Captain Enfick, Temponaut
#1
Geschrieben 11 November 2011 - 08:20
http://www.amazon.de...ref=pd_sxp_f_pt
dann sollte das doch eigentlich auch in den "zuständigen" Foren wahrgenommen werden, zumal der Fandom Observer bereits eine ausführliche Rezension darüber veröffentlich hat. Oder?
Mir hat das Buch trotz des teilweise schnoddrigen Tonfalls sehr gut gefallen, denn hinter dem vermeintlichen Klamauk stecken tiefere Einsichten.
Oder ist die Frage nicht relevant, die sich die Gäste aus den (fiktiven) 30ern im fiktiven Wuppertal des Jahres 2020 stellen: Wo sind eigentlich die Kinder?
HK
#2
Geschrieben 11 November 2011 - 11:30
/KB
Yay! Fantasy-Reimerei Mitte August...
[..] Verzweiflung beschlich sie im Stillen.
Da ergriff eins der kleinsten das Wort:
"Wenn sich all unsere Wünsche erfüllen,
dann wünschen wir einfach mit Willen
die Wünsche-Erfüllung fort!"
Sie befolgten den Rat und von Stund an war
wieder spannend das Leben und heiter.
Die Kinder war'n froh wie vor Tag und Jahr
und vielleicht gar ein wenig gescheiter.
(BewohnerInnen der Stadt der Kinder, aus der "Geschichte vom Wunsch aller Wünsche", aus Die Zauberschule & andere Geschichten, Neuauflage im Thienemann-Verlag, S. 93, von Ende)
#3
Geschrieben 11 November 2011 - 12:07
Neu: Armin Rößler - Die Nadir-Variante
Armin Rößler - Entheete (Neuauflage) +++ Armin Rößler - Cantals Tränen +++ Hebben/Skora/Rößler (Hrsg.) - Elvis hat das Gebäude verlassen
Das Argona-Universum
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Mein Blog
#4
Geschrieben 11 November 2011 - 13:14
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."
(James Corey, Calibans Krieg)
"Sentences are stumbling blocks to language."
(Jack Kerouac in einem Interview mit der New York Post, 1959)
"Na gut, dann nicht, dann bin ich eben raus
Ich unterschreib' hier nichts, was ich nicht glaub'
Na gut, dann nicht, nicht um jeden Preis
Ich gehöre nicht dazu, das ist alles was ich weiß"
(Madsen, Strophe 1 des Songs "Na gut dann nicht")
- • (Buch) gerade am lesen:Ich lese zu schnell, um das hier aktuell zu halten.
-
• (Film) gerade gesehen: Umbrella Academy (finale Staffel)
#5
Geschrieben 11 November 2011 - 13:27
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
Mein Blog
#6
Geschrieben 11 November 2011 - 13:53
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."
(James Corey, Calibans Krieg)
"Sentences are stumbling blocks to language."
(Jack Kerouac in einem Interview mit der New York Post, 1959)
"Na gut, dann nicht, dann bin ich eben raus
Ich unterschreib' hier nichts, was ich nicht glaub'
Na gut, dann nicht, nicht um jeden Preis
Ich gehöre nicht dazu, das ist alles was ich weiß"
(Madsen, Strophe 1 des Songs "Na gut dann nicht")
- • (Buch) gerade am lesen:Ich lese zu schnell, um das hier aktuell zu halten.
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#7
Geschrieben 11 November 2011 - 14:35
Hallo Dirk,
andere Überlegungen hat schon jemand anders - ähm, Enpunkt höchstselbst - angestellt ... http://enpunkt.blogs...fick-kommt.html
Viele Grüße
Tobias
I see.
Naja, viele Menschen werden im Alter etwas wunderlich.
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
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#8
Geschrieben 11 November 2011 - 14:51
Wenn ein "Urgestein" der SF-Szene ein neues, schon vorher kontrovers diskutiertes Buch veröffentlicht
http://www.amazon.de...ref=pd_sxp_f_pt
dann sollte das doch eigentlich auch in den "zuständigen" Foren wahrgenommen werden, zumal der Fandom Observer bereits eine ausführliche Rezension darüber veröffentlich hat. Oder?
Nun, es hat sich wohl bisher keiner getraut, das Thema hier anzusprechen, denn wann immer es in letzter Zeit um "R.M.Hahn" und "UNITALL" ging, waren große Aufregung und gelöschte threads nicht weit...
Ein interessanter Satz aus der Besprechung von Hermann Ritter im FO:
"Kaufempfehlung? Pmff. Wer es haben will, hat es schon, richtig "brauchen" tut man es nicht."
