
Twin Peaks
#1
Geschrieben 24 Dezember 2003 - 08:29
#2
Geschrieben 27 Dezember 2003 - 21:53
(Georg Christoph Lichtenberg)
#4
Geschrieben 29 Dezember 2003 - 20:00

(Georg Christoph Lichtenberg)
#5
Geschrieben 31 Dezember 2003 - 10:16


#7
Geschrieben 10 Juni 2004 - 13:44
Bearbeitet von molosovsky, 10 Juni 2004 - 13:47.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#9
Geschrieben 11 Juni 2004 - 22:42

#10
Geschrieben 11 Juni 2004 - 23:23
Bearbeitet von molosovsky, 11 Juni 2004 - 23:25.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#11
Geschrieben 12 Juni 2004 - 05:37
hi molosovskySooo der Wahnsinn sind die Sonderausstattungsbeiträge der ersten Staffel nicht gewesen
sehe ich auch so - bei der serie interesieren mich am meisten die folgen selbst
http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/dry.png häää - eigentlich bei allen filmen -

aber durch das bonusmaterial können die verkäufer mehr geld verlangen obwohl sie dinge nehmen die sie wegschnipseln mussten - schlimm schlimm
und dass du bei uns keinen kuchen essen würdest


lg joe

PS: gratis von joe chip als bonus!
coopers dreams

#12
Geschrieben 19 Juli 2004 - 02:00
Mein Blog: http://translateordie.wordpress.com/ Meine Buchbesprechungen: http://lesenswelt.de/
#14
Geschrieben 22 November 2005 - 18:46
Da dies der einzige TP-Thread ist, der auch allgemein TP bespricht, habe ich mir die Freiheit genommen, den Titel etwas zu ändern.
Ich bezwecke eine kleine Diskussion an zu fachen, die sich auf molosovskys Rezension im entspr. Film-DB-Thread bezieht: Würdet ihr TP als Ganzes als SF einstufen?
Wenn ja, bewege ich in Absprache mit der restlichen "Filmcrew" den Beitrag in den SF-Teil der DB (aus dem Titel würde vorauss. das "Season 1" verschwinden).
P.S.: Ich kenne die Serie so gut wie gar nicht, hat mich irgendwie nie gereizt. Aber evtl. kommen ja hier (oder in der DB) ein paar schlagkräftige Argumente zusammen warum ich mir eine derart lange Serie mal antun sollte.
/KB
Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."
(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")
#15
Geschrieben 22 November 2005 - 23:14
Trotz des neuen Titels stelle ich natürlich nochmal die Frage in die Runde: Weiss schon wer ob die Second Season auf deutsch noch erscheint?

Twin Peaks SF? - Gute Frage. Phantastisch auf jeden Fall. In anbetracht dessen, dass hier auf dem Board doch einige SFies sind die auch TP nicht verachten, kann man es aber sicher getrost an Board lassen, denk ich.

LG Joe
#16
Geschrieben 23 November 2005 - 11:19
*sich anschließt*Trotz des neuen Titels stelle ich natürlich nochmal die Frage in die Runde: Weiss schon wer ob die Second Season auf deutsch noch erscheint? http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/ohmy.png
Als SF würde ich es eher nicht einstufen, dafür ist es zu spirituell-abgehoben ähm ... na ja.

#17
Geschrieben 23 November 2005 - 13:21
Es gibt wohl auf beiden Seiten des Atlantiks Probleme (die einen sagen: Rechte, die anderen sagen: Bildmaster), auf Ankündigungen diesbezüglich gebe ich nix mehr, da bin ich zu oft enttäuscht worden.Trotz des neuen Titels stelle ich natürlich nochmal die Frage in die Runde: Weiss schon wer ob die Second Season auf deutsch noch erscheint? http://www.scifinet....tyle_emoticons/default/ohmy.png

