
Torchwood
#31
Geschrieben 03 August 2009 - 11:56
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#33
Geschrieben 06 August 2009 - 15:24
#35
Geschrieben 08 August 2009 - 22:41

#36
Geschrieben 07 September 2009 - 14:37
Pirx
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#37
Geschrieben 21 Oktober 2009 - 23:14

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#38
Geschrieben 21 Oktober 2009 - 23:59

/KB
Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."
(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")
#39
Geschrieben 22 Oktober 2009 - 10:23
#40
Geschrieben 09 Januar 2010 - 19:22
... fand ich z.B. die schauspielerischen Fähigkeiten 4 der "regulars" - des Captains (Barrowman), der Polizistin Gwen (Myles), des Arztes (Gorman) und des Rezeptionisten (Gareth-Lloyd) - gar nicht schlecht. Der Captain schlittert zwar regelmäßig am Abgrund der Lächerlichkeit entlang wenn er sich in Pose inkl. langem Armeemantel wirft. Aber diese 1. 2 Folgen fand ich viel besser als erwartet. Wie immer gefiel mir Indira Varma, die leider nur in der 1. Folge zu sehen ist; diese Plotlinie der möglichen Zusammenarbeit von Polizei und "special alien ops" hat jedenfalls Potenzial!Ich habe mir mal eine Folge der Serie angeschaut... und bin schlicht gesagt fassungslos, dass sich für solch einen Schrott auch noch ein Käufer findet, geschweige denn ein Zuschauer.
Satire ??? Eher die künstlerische Grenze des Regisseurs - wenn die Ideen ausgehen, wird Slapstick eingebaut.
Die schauspielerischen Leistungen tendieren gegen Null, das Drehbuch verdient nicht einmal im Ansatz seinen Namen und Special Effects erreichen so gerade so Augsburger Puppenkiste-Niveau. Gott, ist das schlecht !!!
Leider kamen dann die Folgen 3-5 auf der 2. DVD. Die waren, da gebe ich Jürgen Recht, Schrott. Das lag im Wesentlichen an den Drehbüchern, denke ich: Zwei Dinge gefallen mir insbesonders nicht - dass, um zu zeigen wie erwachsen DIESER Kinderserien-Spin-Off ist, jede noch so idiotische Chance wahrgenommen wird, die süße neue im Team, Gwen (s. Bild), ab zu küssen, und dass ich bei einer "erdgebundenen", realistischeren Serie erwarte, dass ein wie-immer tolles Über-Team sich trotzdem vor dem Gesetz verantworten muss, wenn es Leute umbringt oder für immer verschwinden lässt. Letzteres geschieht im Schnitt einmal pro Folge, völlig ohne Konsequenzen. Gäääähn!
Die oben-genannte Plotlinie wird natürlich gar nicht mehr verfolgt. Schade!
Das war über 5 Folgen gesehen jedenfalls leider ein Fehlstart! Mal sehen, ob ich mir noch den Rest der 1. Staffel ansehen werde...

(Das Bild ist ein verkleinerter Ausschnitt eines Wallpapers von BBC.co.uk/torchwood.)
/KB
Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."
(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")
#41
Geschrieben 10 Januar 2010 - 12:40

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#42
Geschrieben 31 Januar 2011 - 08:15
Bearbeitet von Amtranik, 31 Januar 2011 - 08:17.
#43
Geschrieben 31 Januar 2011 - 14:21
Wenn man sich auf "Logikfehler" einschießt, kann man natürlich definitiv keinen Spaß mit Torchwood haben. Das wäre etwa so, als wenn man sich bei Picasso beschwert, dass echte Menschen aber anders aussehen als die in der Guernica. Wenn man sich aber ansieht, mit welcher intensität Torchwood die Widersprüche zwischen Arbeit, Idealismus und dem Wunsch nach einem guten Leben behandelt, dann halte ich die Serie für praktisch unschlagbar (na schön, möglicherweise war Angel in der Beziehung ähnlich gut). Und das sich durchziehende Thema nicht nur des sinnlossen Sterbens, sondern der Gewissheit, dass nach dem Tod nichts kommt, ist so ziemlich das härteste, was ich im TV jemals zu sehen gekriegt habe.
Das mit "für Jugendliche" finde ich jetzt auch sehr befremdlich. Einerseits habe ich gar nichts gegen Serien "für Jugendliche", andererseits habe ich von Torchwood gehört, dass es ganz explizit als Serie "für Erwachsene" präsentiert worden ist, in Abgrenzung zu Dr. Who mit dem eher jugendlichen Zielpublikum. Unter anderem deshalb gibt es ja keine Gatsauftritte des Doctors in Torchwood, weil die Serien nicht zu stark verknüpft werden sollen, um das kindgerechte Image von dr. Who nicht mit dem hohen Sex&Gewalt-Quotienten von Torchwood zu gefährden.
