatte das Buch damals sehr gefallen, ist aber schon über dreißig Jahre her das ich es gelesen habe.



#3 gregorgross

gregorgross

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Geschrieben 06 Januar 2026 - 16:31

Danke für die Info. Ich denke, ich habe es auch schon gelesen, aber finde es nicht in meiner Gelesen-Liste sozusagen. Aber wenn es zuhause in diesem Bücherregal steht und nicht in jenem, habe ich es gelesen und meine Gelesen-Liste verdient ein paar aufs Maul. Auch sozusagen. Aber wenn das so wäre, würde ich es demnächst lesen und dann auch diesen Klassikerlesezirkel berücksichtigen während der Lektüre. Habe einige Zeit auf irgendeiner Bücherseite, deren Name ich grade nicht weiss, öfter mal an solchen Lesezirkeln teilgenommen. Das war intensiver als isoliertes Lesen.


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#4 lapismont

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Geschrieben 06 Januar 2026 - 22:59

Danke für die Info. Ich denke, ich habe es auch schon gelesen, aber finde es nicht in meiner Gelesen-Liste sozusagen. Aber wenn es zuhause in diesem Bücherregal steht und nicht in jenem, habe ich es gelesen und meine Gelesen-Liste verdient ein paar aufs Maul. Auch sozusagen. Aber wenn das so wäre, würde ich es demnächst lesen und dann auch diesen Klassikerlesezirkel berücksichtigen während der Lektüre. Habe einige Zeit auf irgendeiner Bücherseite, deren Name ich grade nicht weiss, öfter mal an solchen Lesezirkeln teilgenommen. Das war intensiver als isoliertes Lesen.

Zumindest könnte man nach den Reread kommentieren und schauen, ob sich eine neue Diskussion entspannt. Das wäre ein Vorteil gegenüber kurzlebigen Social Networks. Wobei wir natürlich nicht wissen, wie lange Foren persistent bleiben.

Aber egal, ich mochte das Buch auch sehr und hab es dabei erst jüngst in der Carcosa-Neuausgabe erstmalig gelesen.

Die zugrundeliegende Theorie der bewusstseinsbeinflussenden Macht von Sprache ist, soweit ich weiß, heute nicht mehr so verbreitet unter Linguist·innen und Psycholog·innen. 


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#5 Zack

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Geschrieben 06 Januar 2026 - 23:11

Ah, schön, es gibt einen Thread zu "Babel-17" - ich habe das Buch vor zwei Jahren gelesen, die Ausgabe des Carcosa-Verlags, und war sehr begeistert. Siehe meine Rezension: klick

 

Eine sehr dialoglastige Space Opera voll kreativer Ideen, ich habe noch nichts in dieser Art gelesen und fand es ungemein spannend, wie hier Sprache thematisiert wird. Zuvor hatte ich "Imperiumsstern" gelesen, ein Kurzroman, der in "Babel-17" als Easter Egg vorkommt und in der Anthologie "Vor der Revolution" erschienen ist. Der hatte mir noch ein bisschen besser gefallen, wobei "Babel-17" komplexer und tiefgreifender ist. 


“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)


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#6 gregorgross

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Geschrieben 07 Januar 2026 - 11:00

Die zugrundeliegende Theorie der bewusstseinsbeinflussenden Macht von Sprache ist, soweit ich weiß, heute nicht mehr so verbreitet unter Linguist·innen und Psycholog·innen. 

 

Ich merke es mir vor. Witzigerweise lese ich gerade "Babel" von RF Kuang. Darin geht es um sowas wie die Coming-of-Age-Geschichte eines Studenten in Oxford, wo der Übersetzen studiert. Denn in diesem Buch können Unterschiede zwischen Übersetzungswörtern zwischen Sprachen Magie entfalten, wenn sie in Silber gekritzelt werden. Also wird viel über diese Sprachunterschiede geredet und nachgedacht und auch wie Sprache uns und unser Bewusstsein beeinflusst. Alles sehr intelligent recherchiert mit alten Quellen zum Übersetzen, zudem deutlich unter Berücksichtigung von Kolonialismus, Ausbeutung, Sklaverei, und auch gegenüber Frauen. Der Roman spielt um 1837 in einer sehr ähnlichen Welt, halt mit bisschen Magie. Ich überlege, drüber eine Rezension hier im Forum zu schreiben.