- • (Buch) gerade am lesen:"Tales of the Shadowmen 1", J.-M. Lofficier (ed.)
- • (Buch) als nächstes geplant:"Tales of the Shadowmen 2", J.-M. Lofficier (ed.)
-
• (Buch) Neuerwerbung: Sherlock Holmes - Aus den Geheimakten des Weltdetektivs (Sammelband, 1973, mit 15 Heftromanen (1907/1908))
-
• (Film) gerade gesehen: "Das Testament des Dr. Mabuse" (Fritz Lang)
-
• (Film) als nächstes geplant: "Jurassic World: Dominion" (Dinos!!!!!)
-
• (Film) Neuerwerbung: "Judex" (Louis Feuillade)
#18
Geschrieben 23 November 2005 - 14:38
Die Antwort ist meiner Meinung nach nein, "Wissenschaft" (science) spielt keine Rolle bei den Ereignissen und erst ziemlich zum Schluss könnte man die Einstufung als SF rechtfertigen.Würdet ihr TP als Ganzes als SF einstufen?
Sullivan
Bearbeitet von Sullivan, 23 November 2005 - 14:39.
#19
Geschrieben 09 Dezember 2005 - 12:26
Nun, wir wissen, daß es auch ein flirrenderes Mittelfeld an SF gibt, in dem z.B. ehr Thriller oder Abenteuer-Elemente die Fiktion bestimmen, und die Science ›nur‹ EINE wichtige Ingredienz der Narration darstellt; und es gibt auch einen zerfransten Randbereich, in dem sich Werke tummeln, die als SF bezeichnet werden (und die sogar von ›den Vielen‹, oder dem Mainstream als stilprägende SF angesehen werden), obwohl so wie gar keine Nähe zum wissenschaftlichen Denken vorhanden ist (siehe ›Weltraum-Märchen‹ wie »Star Wars« oder »Riddick«).
Nun: »Twin Peaks« fährt ab der zweiten Staffel mit der Story-Linie ›Project Bluebook‹ auf, mit Major Briggs als Militärexperte eines geheimen Forschungsprojekt. Ich sage, daß Lynch und Frost sehr geschickt die Grenzen zwischen ›Supernatural Horror‹ und SF in einer Weise verwischen, die ich zumindest als Anknüpfen an die Tradition eines Poe, Lovecraft ect nehme.
EDIT-ERGÄNZ: Gerade bei Filmen sollte man mMn durchaus großherziger mit den Grenzziehungen von SF (oder anderen Genres) sein, denn Film ist nun mal ein vergleichsweise un-intellektuelles Medium. Das Bild und der Ton dominieren den Film, und zielen damit zuvörderst auf ein sinnlich-emotionelles Erlebnis. Bücher sind auch deshalb viel mehr ein ›Hirnmedium‹, da sie sich in aller Ruhe betrachten lassen, der Konsument das Tempo bestimmt. (Mit diesem Absatz will ich nicht Sully rügen †” Die Meinung: »Twin Peaks ist keine SF« ist völlig legetim. Nur ich teile sie eben nicht unbedingt.)
†¢†¢†¢
Aktuellster Stand zur Threadfrage:
QUELLE: DVD-Magazin.
GrüßeVÖ-Datum: 01.06.2006
Kapitel- / Szenenanwahl, Analyse vom Regisseur, Interviews mit Darstellern und Crew, u.v.m.
Es besteht die Wahrscheinlichkeit, daß die 2. Season auf zwei Boxen verteilt wird.;(Quelle: Torsten Nobst von Paramount Deutschland, November 2002);Infos folgen ....
Alex / molosovsky
Bearbeitet von molosovsky, 09 Dezember 2005 - 12:35.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
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#20
Geschrieben 09 Dezember 2005 - 17:24