Ja, ich hatte es schon. Um der Antwort auf die bohrende Frage auf die Spur zu kommen, was denn bloß mit Hahn passiert ist (Stichwort: "Mahler-Syndrom"?).
Weiß ich es jetzt?
Ja.
Jaktusch
#9
Geschrieben 11 November 2011 - 15:00
Nun, es hat sich wohl bisher keiner getraut, das Thema hier anzusprechen, denn wann immer es in letzter Zeit um "R.M.Hahn" und "UNITALL" ging, waren große Aufregung und gelöschte threads nicht weit...
Ein interessanter Satz aus der Besprechung von Hermann Ritter im FO:
"Kaufempfehlung? Pmff. Wer es haben will, hat es schon, richtig "brauchen" tut man es nicht."
Ja, ich hatte es schon. Um der Antwort auf die bohrende Frage auf die Spur zu kommen, was denn bloß mit Hahn passiert ist (Stichwort: "Mahler-Syndrom"?).
Weiß ich es jetzt?
Ja.
Jaktusch
Na ja, "Mahler-Syndrom" ist schon eine grenzwertige Formulierung, um kein schärferes Wort zu verwenden.
Aus meiner Sicht spricht das Buch eher dafür, daß Alter nicht vor Einsicht schützt. Und das fiktive Wuppertal des Jahres 2020 ist nicht so weit entfernt von heutigen Entwicklungen.
HK
#10
Geschrieben 11 November 2011 - 15:22
Aus meiner Sicht spricht das Buch eher dafür, daß Alter nicht vor Einsicht schützt.
Du meinst die Einsicht, den Namen einer anderen Person mit einer Obszönität versehen und gleich zum Buchtitel machen zu müssen? Möge der Herr mir die Weisheit geben, im Alter niemals zu solcherart "Einsichten" zu kommen, die doch schwer auf dem Niveau der Pubertät einzuordnen sein dürften...
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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#11
Geschrieben 11 November 2011 - 15:25
Du meinst die Einsicht, den Namen einer anderen Person mit einer Obszönität versehen und gleich zum Buchtitel machen zu müssen? Möge der Herr mir die Weisheit geben, im Alter niemals zu solcherart "Einsichten" zu kommen, die doch schwer auf dem Niveau der Pubertät einzuordnen sein dürften...
Keine Sorge, Dirk - du bist ja kein Dauerpubertierender ...
#12
Geschrieben 11 November 2011 - 15:34
Keine Sorge, Dirk - du bist ja kein Dauerpubertierender ...
Ach doch, ein bißchen schon.
Aber diese Art von Späße habe ich halt mit 13 gemacht, als ich eine Fanzine-Serie namens "Chaos mal drei" publiziert habe. Damals fand ich sowas auch lustig.
Ist aber ein paar Tage her...
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
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#13
Geschrieben 11 November 2011 - 15:37
Du weißt vermutlich genau, daß ich nicht den Titel meine.
Du meinst die Einsicht, den Namen einer anderen Person mit einer Obszönität versehen und gleich zum Buchtitel machen zu müssen? Möge der Herr mir die Weisheit geben, im Alter niemals zu solcherart "Einsichten" zu kommen, die doch schwer auf dem Niveau der Pubertät einzuordnen sein dürften...
Daher ist die Replik etwas billig.
#14
Geschrieben 11 November 2011 - 15:43
"Ha!", machte die alte Dame. "Nur wenn wir verlieren."
(James Corey, Calibans Krieg)
"Sentences are stumbling blocks to language."
(Jack Kerouac in einem Interview mit der New York Post, 1959)
"Na gut, dann nicht, dann bin ich eben raus
Ich unterschreib' hier nichts, was ich nicht glaub'
Na gut, dann nicht, nicht um jeden Preis
Ich gehöre nicht dazu, das ist alles was ich weiß"
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#15
Geschrieben 11 November 2011 - 15:53
Du weißt vermutlich genau, daß ich nicht den Titel meine.
Daher ist die Replik etwas billig.
Um genau zu sein, weiß ich absolut nicht, was Du so meinst, da a) Du das nirgends explizit machst und b ) ich das besagte Buch nicht zu lesen gedenke. Und ICH habe mich auf den Titel bezogen. Von was anderem kann ich hier gar nicht reden.
Bearbeitet von Diboo, 11 November 2011 - 15:53.
