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Dieser Post auf Indy zu den Haftbedingungen während des G8-Gipfels hat mich ja ziemlich schockiert. Ich stelle mir gerade die Frage was für Entwicklungen es in den Gefängnissen dieser Welt gibt, auf welche Art und Weise Menschen ihre Freiheit genommen wird, welche Rechte sie dabei haben und ob es auch eine Möglichkeit gibt diese überhaupt wahrzunehmen... Was meint ihr, wohin geht die Reise? Wie sieht die schöne neue Welt von Morgen aus? Und was kennt ihr da aus der einschlägigen Cyberpunk-Literatur ? Mir fallen zB gerade die Lager in Shirley Eclipse ein. Jede Menge Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht, hinter Elektrozäunen, bewacht von Selbstschussanlagen und gepanzerten Soldaten. Nahrung und Medikamente so gut wie garnicht, eher gezieltes verhungern lassen. Ein anderer Knast der da geschildert wird ist wahrscheinlich eher der Normalzustand der Zeit...elektronische Überwachung die sich aber durch gewiefte Hacker aushebeln lässt (Mülleimer). Unzureichende aber vorhandene sanitäre Anlagen, jeder Gefangene ein Bett, 6 pro Zelle. Grafittis an den Wänden, Wachen sind korrupt udn lassen sich bestechen. So kommen auch Implantierte in den Knast, was eigentlich verboten ist. Habt ihr gute Links zum Thema? Ich kenne jetzt leider nur ein Beispiel, aus einer einschlägigen politischen Richtung... http://www.anarchist...bc/network.html Für etwas neutralere, gebündelte Infos währe ich dankbar.Zellenbeschreibung vom EA aus indymedia Nhamo 13.06.2007 - 11:05 Die Haftbedingungen müssen insgesamt als sehr brutal und menschenunwürdig beschrieben werden: So hatten Leuten in den Gefangenensammelstellen z.T. sehr lange mit Kabelbindern die Hände gefesselt. Bei Einigen wurden diese auch beim Toilettengang bzw. Schlafen nicht abgenommen. Einige Gefangene mussten sich bei der Durchsuchung vollständig ausziehen und wurden in mindestens einem Fall nackt fotografiert. Den Gefangenen wurden z.T. Brillen und Schuhe in der Gesa abgenommen. Einer Frau, die menstruierte, wurden Tampons verweigert. Anderen Leuten wurden Medikamente verweigert, so wurde z.B. einer Person das Asthma Spray abgenommen. Einer Anderen, deren Hände gefesselt waren und die starken Heuschnupfen hatte, wurde ärztliche Hilfe verweigert. Einer Frau, die bewusstlos wurde, wurde erst nach 3 Stunden der Kontakt zu einem Arzt gewährt. Die Gefangenen wurden in ca. 5,5 x 5,5 Meter großen Käfigen aus Drahtgitter, die nach allen 4 Seiten offen einsehbar waren, untergebracht. Die Gitter waren nicht entgratet, deshalb gab es Schnittverletzungen an den Händen. Als Decke war ein Netz gespannt. In dem Raum gab es eine Galerie, von der aus in die Käfige gefilmt wurde und die Gefangenen ständig beobachtet wurden. Außerdem war in der Halle ununterbrochen Neonlicht und sehr laute Lüftungspropeller und damit starke Zugluft. Die Gefangenen hatten anfangs keine Decken und keine Unterlage auf dem Boden. Es gab keine Waschmöglichkeit und die Gefangenen waren bis zu neun Stunden ohne Wasser.