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Brainstorming - Kurzgeschichtenleser


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117 Antworten in diesem Thema

#61 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 01 Mai 2026 - 06:15

Das wäre vielleicht nicht schlecht. Ich hätte wohl einige Ideen für die bessere Sichtbarkeit und Vermarktung von Kurzgeschichten. Die möchte ich aber nicht öffentlich vorstellen oder diskutieren.

Genau das meinte ich



#62 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

    Cybernaut

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Geschrieben 01 Mai 2026 - 09:43

Jetzt bin ich sehr neugierig. Kann ich auch in diese geschlossene Runde?


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"

#63 Helge

Helge

    Biblionaut

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Geschrieben 01 Mai 2026 - 10:04

Ich verstehe zwar nicht, was man bei dem Thema geheimhalten müsste, würde aber auch gern mitmachen in der Runde.



#64 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 01 Mai 2026 - 14:53

Okay eine*r von euch macht mir eine pn und ich kümmere mich ab Montag darum

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#65 rapha

rapha

    Nanonaut

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Geschrieben 01 Mai 2026 - 18:47

Ich bin da bei Helge, dass ich noch nicht nachvollziehen kann, was man da unter Verschluss machen müsste. In diesem Sinne viel Erfolg euch! :)



#66 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 02 Mai 2026 - 06:34

Pn ist da, Auftrag also in der Pipeline
Verschluss : kanns dir vielleicht erklären. Falls konkret über Kurzgeschichten gesprochen wird, die noch nicht veröffentlicht sind, gelten diese im offenen Teil des forum ggf als "auszugsweise veröffentlicht", das ist in einem geschlossenen Teil mit fünf bis zehn Nasen anders. Einige Herausgeber nehmen die nicht mehr, wenn sie auszugsweise veröffentlicht sind.

So habe ich zumindest Thomas interpretiert.

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#67 Moritz

Moritz

    Ufonaut

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Geschrieben 02 Mai 2026 - 07:58

Wir hatten doch mal eine "geschlossene" Schreibrunde hier im Forum. Wenn ihr noch eine Person braucht, um Ideen zu diskutieren, nehmt mich gerne dazu. 



#68 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 04 Mai 2026 - 11:44

So, ich habe jetzt:

 

Fermentarius (Thomas)

Uwe Hermann

Helge 

Moritz

Maximilian

 

ein Unterforum eröffnet, das hoffentlich sonst niemand sehen kann (teste ich noch aus), und dort einen Test-Thread erstellt.

 

Wenn ich noch jemanden übersehen habe oder jemand dazu kommen möchte, sagt Bescheid. Ggf. müsste ich es mit den bereits vorhandenen Mitgliedern dort vorher absprechen.

 

Viel Spaß!


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#69 rapha

rapha

    Nanonaut

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Geschrieben 04 Mai 2026 - 15:50

Also ich seh wie erwartet nix. Positives Negativ-Feedback :)



#70 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 05 Mai 2026 - 09:42

Also ich seh wie erwartet nix. Positives Negativ-Feedback :)

 

Sehr gut!


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#71 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben 05 Mai 2026 - 10:41

Kann ich in die Runde noch mit einsteigen?  :blush:


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     Meine Story LADEN! ZIELEN! FEUER!      im Weltenportal N°6  -> https://weltenportal...-Webausgabe.pdf  <-  auf Seite 97 im PDF
                                                                                                                                                                Meine Story HÖCHSTER EINSATZ AUF ROBINA 8 in DELTER -> https://www.amazon.de/dp/B0F38PW9WG <- Story komplett in der Leseprobe enthalten!


#72 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 05 Mai 2026 - 12:31

Sofern bis morgen früh niemand protestiert, erledige ich das morgen

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#73 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 05 Mai 2026 - 14:49

Kann ich in die Runde noch mit einsteigen?  :blush:

 
Ich habe nichts dagegen. 


Bearbeitet von Uwe Hermann, 05 Mai 2026 - 14:53.


#74 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben 05 Mai 2026 - 18:45


Was findet ihr an der deutschsprachigen Kurzgeschichtenszene (also Leser oder Autor) jetzt schon gut und bemerkenswert?

