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Buchmarkt


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195 Antworten in diesem Thema

#181 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 21 März 2026 - 19:46

Der Berliner Buchladen ist Gegenstand eines Artikels:
https://www.n-tv.de/...id30496295.html


Das Ganze ist lächerlich.
Entweder wird nun konkret begründet, warum diese drei Buchhandlungen ausgeschlossen wurden bzw. ausgeschlossen bleiben sollen, oder Herr Weimar räumt einen Irrtum ein.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:"Earthland" (Kai-Holger Brassel)
  • (Buch) als nächstes geplant:"Der Tempel am Ende der Zeit" (Sven Haupt), "Stille Erde" (Hans Jürgen Kugler)

#182 deval

deval

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Geschrieben 21 März 2026 - 20:25

Ich vermute mal, die Begründung wird dir hier niemand geben können.


"Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105

 

www.fantasybuch.de


#183 Dreamer

Dreamer

    Cybernaut

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Geschrieben 23 März 2026 - 18:15

"Hirnpest in Buchform" (Denis Scheck)

 

 

http://www.mdr.de/pr...eratur-100.html


Bearbeitet von Dreamer, 23 März 2026 - 18:22.


#184 Jannis

Jannis

    Der Fantastische Buchladen Moderator

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 14:28

Jetzt spricht der Börsenverein des deutschen Buchhandels von einer "Lesekrise"

 

 

Die Zahl der 10- bis 15-jährigen Buchkäufer*innen sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 30,6 %, die Ausgaben in dieser Altersgruppe um 23,8 %. Auch beim Gesamtumsatz muss die Branche ein Minus von 2,7 % hinnehmen, das erste Halbjahr 2026 schließt mit einem Umsatzminus von 4,1 Prozent ab. Ein alarmierendes Signal.

 

Dafür läuft aber wenigstens Young & New Adult. :) 

 

Zahlen 2025 + 1. HJ 2026: Überblick über Wirtschaftszahlen des deutschen Buchmarktes - Börsenverein

 

Posting auf LinkedIn: https://www.linkedin...7867446273-S9lB


Meistens gut gelaunt, offen für sehr viel und immer für eine angeregte Diskussion zu haben!

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#185 Stephan

Stephan

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Geschrieben 09 Juli 2026 - 19:19

Mal eine etwas andere Nachricht aus der Branche.

 

Die Verlage "Black Edition" und Purebelle, die beide zusammen gehören und bisher ihre Knete mit diesen Dark Romance-Farbschnittbüchern gemacht haben, die überall in den Buchhandlungen rumstehen, haben verkündet, dass sie für ihre Titel die Printausgaben einstellen werden und zukünftig nur noch E-Book und Hörbücher veröffentlichen werden.

 

Genannt haben die beiden Verlage das jeweils gleiche Statement die folgenden Gründe anführt:

 

  • "Die Nachfrage nach deutschen Dark-Romance-Printtiteln geht seit einiger Zeit branchenweit deutlich zurück
  • "Immer mehr Titel erscheinen" daher "verteilen sich Leser auf sehr viele Bücher"
  • "Gedruckte Bücher werden teurer - deshalb kaufen viele bewusster und sind zurückhaltender"

 

Jetzt gebe ich zu bedenken, dass das nur ein Verlag von vielen auf dem Markt ist und sein kann, dass die angeführten Gründe nicht (vollständig) den Tatsachen entsprechen und eventuell auch nur für indivudelle interne Probleme des Verlags herhalten müssen. Aber dafür habe ich halt keine Hinweise.

 

Zu sehen sind die Statements auf den jeweiligen Instagram-Seiten der Verlage oder auch auf Reddit in einer dezidierten Diskussion dazu:

 

Quelle:

https://www.reddit.c...intbetrieb_ein/

 

 

Sollten die Gründe stimmen, finde ich diese Entwicklung interessant und auch etwas überraschend. Ist das eventuell eine Trendwende im Dark-Romance Boom?


Bearbeitet von Stephan, 09 Juli 2026 - 19:20.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

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#186 Jannis

Jannis

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 15:40

Wenn ihr "Spaß" am Sonntag haben wollt: Holt euch eine Tüte Popcorn und schaut euch dieses Video (35min) an, wie sich die Book-Toker-Szene gerade selbst zerfleischt O.O

-->


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#187 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 18:28

Hmm. Das ist schon ein bisschen peinlich. Also so wie soziale Medien und Foren halt überall ein bisschen peinlich sind. Wie früher auf dem Schulhof, nur eben jetzt öffentlich. Warum fandst du das betrachtenswert? (Ernst gemeinte Frage: Was hast du rausgezogen?)

 

Mich befremdet dieses "Bücherlesen als Live style" Thema irgendwie. Vielleicht bin ich zu alt.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

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#188 Dyrnberg

Dyrnberg

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 06:58

Mal abgesehen von der irre anstrengenden Art, wie die Moderatorin spricht (phew, ich kann da kaum zuhören), ist es ganz unterhaltsam (danke für das Video), aber auch überraschungsarm: Am Jahrmarkt der Eitelkeiten geht es um Eitelkeiten, sprich: Geld und Aufmerksamkeit. 



