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KI-Firmen kaufen Antiquariate leer – und vernichten die Bücher (SRF/Nachrichtenlink)

KI Sprachmodelle KI-Training Zoom Books

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4 Antworten in diesem Thema

#1 Stephan

Stephan

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Geschrieben Heute, 17:22

Da es sich nicht direkt um SF dreht, sondern um Bücher im Allgemeinen, habe ich es mal im Off-Topic-Bereich reingestellt. Es geht um eine Nachrichtenmeldung des Senders SRF aus der Schweiz.

 

Konkret geht es um ein kanadisches Unternehmen das (auch im deutschsprachigen Raum) automatisiert und in sehr großem Umfang alte Bücher in Online-Antiquariaten aufkauft um sie für das Training ihrer KI-Sprachmodelle zu verwenden und anschließend zu vernichten.

 

Der Sinn dahinter soll das "Fair-Use-Prinzip" sein:

 

 

Hinter dem Phänomen könnte ein umstrittenes Konstrukt aus dem US-amerikanischen Urheberrecht stecken. Wer digitale Texte im Netz kopiert, riskiert Schadensersatzklagen. Kaufen KI-Unternehmen die Bücher hingegen physisch und vernichten sie nach dem Einlesen, gilt dies in der Branche als Versuch, sich auf das sogenannte Fair-Use-Prinzip zu berufen.

 

Was haltet ihr davon?

 

Findet ihr es unethisch Bücher zu kaufen um sie anschließend zu vernichten, auch wenn dadurch unter Umständen auch viel gesuchte und vergriffene Titel der Allgemeinheit unzugänglich gemacht werden?

 

 

Quelle:

https://www.srf.ch/k...ten-die-buecher

 

 


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  • (Buch) gerade am lesen:Das Geflecht. An der Grenze.

#2 Starcadet

Starcadet

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Geschrieben Heute, 17:49

Bei der Bücherrettung hat sich noch kein Unternehmen aus Kanada gemeldet.  ;)

Und selbst wenn: wir hatten bereits Angebote in die Richtung "Ich komm mit dem Transporter vorbei". Wurde abgelehnt, denn dann wäre der SFCD-Stand für lange Zeit wieder auf den einen unauffälligen Meter reduziert, der er früher mal war. Unser Bücherstand hat nämlich auch repräsentative Funktion.  ;) 

 

Ansonsten: Bücher gehören erst dann ins Altpapier, wenn sie das Ende ihres physischen Lebens erreicht haben, d.h. wenn sie so sehr geliebt wurden, dass sie auseinanderfallen.  :D  


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#3 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

    Temponaut

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Geschrieben Heute, 18:48

Findet ihr es unethisch Bücher zu kaufen um sie anschließend zu vernichten, auch wenn dadurch unter Umständen auch viel gesuchte und vergriffene Titel der Allgemeinheit unzugänglich gemacht werden?

In der Quelle heißt es:

 

"Gekauft wurden gezielt Non-Fiction-Titel ab 1970 mit ISBN-Nummern – angestaubte Lagerleichen, die seit Jahren niemand wollte. Ein Weiterverkauf ist völlig ausgeschlossen: Die Bücher sind wertlos, und es wurde pro Titel immer exakt nur ein Exemplar gekauft."



#4 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben Heute, 19:01

Richtig, im Text steht aber auch:

 

 

Warum gedruckte Bücher begehrt sind? Die bislang frei zugänglichen Texte im Netz sind für das Training moderner Sprachmodelle weitgehend ausgeschöpft. KI-Unternehmen suchen deshalb gezielt nach alten Fachbüchern aus Regionalgeschichte, Sprach-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – Texte mit historischen Sprachstufen und stilistischen Feinheiten, die im heutigen Internet noch fehlen.

Und der Fall behandelt nur ein Unternehmen das ein Sprachmodell trainiert. Was passiert wenn dies noch mehrere Unternehmen für ihre jeweils eigenen Konkurrenzprodukte tun? Bei dem gewaltigen Umfang, den die KI-Thematik inzwischen einnimmt, halte ich das nicht für ausgeschlossen.

 

Und wie es um die öffentlichen Bibliotheken steht (in meinem Bundesland sind z.B. über 90% davon in den letzten Jahren geschlossen worden), halte ich es nicht für ausgeschlossen das Wissen auch Büchern in einigen Wissensbereichen zukünftig wirklich knapp werden könnte.

 

Dass die Perry Rhodan-Blaubände davon nicht betroffen sind, darüber herrscht glaube ich Konsens =)


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#5 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

    Temponaut

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Geschrieben vor 56 Minuten

Zunächst mal finde ich den Artikel ziemlich fragwürdig: Mit seiner reißerischen Überschrift: "KI-Firmen kaufen Antiquariate leer – und vernichten die Bücher", und dann folgt ein Text voller "mutmaßlich", "könnte", "gilt in der Branche als Versuch", "zur vermuteten Logik dahinter".

 

Und wenn man dann erst noch liest, was für Bücher da gekauft werden, und zwar 1 Exemplar, das "möglicherweise" vernichtet wird nach dem Scannen, hält sich die Angst vor dem Untergang des Abendlandes bei mir in Grenzen.

 

Und das eigentliche Problem, warum Wissen aus Büchern verschwinden könnte, sprichst du selbst an: Bibliotheken werden geschlossen, niemand kümmert sich um ihren Erhalt. Das nun den bösen KI-Unternehmen ankreiden zu wollen, ist ein wenig an den Haaren herbeigezogen.





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