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#21
Geschrieben 10 Dezember 2005 - 15:50
Diese Saetze finde ich sehr interessant. Allem vor dem ersten Komma stimme ich zu, allerdings gab es dazu ganz grosse Diskussionen als wir diese Offenheit auf die Film-DB anwenden wollten. (Bis heute tut mir Leid dass damals daraufhin ein DB-Mod fuer immer vom Board verschwand.)Gerade bei Filmen sollte man mMn durchaus großherziger mit den Grenzziehungen von SF (oder anderen Genres) sein, denn Film ist nun mal ein vergleichsweise un-intellektuelles Medium. Das Bild und der Ton dominieren den Film, und zielen damit zuvörderst auf ein sinnlich-emotionelles Erlebnis. Bücher sind auch deshalb viel mehr ein ›Hirnmedium‹, da sie sich in aller Ruhe betrachten lassen, der Konsument das Tempo bestimmt.
Dass Filme unintellektueller sind, ist eine interessante Behauptung. Muessen sie es denn sein? Oder: Bedeutet der SF-Stempel intellektuellen Anspruch?

Ich kenne TP nicht, aber aus deinen Kommentaren und der heutigen Sicht (nachdem der Okkultismus-Kult sich nach wie vor grosser Beliebtheit erfreut und auch in die SF immer mehr vordringt) wuerde ich dir in der Zuordnung zustimmen. Mal sehen wie die Mehrheit der Stimmen hier bis, sagen wir, Jahresende aussieht.
/KB
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(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")
#22
Geschrieben 09 November 2006 - 22:19
Da hab ich dann herumgestöbert und bin auf gute Neuigkeiten gestoßen.#
Ich freue mich also, verklünden zu können, daß es wohl diesmal Nägel mit Köpfe sind, wenn ich von Amazon die Daten 4. Januar (Staffel 2.1) und 5. April (Staffel 2.2) 2007 vermelden kann. Diesmal mit Verpackung!
ich wußte, daß Lynch erstmal seine letzten Kinofilme fertig machen wollte, und die DVD-Mache hochselbst überwachen wollte, nachdem jahrelang Konkurs- Firmenaufkauf und Lizenz-Hickhack die DVD-Veröffentlichung verzögerten.
Wer noch bis Samhain 2007 wartet, kann sich dann auch gleich die ›Complete Mystery‹-Box mit der ganzen Serie zulegen.
So.
Nach dieser tollen Neuigkeit, können wir hoffentlich diesen Thread schließen.
Grüße und tut-tut mit der selbstgeschnitzen Flöte
Alex / die molo-eule
P.S.:
Jetzt muß nur noch »On the Air« bei uns auf DVD rauskommen, und ich bin schwebe im vollkommenen gLYNCk.
Bearbeitet von molosovsky, 09 November 2006 - 22:22.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#23
Geschrieben 14 Dezember 2006 - 17:57
Diese Aussage finde ich - genau wie yiyippeeyippeeyay - atemberaubend.†¦ denn Film ist nun mal ein vergleichsweise un-intellektuelles Medium.
Wenn Du damit tatsächlich sagen möchtest, dass die Art und Weise eine Geschichte mit Schauspielern, Scheinwerfern, Kamera und Mikrofon zu erzählen an sich schon unintellektuell ist, dann findest Du hier den härtesten Gegensprecher, den Du Dir vorstellen kannst. Denn Filme wie "Stalker" von Tarkowski, Lynchs Erstlingswerk in Spielfilmlänge "Eraserhead" oder auch Werke wie "Broken Flowers" von Jarmusch sprechen gegen diese Aussage. Letzterer ist zwar kein SF aber mir geht es hier eher darum, die Aussage zu widerlegen.
Volle Zustimmung findest erntest Du bei mir, wenn es darum geht, wie der Film vorzugsweise verwendet wird. Denn Du hast schon Recht: Film wird viel schneller konsumiert als ein Buch und gebiert deswegen eher auch leichte Kost.
Oder meintest Du, dass der Lesevorgang an sich schon einer intellektuellen Leistung bedarf ? Schließlich muss man erst einmal lesen können; was in Deutschland für immerhin 0,6% der Bevölkerung nicht selbstverständlich ist (Quelle: Wikipedia). Die Anzahl an Leuten die hören und sehen aber nicht verstehen können ist da deutlich geringer (Stichwort Authismus).
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich habe dunkel im Hinterkopf, dass wir eine ähnliche Diskussion bezüglich der Genre-Intellektualitäten schon einmal auf dem Board geführt haben. Außerdem bin ich im Moment zu Faul, den damaligen Thread heraus zu suchen.