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
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#16 Gast_Smiley_*
Geschrieben 11 November 2011 - 16:04
#17
Geschrieben 11 November 2011 - 16:20
Imperium Rhodanum schon vergessen?Ich vermute mal, "Enfick" bezieht sich auf Klaus N. Frick. Ist da jemand frustriert, weil er nicht bei Perry mitschreiben darf?
Buck Rogers
#The World from the nefarious Ming the Merciless- • (Buch) gerade am lesen:Adam Christopher - Empire State
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• (Buch) Neuerwerbung: Annie Jacobsen - 72 Minuten bis zur Vernichtung: Atomkrieg – ein Szenario
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#18
Geschrieben 11 November 2011 - 16:30
Imperium Rhodanum schon vergessen?
Uwe Anton hat in seiner wilden Jugendzeit als Fan auch manches harte Wort gegen PR gerichtet. Und siehe da, was aus ihm geworden ist :-)
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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#19
Geschrieben 11 November 2011 - 16:35
Buck Rogers
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#20
Geschrieben 11 November 2011 - 16:39
Wenn ein "Urgestein" der SF-Szene ein neues, schon vorher kontrovers diskutiertes Buch veröffentlicht
Hä? Wann denn? Nichts von einem Vorab-Skandälchen mitbekommen, fürchte ich...
Oder ist die Frage nicht relevant, die sich die Gäste aus den (fiktiven) 30ern im fiktiven Wuppertal des Jahres 2020 stellen: Wo sind eigentlich die Kinder?
Wenn Du mich so fragst: nein.
#21
Geschrieben 11 November 2011 - 20:52
Dem schließe ich mich gerne an!
Du meinst die Einsicht, den Namen einer anderen Person mit einer Obszönität versehen und gleich zum Buchtitel machen zu müssen? Möge der Herr mir die Weisheit geben, im Alter niemals zu solcherart "Einsichten" zu kommen, die doch schwer auf dem Niveau der Pubertät einzuordnen sein dürften...
Der angebliche "Humor" kommt hier ganz unverblümt als Beleidigung und Rufschädigung daher. Das ist nicht lustig. Herr Hahn ist schon des öfteren auf diesem Grat gewandelt, z.B. mit den unsäglichen Kommentaren in den Film-Lexika. Da hätten auch manche großen Regie- und sonstigen Stars im internationalen Geschäft einiges in den falschen Hals kriegen können. Aber Herr Hahn hat keines dieser Lexika im Alleingang geschrieben und keinen seiner Kommentare mit seinem Namenskürzel abgezeichnet. Es war somit nicht zu ermitteln, wer für die beleidigenden Äüßerungen ("Wichtelhirne", "Kotztüten" & Co) verantwortlich zeichnete.
Diesmal publiziert er in einem Verlag, der (zumindest rechtlich) in der Schweiz ansässig ist. Einen internationalen Prozess halst sich keiner so leicht auf. (Auch ich nicht: der Unitall-Verlag hat ohne mein Einverständnis ein Zitat von meiner Homepage auf die Rückseite eines seiner Bücher gedruckt, und ich konnte und kann nichts dagegen unternehmen.)
An die Moderatoren: ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß der Name Hahn und der Unitall-Verlag schon mehrmals in diesem Thread in Verbindung mit offener Kritik genannt wurden. Sollte mein Posting diesmal wiederum als "persönliche Attacke" gewertet werden und als Anlaß für eine Thread-Schließung herhalten, müßte ich das unter den gegebenen Umständen als eine offensichtliche Attacke gegen mich werten!
Marianne Sydow am 11.11.2011
#22
Geschrieben 11 November 2011 - 21:15
Charly-Press - E-Books und Taschenbücher
Meine Homepage: Charlys Phantastik-Cafe
der SFCD auf YouTube
die SFCD-Vereinsgeschichte
#23
Geschrieben 11 November 2011 - 22:43
Aber gerade diese höchst launigen Kommentare machte doch den Charme aus. Ich fand es gut und sehr oft hatten sie sogar absolut recht damit.Herr Hahn ist schon des öfteren auf diesem Grat gewandelt, z.B. mit den unsäglichen Kommentaren in den Film-Lexika.
Buck Rogers
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#24
Geschrieben 12 November 2011 - 00:10
Ein schlechter Lohnschreiber?
Zumindest jemand der das ganze nicht immer wirklich ernst nimmt. Für mich ergibt Diboos Aussage Sinn. Es paßt zu Klonelefanten die von Superintelligenzen gemeuchelt werden......
