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Es fehlt an Büchern für junge Männer


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67 Antworten in diesem Thema

#31 ThK

ThK

    Temponaut

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Geschrieben 01 April 2025 - 19:23

Ich halte diese Feststellung für Unsinn! Das Angebot ist außergewöhnlich groß. Davon abgesehen IST Science Fiction schon immer Literatur auch für junge Männer gewesen. Dazu müssen die Hauptfiguren nicht 12, 14 oder 16 sein. Abgesehen davon ist das Angebot für jeden Geschmack groß. Von der Space Opera, über Bastelbücher bis zum Schweinkram. Es ist alles da. Nur hat diese Generation statistisch gesehen nicht das geringste Interesse am Lesen. Nicht mal Comics. Der Mangaleser ist sozusagen der Bildungsbürger des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile haben Smartphone und Konsole auch im Akademikerhaushalt das Buch weitgehend verdrängt. Das literarische Aha-Erlebnis lässt sich nicht erzwingen, findet zuweilen aber immerhin noch statt, wo Lesekultur vorgelebt wird.

Bearbeitet von ThK, 01 April 2025 - 21:37.


#32 Wurzelbrumf

Wurzelbrumf

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Geschrieben 01 April 2025 - 21:33

Der Autor des ursprünglichen Artikels stellt die steile These auf, dass jünge Männer (welches Alter auch immer das genau sein soll) gerne über das Erwachsenwerden ihresgleichen lesen würden.

Zitat "Gab es früher noch große Romane, die explizit die Lebenswelt junger – oft verlorener – Männer in den Mittelpunkt rückten, fehlen diese Erzählungen heute fast völlig. Früher war die Komplexität männlicher Adoleszenz noch ein literarscher Lieblingstopos." (also sowas wie Huckleberry Finn oder so? Der lange Weg des Lukas B? Ich habe dies Bücher immer als unisex-tauglich empfunden, aber nunja.)

 

Desweiteren geht der Autor davon aus, dass Themen wie folgte die männlichen jungen Leser anziehen würden: "Die sinkenden Aussichten auf eine stabile Partnerschaft; die widersprüchlichen Ansprüche, die unsere Gesellschaft an die junge Generation stellt, die postheroisch, aber kriegstüchtig sein soll."

 

Also ehrlich, wer will den sowas lesen? Hier irgendein junger Mann, der dazu Stellung nehmen will?

Gut, ich habe auch schon beobachtet, dass es keine männliche Entsprechung  zum weiblichen Romantasy-Hype, gibt, aber es gibt doch noch genug normale Bücher für junge Männer, oder?


Bearbeitet von Wurzelbrumf, 01 April 2025 - 21:34.


#33 Tiff

Tiff

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Geschrieben 01 April 2025 - 21:39

aber es gibt doch noch genug normale Bücher für junge Männer, oder?

Was sind denn normale Bücher für junge Männer? Von Perry Rhodan eBooks (boah, wie cool!) einmal abgesehen ... :bighlaugh:



#34 Wurzelbrumf

Wurzelbrumf

    Ufonaut

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Geschrieben 01 April 2025 - 21:43

Was sind denn normale Bücher für junge Männer? Von Perry Rhodan eBooks (boah, wie cool!) einmal abgesehen ... :bighlaugh:

Ich meine damit Bücher, die nicht gerade in einer Romantasy-Welle mitschwimmen und sich offensichtlich nur an weibliche (geistige) Teenager richten. :-)

Einfach ganz normale.


Bearbeitet von Wurzelbrumf, 01 April 2025 - 21:43.


#35 Tiff

Tiff

    Laionaut

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Geschrieben 01 April 2025 - 21:50

Ich glaube, das ist etwas zu weit gefasst. Alles außer Romantasy kann wohl kaum die Definition für normal sein.

Ich denke auch nicht, dass z.B. ein Buchhändler es sich leisten könnten, einem Kunden eine solche nichtssagende Antwort zu geben.



#36 Tiff

Tiff

    Laionaut

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Geschrieben 01 April 2025 - 21:54

Es ist alles da. Nur hat diese Generation statistisch gesehen nicht das geringste Interesse am Lesen. Nicht mal Comics. Der Mangaleser ist sozusagen der Bildungsbürger des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile haben Smartphone und Konsole auch im Akademikerhaushalt das Buch weitgehend verdrängt.

