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Die Zeiten überdauern


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8 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben Heute, 17:41

Die Schriftstellerei, gerade in der Nische, in kleinen Auflagen, da ist man nicht nur einem kleinen Kreis bekannt, sondern die begrenzte Auflage der Bücher, in denen man mit einem Text veröffentlicht ist, wird irgendwann schwer auffindbar sein.

Onlineveröffentlichungen verschwinden fast ebenso (es sei denn, man will sie verschwinden lassen  :bighlaugh: ). Raubkopierte E-Books sind zwar generell ein Ärgernis, ob die aber wenigstens in der Hinsicht brauchbar sind, darf man ebenfalls anzweifeln.

 

Also, wie seht ihr das, bezüglich der Auffindbarkeit eurer Texte im Jahr 2076 oder 2126. Findet man die noch, ist euch das egal oder versucht ihr irgendwie noch zu Lebzeiten dafür zu sorgen, und wenn ja wie, die Zeiten zu überdauern um damit unsterblich zu werden. ^_^ Oder zumindest theoretisch auffindbar.



#2 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben Heute, 17:56

Man könnte ein Exemplar an die DNB schicken.


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#3 Ulrich

Ulrich

    Temponaut

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Geschrieben vor 56 Minuten

Bücher als Pflichtexemplare an die Landesbibliothek und (wie bereits erwähnt) an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB).

#4 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Temponaut

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Geschrieben vor 54 Minuten

Wie es sich gehört, wandern zwei Exemplare einer neuen „Weltenportal“-Ausgabe zur DNB. Zusätzlich schicke ich ein Exemplar an das Deutsche Literaturarchiv Marbach. (Die haben tatsächlich von sich aus angefragt).
Theoretisch könnte auch die Phantastische Bibliothek ein kostenloses Exemplar erhalten, aber da ignoriert man mich aus unerfindlichen Gründen …
Einem weiteren Archivprojekt, wenn es mich überzeugt, wäre ich auch nicht abgeneigt.

Generell mache ich mir um mein publizistisches und literarisches Nachleben keine Gedanken. Sollte ich etwas von Bedeutung schaffen - und wir diesen Planeten über die nächsten Jahrzehnte hinaus für uns lebensfreundlich erhalten können - wird es schon irgendjemand wieder veröffentlichen.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:"Die Haarteppichknüpfer" (Andreas Eschbach) (Reread)
  • (Buch) als nächstes geplant:"Der Tempel am Ende der Zeit" (Sven Haupt), "Stille Erde" (Hans Jürgen Kugler)

#5 Stahlelefant

Stahlelefant

    Infonaut

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Geschrieben vor 47 Minuten

Die Flash-Fiction-Geschichten von neulich sind im Internet Archive gespeichert https://web.archive....bis-300-wörter/

Wenn das ewig hält, dann halten auch die Geschichten ewig :)


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#6 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben vor 44 Minuten

Generell mache ich mir um mein publizistisches und literarisches Nachleben keine Gedanken. Sollte ich etwas von Bedeutung schaffen - und wir diesen Planeten über die nächsten Jahrzehnte hinaus für uns lebensfreundlich erhalten können - wird es schon irgendjemand wieder veröffentlichen.

 

Dafür muss er den Text ja erstmal entdecken. Ob die Person da auf die von dir genannten Bibliotheken zurück greift?


Bearbeitet von Mammut, vor 42 Minuten.


#7 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben vor 38 Minuten

Die Flash-Fiction-Geschichten von neulich sind im Internet Archive gespeichert https://web.archive....bis-300-wörter/

Wenn das ewig hält, dann halten auch die Geschichten ewig :)

 

Das Horror-Forum z-B. ist weg und nicht mehr findbar. Wer weiß wie das in 50 Jahren mit dem Scifinet ist.



#8 Fermentarius

Fermentarius

    Cybernaut

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Geschrieben vor 15 Minuten

Irgendjemand meinte mal, dass unsere Zeit für spätere Historiker als dunkles Zeitalter gelten könnte, ein Zeitalter, aus dem kaum Dokumente oder Schriften überliefert sind. Verglichen mit Steintafeln, ägyptischen Papyri und selbst alten Büchern halten digitale Speicher nicht besonders lange. Wer noch zwanzig alte Archive auf Disketten hat, wird schon jetzt Probleme haben, sie umzukopieren. Alte Musik-CDs sind jetzt schon teilweise unbrauchbar. Wer vor 20 Jahren Videos gedreht hat, sollte sie bald umkopieren, denn weder die Magnetisierung noch das Material halten ewig. Es gibt ein Museum für Computerspiele, das nicht nur die Spiele sondern auch die Hardware archivieren muss. Manche Spiele laufen einfach nur auf dem Commodore 64 oder dem Atari 260. 

Sollte die Zivilisation irgendwann mal zusammenbrechen, und sich erst nach 100 Jahren berappeln, dann sich fast alle digital gespeicherten Inhalte zerfallen, abgesehen von der Frage, ob man die Speicherformate noch rekonstruieren kann. Also: Man möge sich keine Sorgen um die Unsterblichkeit der Literatur machen: sie ist unweigerlich zum Vergessen verurteilt. Selbst von den Werken der griechischen und römischen Antike sind mehr als 99 Prozent verschwunden. in der deutschen Wikipedia gibt es einen sehr lesenswerten Artikel dazu. In meinem Buch "Offline! - Der Kollaps der globalen digitalen Zivilisation" habe ich das Thema auch sehr ausführlich und detailliert behandelt. 


  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig

#9 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben vor 13 Minuten

"Überdauern" sollte vielleicht nicht nur aus der Perspektive der Autorin/in sondern auch andersherum, von den Lesern her betrachtet werden.

Für normalsterbliche
Leser*innen sind die Pflichtausgaben in DNB oder Landesbibliotheken ja eher keine Option. Das ist eher was für Studierende, Forscher oder Journalist/innen, die mehr Energie aufwenden.

Die wichtigen Exemplare sind die in den regulären Bibliotheken und die verschwinden leider über kurz oder lang. Entweder geht das Exemplar kaputt oder die Bibliothek wird aufgelöst.

In meinem Sammelgebiet seh ich das Problem als sehr gravierend an. Die ostdeutschen Scifi-Autoren hat vor der Wende riesige Auflagen. Das Zeug gibts heute für geringe Eurobeträge im Antiquariat oder kostenlos im Bücherschrank.

Aber einige wenige Autor*innen haben in den 90ern und 2000ern in winzigen Miniauflagen, entweder im Selbstverlag oder in kleinsten Fanverlagen ihre Bücher weiter veröffentlicht. Diese Dinger sind heute leider fast nirgendwo zu bekommen. Mit Glück hat irgendwo irgendwer einen Stapel Restexemplare aber eigentlich sibd die Titel komplett verschwunden. Print on demand gab es damals noch nicht. Und eBooks auch nicht.

Von daher bin ich total froh, wenn doch mal wer irgendwo ein E-Book in einem Shop einstellt. Denn der Interessentenkreis dürfte super klein sein, Print würde sich in keinem Fall lohnen.

Oft stellen die Leute ihre Aktivitäten dann auch ein und sind nicht mehr erreichbar. Da ist so ein Amazon-E-Book manchmal die letzte Chance.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer


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