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EXODUS Nr. 50.1 und Nr. 50.2 (06/2026)


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168 Antworten in diesem Thema

#151 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 16:38

Dieter Korger - Willkommen auf Random!

Mit dieser Geschichte hatte ich massive Verständnisprobleme. Ist ja auch klar, denn die Sache mit den Portalen, die am Anfang diskutiert wird, bei der "Ankunft" des Besuchers, wird ja auch erst auf Seite 80 erklärt. Typischer Fall von absichtlich vorenthaltenen Informationen, um künstlich Spannung aufzubauen. Wäre der Besucher die Hauptfigur, würde das deutlich besser funktionieren als bei den beiden Einheimischen (für seine Gefühle angesichts des Geschehens würde ich mich auch mehr interessieren). Leider überzeugt mich weder die Handlung noch der Schreibstil. Der Besucher wird eingesperrt, dann sind da Mönche, nein, Cherubim, und als Erklärung für den Unterschied folgt dann ... keine. Sondern die Erklärung der bisherigen Fragezeichen. Ab dieser Stelle hat mich die Geschichte leider verloren, ich habe nur noch quer gelesen. Es wird viel geredet, diskutiert, aber wieso, weshalb, warum mich das interessieren soll - und wieso dann lieber ein Sternenhimmel-Spaziergang gemacht wird, statt die Handlung weiterzutreiben. Wieso Stan und Ollie (lustige Namen für die Bord-KIs übrigens, freut mich, dass die beiden Herren so lange überdauern, aber dass sie sich dann hinterher so verhalten wie die beiden Filmfiguren, finde ich dann doch eher albern) dann in der Lage sein sollen, dem ganzen Planeten den Strom abzustellen,  weiß ich nicht; der Schluss erklärt dann auch nichts, irgendeinen doppelten Boden habe ich nicht gefunden, vielleicht irgendwas mit Religion, wenn man nach der letzten Zieleingabe geht, aber letztlich ist es eine Reise in den Tod, was jetzt auch nicht soo viel Sinn ergibt, aber vielleicht ist das ja das Konzept: Random.

 

Die comichafte Illustration trifft die Stimmung des fremden Planeten sehr schön, finde ich.


Bearbeitet von Uwe Post, Gestern, 08:43.

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#152 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben Gestern, 09:01

Karsten Lorenz - Wenn Kinder spielen

Ungefähr ab der Stelle im vorangestellten Chat, wo der Professor sagt, ein Elektron sei punktförmig, ist klar, dass der ganze Text sich nicht für Naturgesetze interessiert (Stichwort Unschärferelation). Dass sich dann durch eine Art unentdeckten Glitch in den Naturgesetzen beliebige Dinge ohne nennenswerten Aufwand kopieren lassen, ist natürlich aus dem gleichen Grund physikalisch Unsinn. Dass dieser kostenlose Effekt dann natürlich für allen möglichen Quatsch benutzt wird - an erster Stelle Selbstbereicherung - ist so naheliegend, dass ich dafür ehrlich gesagt keine Geschichte brauche. Wieso die Handlung in Spanien spielt, verstehe ich auch nicht. Sind Spanier besonders gedankenlos in der Nutzung magiegleicher Technik? Wie auch immer - leider wird das Konzept nicht konsequent zu Ende gedacht, denn natürlich ist der Effekt auch eine Einladung an Attentäter (die einfach Gewehrkugeln ins Herz ihres Opfers kopieren können), Terroristen (Wasser in Stauseen kopieren und ganze Landstriche überschwemmen oder Erpresser (Kameras in Umkleidekabinen oder fremden Schlafzimmern kopieren). Dass der Autor dann noch eine Erläuterung an den Schluss setzen muss, ist ebenso eine unnütze "Kopie" wie der zweite Mond. Danke, haben wir auch so verstanden: Selbst erwachsene Menschen sind wie spielende Kinder. Auch schon gemerkt? ;-) Meine persönliche Einschätzung ist, dass kostenlose, allmächtige Magie nie ein gutes Handlungselement ist.

 

Die Illustration gefällt mir, da sie auch etwas verspielt ist.


