
Phantastikpreis der Stadt Wetzlar: Longlist mit gemischtem Blick in die Zukunft
Wetzlar (red). Die Longlist von zehn Titeln für den seit 1984 vergebenen und mit 4.000,- € dotierten Phantastikpreis der Stadt Wetzlar steht fest. Mit 171 Titeln verzeichnete der Preis so viele Einreichungen wie noch nie. „Unter so vielen guten Einreichungen die Besonderen zu finden ist jedes Jahr eine Herausforderung“, so Klaudia Seibel, Mitarbeiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und seit 2019 Koordinatorin des Preises. „In diesem Jahr traten vor allem die phantastischen Gesellschaftsentwürfe hervor: In ferner Zukunft als Neuanfang auf einer Insel in Lahea, in Paris in hundert Jahren in Indolentia simplex oder aber mit bedrückender Nähe zur Gegenwart in Deutschland wie in Gesellschaftsspiel oder 2033.“ Insgesamt zehn phantastische Bücher werden jetzt eingehend von der zwölfköpfigen Fachjury geprüft, ehe die Entscheidung für die Shortlist und dann für den Preis fällt.
39 mal wurde der Phantastikpreis der Stadt Wetzlar bereits verliehen, darunter an Carl Amery, Cornelia Funke, Wolfgang und Heike Hohlbein sowie Walter Moers; im vergangenen Jahr ging er an Nils Westerboer. Der Preis würdigt phantastische Romane, die in deutscher Sprache verfasst wurden und erstmals als gedrucktes Buch erschienen sind.
Anfang Juni wird die Fachjury die Entscheidung über die Shortlist von drei Titeln treffen. Der diesjährige Preisträger wird Ende Juni verkündet; die öffentliche Preisverleihung durch den Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar findet voraussichtlich am 11. September 2026 im Rahmen der 42. „Wetzlarer Tage der Phantastik“ statt.
Folgende Titel sind 2026 in der engeren Auswahl für den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar:
- Andreas Brandhorst: Messias (Heyne)
- Wieland Freund: Die Kathedrale der Vögel (Klett-Cotta)
- Sven Haupt: Der Himmel wird zur See (Eridanus)
- Ulrike Kotzina: Indolentia simplex (Edition Laurin)
- Anna Maschik: Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten (Luchterhand)
- Aiki Mira: Denial of Service (Fischer TOR)
- Bijan Moini: 2033 (Atrium)
- Lisa-Viktoria Niederberger: Lahea (Otto Müller Verlag)
- Bastian Schneider: Umschreibung (Sonderzahl)
- Dora Zwickau: Gesellschaftsspiel (Piper)
Weitere Details zum Preis: https://www.wetzlar....tastikpreis.php




