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Die Zeiten überdauern


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30 Antworten in diesem Thema

#1 Mammut

Mammut

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Geschrieben 09 August 2026 - 17:41

Die Schriftstellerei, gerade in der Nische, in kleinen Auflagen, da ist man nicht nur einem kleinen Kreis bekannt, sondern die begrenzte Auflage der Bücher, in denen man mit einem Text veröffentlicht ist, wird irgendwann schwer auffindbar sein.

Onlineveröffentlichungen verschwinden fast ebenso (es sei denn, man will sie verschwinden lassen  :bighlaugh: ). Raubkopierte E-Books sind zwar generell ein Ärgernis, ob die aber wenigstens in der Hinsicht brauchbar sind, darf man ebenfalls anzweifeln.

 

Also, wie seht ihr das, bezüglich der Auffindbarkeit eurer Texte im Jahr 2076 oder 2126. Findet man die noch, ist euch das egal oder versucht ihr irgendwie noch zu Lebzeiten dafür zu sorgen, und wenn ja wie, die Zeiten zu überdauern um damit unsterblich zu werden. ^_^ Oder zumindest theoretisch auffindbar.



#2 Stahlelefant

Stahlelefant

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Geschrieben 09 August 2026 - 17:56

Man könnte ein Exemplar an die DNB schicken.


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#3 Ulrich

Ulrich

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:02

Bücher als Pflichtexemplare an die Landesbibliothek und (wie bereits erwähnt) an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB).

#4 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:03

Wie es sich gehört, wandern zwei Exemplare einer neuen „Weltenportal“-Ausgabe zur DNB. Zusätzlich schicke ich ein Exemplar an das Deutsche Literaturarchiv Marbach. (Die haben tatsächlich von sich aus angefragt).
Theoretisch könnte auch die Phantastische Bibliothek ein kostenloses Exemplar erhalten, aber da ignoriert man mich aus unerfindlichen Gründen …
Einem weiteren Archivprojekt, wenn es mich überzeugt, wäre ich auch nicht abgeneigt.

Generell mache ich mir um mein publizistisches und literarisches Nachleben keine Gedanken. Sollte ich etwas von Bedeutung schaffen - und wir diesen Planeten über die nächsten Jahrzehnte hinaus für uns lebensfreundlich erhalten können - wird es schon irgendjemand wieder veröffentlichen.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:"Die Haarteppichknüpfer" (Andreas Eschbach) (Reread)
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#5 Stahlelefant

Stahlelefant

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:11

Die Flash-Fiction-Geschichten von neulich sind im Internet Archive gespeichert https://web.archive....bis-300-wörter/

Wenn das ewig hält, dann halten auch die Geschichten ewig :)


Nautron respoc lorni virch.

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#6 Mammut

Mammut

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:13

Generell mache ich mir um mein publizistisches und literarisches Nachleben keine Gedanken. Sollte ich etwas von Bedeutung schaffen - und wir diesen Planeten über die nächsten Jahrzehnte hinaus für uns lebensfreundlich erhalten können - wird es schon irgendjemand wieder veröffentlichen.

 

Dafür muss er den Text ja erstmal entdecken. Ob die Person da auf die von dir genannten Bibliotheken zurück greift?


Bearbeitet von Mammut, 09 August 2026 - 18:16.


#7 Mammut

Mammut

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:20

Die Flash-Fiction-Geschichten von neulich sind im Internet Archive gespeichert https://web.archive....bis-300-wörter/

Wenn das ewig hält, dann halten auch die Geschichten ewig :)

 

Das Horror-Forum z-B. ist weg und nicht mehr findbar. Wer weiß wie das in 50 Jahren mit dem Scifinet ist.



#8 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:42

Irgendjemand meinte mal, dass unsere Zeit für spätere Historiker als dunkles Zeitalter gelten könnte, ein Zeitalter, aus dem kaum Dokumente oder Schriften überliefert sind. Verglichen mit Steintafeln, ägyptischen Papyri und selbst alten Büchern halten digitale Speicher nicht besonders lange. Wer noch zwanzig alte Archive auf Disketten hat, wird schon jetzt Probleme haben, sie umzukopieren. Alte Musik-CDs sind jetzt schon teilweise unbrauchbar. Wer vor 20 Jahren Videos gedreht hat, sollte sie bald umkopieren, denn weder die Magnetisierung noch das Material halten ewig. Es gibt ein Museum für Computerspiele, das nicht nur die Spiele sondern auch die Hardware archivieren muss. Manche Spiele laufen einfach nur auf dem Commodore 64 oder dem Atari 260. 