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#153 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben Gestern, 13:13

Jacqueline Montemurri - Der letzte Vertrag
Vor dieser Geschichte würde ich den Hut ziehen, wenn ich einen hätte. Sie ist soureverän geschrieben, originell, spitzfindig (im positiven Sinn) und selbst im Nebengeschehen gut durchdacht (ich liebe den Sektenführer Haramaldin). Wie Worte Realität formen und speziell die Werbung versucht, genau das zu tun ... So!
Ich musste mich oft genug mit juristischen Texten auseinandersetzen, um den tiefsinnigen Humor erfassen zu können, zum Beispiel der Feigenblatt-Hinweis. Einzig den Schluss habe ich entweder nicht verstanden oder er widerstrebt meiner Vorliebe für Happy Endings. Möglich, dass ich etwas übersehe, und dass der Schluss tatsächlich folgerichtig ist. Ich denke nochmal drüber nach.
Die Illustration ist handwerklich und stilistisch von jener Professionalität, die wir von Alexander Preuss kennen.
Auf jeden Fall eines der Highlights der Ausgabe und schon auf meiner persönlichen KLP-Vorschlagsliste.


Zumindest hat die Autorin mit dem Schluss zwei Bälle aufgefangen, die sie anfangs vorbereitet hat, schon sehr angenehm professionell und souverän.
Ich kam mit dem Schluss also auch sehr gut klar.
Stimmt, tolle Geschichte, sehr originell!

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#154 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben Gestern, 17:05

Ja, hat sie, vor allem dieses Feigenblatt-Dings. Allerdings hieß es ursprünglich sinngemäß, es könne sein, dass man unvollständig übertragen wird (zitiert aus dem Kopf, sorry). Was aber geschieht, ist das Gegenteil: Alles bis auf die Brille verschwindet. Ist natürlich bisschen dramatischer, und auch okay  :happy:


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#155 Christian Hornstein

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Geschrieben Heute, 09:54

Eigentlich wollte ich auch nur meinen Respekt dir gegenüber damit ausdrücken, lieber Christian.

 
Vielen Dank!  :closedeyes: 



#156 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben Heute, 10:15

Ich habe mal zusammen getragen, wie die Texte und die dazu gehörigen Illustrationen der Jubiläumsbände auf mich gewirkt und was ich meine festgestellt zu haben.

Mein Fazit zu den Texten
gelungen:

  • Alle Texte sind grundsätzlich gut lesbar
  • 3 Mal stilistische Attraktivität durch Humor, Wortneuschöpfungen, Bildsprache
  • 1 Mal richtig gut gelungener Spannungsbogen

weniger gelungen:

  • 6 Mal fehlte mir die Originalität
  • 6 Mal schwächelnde Spannung durch zu starke Vorhersehbarkeit, schwache Motive und/oder unattraktive Unterbrechungen der Handlung
  • 6 Mal mangelnde Plausibilität sei es bzgl. der innerweltlichen Logik, fehlender Zusammenhänge und/oder der wissenschaftlichen Basis
  • 6 Mal schwache Hauptfiguren
  • 5 Mal zu lange Exposition
  • 2 Mal wurden prominente Handlungselemente nicht aufgelöst
  • 2 Mal Deus Ex Machina
  • 2 Mal schwaches Schöpfen aus dem SF-Genre (Geschichte hätte auch ohne SF funktioniert)
  • 2 Mal zu viel erzählen statt zu zeigen
  • 2 Mal schwache Metaphern / Bilder durch mangelnde Konsistenz oder Originalität
  • 1 Mal Ablenkung von Hauptfigur/Haupthandlung durch Perspektiveneffekte


Mein Fazit zu den Illustrationen
gelungen:

  • Alle Graphiken sind handwerklich überwiegend oder vollständig solide
  • Alle Graphiken sind grundsätzlich ansehnlich

weniger gelungen:

  • 5 Mal mangelnde Originalität durch generische Motive und/oder Symbolik
  • 4 Mal schwache Orchestrierung von Bildelementen
  • 3 Mal fehlte mir die Passung zum Text
  • 3 Mal fehlte mir die Ausdrucksstärke / das dramaturgische Moment
  • 1 Mal unzureichende Farbanpassungen

Was mir auffällt ist, dass ich häufig die Originalität vermisst habe, sowohl bei den Texten als auch bei den Illustrationen. Bei den Texten fehlte es mir ebenfalls oft an Spannung, was zum Teil auch an der Zeichnung der Hauptfiguren samt ihrer Motive lag, und an der Plausibilität. All das habe ich auch schon bei früheren deutschen SF-Kurzgeschichten gemeint zu bemerken. Interessant ist dabei, dass dies auch Texte von Autoren betraf, die durch ihre Romane bewiesen haben, dass sie es auch ganz anders können. Ich schließe daraus, dass wir deutschen SF-Schaffende im Bereich der Kurzprosa nachlässig sind. Das sollten wir nicht sein. Warum tun wir das? Heben wir uns die richtig guten Ideen und Mühen für unsere Romane auf, weil sie letztlich in Deutschland die einzig gültige Währung sind? Ich stelle das mal zur Diskussion.



