Exoskelette: zivil, militärisch, fiktiv
#1
Geschrieben 19 Juni 2007 - 18:07
- • (Buch) gerade am lesen:Walter Jon Williams-Hardwired
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• (Film) als nächstes geplant: Ghost in the shell SAC
#2
Geschrieben 19 Juni 2007 - 18:20
#3
Geschrieben 19 Juni 2007 - 21:10
Wobei die meines Wissens nach auch nicht grade zum state of the art mehr gehören. Grade in der Tiefseeforschung setzt man lieber auf ferngesteuerte Gefährte aller Art, als dass man noch Menschen runterschickt. Ich glaube das ist auch der Grund, warum Exoskelette nur für den militärischen und Prothesenbereich entwickelt werden. In Kampfsituationen braucht man eine im krisenfall unabhängig ohne äußeren Input funktionierende Einheit, und ohne KIs bleibt da eben nur der Mensch übrig. Bei Prothesen ist es eh klar. Im normalen zivilen Bereich dürften sich eher Drohnen und ähnliches ferngesteuertes Gerät durchsetzen, die von Menschen in sicherer Entfernung gesteuert werden.Auch fallen mir da diese großen Tiefseetaucheranzüge ein; die ja schon eher kleine Unterseebote sind, als 'Anzüge'...
Eine nicht ganz ernsthafte Zukunftsvision.
Coming Soon.
- • (Buch) gerade am lesen:keins
#4
Geschrieben 19 Juni 2007 - 21:14
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)
#5
Geschrieben 19 Juni 2007 - 22:14
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#6
Geschrieben 21 Juni 2007 - 15:55
Ich bin auch nur interessierter Laie, aber so schwer ist das gar nicht zu abstrahieren: Vergleiche einfach einen militärischen Geländewagen mit einem Schützenpanzer. Der Schützenpanzer hat die stärkere Maschine und eine stärkere Panzerung, aber er schafft trotzdem nur 60 bis 70 Km/h bei einer mittleren Reichweite von 350 Km, während der Geländewagen doppelt so schnell ist und eine mittlere Reichweite von 500 Kilometern hat. Der Schützenpanzer ist vor Beschuss mit Panzerabwehrhand- und Mittelkaliberwaffen bis 30 mm und Personenminen relativ gut geschützt, so lange keine neuralgischen Punkte getroffen werden. Allerdings ist er aufgrund seiner geringeren Einsatzgeschwindigkeit auch leichter zu treffen und kann nicht so leicht in natürliche Deckung manöviert werden. Der militärische Geländewagen ist mit Schutzausstattung gegen Kaliber bis 7.62x51, gegen leichteren (Mörser-) Granaten und gegen einfache Personenminen geschützt. Er ist allerdings schwerer zu treffen und kann leichter Deckung finden. Infanterie im Exoskelett tut im Grunde nichts anderes, als die Zweiteilung von Mensch und Gerät der mechanisierten Infanterie teilweise zusammenzuführen. Ausgehend von derzeitig bekannten, gebrauchsüblichen Materialien zu Panzerung, ist es maximal möglich, dem Infanteristen selbst im Exoskelett annähernd die Panzerung zu geben, den ein Geländewagen mit Schutzausstattung hat - also Schutz gegen Splitter, gegen Kaliber bis 7.62x51 und leichtere Sprengkörper (Hand- und eventuell Mörsergranaten). Mehr ist nicht drin, denn auch mit einem Exoskelett wird der Infanterist kaum eine Panzerung aufweisen wie ein Schützenpanzer, der es auf ein ein Verhältnis von rund einer Tonne Gewicht pro geschütztem Infanteristen bringt. Eine Tonne Gewicht für einen Infanteristen im Exoskelett ist absolut nicht tragbar - im wahrsten Sinne des Wortes. Die nächstgeringere Schutzstufe wäre die des Geländewagens mit Schutzausstattung. Der Witz ist: Eine vergleichbare Stufe haben Infanteristen auf dem derzeit besten Ausrüstungsstand bereits, wenn man berücksichtigt, dass sie natürliche Deckungen ausnutzen und acht geben, wo sie hintreten - was ein Fahrzeug nicht oder