Sollte die Zivilisation irgendwann mal zusammenbrechen, und sich erst nach 100 Jahren berappeln, dann sich fast alle digital gespeicherten Inhalte zerfallen, abgesehen von der Frage, ob man die Speicherformate noch rekonstruieren kann. Also: Man möge sich keine Sorgen um die Unsterblichkeit der Literatur machen: sie ist unweigerlich zum Vergessen verurteilt. Selbst von den Werken der griechischen und römischen Antike sind mehr als 99 Prozent verschwunden. in der deutschen Wikipedia gibt es einen sehr lesenswerten Artikel dazu. In meinem Buch "Offline! - Der Kollaps der globalen digitalen Zivilisation" habe ich das Thema auch sehr ausführlich und detailliert behandelt. 


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#9 Stephan

Stephan

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Geschrieben 09 August 2026 - 18:44

"Überdauern" sollte vielleicht nicht nur aus der Perspektive der Autorin/in sondern auch andersherum, von den Lesern her betrachtet werden.

Für normalsterbliche
Leser*innen sind die Pflichtausgaben in DNB oder Landesbibliotheken ja eher keine Option. Das ist eher was für Studierende, Forscher oder Journalist/innen, die mehr Energie aufwenden.

Die wichtigen Exemplare sind die in den regulären Bibliotheken und die verschwinden leider über kurz oder lang. Entweder geht das Exemplar kaputt oder die Bibliothek wird aufgelöst.

In meinem Sammelgebiet seh ich das Problem als sehr gravierend an. Die ostdeutschen Scifi-Autoren hat vor der Wende riesige Auflagen. Das Zeug gibts heute für geringe Eurobeträge im Antiquariat oder kostenlos im Bücherschrank.

Aber einige wenige Autor*innen haben in den 90ern und 2000ern in winzigen Miniauflagen, entweder im Selbstverlag oder in kleinsten Fanverlagen ihre Bücher weiter veröffentlicht. Diese Dinger sind heute leider fast nirgendwo zu bekommen. Mit Glück hat irgendwo irgendwer einen Stapel Restexemplare aber eigentlich sibd die Titel komplett verschwunden. Print on demand gab es damals noch nicht. Und eBooks auch nicht.

Von daher bin ich total froh, wenn doch mal wer irgendwo ein E-Book in einem Shop einstellt. Denn der Interessentenkreis dürfte super klein sein, Print würde sich in keinem Fall lohnen.

Oft stellen die Leute ihre Aktivitäten dann auch ein und sind nicht mehr erreichbar. Da ist so ein Amazon-E-Book manchmal die letzte Chance.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
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#10 ChristophGrimm

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Geschrieben 09 August 2026 - 19:05

Dafür muss er den Text ja erstmal entdecken. Ob die Person da auf die von dir genannten Bibliotheken zurück greift?


Vermutlich nicht, wenn es nicht gerade zu Recherchezwecken für ein Projekt wäre.
Es gibt da eine Seite, auf der zig uralte Fanzines als Scans vorliegen - das würde ich nach einer gewissen Zeit für „Weltenportal“ in Betracht ziehen. (Wobei ich hier auch die rechtliche Situation kritisch betrachte. Ich bezweifle stark, dass jeder und jede, dessen Schriften öffentlich zugänglich gemacht wurden, gemeinfrei ist oder das Einverständnis gab. Es stört sich wohl nur niemand daran - oder alle Beteiligten der alten Zines sind bereits verstorben und die Nachkommen wissen nichts davon.).

Meine „Lösung“, wenn einem das literarische Nachleben wichtig ist, wäre die Streuung, also bspw. bei Romanen und KG noch zu Lebzeiten für Wiederveröffentlichungen zu sorgen, den Text online zu stellen, als andere Kunstform (Hörbuch, Comic, Film) adaptieren lassen usw. usf.