Nebenbei bemerkt freue ich mich wie ein Schneekönig im Hochsommer auf die zweite Staffel.

Bis dennen,
Henrik
Gregory Benford, Larry Niven, "Himmelsjäger"
Gerade am Lesen
Gregory Benford, Larry Niven, "Sternenflüge"
Gerade gesehen
Serie "Mad Men"
#25
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 04:52
freut mich ja sehr mal wieder (sozusagen) in Richtujng Wien zu schreiben. — Meine Meinung zu Film verglichen mit anderen Medien:
Das Medium Film, also die Technik, ist nicht etwa an sich unintellektueller als andere Medien. Zwei Dinge aber wirken (zum guten? zum schlechten?) zusammen, und lassen das Medium Film für mich eben eher vergleichsweise unintellektuell daher kommen. — (Was jetzt kommt ist etwas wildes Denken. Seid also bitte etwas ›tolerant‹. Ich versuch auch so un-empörend und un-beschämend zu machen, wie ich kann.)
Ganz grob vereinfachend:
1.1.) Es gibt Medien, die sind weiblich (es fällt leichter, sie als Konsument wie ein Mann ›zu nehmen‹). Bücher, Comics, ein Park, ein Gemälde, herkömmliche ›Old School‹-Spiele usw. — ICH bestimme das Tempo. ICH bestimme, wann ich ne Pause mach. Es geht hier wirklich um die Souveränität in Zeit und Raum GEGENÜBER dem Medium.
Und es gibt Medien, die sind männlich (und die überwältigen den Konsumenten). Filme, Achterbahn, Konzert- und andere Live-Situationen, Konsolen/PC-Spiele. — Natürlich kann man diese Medien als Konsument genauso ›nehmen‹, wie die erste Gruppe. Aber — zumindest meiner Meinung — dazu braucht’s entweder Veranlagung, oder Kultivierung. Diese Medien nenn ich also »Überwältigungs-« oder auch »Vergewaltigungsmedien«, und ich meine das nicht vorwurfsvoll. (Hab heute die DVD von »Final Fantasy VII: Advent Children« gekauft).
1.2.) Zudem ist Film ein Medium, bei dem die elegante Beimengung von VIEL Detailinfo eben eher visuell und klanglich läuft. Ich bin halt so altmodisch, die Sprache als das Hauptmedium des Verstandes zu betrachten, und nicht Bild und Ton (die schneller, aber eben auch emotioneller verarbeitet werden). Bücher oder Gemälde eigenen sich hervorragend, um unterschiedlichste Info- und Intellekt-Reize mit großer Varianz und Breitenstreuung anzuhäufen; wohingehen Film oder Spiele eher Bewegungs- und Einbettungswucht anzuhäufen verstehen. — Entsprechend schwer ist es z.B. mit Literatur zu erschrecken (nicht ganz so schwer jedoch ists für Literatur, spontanes Lachen auszulösen!). Filme dagegen tun sich schwere, langsam aber kraftvoll zu wirken. — Miteinander verglichen, sind Film und Buch also schlicht ganz unterschiedlich geartet, was die Grundstruktur an Info- und Reizauslöser-Anordnung betrifft. Film ist zeitlich fix, Literatur ist es nicht. Film ist ein multi-sensuelles Medium, Literatur liefert einen Code, der die Eigen-Simulation von multi-sensuellen Reizen ermöglicht (also: schlicht mehr ARBEIT bedeutet).
Natürlich gibt es viele Filmwerke, die diesen meinen Meinungsquatsch ad absurdum führen. Das sind dann aber meist auch entsprechend bekannte Sachen, Kultstoffe, an denen herumzuinterpretieren immer wieder anregend ist, und die deshalb auch vom Publikum (nicht NUR von Fans) gehegt werden, und die schließlich in einen mehr oder weniger klaren Kanon eingehen.
2) Es ist doch ungleich schwerer, an die richtig ›intellektuellen‹ Filmsachen rannzukommen. Da Film halt so tolle Voraussetzungen mitbringt, das Publikum zu überwältigen, wird diese Eigenschaft natürlich auch genutzt von den Künstlern und Machern. Schön beknackt wären sie, wenn sie’s nicht täten. — Das dumme ist aber, daß eben ›die zarteren‹ und ›ungewöhnlicheren‹ Zweige des Film-Evolutionsbaumes entsprechend schneller in die Orchideennischen abgedrängt werden.