R. Scott Bakker
"We have failed to uphold Brannigan's Law. However I did make it with a hot alien babe. And in the end, is that not what man has dreamt of since first he looked up at the stars?" - Zapp Brannigan in Futurama
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#44
Geschrieben 31 Januar 2011 - 15:33
Interessant. ich habe Torchwood komplett gesehen, und für mich handelt es sich um die beste Pulp-Fernsehserie seit Buffy. Die ersten 6-7 Folgen sind sichtlich wacklig auf den Beinen, aber insbesondere die von Amtranik bemängelte Hillbilly-Fo0lge ist für mich eines der absoluten Highlights.
Wenn man sich auf "Logikfehler" einschießt, kann man natürlich definitiv keinen Spaß mit Torchwood haben. Das wäre etwa so, als wenn man sich bei Picasso beschwert, dass echte Menschen aber anders aussehen als die in der Guernica. Wenn man sich aber ansieht, mit welcher intensität Torchwood die Widersprüche zwischen Arbeit, Idealismus und dem Wunsch nach einem guten Leben behandelt, dann halte ich die Serie für praktisch unschlagbar (na schön, möglicherweise war Angel in der Beziehung ähnlich gut). Und das sich durchziehende Thema nicht nur des sinnlossen Sterbens, sondern der Gewissheit, dass nach dem Tod nichts kommt, ist so ziemlich das härteste, was ich im TV jemals zu sehen gekriegt habe.
Das mit "für Jugendliche" finde ich jetzt auch sehr befremdlich. Einerseits habe ich gar nichts gegen Serien "für Jugendliche", andererseits habe ich von Torchwood gehört, dass es ganz explizit als Serie "für Erwachsene" präsentiert worden ist, in Abgrenzung zu Dr. Who mit dem eher jugendlichen Zielpublikum. Unter anderem deshalb gibt es ja keine Gatsauftritte des Doctors in Torchwood, weil die Serien nicht zu stark verknüpft werden sollen, um das kindgerechte Image von dr. Who nicht mit dem hohen Sex&Gewalt-Quotienten von Torchwood zu gefährden.
Ich muß vorwegschicken das ich bspw mit Begriffen wie "Pulp-Fernsehserie" und "Hillbilly-Folge" nichts
anfangen kann. Weiß nicht was das heißt. Müßte ich wohl erst googeln.
Zunächst mal waren wir irritiert, weil plötzlich ein Dorf voll mit normalen Menschen die offensichtlich
Menschenfresser sind in der Serie auftauchen wo es doch um Ausseridische etc gehn soll häh?
Gut.
Dann ist es unverständlich wie alle 10 Jahre zig Leute rund um das Dorf und die Gegend verschwinden
können und diese Verbrechen nie aufgeklärt oder auch nur bekannt werden. Nonsens!
Man erinnere sich an den Fall Marco.. hat ein paar Monate gedauert aber den Täter hat man gefasst.
Man stelle sich vor es verschwänden in einer Gegen Deutschland 10 oder 12 Leute spurlos. Hmm
halte ich für unrealistisch.
Die Motivation der Leute ist nicht hinterfragt. Man erfährt nix ausser das die offensichtlich durchgeknallt
sind und gern lecker Menschnfleisch essen, da kommen per se bei mir noch keine Lustgefühle auf
wenn ich sowas anschaue sorry. Die Acitionszenen na ja. Ehrlich gesagt wirken diese teilweise arg gekünselt und gestellt, besonders die Szene
wo der Junge Bursche erwischt wird ist mir da in Erinnerung geblieben. Das ist einfach schwach.
Mir/Uns ist vor allem wichtig das man halbwegs unterscheiden kann ob es eine Comedy oder Ernsthafte
Serie ist. Ich denke aber mittlerweile Torchwood ist eigentlich ernst gemeint und wirkt einfach
stellenweise ungewollt komisch weil ich da gravierende Mängel im Plot und auch der Umsetzung sehe.
Wenn man vorher Serien wie zb BSG, Star Trek, Babylon 5, Lost, Mad Men, Deadwood en bloc
geschaut hat, dann wirkt Torchwood einfach wie eine Serie von Amateuren. Mag sein das dieser Stil
so gewollt ist. Für mich eindeutig nichts was mich gut zu unterhalten vermag.
Über deine Anmerkung zu Arbeit/Idealismus/Gutem Leben kann ich nichts sagen. Das kommt für mich
aus heiterem Himmel. Aber gut möglich das es daran liegt das ich eben nicht die ganze Serie ( 3. Staffeln?) sondern nur eine Handvoll Episoden kenne.
Das mit Gwen und Ihrem Freund das bis dato zu sehn war, war für mich nicht sehr interessant und
hat mich ehrlich gesagt auch nicht interessiert.
Bearbeitet von Amtranik, 31 Januar 2011 - 15:35.
#45
Geschrieben 31 Januar 2011 - 15:47
Ich muß vorwegschicken das ich bspw mit Begriffen wie "Pulp-Fernsehserie" und "Hillbilly-Folge" nichts
anfangen kann. Weiß nicht was das heißt. Müßte ich wohl erst googeln.