#157 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben Heute, 10:26

Christian, deine Analysen suchen echt seinesgleichen. Ich bin sehr froh, dass du auf dieses forum gestoßen bist

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#158 Christian Hornstein

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Geschrieben Heute, 10:43

Christian, deine Analysen suchen echt seinesgleichen. Ich bin sehr froh, dass du auf dieses forum gestoßen bist

 
Vielen Dank!  :closedeyes: 

Jetzt würde mich aber auch Deine Meinung zu der von mir aufgeworfenen Frage interessieren. Gerade Du kennst Dich ja mit Kurzgeschichten und unserer Szene aus wie nur wenige es tun.



#159 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben Heute, 10:52

Ich vertage dad etwas, da ich noch bis Montag fern des Laptops bin (und auch zu wenige deutschsprachige sf Romane gelesen habe seit 2023 und daher erst nachdenken muss).
(am Handy tippen ist nervig und baut zu viele Tippfehler und eine sehr eigenartige groß und klein Schreibung ein)

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#160 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben Heute, 11:26

Christian, könntest Du Deine Liste durch Aufzählen der jeweils gemeinten Texte konkretisieren, da es interessant wäre, das abzugleichen?

 

Der grundsätzliche Mangel an überzeugenden Darbietungen im Hinblick auf Originalität, Figuren, Spannungsaufbau oder auch Plausibilität ist ja wirklich nichts Neues. Gründe wurden vielfach diskutiert, oft genannt wird die These, dass man mit Kurzgeschichten kein Geld verdienen kann und deshalb die professionellen, erfahrenen Autoren keine schreiben. Bleiben ein paar Idealisten, von denen die besten das Handwerk eben seit Jahrzehnten kennen und bestenfalls mal für eine Veröffentlichung in der c't monetäre Anerkennung erhalten, ansonsten aber anderen, lohnenswerteren Tätigkeiten nachgehen (ich zum Beispiel). Und eben einige, die gehobene Qualität anscheinend leider nicht immer erreichen. Ich fürchte, weder diese Überlegungen noch die sich in schöner Regelmäßigkeit wiederholenden Beobachtungen geben zu großer Hoffnung Anlass. Letztlich führen die Herausgeber eine Auswahl durch anhand ihrer eigenen Maßstäbe. Die Aussage, dass man vor lauter Spitzenbeiträge eine Doppelausgabe bringen musste, klingt angesichts vieler Beurteilungen etwas seltsam. Ob meine beiden abgelehnten Geschichten bessere Kritiken erhalten hätten, werden wir nie erfahren.

 

Uwe Hermann - Die Wirklichkeit der anderen

Eine tolle Prämisse, die vielleicht nicht ganz neu ist, aber aus der ein Uwe Hermann immer eine lesenswerte Geschichte macht. Anfangs fühlen wir uns wie in einem Game-Level, das auch Tür-Attrappen enthält, die nur als Ausschmückung vorhanden sind. Kennt man unter anderem aus GTA. Dass eine an sich frei erkundbare Welt solche Sackgassen enthält, wundert keinen Gamer, aber als echte Figur steht man nachvollziehbar etwas verzweifelt da. Leichter Widerspruch ist für mich die versteckte Tür zum Treppenhaus. Wenn auf alles andere aus Effizienzgründen verzichtet wurde, ist die Frage, warum so etwas existiert, und dann auch noch schlecht versteckt. Ein Glitch? Vielleicht. Denn natürlich ist die Firmen-KI nicht unfehlbar. Merken wir auch daran, dass sie den Grund für die Dysfunktion des roten Knopfs kennt - aber statt den Mitarbeitenden die passende Info sauber zu kommunizieren, unterbleibt dies, so dass sich die Menschen logischerweise auf Ursachenforschung begeben. Unvernünftig  vielleicht von der KI - aber ansonsten hätte die Geschichte ja auch nicht funktioniert ;-)

Die Auflösung ist natürlich cool, funktioniert für mich aber nur so halb, denn wieso sollten künstliche Arbeiter einen Wunsch nach Freiheit einprogrammiert bekommen, vor allem dann, wenn sie die nie bekommen können. Das ist ein Widerspruch in sich - aber nun ja, weder Menschen sind perfekt noch die von Menschen geschaffenen KIs, insofern ist eben auch Vera nicht fehlerfrei, was sie fast sympathisch machen würde, wenn sie keine Metapher für einen ausbeuterischen Arbeitgeber wäre. Übrigens: Dass die KI ausgerechnet Vera heißt, also "die Wahre", ist sicher einer dieser versteckten Gags von Uwe. Ich seh förmlich sein Grinsen, als er sich das überlegt hat...