Soweit meine Erklärung, warum ich Filme (tendentiell) für vergleichsweise un-intellektuell halte.
Grüße
Alex / molosovsky
Bearbeitet von molosovsky, 15 Dezember 2006 - 05:17.
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Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#26
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 13:47
Nö, ich halte das für grundlegend falsch. Es gibt jede Menge äußerst anspruchsvolle Filme, und davon einige, die auf scheinbar "leichten Füßen" daherkommen, locker und leicht erzählt sind, damit sie jeder anschauen kann, auch wenn er den Anspruch dahinter nicht bemerkt oder nicht bemerken will. z.B.: Ein Film, den man nicht kapiert, der in seiner Struktur und Erzählweise undurchschaubar ist, muss noch lange nicht intellektuell sein. Das vergleiche ich mit einem Sachbuch: Je komplizierter, fremdwörtlerischer und geschraubter ein Autor schreibt, umso mehr vertuscht er damit seine Unfähigkeit, sich auszudrücken und sein - möglicherweise mangelhaftes Wissen - anderen nahezubringen. Die Thematik mag dann also intellektuell sein, das Buch selbst ist es aber ganz und gar nicht. Solche Bücher sind Selbstbeweihräucherung und Selbstverliebtheit, nach dem Motto "ich zeige euch mein Wissen, aber so, dass ihr es nicht kapiert, um nicht auf eine Stufe mit mir zu kommen". Gerade der Film ist ein hervorragendes Medium dafür, leichte Unterhaltungselemente mit Tiefe zu verbinden und so ein harmonisches Ganzes zu schaffen, an dem man sich erfreuen kann und darüber nachdenken. Und dabei sind die Dialoge das Entscheidende.Er schrieb vergleichsweise, also denke ich mal er meint der Film als Medium sei ingesamt gesehen unintellektueller als andere Medien wie z.B. das Buch, das Bild etc. Ob das richtig oder falsch ist, sei mal dahingestellt.
#27
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 15:54
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#28
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 17:08
Man vergleiche nur mal V for Vendetta das Comc mit dem Film. Obwohl der Film zu einem der textreichsten der letzten Zeiten gehört, kommt er bei weitem nicht an die Tiefe des Comics heran. Weil Film eben immer rennt rennt rennt, wie ein Konzert. Schon im Theater kann man nicht so viel inhaltliche Auseinandersetzung und Info unterbringen, wie in einem gedruckt gleichlangen Prosatext. Ich red hier nicht von meinen Wertmaßstaäben. Sondern von dem, was ich mediale Morphologie nennen könnt. Alex Kluge kenn ich gar nicht (ich guck kein Fernsehen), aber Quentin Tarantino ist definitiv ein Intellektueller & ein echter Künstler. Zumindest für mich. Grüße Alex / moloGerade der Film ist ein hervorragendes Medium dafür, leichte Unterhaltungselemente mit Tiefe zu verbinden und so ein harmonisches Ganzes zu schaffen, an dem man sich erfreuen kann und darüber nachdenken. Und dabei sind die Dialoge das Entscheidende.
Bearbeitet von molosovsky, 15 Dezember 2006 - 17:08.
MOLOSOVSKY IST DERZEIT IN DIESEM FORUM NICHT AKTIV: STAND 13. JANUAR 2013.
Ich weiß es im Moment schlicht nicht besser.
#29
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 17:25