 

Lesen kann man auch auf dem Smartphone, aber ja es stimmt, medial ist da vieles im Umbruch, aber ich denke, dieses "statistisch gesehen" müsste sich sicher etwas differenzierter darstellen lassen. Ich selbst habe keine Lust zu googeln, was und wie viel "diese Generation" tatsächlich noch liest, aber so ein paar konkrete Zahlen, falls es die irgendwo gibt, wären interessant.



#37 Peter-in-Space

Peter-in-Space

    Kenonaut

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Geschrieben Gestern, 00:04

Geht es hier noch um Literatur? Und ich habe jetzt keinen nur ansatzweise vollständigen Überblick über das Literaturangebot der letzten 5 - 10 - 15 Jahre. Aber ich muss feststellen, dass die Literaturszene sich im YA-Bereich doch sehr auf weibliche Heranwachsende konzentriert. im ganzen Thread hat jeder über seine Erfahrungen mit Autoren aus dem frühen 20. JH zu besten gegeben (auch ich habe einen Großteil davon gelesen, der gute Jules Verne war sozusagen mein Einstieg in die fantastische Literatur) - aber an neueren Beispielen fehlt es doch empfindlich.

 

Meines Erachtens ist nur noch Suzanne Collins den Weg gegangen, Jugenddystopien/-postapokalypsen für alle Geschlechter zu schreiben; immerhin ist Peeta ein ziemlich stark geschriebener Charakter, und Katniss ist absolut keine Mary-Sue. Was dem Roman gut tut. So ist er auch für Erwachsene erträglich.

 

Aber sicher ist: da ist eine brachliegende Marktlücke, und ich habe das dumpfe Gefühl, da will noch keiner rein, weil das Geschäft mit female YA doch so gut läuft.


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#38 lapismont

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Geschrieben Gestern, 06:31

Wir haben das gestern in der Familie diskutiert und unsere drei jungen Männer waren sich einig, dass weniger gelesen wird, es schwer festzumachen ist, was im allgemeinen junge Männer lesen würden und falls man eher auf Abenteuer und Action abzielte, es genügend Neuerscheinungen im Horror-, Krimi- und Thriller-Bereich gäbe.

 

Ich denke, dass auch im SF- und Nicht Romantasy-Fantasy-Bereich genügend Stoff erscheint. Es ist wohl eher nicht der Mangel an Neuerscheinungen. Wenn man jeden Tag drei neue Serien und fünf neue Spiele zur Verfügung hat, hat das Buch einfach mehr Konkurrenz.

Wäre ich heute jung, läse ich garantiert nur einen Bruchteil der Bücher.

Fernsehen ab 17 Uhr, falls sich jemand erinnert …


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#39 Rezensionsnerdista

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Geschrieben Gestern, 06:48

Ich bin unsicher, Fernsehen gab es auch schon als ich jung war und ich konnte mich auch stundenlang mit Sims 1 und Siedler beschäftigen.


Aber klar, es gab noch nein tiktok. Keine Ahnung, wie viel Zeit sowas bei mir gefressen hätte

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#40 lapismont

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Geschrieben Gestern, 06:58

Ich bin unsicher, Fernsehen gab es auch schon als ich jung war und ich konnte mich auch stundenlang mit Sims 1 und Siedler beschäftigen.


Aber klar, es gab noch nein tiktok. Keine Ahnung, wie viel Zeit sowas bei mir gefressen hätte

Du bist halt deutlich jünger :D


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#41 Mammut

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Geschrieben Gestern, 08:26

Wäre ich heute jung, läse ich garantiert nur einen Bruchteil der Bücher.

Fernsehen ab 17 Uhr, falls sich jemand erinnert …

 

Das stimmt. Man musste sich aktiv beschäftigen, das ist heute glaube ich anders. Da gibt es ein Überangebot von verschiedene Sachen.



#42 Michael Tillmann

Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 10:14

 
Es ist wohl eher nicht der Mangel an Neuerscheinungen. Wenn man jeden Tag drei neue Serien und fünf neue Spiele zur Verfügung hat, hat das Buch einfach mehr Konkurrenz.
Wäre ich heute jung, läse ich garantiert nur einen Bruchteil der Bücher.
Fernsehen ab 17 Uhr, falls sich jemand erinnert …


Ja, ich denke, genau so ist es. Ich sagte an anderer Stelle schon, daß ich für solche Erscheinungen den Begriff "Wohlstandsverwahrlosung" durchaus passend finde. Ich zermartere mir oft den Kopf, wie man Bücher wieder mehr ins Zentrum drücken könnte. Schwierig!