Um mal ein schönes Beispiel zu bringen. Yvonne hat mit „Nano Godt“ den KLP abgeräumt - das ist vermutlich alleine schon aus diesem Grund der derzeit „wichtigste“ Text, der erhalten werden sollte. Nach aktuellem Stand liegt dieser Text aber nur rund 250 Mal in gedruckter Form vor - nämlich im fast ausverkauften „Weltenportal Nr. 6“ und der „Weltenportal Vol. I“ Anthologie.
Gerade wegen den geringen Auflagen blockiere ich ja keinen Text, sondern - bitte - nur darum, einer Ausgabe ein bisschen Zeit zu geben, bevor der Text wieder an anderer Stelle erscheint.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
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#11 Mammut

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Geschrieben 09 August 2026 - 20:11

Aber einige wenige Autor*innen haben in den 90ern und 2000ern in winzigen Miniauflagen, entweder im Selbstverlag oder in kleinsten Fanverlagen ihre Bücher weiter veröffentlicht. Diese Dinger sind heute leider fast nirgendwo zu bekommen. Mit Glück hat irgendwo irgendwer einen Stapel Restexemplare aber eigentlich sibd die Titel komplett verschwunden. Print on demand gab es damals noch nicht. Und eBooks auch nicht.

 

Ja, das Problem kenne ich auch. Selbst in den 10er Jahren sind Bücher erschienen, die man heute beim besten Willen nicht mehr auftreibt. Es braucht schon eine Fanbase, damit auch kleine Auflagen zumindest noch existent sind. Die bewahren die Exemplare oft, allerdings ist die Frage, was nach dem Ableben des jeweiligen Fan mit der Sammlung passiert. Und als Autor muss man ja erstmal in so ein Sammelgebiet fallen. 

Ich stell mir vor, jemandem fällt eine alte Ausgabe der AN oder phantastisch! in die Hand und er findet da eine Rezension, aber das Buch lässt sich nicht auffinden.


Um mal ein schönes Beispiel zu bringen. Yvonne hat mit „Nano Godt“ den KLP abgeräumt - das ist vermutlich alleine schon aus diesem Grund der derzeit „wichtigste“ Text, der erhalten werden sollte. Nach aktuellem Stand liegt dieser Text aber nur rund 250 Mal in gedruckter Form vor - nämlich im fast ausverkauften „Weltenportal Nr. 6“ und der „Weltenportal Vol. I“ Anthologie.
Gerade wegen den geringen Auflagen blockiere ich ja keinen Text, sondern - bitte - nur darum, einer Ausgabe ein bisschen Zeit zu geben, bevor der Text wieder an anderer Stelle erscheint.

 

Interessanterweise schließen viele Hrsg. schon veröffentlichte Texte aus. Denke, der Drang nach der Originalveröffentlichung ist beim Kunden doch stärker vorhanden als man es erwarten würde. Obwohl der potenzielle Leser die Geschichte eventuell gar nicht kennt.

 

Ich hatte 2011 viele meiner Texte dank kdp/Create Space in eigenen Sammlungen herausgegeben, auch aus dem Grund. Und bei "Samen der Veränderung" hatte ich schon überlegt, wie ich die rette, aber für den Moment hast du das ja in die Hand genommen.


Bearbeitet von Mammut, 09 August 2026 - 20:18.


#12 Mammut

Mammut

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Geschrieben 09 August 2026 - 20:39

Irgendjemand meinte mal, dass unsere Zeit für spätere Historiker als dunkles Zeitalter gelten könnte, ein Zeitalter, aus dem kaum Dokumente oder Schriften überliefert sind. Verglichen mit Steintafeln, ägyptischen Papyri und selbst alten Büchern halten digitale Speicher nicht besonders lange. Wer noch zwanzig alte Archive auf Disketten hat, wird schon jetzt Probleme haben, sie umzukopieren. Alte Musik-CDs sind jetzt schon teilweise unbrauchbar. Wer vor 20 Jahren Videos gedreht hat, sollte sie bald umkopieren, denn weder die Magnetisierung noch das Material halten ewig. Es gibt ein Museum für Computerspiele, das nicht nur die Spiele sondern auch die Hardware archivieren muss. Manche Spiele laufen einfach nur auf dem Commodore 64 oder dem Atari 260. 