 

Ganz tolle Illustration, super stimmungsvoll aufgrund des monochromen Stils. Eine der besten in beiden Bänden, finde ich.

 

 

Andreas Eschbach - Wichtige Anmerkung für Benutzer der Wirklichkeit

Christian, ist das einer der Beiträge mit zu langer Exposition? ;-)  Die ersten anderthalb Seiten erklären einmal komplett virtuelle Realität, als hätten durchschnittliche Exodus-Leser keine Ahnung, was das ist. Es gibt keine direkte Handlung, böswillig könnte man es als großen Infodump bezeichnen. Zum Glück schafft Eschbach es, mit professionellem Schreibstil nicht zu langweilig werden zu lassen. Die Schlusspointe ist denn auch ordentlich angebracht - allerdings schon seit der ersten Zeile erwartbar. Also eine runde Geschichte, aber inhaltlich eine, die man so oder ähnlich schon zigmal gelesen hat.

 

Die Illustration ist eine ordentlich gemachte, schön bunte Collage, die auf mich keine besondere Wirkung hat.

 

Damit bin ich mit den Geschichten glaube ich durch. Eine Abschlusswertung kann ich nicht schreiben, ohne mich noch unbeliebter zu machen als ich bin und mäßige Laune zu bekommen, daher verzichte ich.


Bearbeitet von Uwe Post, Heute, 11:48.

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#161 Rezensionsnerdista

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Geschrieben Heute, 11:42

Uwe, deine beiden Texte erscheinen dann doch sicher woanders?

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#162 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben Heute, 11:50

Derzeit liegen sie in der Schublade. Mich proaktiv bei Ausschreibungen zu bewerben, dazu fehlt mir ehrlich gesagt die Energie; zu Anthos explizit eingeladen wurde ich schon länger nicht mehr (letzte war Caprice, wo ich dankend abgelehnt habe), und ob die Texte reinpassen würden, ist ja noch eine ganz andere Frage. Außerdem kann es sein, dass sie wirklich nicht gut sind :blush:  Vielleicht mache ich irgendwann mal wieder eine Kurzgeschichtensammlung. Aber da die sich nahe Null verkaufen, hat das auch keine hohe Prio.


Bearbeitet von Uwe Post, Heute, 13:08.

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#163 Gray

Gray

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Geschrieben Heute, 13:56

Das klingt so traurig wie es ist. Ich lese immer noch gern die Jeschke-Anthologien und finde es interessant, wie stark die Stories jeweils den Zeitgeist spiegeln - die guten wie die schlechten. Zu kämpfen hatten die Stories aber wohl schon immer. Jetzt auch noch Exodus weg... Da ich das nicht so genau verfolgt habe, aber es mich interessiert: Hat es eigentlich mal einen (deutschsprachigen) Versuch gegeben, ein Online-Portal für Stories zu erstellen? Ich weiß, es kostet, es erfordert wahnsinnig Arbeit und die Anzahl der Lesenden wird nicht höher. Aber ich habe so etwas im fremdsprachigen Raum erlebt, die haben es ganz gut aufgesetzt, man konnte unterschiedliche Bezahlmodelle wählen, Spenden waren möglich. Trotzdem war es nach weniger als einem Jahr weg. Aber vielleicht habt ihr ja ein besseres Beispiel?


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#164 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben Heute, 14:03

Mir kommt es so vor, als hätten wir diese Diskussion schon vor zwei Monaten gehabt, mit dem Ergebnis, dass außer Uwe und mir niemand bereit war, Zeit in einen Podcast zu stecken, um Kurzgeschichten zu fördern.

Machen wir doch lieber das, was wir hier gerade machen :ausführliche Lesezirkel mit viel Feedback und Austausch (zeitgleich passiert ähnliches mit den dsfp nominierten Kurzgeschichten).

Ich bin überzeugt davor, dass es genügend Möglichkeiten gibt, Kurzgeschichten unterzubringen, nur sie werden meistens zu selten gelesen und erst recht nicht rezensiert.