Pulp=Schund. In dem Sinne, wie man eben auch den Großteil der SF-Literatur als Pulp bezeichnet hat. Hillbillys sind Hinterwäldler, und der Hillbilly-Horrorfilm mit den mörderisch-verrückten Landeiern ist eine schöne amerikanische Traditon (Texas Chainsaw Massacre).
Mir/Uns ist vor allem wichtig das man halbwegs unterscheiden kann ob es eine Comedy oder Ernsthafte
Serie ist.
Dann liegt da wahrscheinlich das Problem: Torchwood untergräbt da jeden Versuch, Eindeutigkeit herzustellen. Ich persönlich finde das großartig und halte das eben für eines der Qualitätsmerkmale, die die Serie Mit Buffy/Angel gemein hat.
Da nach Realismus zu fragen, geht einfach völlig an der Sache vorbei. Wie gesagt, man kann ja die realistische Ästhetik anderer Serien bevorzugen (obwohl die mir in der SF meistens viel mehr Probleme macht, weil, der erkennbar gewünschte Realismus bei Star Trek, Babylon 5 und selbst bei BSG doch immer an irgendwelchen Punkten scheitert), aber den Anspruch an Torchwood heranzutragen, dass die Serie eine realistische Ästhetik präsentieren soll, ist völlig sinnlos. Genauso kannst du Star Trek ohne Außeridische verlangen, weil du die Existenz von Außerirdischen zu unwahrscheinlich findest ...
Man muss Torchwood ja jetzt nicht mögen, aber das als Mist abzuqualifizieren, weil Sachen darin nicht "logisch" sind, finde ich ein bisschen überzogen. Ist halt einfach eine bestimmte Trash-Erzählästhetik, in der es keine Rolle spielt, was jetzt die Polizei von den Ereignissen hält. Auf die kann man sich eben einlassen oder nicht.
R. Scott Bakker
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#46
Geschrieben 31 Januar 2011 - 16:14
Pulp=Schund. In dem Sinne, wie man eben auch den Großteil der SF-Literatur als Pulp bezeichnet hat. Hillbillys sind Hinterwäldler, und der Hillbilly-Horrorfilm mit den mörderisch-verrückten Landeiern ist eine schöne amerikanische Traditon (Texas Chainsaw Massacre).
Ok - danke. Ich hab mir da einfach viele Anglizismen noch nicht angewöhnt und wills auch irgendwie nicht.
Dann liegt da wahrscheinlich das Problem: Torchwood untergräbt da jeden Versuch, Eindeutigkeit herzustellen. Ich persönlich finde das großartig und halte das eben für eines der Qualitätsmerkmale, die die Serie Mit Buffy/Angel gemein hat.
Da nach Realismus zu fragen, geht einfach völlig an der Sache vorbei. Wie gesagt, man kann ja die realistische Ästhetik anderer Serien bevorzugen (obwohl die mir in der SF meistens viel mehr Probleme macht, weil, der erkennbar gewünschte Realismus bei Star Trek, Babylon 5 und selbst bei BSG doch immer an irgendwelchen Punkten scheitert), aber den Anspruch an Torchwood heranzutragen, dass die Serie eine realistische Ästhetik präsentieren soll, ist völlig sinnlos. Genauso kannst du Star Trek ohne Außeridische verlangen, weil du die Existenz von Außerirdischen zu unwahrscheinlich findest ...
Pffft, das ist jetzt aber schon hart für mich. Ich gebs zu, es fällt mir unheimlich schwer das zu verstehn und kann mir aufgrund dieser Aussagen auch schwerlich vorstellen wie Du so tickst, bzw wie es für
dich dann sein muß, wenn Du SF liest oder eben Fernsehserien schaust.
Man muss Torchwood ja jetzt nicht mögen, aber das als Mist abzuqualifizieren, weil Sachen darin nicht "logisch" sind, finde ich ein bisschen überzogen. Ist halt einfach eine bestimmte Trash-Erzählästhetik, in der es keine Rolle spielt, was jetzt die Polizei von den Ereignissen hält. Auf die kann man sich eben einlassen oder nicht.
Na ja. Irgendein Kriterium brauch ich da ja schon um es zu bewerten. Wenn nunmal die Logik für mich
wichtig ist. Zumindes die Serieninterne, denn ich weiß auch das SF-Filme allerart niemals die Realität
widerspiegeln werden das ist ja klar. Aber für mich ist es zumindest wichtig das der Film dann
nachvollziehbare "interne Regeln" hat, weil sonst willkür, tür und tor geöffnet ist.
Für mich persönlich hört sich die Freude am "Menschenfresserthema" wegen des Blutes und abgetrennter
Gliedmaßen was auch immer halt qualitativ wie mist an. Nicht wegen des Themas an sich, sondern
wegen der Umsetzung. Es fehlt ein Motiv der Täter. Es fehlt eine Hintergrundgeschichte. Für mich ist
das arg dünn.