Sollte die Zivilisation irgendwann mal zusammenbrechen, und sich erst nach 100 Jahren berappeln, dann sich fast alle digital gespeicherten Inhalte zerfallen, abgesehen von der Frage, ob man die Speicherformate noch rekonstruieren kann. Also: Man möge sich keine Sorgen um die Unsterblichkeit der Literatur machen: sie ist unweigerlich zum Vergessen verurteilt. Selbst von den Werken der griechischen und römischen Antike sind mehr als 99 Prozent verschwunden. in der deutschen Wikipedia gibt es einen sehr lesenswerten Artikel dazu. In meinem Buch "Offline! - Der Kollaps der globalen digitalen Zivilisation" habe ich das Thema auch sehr ausführlich und detailliert behandelt. 

 

Ich habe mal recherchiert. Ich finde diese Beispiele sind schon beeindruckend für langlebige Literatur:

1. Der erste Roman der Weltgeschichte (Weltweit): Genji Monogatari (Die Geschichte vom Prinzen Genji)

  • Entstehungszeit: Anfang des 11. Jahrhunderts (ca. 1008–1021 n. Chr.)

  • Autorin: Murasaki Shikibu (Japan)

  • Status: Das Werk gilt weltweit als erster moderner Prosa-Roman überhaupt. Seit über 1.000 Jahren wurde die Erzählung zunächst als Handschrift kopiert und vervielfältigt, später im Blockdruck verlegt und ist seitdem ununterbrochen auf dem japanischen sowie internationalen Buchmarkt erhältlich.

2. Der älteste ununterbrochen gedruckte moderne Roman: Don Quijote

  • Entstehungszeit: 1605 (Teil 1) / 1615 (Teil 2)

  • Autor: Miguel de Cervantes (Spanien)

  • Status: Misst man den Beginn des klassischen westlichen Buchmarktes ab der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, hält Don Quijote den Rekord. Der Text gilt als Begründer des modernen europäischen Romans und ist seit seinem ersten Erscheinen im Jahr 1605 ununterbrochen in Auflegungsreihen, Nachdrucken und Übersetzungen auf dem Markt vertreten.

3. Antike Fiktion, Epen und Fabeln (Vorformate des Romans)

Löst man sich vom Begriff des Romans und fasst den Begriff der Belletristik/Fiktion weiter (Epen und erzählende Dichtung), gibt es noch ältere Werke, die nie aus dem kulturellen Gedächtnis und der Abschrift- bzw. Drucktradition verschwunden sind:

  • Epen von Homer (Ilias und Odyssee): Entstanden im 8. Jahrhundert v. Chr. Sie wurden über zwei Jahrtausende handschriftlich überliefert und gehören seit den ersten Druckausgaben im 15. Jahrhundert (Inkunabeln) zu den ununterbrochen aufgelegten Klassikern der Weltliteratur.

  • Äsops Fabeln: Entstanden im 6. Jahrhundert v. Chr. als fiktionale Erzählungen und Fabeln, die seit der Antike ununterbrochen gesammelt, übersetzt und neu gedruckt werden.



#13 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 09 August 2026 - 20:50

Ich befürchte, dass niemand von uns hier Legendenstatus erreichen wird.

 

Und wenn wir sehen, wie vielleicht nicht ganz so prominente Autoren vor 50 Jahren heute noch aufzufinden sind/gesucht werden, sollte unser Fokus auf hier und heute ausgerichtet sein.


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 10 August 2026 - 12:31.

In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     


#14 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 09 August 2026 - 21:32

Je weiter man zurückgeht, desto weniger bleibt. Wenn man wiederentdeckte Erzählung einschließt, kann man noch weiter in die Vergangenheit blicken.

Nicht ununterbrochen bekannt, aber extrem alt (ca. 4000 Jahre) ist das Gilgamesch-Epos. Der König Gilgemesch von Uruk vollbringt darin große Heldentaten, ist aber zugleich ein unduldsamer und gefürchteter Herrscher. Nach dem Tod eines Freundes wird von der Angst vor dem eigenen Tod gepackt und sucht ein Kraut, das angeblich die Unsterblichkeit verheißt. Bei seiner Heldenreise findet er es tatsächlich, aber kurz vor der Rückkehr nach Uruk wird es ihm von einer Schlange gestohlen. Sie häutet sich, wird wieder jung und verschwindet. Ein auch nach heutigen Maßstäben perfekt konstruiertes Epos.