 

Ich kann da ja nur als Leser (und Käufer) was zu sagen, da ich Kurzgeschichten aber überaus attraktiv finde, hier nur kurz meine Perspektive.

 

 

Mir gefallen vor allem Kurzgeschichtenbände von verschiedenen Autor*innen, die dann idealerweise durch eine verbindende Klammer in einen gemeinsamen Zusammenhang gesetzt werden. Also entweder ein konkreter Länderbezug, ein gemeinsames Thema, oder sowas in der Art.

 

Ein gelungenes Beispiel dafür fand ich vor kurzem in dem Band "Andymonaden" aus dem Memoranda-Verlag.

 

Was mir besonders gefällt, ist, dass dort alle Autor*innen auf irgendeine Art Bezug auf den über 40 Jahre alten Roman "Andymon" nehmen und die Geschichte weitererzählen, Perspektiven ergänzen oder Vorgeschichten erzählen. Und das eben alles in einem jeweils komplett unterschiedlichen Stil und auch unterschiedlicher Qualität und eben sich auch widersprechenden Inhalten. Der Leser kann sich dann das beste aussuchen und Vergleiche anstellen etc. 

 

Ein klein bisschen wie bei Perry Rhodane, wo ja jede Autor*in in jeder Woche ein bisschen den eigenen Brei innerhalb des gemeinsamen Perryversums kocht.

 

Das passt mir deutlich besser als dicke Romane oder gar mehrbändige Space-Epen. Und es passt auch mehr zu meinem Alltag, so kann ich Kurzgeschichten prima während der Arbeitspausen oder im Zug etc. lesen ohne große irgendwo reinkommen zu müssen. Es ist auch deutlich abwechslungsreicher und ich finde auch aus monetärer Sicht ein "sicherer" Kauf, als ein großer Roman. Denn wenn mir hier eine Geschichte einer Autor*in nicht gefällt, kann ich halt einfach auf die nächste hoffen, ohne das ganze Buch weglegen zu müssen.

 

Solche Projekte würde ich gerne öfter auf dem Markt sehen.


Bearbeitet von Stephan, 05 Mai 2026 - 18:48.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:Das Geflecht. An der Grenze.

#75 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 06 Mai 2026 - 07:46

Kann ich in die Runde noch mit einsteigen?  :blush:

 

Du bist drin :-)


Die Andymonaden sind schon klasse, ich frage mich, ob die vielen Fans des Originalromans dann dafür gesorgt haben, dass das Projekt auch schwarze Zahlen schreibt. Vielleicht kriegen wir das beim MetropolCon mal raus.


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#76 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 07:55

Gibt es eine deutsche Entsprechung zu Escape Pod? Denn ich bin sicher nicht der Einzige, der nicht so viel Zeit zum Lesen findet, aber als Pendler genug Zeit zum Hören hat.

 

Gab es mal, ich hatte den Betreiber auch interviewt:

Soenke Scharnhorst (Interview)

 

Aber mittlerweile führen alle Links ins Leere. Gibt es scheinbar nicht mehr. Der Betreiber hatte sowieso die Links regelmäßig verändert. Warum der alles vom Netz genommen hat weiß ich nicht.

Brennende Buchstaben hatte auch mal Lesungen, aber das ist ein wenig unübersichtlich:

BrennendeBuchstaben - YouTube

 

Morsche Haut kann man da z.B. lesen:

[Kurzgeschichtenlesezirkel] Yvonne Tunnat - Morsche Haut - Offener Lesezirkel - SF-Netzwerk

 

Ansonsten fürs Selbstlesen gibt es natürlich auch Geschichten, die online verfügbar sind wie hier:

Fantasyguide: Kurzgeschichten


Bearbeitet von Mammut, 09 Mai 2026 - 07:59.


#77 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 11:47

Hui diese Scharnhorst Podcasts waren fürchterlich, die vorgelesenen Geschichten auch schlecht gelesen, habe die Krise gekriegt.
Im Podcast haben die immer mittendrin was bei Wikipedia nachgeschlagen und später nicht raus geschnitten.