#43 Jannis

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Geschrieben Gestern, 10:37

Mir ist klar, daß jetzt einige Leute aufheulen werden, wenn ich das Augenscheinliche ausspreche: vieles was früher typische (Jung-)Männerliteratur war, wird heute als nicht mehr zeitgemäß angesehen. Man stelle sich vor, jemand würde heute typische Ernest Hemingway & Co. Themen raushauen wollen. Ach wäre das ein Shitsturm.

 

Ich will Dich jetzt nicht in Erstaunen versetzen, aber auch vieles was früher typische (Jung-)Frauenliteratur war, wird heute als nicht mehr zeitgemäß angesehen. Bsp: Margaret Mitchell, Jane Austen, ...

 

Und jetzt? Wo ist das Problem? Ich lese auch keine Platonische Dialoge auf altgriechisch mehr. Damals war es noch üblich, mit den kleinen Jungs zu f#cken. Die Welt verändert sich und die Kultur (worin die Literatur einen kleinen Teil ausmacht) verändert sich mit. Das ändert nichts daran, dass man (heute) Hemingway als frauenverachtendes Arschloch bezeichnen kann. 

 

Ich empfinde nicht, dass Männerliteratur irgendwie unterrepräsentiert ist, aber ja ich glaube auch, dass von jungen Menschen, eher die weiblichen viel lesen. 


Meistens gut gelaunt, offen für sehr viel und immer für eine angeregte Diskussion zu haben!

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#44 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 10:43

Es ist auch nicht zeitgemäß das Wort "Arschloch" für Künstler der Weltliteratur oder für andere Leute zu verwenden.

#45 Mammut

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Geschrieben Gestern, 11:11

Ja, ich denke, genau so ist es. Ich sagte an anderer Stelle schon, daß ich für solche Erscheinungen den Begriff "Wohlstandsverwahrlosung" durchaus passend finde. Ich zermartere mir oft den Kopf, wie man Bücher wieder mehr ins Zentrum drücken könnte. Schwierig!

 

Der Ausgangspunkt dieses Threads war ja, dass junge Männer im Gegensatz zu jungen Frauen nicht mehr (so viel?) lesen. Da passt dann weder die Wohlstandverwahrlosung noch die Ablenkung durch andere Aktivitäten. Die sind ja da, geschlechtsunabhängig.

Also stimmt entweder die Ausgangsthese nicht oder es gibt spezifische Gründe. 



#46 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 11:23

Der Ausgangspunkt dieses Threads war ja, dass junge Männer im Gegensatz zu jungen Frauen nicht mehr (so viel?) lesen. Da passt dann weder die Wohlstandverwahrlosung noch die Ablenkung durch andere Aktivitäten. Die sind ja da, geschlechtsunabhängig.

Also stimmt entweder die Ausgangsthese nicht oder es gibt spezifische Gründe. 

 

Ich weiß das nicht. Sind Männlein und Weiblein gleich anfällig für elektronische Ablenkungen? Ich meine zu erkennen, daß Jungs deutlich stärker durch Computer-Zocken abgelenkt werden, oder?

 

Wenn dem nicht so ist, dann hättest Du natürlich absolut recht damit, daß wir vom Thema abgekommen wären.



#47 Peter-in-Space

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Geschrieben Gestern, 13:35

Ich weiß das nicht. Sind Männlein und Weiblein gleich anfällig für elektronische Ablenkungen? Ich meine zu erkennen, daß Jungs deutlich stärker durch Computer-Zocken abgelenkt werden, oder?

 

Wenn dem nicht so ist, dann hättest Du natürlich absolut recht damit, daß wir vom Thema abgekommen wären.

erlebe ich - als Außenstehender - etwas anders: @HoneyPuu ist eine sehr umtriebige Gamerin, viel umtriebiger als z. B. ein @Montana Black, der erst auf dem dritten Platz kommt - wiederum hinter einer Frau (vom Just-Gaming-Quotienten her), ich glaube sogar, das es @Jasmin Gnu ist. Selbst @Gronkh - seines Zeichens GamingOpa - kommt nicht auf dermaßen viel Content. Kann aber auch sein, dass ich das nicht so sehr verfolge (bin selbst kein Gamer) und nur Youtube betrachte.