#47
Geschrieben 31 Januar 2011 - 16:56
Für mich persönlich hört sich die Freude am "Menschenfresserthema" wegen des Blutes und abgetrennter
Gliedmaßen was auch immer halt qualitativ wie mist an. Nicht wegen des Themas an sich, sondern
wegen der Umsetzung. Es fehlt ein Motiv der Täter. Es fehlt eine Hintergrundgeschichte. Für mich ist
das arg dünn.
Vielleicht muss man da den Hillbilly-Horror kennen, um den Reiz der Folge zu verstehen. Da ist es eben ganz typisch, dass die Täter kein Motiv haben und auch nicht aus Boshaftigkeit so reagieren, sondern aus einem völlig verdrehten familiären Gemeinschaftsgefühl heraus. Ich finde, das ist in den besseren Filmen des Genres ein sehr interessantes Motiv, eine tolle Parodie auf das "gesunde Landleben" und ein ziemlich schwarzer Kommentar auf familiäre Gewaltverhältnisse, die sich in ländlichen Millieus finden lassen. Akte X hat das auch schon mal in einer Folge gemacht, die ich ebenfalls sehr gelungen fand.
Den Clou, dass das dann noch in einer Serie stattfindet, in er es "eigentlich" um Aliens geht, hat mir dabei besonders gefallen.
Und eine innere Konsistenz von Geschichten finde ich meistens auch wichtig, aber alles, was du bemängelst, hat ja gar nichts mit der inneren Konsistenz zu tun. Der Umstand, dass niemand jemals dem Verschwinden von so vielen Menschen in der Gegend auf den Grund gegangen ist, ist ja nur in Bezug auf die wirkliche Welt irgendwie befremdlich. In den Erzählkonventionen von Torchwood (die eben sehr pulpig sind) gehört es eben dazu, dass im Normalfall Torchwood die einzig relevanten Akteure sind. (In dem Fünfteiler "Children of the Earth" ist das dann ein bisschen anders). Das ist genauso wie mit der Enterprise, die immer das einzige Raumschiff in Abfangreichweite ist ... natürlich ist das unlogisch, aber es gehört zu den etablierten Erzählkonventionen der jeweiligen Serie.
Ich finde, es gibt halt viele gute Erzählwerke, bei denen eher das Thema dominant ist und nicht so sehr die stringente Geschichte. Und in der Beziehung ist Torchwood m.E. halt sehr gut.
Wie gesagt, mich nervt "Pseudorealismus" da noch viel mehr. Ich finde es zum Beispiel unerträglich, wenn in BSG unbewohnte fremde Planeten wie ein Wald in Kanada aussehen. Das ist so, als hätte ich ein an sich naturalistisches Gemälde, in dem die Perspektive nicht stimmt (Okay, wenn der Effekt bewusst eingesetzt wird, ist das auch potentiell interessant). Dann doch lieber gleich bewusst "unrealistisch".
R. Scott Bakker
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#48 Gast_Jorge_*
Geschrieben 31 Januar 2011 - 17:17
Ich finde, das ist in den besseren Filmen des Genres ein sehr interessantes Motiv, eine tolle Parodie auf das "gesunde Landleben" und ein ziemlich schwarzer Kommentar auf familiäre Gewaltverhältnisse, die sich in ländlichen Millieus finden lassen. Akte X hat das auch schon mal in einer Folge gemacht, die ich ebenfalls sehr gelungen fand.
Den Clou, dass das dann noch in einer Serie stattfindet, in er es "eigentlich" um Aliens geht, hat mir dabei besonders gefallen.

Supernatural hatte ebenfalls eine solche Folge: Die beiden Jäger des Übernatürlichen mußten darin die (schmerzliche) Erfahrung machen, das "gewöhnliche" Menschen noch weitaus schlimmer sein können als ihre "üblichen" Monster & Dämonen...
Falls du den noch nicht gesehen hast(Tipp):
We are what we are(Lief auf dem FF-Fest)
http://www.guardian....are-what-we-are

#49
Geschrieben 31 Januar 2011 - 18:00
Bearbeitet von Uschi Zietsch, 31 Januar 2011 - 18:03.
#50
Geschrieben 31 Januar 2011 - 18:23
Ich finde die Hillbilly-Folge auch klasse - und sehr erschreckend.
Und mal so nebenbei, es verschwinden dauernd Menschen, die niemals gefunden werden. Oder erst 3096 Tage später. Und in einem riesigen Land, in dem es keine Meldepflicht gibt und tausende abgelegener, weit von einander entfernter (Inzucht-)Ortschaften, können eine Menge Dinge passieren, die jahrzehntelang keine Aufklärung finden. Das ist der Ausgangspunkt nahezu aller Horrorfilme, eben weil die gigantische Weite gruslig ist. Und die Polizei sich selten genug um Verschwundene kümmert.
Und auch im Fall Mirco, trotz der größten Suchaktion aller Zeiten, hat man 5 Monate lang gebraucht, um den Täter zu finden - und ohne seine Angabe würde man heute noch nicht wissen, wo Mircos Leiche lag.
Um Realismus gehts bei Torchwood doch auch gar nicht, sondern um Abenteuergeschichten mit starkem sozialkritischem, teils satirisch, aber zumeist sehr zynisch aufbereitetem Hintergrund.