 

Ein uraltes ägyptisches Papyrus (ca. 1800 v. Chr.) erzählt vom Hofbeamten Sinuhe. Eigentlich ist es ein moderner Roman. Auch dieses Stück war aber nicht ununterbrochen bekannt. 

 

Ich befürchte, dass niemand von uns hier wird Legendenstatus erreichen.

 

Und wenn wir sehen, wie vielleicht nicht ganz so prominente Autoren vor 50 Jahren heute noch aufzufinden sind/gesucht werden, sollte unser Fokus auf hier und heute ausgerichtet sein.

 

Da kann ich dir nur Recht geben.
 


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#15 Ulrich

Ulrich

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Geschrieben 09 August 2026 - 21:36

Das Gilgamesch-Epos wurde erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und zum Glück konnte die Keilschrift entziffert werden.

 

Wir hatten mal den Thread zu einst erfolgreichen und nun (fast) vergessenen Autoren.



#16 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 10 August 2026 - 07:07

 

Ich habe mal recherchiert. Ich finde diese Beispiele sind schon beeindruckend für langlebige Literatur: (...)

 

Na ja, das sind ja nicht nur die Ausnahmen von der Regel, sondern fast schon Anomalien. Eine tröpfelnde Pipette ist nun wirklich nicht der Ozean, in dem sie aufgezogen wurde.

Ich fürchte, mehr als ein paar Jahrzehnte der Verbreitung kann selbst ein Umtriebiger mit höheren Auflagen nicht herausholen – warum, das haben Thomas und Stephan ja bereits gut ausgeführt. 

 

Ich schätze auch, dass es noch recht viele Texte der letzten hundert, zweihundert Jahre gibt, die verhältnismäßig gut zugänglich wären, aber an denen schlicht kein Interesse der Weiterverbreitung besteht. Weder von Verlagen/Hrsg. noch von Seiten des Publikums.   

Das, was bspw. der geschätzte Jens Arne Klingsöhr mit Elms & Oaks zu Tage fördert und in schmucken Bändchen sammelt, ist auch nur ein Pipettchen, das aufgrund der Verbindung zu Doyles Werk überhaupt erst aufgezogen wurde:    

Elms & Oaks | SHM – Das Sherlock Holmes Magazin

 

 

Interessanterweise schließen viele Hrsg. schon veröffentlichte Texte aus. Denke, der Drang nach der Originalveröffentlichung ist beim Kunden doch stärker vorhanden als man es erwarten würde. Obwohl der potenzielle Leser die Geschichte eventuell gar nicht kennt.

 

Wir hatten es ja auf dem Metropol Con darüber. Vermutlich schätzen die meisten Menschen den Blickwinkel der Gegenwart, während eine (deutlich) kleinere Gruppe über die Qualitäten eines Einzelwerkes hinaus, sich an Texten erfreut, die den Blickwinkel vergangener Jahrzehnte / Jahrhunderte zwischen den Zeilen wiedergibt. Nicht zuletzt deswegen lese ich gerne Charles Dickens.

 

Ich bleibe bei "Weltenportal" aber dabei, immer mal wieder eine bereits veröffentlichte Geschichte zu bringen, wenn sie mir zur Abrundung einer Ausgabe passend erscheint. (Auch – und irgendjemand stört sich jetzt sicher wieder an der folgenden Aussage – weil immer noch viel zu wenig, das mich überzeugt, bei mir eingereicht wird).

 

Sven Haupt hat mir seinen ersten kleinen Erfolg "Schwarze Nebel" (1. Platz Marburg-Award 2018) zur Wiederveröffentlichung in "Weltenportal Nr. 9" freigegeben. Wenn ich den Zahlen der mir bekannten Veröffentlichungsorte glauben darf – Auflage des Marburger Magazins für Phantastik und Svens kaum verbreiteter Anthologie "Der endlose Kreis" aus Mystic Verlag Zeiten –, *kann* diese Geschichte gar nicht mehr als 150 Menschen zugänglich sein. Im März 2027 wird die derzeitige Verbreitung also mehr als verdoppelt ^^. 

 

 

Ich befürchte, dass niemand von uns hier wird Legendenstatus erreichen.