Ich habe ein paar wenige Kurzgeschichten bei Literatunnat lesen lassen, die meisten finden sich noch bei Youtube.

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#78 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 12:19

Bei Axel schreibt gibt es die Geschichte, die am Wettbewerb teilgenommen haben, vertont:

dacsf25

 

Der aktuelle Wettbewerb findet auf Schreibwettbewerbe - Punkt-Asten statt (hat Chris schon verlinkt oben). Gibt es auch ein Video zu:

Trailer Menschmaschine – anonymer Schreibwettbewerb auf punktasten.de


Bearbeitet von Mammut, 09 Mai 2026 - 12:21.


#79 Uwe Hermann

Uwe Hermann

    Temponaut

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 14:16

Hui diese Scharnhorst Podcasts waren fürchterlich, die vorgelesenen Geschichten auch schlecht gelesen, habe die Krise gekriegt.
Im Podcast haben die immer mittendrin was bei Wikipedia nachgeschlagen und später nicht raus geschnitten.

Ich habe ein paar wenige Kurzgeschichten bei Literatunnat lesen lassen, die meisten finden sich noch bei Youtube.

 

Nicht alle. Zwei meiner Erzählungen hat Alexander Senf gelesen. Sind auf meiner Webseite zu finden: https://www.uweherma...ex.php/leseecke



#80 Tse-Eh

Tse-Eh

    Hauptsachenaut

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 18:24

Bei Axel schreibt gibt es die Geschichte, die am Wettbewerb teilgenommen haben, vertont:

dacsf25

 

Der aktuelle Wettbewerb findet auf Schreibwettbewerbe - Punkt-Asten statt (hat Chris schon verlinkt oben). Gibt es auch ein Video zu:

Trailer Menschmaschine – anonymer Schreibwettbewerb auf punktasten.de

Danke für den Tipp, habe gerade mal reingehört, und werde da sicher in nächster Zeit noch viel weiterhören.

 

Danke auch für die anderen Links, aber dieser ist ganz klar der ergiebigste.



#81 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 21 Mai 2026 - 16:15

Ich wäre auch gern Teil der Runde, wenn es genehm ist.

 

Ansonsten kann ich nichts dazu sagen, ob die c't meine Verkäufe angekurbelt hat oder nicht. Von den Verlagen bekomme ich da gar nicht so kleinteilig Rückmeldungen.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#82 Vasco

Vasco

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 13:21

Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile mit und habe mir Gedanken zum Thema Kurzgeschichte gemacht. Weil sie mir liegt und ich sie mag, als Leser und als Autor. Und es gibt schon Gründe, weshalb sich die Vermarktung schwer tut. Hier will ich mal ein paar Ideen in die Runde werfen, die möglicherweise auch über übliche Rahmen hinaus greifen - weil eben diese Rahmen für mich schon ein Teil des Problems darstellen. Und das wäre:

1. Anthologien sind Herausgeber- und Verlagsprojekte, keine Leser- und Kaufkundenprojekte

Das Problem ist, dass das, was die eine Seite hineinpackt, bei der anderen Seite gar nicht ankommt. Der Herausgeber denkt sich "Stille Grüße vom Friedhof ,25 gruselige Horrorgeschichten". Der Leser und Käufer aber empfängt: "Irgendwas mit Horror, 25 Schubladengeschichten unbekannter Autoren, von denen höchstens 3 wirklich gut sind, ich aber den ganzen Band bezahlen muss."

Lösungsvorschlag: Nicht das Genre (Schublade) wird verkauft, sondern ein Projekt. Nicht "Wir suchen Geschichten aus dem Bereich Fantasy, Science-Fiction, Horror usw." - sondern z.B. "10 Geschichten über Leute, die an einer Bushaltestelle standen und danach nie wieder gesehen wurden. Oder „Ein Medium stellt Kontakt zum untergehenden Atlantis her. Zehn Geschichten vom letzten Tag.“

So ein klares Projekt lässt sich auch besser vermarkten, würde ich behaupten.