#189 Jannis

Jannis

    Der Fantastische Buchladen Moderator

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 11:07

Hmm. Das ist schon ein bisschen peinlich. Also so wie soziale Medien und Foren halt überall ein bisschen peinlich sind. Wie früher auf dem Schulhof, nur eben jetzt öffentlich. Warum fandst du das betrachtenswert? (Ernst gemeinte Frage: Was hast du rausgezogen?)

 

Mich befremdet dieses "Bücherlesen als Live style" Thema irgendwie. Vielleicht bin ich zu alt.

 

Was ich mitgenommen habe, war tatsächlich weniger das wie (das hier so rüber kam), sondern das was:

 

BookTok -> keine Plattform zum Bewerben, sondern eher für den zwischenmenschlichen Konflikt

Chest of Fandoms --> insolvent

Phantoroin Verlag --> insolvent

WandaVersum --> ??

 

Das sub-Genre, das die höchste Aufmerksamkeit in den letzten Jahren bekam ("ist das die Rettung der Buch- und Lese-Kultur in Deutschland?") implodiert gerade mit einem lauten *plopp".

Könnte das eine Chance für die "klassisch" Phantastik (ohne enemy to lovers) sein, um hier diese Lücke auszufüllen?  :confused:


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#190 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 17:15

Ah danke für's Erklären. Für mich klingt das gar nicht so groß, ich habe aber auch gar keine Einblicke in dieses Genre. Dass Kleinverlage mit ihren Autor*innen mitunter schlecht umgehen und Tantiemen nicht zahlen, habe ich leider mittlerweile aus so vielen Genres gehört, dass es mir - so bitter es ist - fast schon wie der Normalfall erscheint, den man nur mit Glück vermeiden kann. Was für Auswirkungen das Sterben dieser Verlage auf die gesamte Branche haben wird, weiß ich nicht. Ich würde aber vermuten, dass es so riesig nicht ist. Die betroffenen Autor*innen und Verleger*innen sind vermutlich gekniffen (und für die tut es mir echt leid), aber ansonsten schießt da vermutlich dann der nächste Hype um die Ecke. Und von dem werden wir hier vermutlich nicht profitieren. 

 

Meine Vermutung wäre, dass diese Hypes ein reines TikTok-Phänomen sind. Es geht um das zwischenmenschliche Drama, um die Aufregungen, um die Stars. So wie früher in manchen Fernsehshows. dass Bücher im Spiel sind, ist vermutlich nur so ne Nebensache. Es könnten auch Kuscheltiere oder Nerf-Guns sein.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

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#191 Mammut

Mammut

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 13:46

Bastei Lübbes Geschäftsbericht 2025/26: Gesteigerter Umsatz bei reduzierter Profitabilität in schwierigem Marktumfeld – buchmarkt.de



#192 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 06 September 2026 - 10:40

Es geht weiterhin abwärts:

 

https://www.lesestun...rberei-einholt/


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     


#193 Mammut

Mammut

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Geschrieben 06 September 2026 - 10:59

Vielleicht liegt es auch hier dran:

Führt der Gebrauchtbuchmarkt mit zu einer Schieflage? – buchmarkt.de

 

Interessant finde ich dabei:

Neuerscheinungen von Industrieware bekommt man innerhalb eines Jahres für einen Bruchteil des Ladenpreis und das Buch ist neuwertig. Warum soll ich mir ein Taschenbuch für 17€ kaufen, wenn ich es wenig später für 8€ inklusive Porto bekomme?

 

Andererseits im Segment der kleineren Verlage gibt es Klassikerneuauflagen, die sich wie geschnitten Brot verkaufen. Natürlich von der Menge auf niedrigerem Niveau, aber andererseits sind solche Bücher oft sehr teuer.



#194 Stahlelefant

Stahlelefant

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Geschrieben 06 September 2026 - 11:43

Es geht weiterhin abwärts:

 

https://www.lesestun...rberei-einholt/

Ja, die Katastrophenmeldungen häufen sich, vor allem was die jüngeren Leser angeht. Ich hatte es an anderer Stelle schon mal gepostet:

The End of Reading Is Here:

 

 

She had to explain—to students at America’s most elite university, taking a course in a discipline rooted in written observation, argumentation, and analysis—that excerpts and summaries cannot capture the depth and sophistication of a complete primary text. Rennix told me that some students now view reading as an unnecessarily burdensome way of acquiring knowledge. “By asking them to read,” she said, “professors are arbitrarily withholding information from students by forcing them to get it through this more difficult medium.”

https://web.archive....ate-age/687618/

 

 

Einziger kleiner Trost: In dem von dir verlinkten Artikel wird erwähnt, dass die Belletristik noch am besten dasteht, während Ratgeber u. Ä. mächtig „am abloosen sind“, wg. KI. Letztlich ja auch nachvollziehbar; in dem Artikel wird es erläutert. Aber für die Belletristik wird es wohl auch mächtig abwärts gehen … weil kaum Leser nachkommen. Ich glaube, Thorsten Küper hatte in dem Jules-Verne-Talkien erwähnt, dass Kinder noch nicht mal mehr Comics lesen. Schon krass.