Na ja so groß finde ich Großbritannien, insbesondere Wales jetzt nun auch wieder nich

Allerdings gibt es halt schon noch Nuancen wie ich finde zwischen dem einfordern eines totalen
Realismus, bezogen auf unsere Wirklichkeit, das ich ja gar nicht mache, und solch extrem
freiem herumfabulieren wie in Torchwood. Von daher finde ich dein Argument es gehe bei Torchwood
ja nicht um Realität ein wenig verfehlt.
Oder anders ausgedrückt. Nur weil ich eine Serie mit phantastischen Elementen drehe, muß das ja
dann nicht gleich bedeuten das ich die Sau rauslasse und ohne Sinn und Verstand irgendeinen
Genremix zusammenbastle ohne Zusammenhang, ohne Hintergrund, einfach nur um den Zuschauer
mal so richtig zu schaudern. Nun, bei mir hats nicht gewirkt. Bei meiner Frau auch nicht.
Wir haben uns spätestens in den letzten 10 Minuten als dieser Typ mit dem Beil oder was das nochmal
war auftauchte kringelig gelacht uns angeschaut und es war klar das dies nix für uns ist.
Es scheint wohl eher einstellungs und geschmacksache zu sein und darüber läßt sich ja bekanntlich nicht
streiten.
Bearbeitet von Amtranik, 31 Januar 2011 - 18:24.
#51
Geschrieben 31 Januar 2011 - 18:25
Hm, genau die Folge empfand ich auch als eine der schwächsten, wenn nicht gar die schwächste. Die Hommage an einschlägige Horrorfilme und deren Motive war schon deutlich. Das kann man jetzt vom Thema her interessant finden oder nicht, aber das macht sicher nicht die Folge zu einer guten oder einer schlechten...., aber insbesondere die von Amtranik bemängelte Hillbilly-Fo0lge ist für mich eines der absoluten Highlights.
Was mich daran gestört hat war schlicht die Tatsache, dass sie sich nicht in die innere Konsistenz der Serie gefügt hat. Und damit meine ich nicht, dass in einer Serie über außerirdische keine außerirdischen Hillybillys auftauchen dürfen. Nur, wenn plötzlich die Figuren der Serie kaum wiedererkennbar dämlich werden müssen, damit der Plot funktioniert, und wenn erst mal eine übergroße Bedrohung inszeniert wird, die die letztendlich enthüllten Bösewichte gar nicht tragen können, dann zerplatzt die Suspension of Disbelief leider wie eine Seifenblase.
Das wirkte am Ende schon sehr gewollt, was da am Anfang aufgebaut wurde; die Auflösung war einfach nicht glaubwürdig.
Ehrlich gesagt kann ich das in der Serie auch nicht finden. In den Beispielen, wo Figuren von den Toten zurückkehren, berichten sie eben doch von irgendwelchen Eindrücken auf der "anderen Seite". Leere, Schwärze, sich bedroht fühlen - das ist nicht "nichts". Man hat jederzeit das Gefühl, dass für die Toten Zeit vergangen ist, womit dann die Grundgewissheit vermittelt wird, dass es "weitergeht". Wie genau und was diese Eindrücke zu bedeuten haben, darüber kann man lange spekulieren. Aber das erlebende Subjekt ist noch da, und das lässt jede weitere Entwicklung nach dem Tod offen...., sondern der Gewissheit, dass nach dem Tod nichts kommt ...
#52
Geschrieben 31 Januar 2011 - 20:07
In den Beispielen, wo Figuren von den Toten zurückkehren, berichten sie eben doch von irgendwelchen Eindrücken auf der "anderen Seite". Leere, Schwärze, sich bedroht fühlen - das ist nicht "nichts". Man hat jederzeit das Gefühl, dass für die Toten Zeit vergangen ist, womit dann die Grundgewissheit vermittelt wird, dass es "weitergeht". Wie genau und was diese Eindrücke zu bedeuten haben, darüber kann man lange spekulieren. Aber das erlebende Subjekt ist noch da, und das lässt jede weitere Entwicklung nach dem Tod offen.
Na schön, den teil mit der Schwärze und der Zeit habe ich zugegebenermaßen Unterschlagen, das ist natürlich nicht ganz das, was ich behaupte. Trotzdem kenne ich eigentlich keine anderen Serien oder Filme, in denen der Tod derart unversöhnlich dargestellt wird. Das schlägt sich ja auch darin nieder, wie Figuren der Serie sterben.
R. Scott Bakker
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#53
Geschrieben 02 Februar 2011 - 08:07
Vielleicht muss man da den Hillbilly-Horror kennen, um den Reiz der Folge zu verstehen.
Das glaube ich nicht. Man muß ihn vermutlich mögen diesen Horror um die Folge zu goutieren.
Für mich ist egal ob Horror,Science-Fiction oder Fantasy. Wenn die Geschichte die
erzählt wird sich nicht an einige Grundregeln des gesunden Menschenverstandes hält,
Realismus hin oder her, ist es ärgerlich und für mich Zeitverschwendung.
