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Ins fahle Herz des Sommers von Andreas Eschbach


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38 Antworten in diesem Thema

#31 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 27 August 2026 - 13:22

Nichts leichter als das: Die Zeit nach dem Klimawandel, 99 Prozent der Menschheit sind weg, der Rest lebt ganz gut auf der eisfreien Antarktis.  :qjoking:    :qwiseguy:  :qrolleyes:

 

Oder die Zeit nach dem Atomkrieg. Die gesamte Menschheit ist weg, und endlich entwickelt sich intelligentes Leben auf diesem Planeten.

 

Gruß

Ralf,

Optimist durch und durch


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#32 Tiff

Tiff

    Laionaut

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Geschrieben 27 August 2026 - 16:09

Die gesamte Menschheit ist weg, und endlich entwickelt sich intelligentes Leben auf diesem Planeten.

Ich glaube nicht, dass das Fehlen von Intelligenz das Problem der Menschheit ist.  Eher das Vorhandensein von Intelligenz in der Kombination mit Bösartigkeit. 

Eine interessante Frage für alle SF-Interessierten ist, ob sich gutartiges intelligentes Leben überhaupt in diesem Universum entwickeln kann.



#33 Andreas Eschbach

Andreas Eschbach

    Ufonaut

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Geschrieben 27 August 2026 - 22:25

OK, das wäre realistisch, aber für die 99% eher nicht hoffnungsvoll …  q:/



#34 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 28 August 2026 - 05:41

Können wahrhaft intelligente Wesen bösartig sein?

 

fragt

Ralf,

ernsthaft


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#35 Fermentarius

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    Typonaut

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Geschrieben 28 August 2026 - 11:31

Können wahrhaft intelligente Wesen bösartig sein?

 

fragt

Ralf,

ernsthaft

Dann will ich auch mal ernsthaft antworten: Im Prinzip ja. In der Sozialpsychologie findet zur Zeit die Theorie des "Parochial Altruism" viele Anhänger. Demnach neigen Menschen dazu, gegenüber den Mitgliedern ihrer eigenen Gruppe geradezu aufopferungsvoll freundlich zu sein, und kranke Gruppenmitglieder selbst dann zu pflegen und zu ernähren, wenn der Rest der Gruppe eventuell Probleme bekommt. Dieser "Altruismus" gilt aber nur für Mitglieder der eigenen Gruppe, gegen andere Gruppen neigen Menschen zu extremem Misstrauen und zu ungezügelter Grausamkeit. Ähnliches Verhalten wurde auch bei Schimpansen beobachtet.

Deshalb das Adjektiv "parochial", was mit "die eigene Gemeinde betreffend" übersetzt werden kann.

 

Die Theorie ist zwar nicht unumstritten, aber sie beschreibt das menschliche Verhalten recht gut. Eine Simulation hat gezeigt, dass Gruppen, die sich so verhalten, gegenüber anderen Gruppen Vorteile haben können, womit dieses Verhalten evolutionär bevorzugt würde.

 

Weil das nicht nur für Menschen oder Schimpansen gilt, würde ein solches Verhalten auch intelligenten Aliens Vorteile bieten. Für uns wäre das nicht allzu gut. Was aus deren Sicht logisch und sinnvoll erscheint, wäre aus unserer Sicht eindeutig böse. 

 

Bei KI müsste man das wohl auch befürchten.


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#36 ShockWaveRider

ShockWaveRider

    verwarnter Querulant

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Geschrieben 28 August 2026 - 12:50

Demnach neigen Menschen dazu, gegenüber den Mitgliedern ihrer eigenen Gruppe geradezu aufopferungsvoll freundlich zu sein, und kranke Gruppenmitglieder selbst dann zu pflegen und zu ernähren, wenn der Rest der Gruppe eventuell Probleme bekommt. Dieser "Altruismus" gilt aber nur für Mitglieder der eigenen Gruppe, gegen andere Gruppen neigen Menschen zu extremem Misstrauen und zu ungezügelter Grausamkeit. 

 

Ein Verhalten, das ich stets als ausgesprochen dumm empfunden habe.