 

Und wenn wir sehen, wie vielleicht nicht ganz so prominente Autoren vor 50 Jahren heute noch aufzufinden sind/gesucht werden, sollte unser Fokus auf hier und heute ausgerichtet sein.

 

"This", wie es in den sozialen Medien so schön heißt. Erfreuen wir uns lieber daran, wenn Texte / Herausgaben von uns in der Gegenwart Anklang finden :).


Bearbeitet von ChristophGrimm, 10 August 2026 - 07:08.

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#17 Mammut

Mammut

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Geschrieben 10 August 2026 - 07:17

Na ja, das sind ja nicht nur die Ausnahmen von der Regel, sondern fast schon Anomalien. Eine tröpfelnde Pipette ist nun wirklich nicht der Ozean, in dem sie aufgezogen wurde.

Ich fürchte, mehr als ein paar Jahrzehnte der Verbreitung kann selbst ein Umtriebiger mit höheren Auflagen nicht herausholen – warum, das haben Thomas und Stephan ja bereits gut ausgeführt. 

 

Für die Leser der Zukunft (bei uns Gegenwart) sind es ja die Neuauflagen, die entsprechende Werke wieder in den Vordergrund rücken.

Friedrich Kroner war mir zum Beispiel unbekannt, genauso die damals sehr verbreitete Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem

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#18 ShockWaveRider

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Geschrieben 10 August 2026 - 08:37

Dafür muss er den Text ja erstmal entdecken. Ob die Person da auf die von dir genannten Bibliotheken zurück greift?

 

Das geschieht offenbar öfter als vermutet. Öffentliche Bibliotheken haben den großen Vorteil, dass man hier kostenlos* Bücher entleihen kann.

Als Udo, Christian, Stefan und ich unser kleines, entlegenes Fanzine "!Xaver" veröffentlichten, gab es eine Anfrage der Bayerischen Staatsbibliothek, ob wir auch unser Belegexemplar brav abgeliefert hätten.

Offenbar hatte jemand dort angefragt, weil er es sich ausleihen wollte.

 

(BTW: Stefan hatte ordnungsgemäß das Pflichtexemplar eingereicht. Aber weil das anscheinend nicht mehr auffindbar war, haben wir der StaBi noch eins übereignet.)

 

Gruß

Ralf

 

*bis auf eine geringe Grundgebühr, die sich angesichts der aktuellen Buchpreise schnell amortisiert.


Bearbeitet von ShockWaveRider, 10 August 2026 - 08:38.

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#19 Mammut

Mammut

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Geschrieben 10 August 2026 - 09:00

Das geschieht offenbar öfter als vermutet. Öffentliche Bibliotheken haben den großen Vorteil, dass man hier kostenlos* Bücher entleihen kann.

Als Udo, Christian, Stefan und ich unser kleines, entlegenes Fanzine "!Xaver" veröffentlichten, gab es eine Anfrage der Bayerischen Staatsbibliothek, ob wir auch unser Belegexemplar brav abgeliefert hätten.

Offenbar hatte jemand dort angefragt, weil er es sich ausleihen wollte.

 

(BTW: Stefan hatte ordnungsgemäß das Pflichtexemplar eingereicht. Aber weil das anscheinend nicht mehr auffindbar war, haben wir der StaBi noch eins übereignet.)

 

Gruß

Ralf

 

*bis auf eine geringe Grundgebühr, die sich angesichts der aktuellen Buchpreise schnell amortisiert.

 

Hm. Ich dachte, die Pflichtexemplare wären für die jeweilige Bibliotheken für Archivzwecke und können dort auch eingesehen werden. Können die echt von jedem Bürger ausgeliehen werden?



#20 ShockWaveRider

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Geschrieben 10 August 2026 - 09:10

Hm. Ich dachte, die Pflichtexemplare wären für die jeweilige Bibliotheken für Archivzwecke und können dort auch eingesehen werden. Können die echt von jedem Bürger ausgeliehen werden?

 

Vermutlich meinte ich genau das. Jemand wollte Einsicht haben. Ich müsste den Brief nochmal raussuchen.

Was für mich wichtig war: Relativ kurz nach dem Erscheinen gab es eine Anfrage bei einer staatlichen Bibliothek.