Und eine innere Konsistenz von Geschichten finde ich meistens auch wichtig, aber alles, was du bemängelst, hat ja gar nichts mit der inneren Konsistenz zu tun. Der Umstand, dass niemand jemals dem Verschwinden von so vielen Menschen in der Gegend auf den Grund gegangen ist, ist ja nur in Bezug auf die wirkliche Welt irgendwie befremdlich. In den Erzählkonventionen von Torchwood (die eben sehr pulpig sind) gehört es eben dazu, dass im Normalfall Torchwood die einzig relevanten Akteure sind. (In dem Fünfteiler "Children of the Earth" ist das dann ein bisschen anders). Das ist genauso wie mit der Enterprise, die immer das einzige Raumschiff in Abfangreichweite ist ... natürlich ist das unlogisch, aber es gehört zu den etablierten Erzählkonventionen der jeweiligen Serie.
Natürlich hat es das. Bereits im Pilotfilm kommt es zur Szene, reguläre Polizei kontra Torchwood, wieso also spielt die normale Polizei plötzlich keine Rolle wenn es um viele vermißte und ermordete Personen geht? Klare Verletzung der inneren Serienkonsistenz. Mal so mal so.
Das Enterprisebeispiel ist wirklich schlecht. Die Enterprise ist ein Raumschiff das sich an Brennpunkten
bewegt und darüberhinaus das Flaggschiff der Föderation, daher wird es oftmals für diplomatische und
politisch heikle Missionen eingesetzt und andererseits ist dem Zuschauer klar vermittelt das Sie nur eines von vielen Raumschiffen ist und diese anderen Raumschiffe vermutlich teilweise ähnliche Wunder und Abenteuer im Weltall erleben wie die Enterprise. Bei Torchwood wird einfach ein wichtiger
Aspekt ausgeblendet.
Wie gesagt, mich nervt "Pseudorealismus" da noch viel mehr. Ich finde es zum Beispiel unerträglich, wenn in BSG unbewohnte fremde Planeten wie ein Wald in Kanada aussehen. Das ist so, als hätte ich ein an sich naturalistisches Gemälde, in dem die Perspektive nicht stimmt (Okay, wenn der Effekt bewusst eingesetzt wird, ist das auch potentiell interessant). Dann doch lieber gleich bewusst "unrealistisch".
Oje.
Ganz ehrlich. Wie bitte soll man einen fremden Planeten realistisch darstellen wo wir noch keinen
anderen bewohnbaren betreten können? Die Latte hängst Du hier so hoch, das Du damit praktisch jeden SF-Film mit Raumschiffen und fremden Planeten ausschliesst.
Im Drehbuch kommt ein üppiger Planet vor ok dann geht man eben in den Wald und bei nem Wüstenplaneten
wird in Arizona, Nordafrika oder im Studio aus Pappmasche gedreht.
Ein bißchen Fantasie sollte man schon mitbringen und das Wissen im Hinterkopf, das nunmal keine
andere Lösung machbar und vor allem finanzierbar ist. Selbst beim vielgelobten Avatar sieht der
Ausseridische Zauberwald beim Anflug aus dem Helikopter oder Kampfgleiter aus wie der mittelamerikanische Regenwald, wo ja vermutlich auch gedreht wurde.
Ich denke jeder von uns hätte Spaß an einer total neuen exotischen Umgebung. Da kann man halt
nur zum Buch greifen und die eigene Fantasie walten lassen.
Mir ist total unverständlich wie man einerseits die Meßlatte so unerreichbar hoch legen kann und
sich an einer schlichten undurchführbarkeit eines Teilaspektes des Genrefilms reibt, um dann
andererseits wie bei Torchwood gar keine Qualität einzufordern. Im Gegensatz zu den Ausserirdischen
Planeten in BSG hätte man bei der besagten Torchwoodfolge mit leichtigkeit die gröbsten Ärgernisse
ausmerzen können. Zb, indem man den Dorfbewohnern einen Alienvirus oder Symbionten etc
angedichtet hätte. Oder indem man das mit den "alle 10 Jahre werden wir zu Menschenfressern" einfach
weggelassen hätte oder es plausibel gemacht hätte warum da niemals jemand gefaßt wurde. Zb. ala
verwunschenes Dorf.. das nur alle 10 Jahre zur Erntezeit in der Gegend auftaucht und sich ansonsten
in einer anderen Dimension befindet. Schon hätte man auch wieder elegant den Bogen zur SF-Sendung
geschlagen.
Ne, die Serienhandlung, soweit ich Sie kenne ist einfach nur schlechtes Fernsehn ohne wenn und aber.
Egal welches Genre da gerade erzählt wird. Ob Fantasylike wie das mit den kleinen bösen Elfen oder
SF/Horrorlike. Die Serienidee finde ich ganz gut aber die Umsetzung ist einfach mangelhaft. Sehr schade.
Bearbeitet von Amtranik, 02 Februar 2011 - 09:04.
