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Fingerübung 12 - Der Regen speichert Erinnerungen


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 04 Februar 2026 - 11:24

Schreibe eine Cyberpunkszene zu „Der Regen speichert Erinnerungen“

 

ChatGPT5.2 hat diese Geschichte daraus gemacht:

Cyberpunk: Regenarchiv - Autorenwerkstatt - SF-Netzwerk

 

Ziel ist es, einerseits die Cyberpunkatmosphäre einzufangen, andererseits einen neuen Ansatz zu erstellen. 



#2 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 09 März 2026 - 13:35


Der Grashalm steht aufrecht und einsam, ganz unten am Boden. Seine Kompagnons sind längst vergangen. Ein schwer zu überlebender Mix aus Schwefel und Phosphor, aus Blei und Kadmium hat ihnen den Garaus gemacht. Gekommen mit dem Regen, der täglich herunterprasselt und den Beton auswäscht. Stück für Stück hat der Regen die Furche gegraben, in der das Gras wächst, wo eigentlich kein Gras wachsen soll. Der Grashalm, gen Licht geschossen inmitten seiner Brüder, ist der letzte Überlebende. Der allgegenwärtige Beton lässt nur wenig Licht hier herunter, und er hat die optimale Lage. Selbst die wird nicht dafür sorgen, dass er lange überdauert.
Jetzt glänzt er in der Sonne. Der Morgentau, der ihn benetzt, erstrahlt in allen Farben. 380 bis 780nm werden von der frühen Sonne angeregt und aktivieren die Informationseinheit, die sich in einem der Tropfen befindet. Die optomikroskopischen Schaltkreise erwachen und spulen ihr vorgegebenes Programm ab. Nanotechnik fusioniert zu Mikrosystemtechnik, wächst und gedeiht, absorbiert die zunehmende Energie der Sonnenstrahlen, die in immer besserem Winkel in den Morgentau eindringt. Die Hardware setzt sich zusammen, das Programm entfaltet sich, und nach einer Stunde ist es geschafft: Eine geisterhafte Erscheinung springt förmlich aus dem Grashalm heraus. Es hat humanoide Konturen und während es auf zwei Beinen läuft und sich immer mehr in die Sonne reckt, wächst es unaufhörlich in die Höhe. Als es Menschengröße erreicht hat, endet das Wachstum, dafür verdichtet sich seine Gestalt und ein etwaiger Beobachter erkennt den Runner Hades, der aus dem Untergrund zurück gekehrt ist. Wie eine spontane Entflammung wird sich Hades seiner selbst bewusst. Neuronen feuern und bilden ein Netz, das immer mehr an Tiefe gewinnt. Sekunde um Sekunde eröffnen sich Erinnerungen und bilden Kausalketten, die dem Runner sein Tageswerk aufzeigen. Es gibt keinen Grund, noch lange zu zögern. Hades ist bereit, seinen Feldzug gegen den Konzern Hermes fortzusetzen.

Bearbeitet von Mammut, 12 März 2026 - 21:17.


#3 Tse-Eh

Tse-Eh

    Ufonaut

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Geschrieben Heute, 19:51

Ok, Cyberpunkszene hatte ich nicht mehr in Erinnerung, als ich den Text geschrieben habe, aber jetzt poste ich ihn einfach trotzdem. Immerhin ist er aufgrund des Prompts (bzw. meiner lückenhaften Erinnerung desselben) entstanden.

 

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Es geschehen schon die seltsamsten Dinge. So wie letzthin dem Werner. Du musst wissen, der Werner ist Teil einer Raumschiff-Crew, die Planeten untersucht. Also, die Astronomen entdecken einen interessanten Planeten, und dann sagen sie dem Hans Dampf, der heißt wirklich so und ist der Captain von dem Raumschiff, also sie sagen dem Hans, er soll da mal hinfliegen und sich das mit seiner Crew mal genauer anschauen. Und der Hans versammelt dann seine Crew, startet das Dampfschiff, also eigentlich heißt das Raumschiff ja Humboldt, nach dem Forscher, klar, weil der ja auch rumgereist ist und Sachen erforscht hat, aber der Hans nennt es eben Dampfschiff, wegen seines Namens, und weil es so schön nostalgisch klingt.

Die Crew besteht aus dem Hans, klar, dann noch dem Karl Meier, Ingenieur, dem Biologen Franz Anders, dem Chemiker Albrecht Zisch, und eben dem Werner, Werner Langmann, von dem eigentlich niemand so recht weiß, warum er in der Crew ist.