 

Gruß

Ralf


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#21 ChristophGrimm

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Geschrieben 10 August 2026 - 09:58

Kurze Ergänzung zur DNB, da es mich aufgrund dieses Threads interessiert hat:

 

"Zweck der Erschließung, auch Katalogisierung genannt, ist das Ermöglichen des Findens und Identifizierens von Medienwerken für Leser*innen. Mit Hilfe der erschlossenen Daten, d.h. des Katalogisats, erhalten diese einen Zugang zu dem gesuchten Medienwerk und können es für die Lesesaalbenutzung in der Deutschen Nationalbibliothek bestellen. Da die Nationalbibliothek die zentrale Archivbibliothek Deutschlands ist, können Nutzer*innen die physischen Medienwerke nur in den Räumen der Bibliothek nutzen und nicht ausleihen."

 
Kurz: Lesen: Ja (nach Registrierung, Terminvereinbarung, Nutzungsgebühr), Ausleihen: Nein
 
Anfertigung von analogen Kopien oder die Überlassung digitaler Kopien sind mit Einschränkungen auch möglich:

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#22 Christian Hornstein

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Geschrieben 10 August 2026 - 10:39

Es wird schon allein aus Gründen begrenzter zeitlicher Ressourcen mit zunehmendem Umfang eines Archivs immer unwahrscheinlicher, dass eine nennenswerte Anzahl an Menschen sich mit einem bestimmten Werk aus der Vergangenheit befasst, wodurch es immer unbekannterer wird. Falls es in 1000 Jahren noch Menschen geben sollte, die sich für solche Medien interessieren, und immer fleißig archiviert wurde, wäre die Menge an Medien fast unaussprechlich groß (vor allem wenn auch noch alle KI-Produkte gespeichert werden).  ;)

 

Entweder werden nur ganz vereinzelt Werke gesucht und beachtet werden wegen eines bestimmten Alleinstellungsmerkmals, z.B. erstes Werk, dass xy aufweist, wobei xy alles mögliche sein könnte, auch solches, das wir heute als völlig banal oder abstrus ansehen würden, und/oder in dieser Zukunft sind es eher Maschinen, die in diesem Fundus wühlen und sich aufgrund ihrer erhöhten Verarbeitungskapazität an allem möglichen erfreuen werden.

 

Daher auch von mir, wie schon von Euch gefolgert und empfohlen: Carpe Diem.  B-)


Bearbeitet von Christian Hornstein, 10 August 2026 - 10:41.


#23 Mammut

Mammut

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Geschrieben 10 August 2026 - 11:22

Also, wie seht ihr das, bezüglich der Auffindbarkeit eurer Texte im Jahr 2076 oder 2126. Findet man die noch, ist euch das egal oder versucht ihr irgendwie noch zu Lebzeiten dafür zu sorgen, und wenn ja wie, die Zeiten zu überdauern um damit unsterblich zu werden. ^_^ Oder zumindest theoretisch auffindbar.

 

Um nochmal zum Ausgangspunkt zurück zu kommen: Das Jahr 2076 ist nicht in 1000 Jahren, sondern wahrscheinlich relativ kurz nach unserem Ableben.



#24 Stephan

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Geschrieben 10 August 2026 - 11:31

Ich würde ja nicht alle Zukunftsprognosen so Düster sehen wollen. Selbst wenn ich nicht weiß wie die Menschen in 100, 200 oder 300 Jahren lesen werden. Ob tief in Bunkern unter der Erde oder auf schwimmenden Städten auf dem Ozean? Oder ob sie überhaupt noch etwas lesen werden.

 

Im Hier und Heute kann man zumindest Sorge dafür tragen, dass in Zukunft zumindest die Möglichkeit besteht. Und klar, alle Texte, Genre und Bücher werden es sicherlich nicht schaffen.

 

Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja im Jahr 2226 eine Renaissance der klassischen Prä-KI-Science Fiction und die Leute werden sich die Finger danach lecken noch originale von Hand geschriebene Texte zu lesen? 

 

Vielleicht werden utopische Geschichten aus der Zeit vor dem Klimawandel noch ein richtig heißer Renner in der Zukunft? Wer weiß das schon?