#54
Geschrieben 02 Februar 2011 - 11:36

Bearbeitet von Jasper, 02 Februar 2011 - 13:08.
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Geschrieben 02 Februar 2011 - 11:59
R. Scott Bakker
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#56
Geschrieben 02 Februar 2011 - 12:02
Deshalb hat man die ja auch sparsam eingesetzt, statt Planet-of-the-Week gab's nur Planet-of-the-Season. Wenn ich da an Stargate denke ...es geht mir um die ästhetische Konsistenz der Serie. Bei BSG wird die eben für mich deutlicher gebrochen, wenn ein Planet wie ein kanadischer Wald aussieht
#57
Geschrieben 02 Februar 2011 - 12:27
Amtranik, ich kann mich dir da leider nicht so recht verständlich machen. Ich hänge die "Messlatte" für Realismus gar nicht hoch, weil esa gar nicht meine Messlatte ist. es geht mir um die ästhetische Konsistenz der Serie. Bei BSG wird die eben für mich deutlicher gebrochen, wenn ein Planet wie ein kanadischer Wald aussieht, als bei Torchwood, wenn die Polizei nicht aufkreuzt. Ich würde trotzdem nie sagen: "BSG ist ja voll schlecht, da sehen fremde Planeten aus wie kanadische Wälder". das ist tatsächlich eine Nebensache, nur reißt sie mich eben in dem Fall ein bisschen aus der Serienatmosphäre.
Mich stört nur, dass du so sehr darauf beharrst, dass Torchwood einfach nur schlecht sei, und nicht gelten lässt, dass die Serie Zuschauern, denen es weniger auf "Realismus" ankommt einiges zu bieten hat.
Um auch noch mal auf andere Threads zu verweisen: ich frage mich, welcher Entrüstungssturm wohl im Forum losbrechen würde, wenn ich Perry Rhodan als einfach nur schlecht bezeichnen würde, nur, weil ich dieser Serie absolut nichts abgewinnen kann ..
Dann will ich nochmal klarstellen, weil Du es offensichtlich nicht wahrgenommen hast.
Mir ging es damals nicht explicit um Perry Rhodan, sondern um die Art und Weise wie Du
dich darüber beschwert hast das nicht über Themen diskutiert wurde die Dir mundeten. Es
hätte sich dabei auch um Star Trek, oder Star Wars oder jedes andere Produkt handeln können,
diese hätte ich in gleicher Weise verteidigt.
Ich bin mir sicher, das wir beide bei der Bewertung von Perry Rhodan wie es heute ist, gar nicht
so weit voneinander entfernt wären, würdest Du es denn kennen. Meine Entrüstung würde sich also
vermutlich in Grenzen halten. Ich wäre wohl eher bei Star Trek DS9 angreifbar oder bei BSG, welches
mein Nonplusultra an SF-Serien darstellt.
Und ich akzeptiere doch das Du es magst, dieses Torchwood. Allerdings lassen sich für mich offensichtliche Mängel feststellen, die ich benannt habe. Du kannst das natürlich ausbremsen indem Du einfach erklärst, diese Mängel wären für dich nicht relevant. Allerdings kannst Du deshalb nicht von mir
fordern ich dürfe Torchwood deshalb nicht als schlecht bezeichnen. Ich kann wohl nachvollziehn das man
sich etwas angegriffen fühlt, es ginge mir vermutlich ähnlich wenn Du eine meiner Lieblingsserien
verreißen würdest. Nichtsdestotrotz, solltest Du das aber schon aushalten. Und nimms mir nicht übel wenn ich angesichts eines in einem Hauptquartier rumgeisternden Flugsauriers, irgendwelcher Elfchen und durchgeknallter Landeier die Fleisch
Fleisch rufen, und ein paar Leichen im Kühlschrank haben deinen Anspruch auf Ästhetik nicht nachvollziehen kann.
Würde ich Torchwood als gut akzeptieren so könnte man mir vermutlich alles vorsetzen, so in etwa seh ich das ganze. Tut mir leid wenn Dir meine Meinung nicht gefällt aber so isses.
#58
Geschrieben 02 Februar 2011 - 12:47
Und nimms mir nicht übel wenn ich angesichts eines in einem Hauptquartier rumgeisternden Flugsauriers, irgendwelcher Elfchen und durchgeknallter Landeier die Fleisch
Fleisch rufen, und ein paar Leichen im Kühlschrank haben deinen Anspruch auf Ästhetik nicht nachvollziehen kann.