Nautron respoc lorni virch.

  • (Buch) gerade am lesen:Ray Bradbury: The Martian Chronicles

#195 Gray

Gray

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Geschrieben 06 September 2026 - 11:47

Interessant. Ich stimme da Mammut bzgl. der Kleinverlage voll zu.

Ich glaube, dass wir da einem Trend hinterherlaufen. Im englischsprachigen Raum haben mehrere große Verlage angekündigt, ihre Mass Market Paperback Produktion einzustellen und in Zukunft nur noch Trade paperbacks (das sind die großformatigeren, die oft diesselben Seiten wie die Hardcover haben, aber als Softcover gebunden sind) und Hardcover zu verlegen. Sie begründen das nicht mit dem Gebrauchtbuchmarkt sonder in ähnlicher Weise mit den eBooks, die dort stärker Fuß gefasst haben als in Deutschland. Generell ist ein Trend zu hochwertigeren Büchern spürbar, sowohl im "normalen" Markt (deshalb auch diese ganzen Schmiererein auf den Buchschnitten) als auch im Sammlermarkt, wo derzeit der Trend zu Letterpress-Formaten geht - die kosten dann je nach Edition von 200 Dollar bis zu $5000. Und die sind schneller weg, als man sehen kann. Gerade schießt (nachdem Conversation Tree Press, Curious King und andere den Anfang gemacht haben) eine Small Press nach der anderen aus dem Boden. Vor allem in England, ich denke, weil die noch mehr traditionelle Druckereien haben, die Letterpress drucken können. Selbst die Amerikaner drucken mittlerweile dort.

Das bekommt auch die Leserschaft in Deutschland mit (Stichworte Social Media), aber bislang habe ich nur wenige Versuche der deutschen Verlage gesehen, die in diese Richtung gehen, vielleicht mit Ausnahme der Romantasy.

Die Buchpreisbindung ist ohnehin ein künstlicher Eingriff, der seine Vorteile hat, aber auch Probleme schaffen kann. Da jetzt auf den Gebrauchtbuchmarkt loszugehen wird nichts verbessern.

 

P. S. Die haben auch ein interessantes System der Kundenbindung - wer eines der Bücher kauft, hat das Vorkaufsrecht für den nächsten Band in der gleichen Ausstattung, also limited bekommt wieder limited, lettered kriegt lettered. Und es funktioniert, selbst die Rechte werden wie verrückt gehandelt.


Bearbeitet von Gray, 06 September 2026 - 11:51.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert

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#196 Mammut

Mammut

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Geschrieben 06 September 2026 - 14:25

Noch eine statistische Ergänzung zum Buchmarkt:

Die Verkaufs- und Bestsellerdaten von Media Control (die dem Börsenblatt zugrunde liegen) decken rund 85 bis 88 % des gesamten deutschen Buchmarkt-Umsatzes ab.
 
Nicht berücksichtigt (~12–15 % des Umsatzes):
 
Verkäufe über kleine, nicht angeschlossene Einzelbuchhandlungen.
 
Direktverkäufe durch Autoren und Verlage.
 
Exklusive E-Book-Verkäufe/Abonnements über Plattformen wie Amazon Kindle Unlimited oder Tolino Select.
 
2. Nach Anzahl der Neuerscheinungen (Titelanzahl)
Wenn man nicht auf das Geld, sondern auf die reine Anzahl der veröffentlichten Werke/Titel blickt, ist der unberücksichtigte Anteil wesentlich höher – insbesondere in der Belletristik.
 
Erfasst durch das VLB / DNB: Das VLB zählt in Deutschland jährlich rund 60.000 bis 70.000 gedruckte Verlags-Neuerscheinungen.
 
Schätzung für nicht erfasste Werke (~20 bis 40 % aller Titel):
 
Self-Publishing ohne VLB/ISBN: Viele Self-Publisher veröffentlichen E-Books oder Print-on-Demand-Titel exklusiv über Plattformen (wie Amazon KDP) mit einer rein internen Identifikationsnummer (ASIN). Diese tauchen weder im VLB noch in der Handelsstatistik auf.
 
Genre-Schwerpunkt Belletristik: Gerade in den beliebten Untergenres der Belletristik (Fantasy, Romance, Thriller, Science Fiction) schätzen Branchenkenner, dass inzwischen jeder dritte bis vierte neu erschienene Titel ein Self-Publishing-Werk ohne VLB-Eintrag ist.
 
Fazit: Wenn das Börsenblatt Zahlen präsentiert, bildet es den wirtschaftlich relevanten Großteil des Marktvolumens (über 85 %) sehr gut ab. Bezogen auf die Gesamtzahl aller geschriebenen und veröffentlichten Geschichten fehlt jedoch schätzungsweise ein Viertel bis ein Drittel aller Titel.



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