Nun ja, Kluges grosse Zeit war in den 60ern und 70ern. Unpolemisch gemeinte Frage: Was ist an Tarantino intellektuell? Mir scheint, dass wir sehr unterschiedliche Dinge unter dem Begriff verstehen. "Intellektuell" heisst für mich: hintefragen, analysieren, Dinge in einen grösseren geschichtlich-philosophischen Zusammenhang setzen, relativieren. Intellektuell ist auf jeden Fall nicht identisch mit intelligent. Ich würde sagen, dass Intellektuealität auf jeden Fall ein bestimmtes Mass an Bildung und Wissen voraussetzt, während Intelligenz auch ganz "ungehobelt" und "roh" sein kann. Obwohl ich Film über alles liebe, und Diskussion Film vs. Literatur gegenerell für wenig sinnvoll halte, scheint mir Literatur tatsächlich intellektueller, und dies aus einem sehr simplen Grund: Das Medium der Literatur ist die Sprache, Denken und vor allem Argumentieren und Analysieren sind primär sprachliche Prozesse. Insofern ist die Literatur besser dazu geeignet, "intellektuelle Fragestellungen" zu behandeln, ganz einfach weil sie mit dem Medium operiert, in dem diese Fragestellungen auch sonst "zu Hause" sind. Wenn im "Zauberberg" Settembrini und Naphta kapitelweise über alle möglichen philosophischen Fragen diskutieren, ist das grossartig zu lesen, etwas Entsprechendes im Film kann ich mir eigentlich nicht vorstellen und habe ich bislang auch nicht gesehen.Man vergleiche nur mal V for Vendetta das Comc mit dem Film. Obwohl der Film zu einem der textreichsten der letzten Zeiten gehört, kommt er bei weitem nicht an die Tiefe des Comics heran. Weil Film eben immer rennt rennt rennt, wie ein Konzert. Schon im Theater kann man nicht so viel inhaltliche Auseinandersetzung und Info unterbringen, wie in einem gedruckt gleichlangen Prosatext. Ich red hier nicht von meinen Wertmaßstaäben. Sondern von dem, was ich mediale Morphologie nennen könnt. Alex Kluge kenn ich gar nicht (ich guck kein Fernsehen), aber Quentin Tarantino ist definitiv ein Intellektueller & ein echter Künstler. Zumindest für mich.
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#30
Geschrieben 15 Dezember 2006 - 17:28
Das ist jetzt nicht ganz fair - bzw. eigentlich ziemlich unfair -, da es sich bei V for Vendetta eben um eine Adaption handelt. Wenn du die Möglichkeiten unterschiedlicher Medien vergleichen willst, solltest du dir anschauen, wie ein ähnliches / vergleichbares Thema in den unterschiedlichen Medien abgehandelt wird. Allein schon die grundsätzliche Möglichkeit, in visuellen Medien wie Comic und vor allem Film, mittels der Textebene die Bildebene zu konterkarieren (und umgekehrt), eröffnet neue Wege, an bestimmte Themen ranzugehen. Und ein Film muss nicht immer rennen und rennen. Diese Tempogeilheit und die schnellen Schnitte sind dem Actionkino amerikanischer Provenienz geschuldet (das natürlich mittlerweile unsere Sehgewohnheiten bestimmt). Aber ein Film kann auch sehr langsam sein.Man vergleiche nur mal V for Vendetta das Comc mit dem Film. Obwohl der Film zu einem der textreichsten der letzten Zeiten gehört, kommt er bei weitem nicht an die Tiefe des Comics heran. Weil Film eben immer rennt rennt rennt, wie ein Konzert. Schon im Theater kann man nicht so viel inhaltliche Auseinandersetzung und Info unterbringen, wie in einem gedruckt gleichlangen Prosatext.
Hm. Fast wäre ich versucht, "du Glücklicher" zu sagen.Alex Kluge kenn ich gar nicht (ich guck kein Fernsehen)


Da du ja den entsprechenden Zusatz gebracht hast, lohnt es sich noch nicht einmal, über diese Aussage zu streiten.aber Quentin Tarantino ist definitiv ein Intellektueller & ein echter Künstler. Zumindest für mich. Grüße Alex / molo

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