Der Albrecht sagt ja gerne, der Werner sei zur Unterhaltung der Crew da. Weil es ist so, der Werner hat so einige Ansichten, die nicht so ganz mit denen der anderen zusammenpassen, insbesondere denen der Wissenschaftler in der Crew. Zum Beispiel glaubt er an Homöopathie, du weißt schon, Globuli, Potenzierung, Wassergedächtnis, das volle Programm. Die anderen haben schon x-mal versucht, ihm den Blödsinn auszureden, von wegen, das Wasser ist doch eine Flüssigkeit, mit lauter Molekülen, die Rumschwimmen und Rumzappeln, wie soll sich so ein Wasser da was merken können. Aber der Werner, der hat sich nicht beirren lassen. Ohne seine Globuli geht er nirgendwo hin.

Nun ja, und dann ist die Crew zu diesem Planeten geschickt worden, Beta irgendwas, ich kann mir diese Namen einfach nicht merken, aber darauf kommt es ja auch gar nicht an. Was dort passiert ist, das ist das Interessante.

Also das Dampfschiff landet, und kaum machen sie die Tür auf, fängt es an zu regnen. Nicht einfach nur ein Nieselregen, nein, es schüttet aus allen Gießkannen. Erst wollten sie ja den Regen abwarten, aber es hat einfach nicht aufgehört zu regnen, und sie hatten ja nicht so viel Zeit, weil sie hatten etwas zu wenig Vorräte mitgenommen. Also sind sie dann notgedrungen doch im Regen raus, der Werner natürlich erst, nachdem er ein paar Globuli genommen hat, damit er sich nicht erkältet.

Und was soll ich sagen, kaum sind sie draußen, fangen sie alle an zu halluzinieren, aber so richtig, fast wie Holodeck, du verstehst. Da sind sie natürlich nicht lange draußen geblieben. Der Albrecht hat noch ein paar Proben genommen, weil, der wollte das Zeug im Regen finden, das sie halluzinieren hat lassen. Die Luft hatten sie ja vorher schon untersucht, sonst wären sie ja gar nicht erst ohne Schutzanzug raus, wär ja blöd, am Ende ist die Luft giftig, und dann nützen auch die Globuli vom Werner nichts, weil gegen Gift hilft das nicht, das gibt sogar der Werner zu. Aber in der Luft war nichts, nur Stickstoff und Sauerstoff und noch ein paar Spuren von anderen Gasen, die es auch auf der Erde gibt.

Der Albrecht schickt also das Regenwasser durch seinen Apparat, aber er kann nichts finden außer eben Wasser. Und das ist seltsam, denn Wasser löst ja keine Halluzinationen aus.

Später haben sie sich dann gegenseitig ihre Halluzinationen erzählt, und das war schon seltsam, denn sie haben alle dasselbe gesehen. Der Karl hat spekuliert, dass da vielleicht irgendwo ein Sender ist, und das mit dem Regen gar nichts zu tun hat, und das Schiff lässt die Strahlen nicht rein, Prinzip Aluhut, weil das Schiff ist ja aus Metall.

Der Werner hatte da eine ganz andere Idee. Er hat gesagt, vielleicht sind die Bilder ja im Regen gespeichert. Da haben sie natürlich über ihn gelacht, der Homöopathie-Gläubige mit seinem Wassergedächtnis. Aber der Werner hat nicht lockergelassen, und hat gemeint, sie haben doch Regenwasser gesammelt zur Analyse, da könnten sie doch einfach mal die Hand reinhalten und schauen, was passiert.

Der Franz hat dann gemeint, warum nicht, es ist ja nur Wasser, als Biologe hatte er da keine Bedenken  und dann würde der Werner ja sehen, dass da nichts passiert.

Aber was soll ich sagen, sobald einer von ihnen die Hand reingehalten hat, sind die Bilder wieder gekommen. Dieselben wie draußen im Regen.

Jetzt hat keiner mehr über den Werner gelacht. Sie haben noch ein paar Liter Regenwasser gesammelt, und dann sind sie zurück zur Erde. Damit das Wasser in einem richtigen Labor untersucht wird.

Der Werner ist aber jetzt richtig berühmt geworden, weil er das mit dem Wasser richtig geraten hat. Sage noch einer, Homöopathie bringe nichts. Gesund macht sie vielleicht nicht, aber berühmt kann man da schon werden.



#4 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben Heute, 20:47

Top Idee, das mit der Homöopathie  :thumb:  Aber der Erzählton spricht mich nicht so an.


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles


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