 

Gruß

Ralf,

auch nur ein Mensch


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#37 Christian Hornstein

Christian Hornstein

    Temponaut

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Geschrieben 29 August 2026 - 08:40

Wenn mir was (realistisch) Hoffnungsvolles einfiele, wäre ich sofort an den Tasten …

 
... und ich schon in den Startlöchern, um das getastete zu lesen.  :thumb: 



#38 rostig

rostig

    Temponaut

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Geschrieben 29 August 2026 - 10:43

Mittelfristig hat der Klimawandel auch positive Aspekte:

- weite Areale im Südosten Russlands/ Norden Chinas werden zu fruchtbarem Ackerland-

- der Zusammenbruch des Golfstroms führt zu einem kühlen Klima in Mitteleuropa

- die eisfreie Arktis öffnet neue Schifffahrtsrouten



#39 Christian Hornstein

Christian Hornstein

    Temponaut

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Geschrieben 29 August 2026 - 11:00

Können wahrhaft intelligente Wesen bösartig sein?

 

fragt

Ralf,

ernsthaft

 

Kommt darauf an, was wir intelligent (=gut) finden. Um unser überbordendes parasitäres Verhalten zu überwinden, brauchen wir mehr Mitbestimmung aufgeklärter Massen (mehr direkte Demokratie und bessere Bildungssysteme) und bessere Konfliktlösungsfertigkeiten auf globaler Ebene. Letztere werden immer noch zu stark begrenzt durch die Dominanz von Egoismus als eine der erfolgreichen, aber in Fällen, in denen die Grenzen eines Ökosystems erreicht sind, wenig nachhaltigen Evolutionsstrategien. Diese Strategie wird begünstigt durch unsere evolutionäre Optimierung auf die Orientierung an kurzfristigen Konsequenzen und die Begrenzung von Mitgefühl auf engste Gruppenangehörige.

Es gibt schon viele Menschen, die eine allparteiliche längerfristige Perspektive und bessere Konfliktlösungsstrategien entwickelt haben. Dieses Potential ist offenbar in der Menschheit vorhanden und manifestiert sich bereits. Es kann sich aber noch nicht global durchsetzen, weil dafür andere Machtstrukturen benötigt werden. Systeme, die vor allem auf Machtdelegation beruhen wie unsere repräsentative Demokratie, schaffen Rollen mit Machtkonzentration, die vor allem Menschen anziehen, die allein bestimmen möchten und zu wenig am Allgemeinwohl orientiert sind.

Dies zu verändern ist aber eine langfristige Aufgabe. Kurzfristig sehe ich kaum Möglichkeiten, die sich gerade entfaltende globale Katastrophe einzudämmen, außer es geschähe ein Wunder. Ein solches wäre, dass die Menschheit auf die zunehmende Bedrohung nicht durch Spaltung, sondern mit Zusammenhalt reagierte, und endlich kooperierte, anstatt weiter Mikado zu spielen (der erste, der wirklich tut, was er sollte, riskiert zu verlieren, weil er sich einen Nachteil einhandeln könnte, den die anderen dann ausnutzen).

Wir stehen letztlich vor einer evolutionären Herausforderung (Robin Hanson, Great Filters, 1996) und unser Schicksal hängt davon ab, ob rasch genug eine kritische Masse an Menschen sich so entwickelt, dass sie bewältigt werden kann. Es wird ohnehin viele Opfer geben. Wir könnten aber auch aussterben, wenn mehrere Selektionsdrücke zusammenkommen. Weiter entwickelte Außerirdische, die uns sähen, so es sie gäbe, würden uns nicht helfen, weil es keinen Sinn ergäbe, eine Art, die aus sich heraus die zwangsläufigen evolutionären Herausforderungen nicht bewältigen kann, durch diese hindurch zu tragen, nur damit sie dann bei der nächsten Herausforderung scheitern. Selbst Hilfe zur Selbsthilfe könnte ein Eingriff sein, der nicht nachhaltig wirkt, wenn er nicht auf Anlagen baut, die bereits vorhanden sind.
 


Bearbeitet von Christian Hornstein, 29 August 2026 - 11:02.



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