Genau die Art, Obskuritäten in einer Serie aufzuzählen und zu sagen: "das ist doch alles albern", finde ich halt in einem SF-Forum etwas sonderbar. das ist ja genau die Art, wie SF-Verächter gerne begründen, das all das Zeug mit Raumschiffen, virtuellen Realitäten, Außerirdischen, Cyborgs usw. usf. offensichtlicher Blödsinn sei. Mich irritiert tatsächlich nicht das geschmackliche Urteil, dass einem Torchwood nicht gefällt, sondern dass etwas als Schrott abgetan wird, weil es eine wilde Mischung aus Elfchen, Flugsauriern und durchgeknallten Landeiern enthält. Wenn das keine arrogante Art ist, andere Leute abzukanzeln, indem man sie als Volltrottel hinstellt, die sich eben mit Elfchen, Flugsauriern und durchgeknallten Landeiern abspeisen lassen, obwohl Elfchen, Flugsaurier und durchgeknallte Landeier doch, wie jeder SF-Leser weiß, völliger Blödsinn sind, ja, obwohl es so etwas wie Elfchen, Flugsaurier und durchgeknallte Landeier im Gegensatz zu Robotern, Außerirdischen und Cyborgs nicht mal wirklich gibt ... na, dann weiß ich auch nicht.
R. Scott Bakker
"We have failed to uphold Brannigan's Law. However I did make it with a hot alien babe. And in the end, is that not what man has dreamt of since first he looked up at the stars?" - Zapp Brannigan in Futurama
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#59
Geschrieben 02 Februar 2011 - 13:28
Genau die Art, Obskuritäten in einer Serie aufzuzählen und zu sagen: "das ist doch alles albern", finde ich halt in einem SF-Forum etwas sonderbar. das ist ja genau die Art, wie SF-Verächter gerne begründen, das all das Zeug mit Raumschiffen, virtuellen Realitäten, Außerirdischen, Cyborgs usw. usf. offensichtlicher Blödsinn sei. Mich irritiert tatsächlich nicht das geschmackliche Urteil, dass einem Torchwood nicht gefällt, sondern dass etwas als Schrott abgetan wird, weil es eine wilde Mischung aus Elfchen, Flugsauriern und durchgeknallten Landeiern enthält. Wenn das keine arrogante Art ist, andere Leute abzukanzeln, indem man sie als Volltrottel hinstellt, die sich eben mit Elfchen, Flugsauriern und durchgeknallten Landeiern abspeisen lassen, obwohl Elfchen, Flugsaurier und durchgeknallte Landeier doch, wie jeder SF-Leser weiß, völliger Blödsinn sind, ja, obwohl es so etwas wie Elfchen, Flugsaurier und durchgeknallte Landeier im Gegensatz zu Robotern, Außerirdischen und Cyborgs nicht mal wirklich gibt ... na, dann weiß ich auch nicht.
Findest Du das wirklich?
Dann will ich mal so sagen. Jeder hat ja wohl so seine eigenen Grenzen des guten Geschmacks wie man
so schön sagt. Für die einen die SF generell ablehnen mag das durchaus das Laserschwert oder ein
Raumschiff sein das auf Warp geht.
Für mich sind es halt zb auftauchende Elfen die Kinder stehlen, Flugsaurier die einfach irgendwo rumfliegen ohne erklärung und im rechten Moment in Folge 5 Cybergirl einen kampf liefert und man sich unwillkürlich fragt wovon der gute 1. die ganze Zeit gelebt hat und 2. wieso der keinen der Torchwoodmitarbeiter angegriffen hat und 3. woher das Vieh überhaupt gekommen ist.
Ehrlich gesagt finde ich es eher erstaunlich das es Menschen gibt die sich so was vorsetzen lassen ohne sich zu ärgern.
Und wieso sollte das SF-Board unkritisch, jedes und alles gut finden? Verstehe ich jetzt nicht.
Ich zb finde ja, das gerade durch meiner Meinung nach schlecht gemachte Phantastik wie Torchwood,
so einige Leute die erstmals mit sowas in Kontakt kommen abgeschreckt werden und ein negatives Bild von dem Genre bekommen. Wenn man da mit einer total unlogischen bizarren Story konfrontiert wird, die man nicht versteht und offenbar keinen logischen Regeln folgt.
Wie gesagt. Ich mag gerne SF und Phantastik aber es gibt auch Grenzen. Die hat jeder. Du hast
halt andere. Du nimmst das ernst, ich vermag das nicht. Ich halte zb die BSG Episode die im
"kanadischen Wald" spielt für überhaupt nicht so unrealistisch weil es Milliarden Planetensysteme gibt und
die Kobol-Menschheit mit uns verwandt ist. Daher brauchen die ähnliche Planeten wie die Erde zum leben.
Wieso, sollte es nicht unter all den Milliarden Sonnen den ein oder anderen Planeten geben der ähnliche
Flora hat wie die Erde. Dich regt das auf. Mich regen unmotiviert rumfliegende Flugsaurier und Elfen auf.
Wenn der Flugsaurier wenigstens für den Zuschauer nachvollziehbar in die Obhut von Torchwood
gekommen wäre hätt ich schon nix gesagt, obwohl ich das dann immer noch übertrieben fänd.
Aber einfach mal so ein Vieh durch die Gegend fliegen lassen weil es so schön nach exotic aussieht ohne
erklärung und logischen hintergrund ... sorry das ist kinderfernsehn.
#60
Geschrieben 02 Februar 2011 - 13:32
sorry das ist kinderfernsehn.

R. Scott Bakker
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