2. Es sind zu viele Geschichten - das Qualitätsproblem ist stets mit eingepreist

Unter 25 Geschichten finden sich 2-3 starke und 5-7 sehr ordentliche Geschichten. Mindestens die Hälfte ist aber durchschnittlich. Nur diejenigen Anthologien bleiben in Erinnerung, die eine überdurchschnittliche Quote hervorragender Geschichten aufweisen. Aber das Problem ist dann: Der Nachfolger sollte genau so stark sein, nur dann zahlt es beim Verlag ein. Sonst war es eine Eintagsfliege.

Lösungsvorschlag: Nur 10 Geschichten, 100-150 Seiten, VK-Preis max. 12 €. Dafür hohe Qualität und bessere Chance auf Rezensionen. Die 10 Autoren haben davon auch mehr, als unter 26 anderen zu stehen.


3. Zu viele Autoren, zu wenige Leser - Aber die Prinzipien der Marktwirtschaft greifen nicht

Wenn die Nachfrage bei Autoren größer ist, als das der Leser, dann müsste - streng nach den Regeln von Angebot und Nachfrage - die Autorenseite für die Party bezahlen.
Nun ist das natürlich ein ganz heißes Eisen.

Lösungsvorschlag:
Ich würde dennoch anregen, bei Ausschreibungen eine Gebühr von 10 oder 20 € je Autor einzufordern. Damit sind z.B. bei 100 Einreichungen 1.000 € in der Kasse. Die veröffentlichten Autoren erhalten ein professionelles Lektorat und darüber hinaus eine Rezension, weil man auch einen Rezensenten entlohnen könnte. Abgelehnte Bewerber würden eine Mitteilung erhalten mit 3 ausführlichen Sätzen, warum es bei Ihnen nicht gereicht hat. Da hätten wirklich alle was davon.

4. Darreichung, bzw. Kundenansprache

"Neue Antho, 25 Geschichten zu SmartHomes" vs. "10 Geschichten, warum sich man sich besser nicht auf einem smarten Friedhof beerdigen lassen sollte"

Eine Ansprache, die Leser und Käufer abholt. Wo der Kunde denkt, für 10 € mache ich nichts kaputt, kann man auch verschenken. (Schublade ist schwieriger zu verschenken).

Die Chance, neue Leser zu finden und vielleicht auch den Buchhandel zu interessieren, liegt meines Erachtens darin, nicht die Genre-Schublade anzubieten, sondern deutlich fokussierte, spannende Erzählprojekte.

So, zum Schluss noch ein griffiger Name für das Ganze: "Zehn Kurze" :cheers:

Bearbeitet von Vasco, 24 Mai 2026 - 13:54.


#83 Mammut

Mammut

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 14:11

Hallo Wolfram,

 

interessante Gedanken.

Zu 1: Das ist ja das Prinzip der Themenanthologie. Du bringt das Thema, das die Leser interessiert. Der größte Teil der Anthologien sind doch Themenanthologien

 

Zu 2: Der Leser sucht ein gutes Preisleistungsverhältnis. Ich sehe da bei Zwielicht eher höhere Verkaufszahlen, wenn das Buch für den gleichen Preis dicker ist. Was natürlich nicht heißt, dass es goutiert wird, wenn viel Füllmaterial dabei ist und man beim Lesen kein Vergnügen hat. Da würde ich bei einer Reihe eher sagen, lieber nur ein Buch im Jahr statt zwei und dafür eine sorgfältigere Auswahl.

Bei Modern Phantastik waren die Anthologien immer sehr umfangreich und das E-Book billig. Daher haben die sehr viele E-Books verkauft (aber keine Taschenbücher).

 

Zu 3: Das mit dem Budget ist ein guter Hinweis. Mommers hat das bei den Visionen aber umgekehrt gemacht: Er hat den Autoren Geld gegeben und die haben sich dafür gemeinsam um einen Verkaufserfolg bemüht. Ähnlich hat es Alisha Bionda gehandhabt. Das hilft, um eine größere Käuferschicht zu erschließen. Und die braucht man, das wurde ja hier festgestellt. Ob es aber hilft, den Autoren für Einsendungen Geld abzuknüpfen bzw. ob das funktioniert? Geld in Werbung zu stecken ist aber mit Sicherheit ein Punkt, den man verfolgen sollte.