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#7 lapismont

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Geschrieben 07 Januar 2026 - 22:24

Ich merke es mir vor. Witzigerweise lese ich gerade "Babel" von RF Kuang. Darin geht es um sowas wie die Coming-of-Age-Geschichte eines Studenten in Oxford, wo der Übersetzen studiert. Denn in diesem Buch können Unterschiede zwischen Übersetzungswörtern zwischen Sprachen Magie entfalten, wenn sie in Silber gekritzelt werden. Also wird viel über diese Sprachunterschiede geredet und nachgedacht und auch wie Sprache uns und unser Bewusstsein beeinflusst. Alles sehr intelligent recherchiert mit alten Quellen zum Übersetzen, zudem deutlich unter Berücksichtigung von Kolonialismus, Ausbeutung, Sklaverei, und auch gegenüber Frauen. Der Roman spielt um 1837 in einer sehr ähnlichen Welt, halt mit bisschen Magie. Ich überlege, drüber eine Rezension hier im Forum zu schreiben.

Babel von Kuang hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Ich fand, sie hat aus den Figuren und ihrem Magiesystem viel zu wenig gemacht, das Ende war sehr enttäuschend. Ich hatte kurz vorher Gott der Barbaren gelesen und fand daher auch ihren doch sehr britischen Blick auf China nicht ganz so gelungen. Aber ich bin da kein Experte, es war halt nur die Reihenfolge der Lektüre.

 

Wenn Du in der Richtung etwas Außergewöhnliches lesen möchtest, empfehle ich Dir Die Flüchtigen von Damasio. Hier hat schon die Typographie im Buch eine Bedeutung und beeinflusst die Interpretation einer Szene, von der invasiven Sprachführung ganz abgesehen. Es ist eine sehr gute Social SF, die thematisch und politisch mit Doctorow und Miéville vergleichbar ist, in meinen Augen.


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#8 gregorgross

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Geschrieben 08 Januar 2026 - 10:18

Babel von Kuang hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Ich fand, sie hat aus den Figuren und ihrem Magiesystem viel zu wenig gemacht, das Ende war sehr enttäuschend. Ich hatte kurz vorher Gott der Barbaren gelesen und fand daher auch ihren doch sehr britischen Blick auf China nicht ganz so gelungen. Aber ich bin da kein Experte, es war halt nur die Reihenfolge der Lektüre.

 

Wenn Du in der Richtung etwas Außergewöhnliches lesen möchtest, empfehle ich Dir Die Flüchtigen von Damasio. Hier hat schon die Typographie im Buch eine Bedeutung und beeinflusst die Interpretation einer Szene, von der invasiven Sprachführung ganz abgesehen. Es ist eine sehr gute Social SF, die thematisch und politisch mit Doctorow und Miéville vergleichbar ist, in meinen Augen.

Danke für den Tip, das Buch hole ich mir.

Ich bin in Babel auf S. 300 oder so. Ich finde die Idee wunderbar, um über Kolonialismus und Diskriminierung zu reden, weil da eben in der Geschichte viel Blödsinn gemacht wurde, weil man alles Mögliche für normal hielt. Aber die Geschichte scheint sich nur auf Robin und seine Kumpels zu beziehen, bislang passiert gar nichts weiter. Einen Antagonisten habe ich auch noch nicht gefunden, und ja, dann wurde da viel verschenkt, weil das beinahe sowas wie eine Harry-Potter-Serie hätte werden können. Ist es aber nicht.

Trotzdem, die moderne Sicht auf eine Vergangenheit finde ich ziemlich interessant: Ludditen werden erwähnt, aber man sieht, wie mies ihre Situation war und wie leicht es sich die Silberwerkel in Babel machen, die Nöte der betroffenen, wegrationalisierten Arbeiter zu ignorieren, ja sogar denen die Schuld an ihrer misslichen Lage zu geben. Oder wie mit Frauen umgegangen wird. Oder dass Robin nur Wert hat als jemand, der eine "exotische" Sprache spricht, nicht als Mensch - denn da schon gar nicht, ist ja aus einer unterlegenen Gruppe Halb-Menschen, die ohnehin nicht zivilisiert sein können, quasi. 

Ich finde auch die Idee super, Übersetzungsunterschiede zu Magie zu machen, weil RF Kuang dann viel referenzieren kann (alle möglichen alten Quellen). Für vielbelesene Autoren ein guter Trick, und da kommt sie an Umberto Eco ran, finde ich (z.B. in Das Foucaultsche Pendel) oder Harry Mulisch (Die Entdeckung des Himmels). Ich bin drüber gestolpert in diesem Artikel -> https://www.newyorke...f. kuang babelo


Bearbeitet von gregorgross, 08 Januar 2026 - 15:52.

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