nur beschränkt kann. Der Knackpunkt: Der Exoskelett-Soldat hält direktem Beschuss mit Kaliber 7.62x51 nur geringfügig länger stand als der leichter geschützte normale Infanterist, kann aber diesen Beschuss dafür schlechter entgehen und ist beschert im Verlustfall einen größeren Personal- und Materialschaden, ohne dabei größeren Nutzen gebracht zu haben. Allerdings, und nun sind wir beim großen ABER: Auch ein leichtes Militärfahrzeug kann mit deutlich deutlich stärkeren Kalibern ausgestattet werden als ein Infanterist. Es geht ja nicht nur um Defensive, sonder auch (oder gerade) um offensive Möglichkeiten, und da ist es von Vorteil, die "stärkeren Argumente" nicht nur zu tragen, sondern sie auch abfeuern zu können. Ein Soldat im Exoskelett könnte im Prinzip Fahrzeugwaffen ausrüsten. Aus diesem Grund geht aber die Forschung auch stärker in Richtung leistungsfähigerer tragbarer Waffensysteme, während Exoskelette eher nachrangig sind. Die Waffen sollen leichter, präziser, schlagkräftiger und vielseitiger werden, aber sie sollen immer noch von einem ganz normalen Soldaten getragen werden.ich dachte bisher das es gerade der Vorteil eines Exoskeletts wäre eine deutlich überlegene Individualpanzerung mit sich herum schleppen zu können ohne(!) Einbussen bei Geschwindigkeit usw.
Was nützen Schocktruppen im Häuserkampf, die nicht durch Fenster passen und für die auch einige Türöffnungen unpassierbar sind? Die aufgrund ihres Gewichts mit maroden Treppen zusammenbrechen und nicht schleichen (summende Servos, zischende Pumpen und schwere Schritte sind dem nicht zuträglich) oder schnell zur nächstbesten Deckung weiterhuschen können? Die Zivilisten einen heillosen Schrecken einjagen und bei direktem Beschuss aus dem Hinterhalt schätzungsweise eine Sekunde länger aushalten? Gesetzt dem Fall, ein Infanterist wird Gefecht angeschossen. Seine Kameraden leisten erste Hilfe, bis der Sanitäter eintrifft, und bei nächster Gelegenheit kommt er ins Lazarett. Ist er nur marginal angekratzt, bekommt er ein Pflaster oder einen Verband, ein paar aufmunternde Worte, eventuell einen leichtes schmerzstillendes Mittel und kann ggf. sogar im Einsatz bleiben. Wird ein Exokelett-Soldat angeschossen, ist das ein technisches Problem. Seine Kameraden werden wohl kaum das Wissen und die Geräte haben, die Beschädigung vor Ort zu flicken. Experten können auch nicht immer anrücken, denn Mechaniker und Elektroniker genießen nicht den Schutz des Sanitäters und brauchen auch andere Bedingungen, um ihre Arbeit zu verrichten. Also hat man erst einmal einen Totalausfall, der bestenfalls dadurch gemildert wird, dass der Infanterist noch immer aus dem Exoskelett steigen und normal weitermachen kann - nur wird er nicht mehr am Einsatz seiner Truppe teilnehmen können, da deren Anforderungsprofil in gänzlich anderes ist, also auch das Einsatzziel entsprechend aussehen wird.Wenn es aber möglich wäre Exoskelette im Häuserkampf als eine Art Schocktruppen einzusetzen würde das imho eine eigene Waffengattung schon plausibel machen, genauso wie einen "Mechanikerstab".
I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
(Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)
#7
Geschrieben 21 Juni 2007 - 20:52
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#8
Geschrieben 22 Juni 2007 - 14:31
NOVA - Das Deutsche Magazin für Science Fiction & Spekulation
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#9 Gast_Jorge_*
Geschrieben 15 September 2007 - 17:38
#10 Gast_Jorge_*
Geschrieben 09 August 2011 - 22:15
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