 

Zu 4: Kundenansprache ist natürlich wichtig. Aber findest du, die Ansprache bei den Publikationen ist generell schlecht?



#84 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 14:21

Zu Punkt 3: Du wirst mit diesem Modell keine 100 Einsendungen bekommen, schon gar keine guten. Das werden (vielleicht) ein Fünfziger (irgendwelche gibt es immer), vor allem aber ein ruinierter Ruf und ein mehr als totes Anthologieprojekt.
Ich kenne keinen Autor und keine Autorin, die nur eine Sekunde darüber nachdenken würden, für eine Einsendung zu bezahlen.

Die Idee, Rezensenten einen Obolus zu stellen, ist sicher nett gemeint - aber gekaufte Rezensionen sind gleichfalls nichts wert. Kein Kritiker würde seine Reputation aufs Spiel setzen, um sich „kaufen“ zu lassen
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:"Nova 38", "Sch(w)einwerfer in der MNacht" (Hg. June Is)

#85 Vasco

Vasco

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 15:54

Hallo Michael,

 

da verfügst natürlich über immense Erfahrung hier. Was ich aber meinte ist, dass zu stark auf Phantastik im allgemeinen und Genres fokussiert wird. Dadurch ergibt sich natürlich eine große Bandbreite, aber es verwässert halt auch. Der Käufer bekommt eine Wundertüte aus 25 Autoren, 25 Stilen und 25 Qualitätsniveaus und das wirkt nicht unbedingt verkaufsfördernd - meine Meinung.

 

Die Fragestellung könnte lauten: Was will jemand nach Feierabend oder in seinem Urlaub lesen? Die Konkurrenz zum Roman kann die Kurzgeschichte ohnehin nicht gewinnen, gegen die vielen neuen Medienformate verblasst sie, wirkt angestaubt und aus der Zeit gefallen. Eine Schärfung des Profils könnte da eventuell Abhilfe schaffen. Auch in der Kundenansprache, um auch Leser zu gewinnen, die nicht gezielt im Phantastik-Regal suchen.

 

Das sollen natürlich nur Denkanstöße sein, da ja hier das Thema gerade besprochen wird.

 

@Christoph:

 

Du sagst zurecht, dass kein Autor nur für die Einsendung zahlen würde. Das soll er auch nicht. Sondern dafür, dass sein Name in einem deutlich besseren Produkt erscheint. Bei dem noch Mittel für qualitative Verbesserungen bei Cover, Print usw. übrig sind, und er vielleicht 5 Autorenexemplare bekommt, statt nur einem. 

 

Es gibt eine mehrfach angesprochene Unausgewogenheit von Angebot und Nachfrage, und das wäre eine mögliche Konsequenz daraus. 

 

Dass es keine Gefälligkeitsrezensionen sein dürfen, ist auch klar. Ist das Produkt schwach, muss es auch benannt werden. Aber es sollen ja gerade Maßnahmen hinsichtlich Ansprache, Format, und Kostenbeteiligung auch guter Autoren dafür sorgen, dass die Qualität deutlich über das Mittelmaß gehoben, und die positive Wahrnehmung dadurch erhöht wird.

 

Na gut, nur so ein paar frühsommerliche Gedanken. Bis bald in der Zukunft!



#86 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 15:58

Ist leicht gesagt, aber normalerweise sind sich die Lesenden am Ende nicht einig, welche zehn Geschichten der Anthologie die besten waren.
Wäre das so einfach zu ermitteln, wäre das Problem nicht so komplex.

Ich habe erst zwei Anthologien herausgegeben mit jeweils recht vielen Rezensionen, und sie waren sich bezüglich der Ausfälle sehr uneins.