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#25 FraRa

FraRa

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Geschrieben 11 August 2026 - 18:46

Die Frage ist, ob es in, sagen wir, 100 Jahren überhaupt noch Menschen gibt.

Eine KI (oder, wie wir gerade lernen, ihr Verbund) , welche Menschen zwangsläufig nur störend beim Denken findet, hat vielleicht mal ein effektives Virus rausgehauen.

Aber dann scannt sie eines Tage aus Langeweile rumliegende USB-Sticks und ist womöglich begeistert. 


Ich habe den Forenadmin darum gebeten, dieses Profil zu löschen.

  • (Buch) gerade am lesen:Tagebücher von Alan Rickman

#26 RolandsFarblood

RolandsFarblood

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Geschrieben 12 August 2026 - 17:45

Ich glaube, dass reine Archivierung und tatsächliche Auffindbarkeit zwei verschiedene Probleme sind.

Ein Text kann theoretisch perfekt erhalten sein und trotzdem praktisch verschwunden, weil in 50 Jahren niemand mehr weiß, dass er existiert.

Deshalb finde ich den Gedanken der Streuung interessant. Nicht nur mehrere Speicherorte, sondern auch unterschiedliche Formen: Print, PDF/E-Book, Bibliothek, vielleicht irgendwann Hörbuch oder eine andere Adaption. Jede neue Form schafft wieder einen anderen Zugang zum ursprünglichen Text.

Gleichzeitig ist vermutlich die größte Gefahr gar nicht der physische Verlust, sondern dass Formate, Plattformen und Links verschwinden. Eine gedruckte Ausgabe kann man nach 80 Jahren noch aus einem Regal ziehen. Bei einem Account oder Cloudspeicher reicht im schlechtesten Fall schon eine Geschäftsaufgabe oder eine nicht verlängerte Domain.

Ob daraus allerdings „Unsterblichkeit“ wird, wage ich zu bezweifeln. :-) Mir würde schon reichen, wenn jemand 2076 zufällig darüber stolpert und das Ding noch lesen kann.

 



#27 Mammut

Mammut

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Geschrieben 12 August 2026 - 18:03

 

Gleichzeitig ist vermutlich die größte Gefahr gar nicht der physische Verlust, sondern dass Formate, Plattformen und Links verschwinden. Eine gedruckte Ausgabe kann man nach 80 Jahren noch aus einem Regal ziehen. 

 

Da stellt sich natürlich die Frage, wenn heute ein Buch mit einer gedruckten Auflage von 100 Exemplaren erscheint, wie viele davon 2076 noch existieren und nicht in den Müll gelandet sind.



#28 Tse-Eh

Tse-Eh

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Geschrieben 16 August 2026 - 12:44

  • Epen von Homer (Ilias und Odyssee): Entstanden im 8. Jahrhundert v. Chr. Sie wurden über zwei Jahrtausende handschriftlich überliefert und gehören seit den ersten Druckausgaben im 15. Jahrhundert (Inkunabeln) zu den ununterbrochen aufgelegten Klassikern der Weltliteratur.

Wenn man diesem Video glauben darf, waren Ilias und Odyssee nur zwei Teile eines achtteiligen Werkes, und noch nicht einmal die besten: https://www.youtube....h?v=lg5XEEplzdM



#29 Stahlelefant

Stahlelefant

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Geschrieben 16 August 2026 - 12:47

Wenn man diesem Video glauben darf, waren Ilias und Odyssee nur zwei Teile eines achtteiligen Werkes, und noch nicht einmal die besten: https://www.youtube....h?v=lg5XEEplzdM

 

Das habe ich mal anders gelesen. Homer soll der epische Superstar gewesen sein, dessen Werke immer wieder kopiert wurden, während man die anderen Teile des Kyklos als viel weniger gelungen ansah … so dass sie weniger im Umlauf waren und bis auf wenige Zitate, die in bestimmten Schriften auftauchen, verlorengingen.


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#30 Gerd

Gerd

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Geschrieben 17 August 2026 - 22:16

Wenn man diesem Video glauben darf, waren Ilias und Odyssee nur zwei Teile eines achtteiligen Werkes, und noch nicht einmal die besten: https://www.youtube....h?v=lg5XEEplzdM

Die Frage ist, warum sollte man das tun?


Sudden moroseness. One hop too far.


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