Mein Artikel ist nicht vollumfänglich und ich erhebe auch nicht den Anspruch, dass alle meine Einschätzungen und Beobachtungen der absoluten Wahrheit entsprechen.
Als mich MKI vor rund zwei (?) Jahren um den Artikel bat, sollte ich meinen ursprünglich werkfokussierteren Artikel um einen allgemein gehaltenen Überblick zum Stand der SF-Literatur in Deutschland, der Szene, Besonderheiten und häufig behandelten Themen (hier war ich wohl etwas nachlässig *grummel*) ergänzen.
Was die Präsenz der deutschen SF-Literatur und auch der SF-Literatur allgemein betrifft: Buchgeschäfte (überwiegend Ketten wie Thalia oder Hugendubel) in Heidelberg, Mannheim, Viernheim, Stuttgart, Frankfurt a. M., Karlsruhe - also Geschäfte in größeren Städten - boten bezüglich ihrer Regale das von mir beschriebene Bild. Auf der letztjährigen FBM waren SF-Titel bei allen Publikumsverlagen kaum auszumachen. Besprechungen außerhalb der Szene, auch auf neuen Kanälen wie #Bookstagram oder BookTok, sind selten. Ebenso zugänglich kluge Spekulationskommentare aus der Gegenwart (Aiki Mira, Marc-Uwe Kling, Karls Olsberg usw. zum Trotz).
Natürlich sind es unvollständige Momentaufnahmen, aber sich (leider) häufig wiederholende.
Wahr ist aber auch:
-Artikel und Formate von Dietmar Dath, Theresa Hannig oder Aiki Mira - ich liebe "Das war morgen"! - erreichen ein Publikum außerhalb der Szene
-Aspekte und Inhalte der Genreliteratur sind in die Gegenwarts- und Mainstreamliteratur eingeflossen
-"Perry Rhodan" wird mittlerweile nicht nur freundlicher, sondern auch mit mehr Wertschätzung behandelt
Letztendlich hoffe ich aber, dass beim internationalen Publikum neben meinem klischee-deutschen Gemecker - ich kann "die Welt" doch nicht enttäuschen
- die Einschätzung einer aktiven SF-Szene und meine ausführlich begründeten Lobpreisungen für "Neongrau", "Niemandes Schlaf" und "Athos 2643" etwas mehr nachhallen.
Bearbeitet von ChristophGrimm, 18 März 2026 - 08:51.