Wenn du Exodus weg ist, was lesen wir dann?

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#165 Gray

Gray

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Geschrieben Heute, 14:10

Sorry, war wirklich nur eine Infoabfrage - nicht als Anregung gemeint. Ich war neugierig, weil ich dem sehr unregelmäßig folge und es wirklich nicht wusste. Auf dem Elstercon gibt es da unter den Fans immer sehr viele Diskussionen und ich wollte mal wissen, wie so der Stand ist. Danke


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#166 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben Heute, 14:23

Wir haben das mal auf deutsche-science-fiction.de gemacht, unter "Kurzgeschichten" kann man (wenn man weit runter scrollt) noch einige finden.

Mal abgesehen von dem Aufwand für die Herausgeber:

Du bekommst als Autorx seltenst Feedback und ob Leser bereit wären, dafür zu zahlen (so viel, dass man ein relevantes Honorar zahlen könnte) wage ich zu bezweifeln. Und heutzutage hast Du etwa 50% Bots auf den Webseiten und weißt nichtmal, wer die Geschichten überhaupt liest oder ob sie nur angeklickt und wieder weggeklickt werden. Letztlich ist dergleichen für alle Beteiligten unbefriedigend, insbesondere in Zeiten, wo das gute alte Internet den Abflug macht. Man ist nur in den social media Apps unterwegs oder quatscht mit LLMs oder googelt und bekommt dort KI-generierte Dummy-Seiten präsentiert. 

Daher auch die Idee mit dem Podcast. Aber auch da gilt: Finde mal Leute, die sich (dauerhaft) die Arbeit machen.

Hinzu kommt: Die Qualität der Einsendungen ist oft eher so mittel, meiner Erfahrung nach. Ein Henne-Ei-Problem: Erst brauchst du eine gute Veröffentlichugnsplattform, bevor die Profis bereit sind, was dafür zu produzieren, aber bis dahin ist die Plattform schon wieder tot. Aber wir schweifen ab, ich verweise mal lieber auf diverse Fäden in der Autorenwerkstatt zu diesem Thema und schwenke dann das böse Schild, um zurück zum Thema EXODUS zu kommen:

:offtopic:


Bearbeitet von Uwe Post, Heute, 14:27.

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#167 Gray

Gray

    Ufonaut

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Geschrieben Heute, 14:41

Wir haben das mal auf deutsche-science-fiction.de gemacht, unter "Kurzgeschichten" kann man (wenn man weit runter scrollt) noch einige finden.

Mal abgesehen von dem Aufwand für die Herausgeber:

Du bekommst als Autorx seltenst Feedback und ob Leser bereit wären, dafür zu zahlen (so viel, dass man ein relevantes Honorar zahlen könnte) wage ich zu bezweifeln. Und heutzutage hast Du etwa 50% Bots auf den Webseiten und weißt nichtmal, wer die Geschichten überhaupt liest oder ob sie nur angeklickt und wieder weggeklickt werden. Letztlich ist dergleichen für alle Beteiligten unbefriedigend, insbesondere in Zeiten, wo das gute alte Internet den Abflug macht. Man ist nur in den social media Apps unterwegs oder quatscht mit LLMs oder googelt und bekommt dort KI-generierte Dummy-Seiten präsentiert. 

Daher auch die Idee mit dem Podcast. Aber auch da gilt: Finde mal Leute, die sich (dauerhaft) die Arbeit machen.

Hinzu kommt: Die Qualität der Einsendungen ist oft eher so mittel, meiner Erfahrung nach. Ein Henne-Ei-Problem: Erst brauchst du eine gute Veröffentlichugnsplattform, bevor die Profis bereit sind, was dafür zu produzieren, aber bis dahin ist die Plattform schon wieder tot. Aber wir schweifen ab, ich verweise mal lieber auf diverse Fäden in der Autorenwerkstatt zu diesem Thema und schwenke dann das böse Schild, um zurück zum Thema EXODUS zu kommen:

:offtopic:

Sorry (und danke)


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#168 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben Heute, 15:09

 

Übrigens: Dass die KI ausgerechnet Vera heißt, also "die Wahre", ist sicher einer dieser versteckten Gags von Uwe. Ich seh förmlich sein Grinsen, als er sich das überlegt hat...

 

Gut geraten. :-)



#169 Uwe Post

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Geschrieben Heute, 16:22

Ich kenn Dich doch  :bighlaugh:


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