#25
Geschrieben 12 November 2011 - 00:48
Wenn ein "Urgestein" der SF-Szene ein neues, schon vorher kontrovers diskutiertes Buch veröffentlicht
dann sollte das doch eigentlich auch in den "zuständigen" Foren wahrgenommen werden, zumal der Fandom Observer bereits eine ausführliche Rezension darüber veröffentlich hat. Oder?
Warum sollte? Stell einfach Deine Meinung vor und tu nicht so, als ob wir hier jemanden totschweigen.
welche und warum trotz?Mir hat das Buch trotz des teilweise schnoddrigen Tonfalls sehr gut gefallen, denn hinter dem vermeintlichen Klamauk stecken tiefere Einsichten.
Ich hab ja auch immer Mühe, die Leute hier zur Diskussion über neue, von mir gelesene Bücher zu animieren, aber ganz klein wenig mehr Enthusiasmus kann man schon erwarten. Oder ging es nur um Provokation?
Dein Eröffnungspost gibt mir leider keine Hinweise darauf, was Du meinst. Gibt es noch Kinder in Wuppertal? In der Presse las ich, die Stadt stürbe aus.Oder ist die Frage nicht relevant, die sich die Gäste aus den (fiktiven) 30ern im fiktiven Wuppertal des Jahres 2020 stellen: Wo sind eigentlich die Kinder?
Und mal ganz davon abgesehen, gibt es denn keine jungen, hübschen Autorinnen, die sich im Schlamm wälzen und streiten? Was interessieren mich Kampfhähne und Frick
TAR!
Zum Glück ist der ElfteElfteElf vorbei.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Moderator im Unterforum Fantasyguide
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog
- • (Buch) gerade am lesen: C. C. Holister – Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand
#26
Geschrieben 12 November 2011 - 03:06
Aber gerade diese höchst launigen Kommentare machte doch den Charme aus. Ich fand es gut und sehr oft hatten sie sogar absolut recht damit.
Im Gegensatz zu dir weiß ich aus persönlicher Erfahrung, wie sich die Opfer solch "launiger" Texte fühlen.
Meinem Mann (Heinz-Jürgen Ehrig, bis zu seinem Tode im Jahre 2003 Big-Name-Fan in der deutschsprachigen SF-Szene) wurde nämlich vor vielen Jahren die zweifelhafte Ehre zuteil, gemeinsam mit etlichen anderen Big-Name-Fans von R.M.H. auf dessen "launige" Weise in einem Kinderbuch durch den Kakao gezogen zu werden. Dabei waren fast alle "Fakten", an denen der Autor seine Gags speziell über meinen Mann aufhängte, völlig aus der Luft gegriffen. Aber schon der Name, als der mein Mann in dem betreffenden Buch unfreiwillig agierte, war so eindeutig, daß selbst Außenstehende auf Anhieb erkannten, wer gemeint war (was einen eindeutigen Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht darstellte)..
Die ganze Sache sprach sich schnell herum - nicht nur im Fandom, sondern auch sonst, z.B. in der Dienststelle. Er wurde mit allerlei Fragen und Verdächtigungen konfrontiert, auf die er logischerweise nicht antworten konnte, weil sie keinen realen Hintergrund hatten und damit nicht erklärbar WAREN. Die Erklärung, das sei alles nur der Phantasie des Autors entsprungen, wurde nicht akzeptiert. Jedermann war fest davon überzeugt, daß R.M.H. im Besitz geheimer Kenntnisse über meinen Mann war. Allgemeine Meinung: sonst hätte der Autor das ja gar nicht erst schreiben können, weil er sonst mit einer Klage hätte rechnen müssen. Daß mein Mann NICHT klagte, galt daher schon mal als der Beweis dafür, daß an der ganzen Sache etwas dran war - eine Klage hätte jedoch genau dasselbe bewirkt.
Daraus ergab sich eine ganz spezielle Form von Mobbing. Mein Mann wurde zum Zentrum von Witzen und "Scherzen", von denen ihn viele bis ins Mark trafen. Er durfte sich das aber nicht anmerken lassen. Nach dem Phantasie-Image, daß R.M.H. ihm verpaßt hatte, war er als humorlos und verbissen abgestempelt. Jeder Protest wäre zusätzliches Wasser auf die Mühlen der anderen gewesen.
Diese Zeit war für ihn alles andere als "launig".
Das Schlimme daran: Das Buch, das meinem Mann so schwer auf der Seele lag, hätte ohne weiteres auch mit ganz anderen, frei erfundenen Namen funktioniert - es war gar nicht nötig, irgend jemandes Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Das trifft sicher auch auf das aktuelle Buch zu. Aber allem Anschein nach war (und ist) das dem Autor nicht genug. Er legte (und legt wiederum) großen Wert darauf, reale Menschen als Figuren zu verwenden, vielleicht um sie bloßzustellen oder sich an ihnen zu rächen - wofür auch immer.