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#87 Mammut

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 16:04

Hallo Michael,
 
 
Die Fragestellung könnte lauten: Was will jemand nach Feierabend oder in seinem Urlaub lesen? Die Konkurrenz zum Roman kann die Kurzgeschichte ohnehin nicht gewinnen, gegen die vielen neuen Medienformate verblasst sie, wirkt angestaubt und aus der Zeit gefallen. Eine Schärfung des Profils könnte da eventuell Abhilfe schaffen. Auch in der Kundenansprache, um auch Leser zu gewinnen, die nicht gezielt im Phantastik-Regal suchen.
 


Ich glaube, jetzt habe ich deinen Einwand verstanden. Du meinst eine interessante Prämisse vorgeben und überhaupt keine Vorgaben machen, wie das Thema umgesetzt wird.
Aber dann sind die Geschichten doch erst Recht unterschiedlich, wenn es sich um Liebes, Kriminal und utopische Geschichten handelt.
Letztendlich sagt dein Einwand aber vor allem, die Herausgeber müssen bei ihrer Auswahl einen besseren Job machen.

#88 Mammut

Mammut

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 16:35

Ist leicht gesagt, aber normalerweise sind sich die Lesenden am Ende nicht einig, welche zehn Geschichten der Anthologie die besten waren.
Wäre das so einfach zu ermitteln, wäre das Problem nicht so komplex.

Ich habe erst zwei Anthologien herausgegeben mit jeweils recht vielen Rezensionen, und sie waren sich bezüglich der Ausfälle sehr uneins.


Da möchte ich zwei Anmerkungen machen:
1. Es spricht für die Qualität der Herausgeber, wenn Anthologien insgesamt besser wegkommen, auch wenn die Höhepunkte und Ausfälle von den Lesern unterschiedlich beurteilt werden. Es spricht ja schon für die Auswahl, wenn es bei der Bewertung Unterschiede gibt. Es gibt Geschichten, die gefallen einer Mehrheit, aber das Salz in der Suppe sind oft auch die kontroversen Geschichten
2. Seine Lesergruppe zu finden und die Auswahl entsprechend ist ein wichtiger Punkt bei der Arbeit als Herausgeber. Es allen Recht zu machen ist nicht unbedingt das beste Ziel.

Vasco, welche Anthologie würdest du als Leser denn empfehlen?

#89 Vasco

Vasco

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 16:47

Aber dann sind die Geschichten doch erst Recht unterschiedlich, wenn es sich um Liebes, Kriminal und utopische Geschichten handelt.

 

Naja, keine Vorgaben sicher auch nicht. Die Geschichten sollen ja gelesen werden wollen. Ich meinte eher, dass man nicht die Genres zu sehr betonen sollte. Dass man dann sehr unterschiedliche Herangehensweisen hat, kann nur gut tun, finde ich. "Viel vom gleichen" ist ja ein nicht unbekanntes Problem.

 

 

Letztendlich sagt dein Einwand aber vor allem, die Herausgeber müssen bei ihrer Auswahl einen besseren Job machen.

 

Die Herausgeber machen in meinen Augen schon einen guten Job, viele opfern unfassbar viel Zeit, Geld und Herzblut für Ihr Werk. Ich rufe einfach ein paar Dinge auf, die mir aufgefallen sind.



#90 Vasco

Vasco

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Geschrieben 24 Mai 2026 - 16:58

Ist leicht gesagt, aber normalerweise sind sich die Lesenden am Ende nicht einig, welche zehn Geschichten der Anthologie die besten waren.
Wäre das so einfach zu ermitteln, wäre das Problem nicht so komplex.

Ich habe erst zwei Anthologien herausgegeben mit jeweils recht vielen Rezensionen, und sie waren sich bezüglich der Ausfälle sehr uneins.

 

Grundsätzlich wäre halt die Orientierung bei mir eher Richtung Verkauf als Richtung Literaturpreis. Im Idealfall natürlich beides. Aber der Grundtenor ist doch, dass Kurzgeschichten bei Lesern immer weniger ankommen und da ist eine Top-10 Auswahl einfach spannender als eine 25er-Liste. 


Bearbeitet von Vasco, 24 Mai 2026 - 16:59.



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