Und DAS ist NICHT lustig - nicht für die, die es trifft!
An die Moderatoren: ich weise nochmals auf meinen Zusatz zum Post Nr. 21 hin!
Bearbeitet von Marianne Sydow, 12 November 2011 - 03:21.
#27
Geschrieben 12 November 2011 - 08:49
#28
Geschrieben 12 November 2011 - 09:17
welche und warum trotz?
Ich hab ja auch immer Mühe, die Leute hier zur Diskussion über neue, von mir gelesene Bücher zu animieren, aber ganz klein wenig mehr Enthusiasmus kann man schon erwarten. Oder ging es nur um Provokation?
Geht es auch ohne Unterstellungen?
Meine Befürchtung vor der Lektüre war, dass es RMH nur um eine Art Retourkutsche gegen KNF, der ihn wegen des Verlags heftig kritisiert hatte, ging und das Ganze eher peinlich sein würde. Aber ich war natürlich neugierig und habe mir das Buch dennoch zugelegt.
Nun kommt besagter "Captain" Enfick in dem Buch zwar sein Fett weg, aber es kann schon aus Altersgründen nicht der reale Widerpart sein, sondern Hahn kreiert ein Erziehungs-Produkt der heutigen Gesellschaft, in das er all seine Abneigungen projiziert. Auch seine Beschreibung von Wuppertal im Jahr 2020 ist zwar satirisch überhöht, aber dennoch so unwahrscheinlich nicht. Das Abitur wird im Jahr 2020 verlost, denn es wäre ja diskriminierend, wenn weniger Leistungsfähige schlechter gestellt würden als andere. Das kommt mir bekannt vor, ebenso wie die "Frauenquote im Straßenbau", die mich schon an die aktuelle Diskussion um eine solche in DAX-Konzernen erinnert hat. Auch das ewig "tolerante" pseudochristliche Elternhaus des Captains erinnerte mich an so manchen EKD-Funktionär usw. usf. Die demographische Entwicklung hatte ich schon angesprochen, die ja auch ihre Ursachen hat und deren Folgen Hahn ziemlich unverblümt darstellt. Dazu kommt, daß die Satire einen Was-wäre-wenn-Plot aufweist, der auch ohne den Captain funktionieren würde. Auch die Gegenüberstellung der Weltbilder der (fiktiven) Vergangenheit und einer (gar nicht so fiktiven) Zukunft ist nicht ohne Reiz.
Was dem Autor allerdings völlig abgeht, ist die Einsicht, daß es Leute wie er waren und sind (eben die sogenannten Alt-68er), die maßgeblich zu den von ihm im Buch satirisch überhöhten Verhältnissen im Jahr 2020 beigetragen haben. So bleibt die Frage offen, ob das Buch einen Sinneswandel markiert oder die Verdrängung der eigenen Position in der Vergangenheit.
Ich bin kein Fan von RMH, muß aber zugeben, daß er mit dem "Captain" eine Gesellschafts-Satire fast schon Swiftscher Qualität vorgelegt hat, auch wenn manch drastische Formulierung entbehrlich gewesen wäre.
#29
Geschrieben 12 November 2011 - 11:35
By the way : Ich bin ein Fan des früheren RMH.
Bearbeitet von a3kHH, 12 November 2011 - 11:36.
#30
Geschrieben 12 November 2011 - 13:32
Jein, es gibt noch zahlreiche weitere Anspielungen auf das Fandom und andere Autoren, die amüsanter und weniger plump daherkommen als die titelgebende. Außerdem sind Absoluta wie "gut" oder "schlecht" auf eine Satire wie diese kaum anwendbar.So wie Du das beschreibst, wäre das Buch gut gewesen, wenn die Fandom-Antipathien des Autors herauslektoriert worden wären. Richtig ?
By the way : Ich bin ein Fan des früheren RMH.
Wer bissigen Sarkasmus mag und dem Zeitgeist skeptisch gegenübersteht, wird sich bei der Lektüre amüsieren, während andere sich in ihren Vorurteilen bestätigt fühlen können.
Ich war positiv überrascht, weil ich RMHs Art zu schreiben bislang eher skeptisch gegenüberstand, aber als Gesellschaft-Satire ist das Buch m. E. okay. Andere werden zweifellos zu einem anderen Fazit kommen.
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