 

Nach meiner Beobachtung - wie gesagt, nur ein Kanal - gibt es jede Menge Leute, und da sind gefühlt mehr Mädels wie Jungs (jetzt nicht im Verhältnis 3 : 2, eher 13:12 oder so). Die Aussage, das mehr Männer als Frauen gamen, stimmt also so nicht.

 

Imo stimmen zwei Aussagen:

 

1) männliche Jugendliche haben eine andere Interessenslage als Weibliche

2) das Verhalten männlicher Jugendlicher wird stärker als unlösbares Problem angesehen


Bearbeitet von Peter-in-Space, Gestern, 13:35.

Wenn es eine Krisensituation gibt, sucht der intelligente Mensch nach einer Lösung,

der dumme Mensch nach Schuldigen.

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#48 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 14:05

erlebe ich - als Außenstehender - etwas anders: @HoneyPuu ist eine sehr umtriebige Gamerin, viel umtriebiger als z. B. ein @Montana Black, der erst auf dem dritten Platz kommt - wiederum hinter einer Frau (vom Just-Gaming-Quotienten her), ich glaube sogar, das es @Jasmin Gnu ist. Selbst @Gronkh - seines Zeichens GamingOpa - kommt nicht auf dermaßen viel Content. Kann aber auch sein, dass ich das nicht so sehr verfolge (bin selbst kein Gamer) und nur Youtube betrachte.

 

Nach meiner Beobachtung - wie gesagt, nur ein Kanal - gibt es jede Menge Leute, und da sind gefühlt mehr Mädels wie Jungs (jetzt nicht im Verhältnis 3 : 2, eher 13:12 oder so). Die Aussage, das mehr Männer als Frauen gamen, stimmt also so nicht.

 

Imo stimmen zwei Aussagen:

 

1) männliche Jugendliche haben eine andere Interessenslage als Weibliche

2) das Verhalten männlicher Jugendlicher wird stärker als unlösbares Problem angesehen

 

Nehmen wir mal an, nicht nur Mammut sondern auch Peter-In-Space liegen beide richtig:

 

Wenn Jungs wirklich weniger gamen UND weniger lesen, was machen sie denn dann überhaupt??? Rätselhaft ... 



#49 Michael Böhnhardt

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Geschrieben Gestern, 14:28

Nehmen wir mal an, nicht nur Mammut sondern auch Peter-In-Space liegen beide richtig:

 

Wenn Jungs wirklich weniger gamen UND weniger lesen, was machen sie denn dann überhaupt??? Rätselhaft ... 

 

Ja, es ist schon schlimm, ich grübel auch schon die ganze Zeit, wofür sich Jungs, die die Pubertät erreicht haben, und die jungen Männer, zu denen sie werden, wohl am meisten interessieren könnten ...



#50 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 17:02

Ja, es ist schon schlimm, ich grübel auch schon die ganze Zeit, wofür sich Jungs, die die Pubertät erreicht haben, und die jungen Männer, zu denen sie werden, wohl am meisten interessieren könnten ...


Ist klar! Aber auch das kann man nicht 24hlang machen, lach.

#51 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben Gestern, 17:16

Nichtsdestotrotz dürfte das Interesse an der erwachenden Sexualität sie einen sehr großen Teil der Zeit beschäftigen.

 

Zudem gibt es auch hier gewisse Medien, die sie konsumieren können, statt zu spielen oder zu lesen. Wird man bei Befragungen zur Mediennutzung jetzt auch nicht allzu unbefangen zugeben.


Bearbeitet von Michael Böhnhardt, Gestern, 17:22.


#52 Jol Rosenberg

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Geschrieben Gestern, 19:23

Ich finde spannend, dass hier das Thema "zu wenig literarisches Angebot für junge Männer" zwar umfassend diskutiert wird, es aber noch gar nicht zur Sprache kam, welches Angebot die jungen Männer wohl bräuchten. Ich kann tatsächlich etwas damit anfangen, dass es wenig spezifische Werbung gibt, um dieses Publikum anzusprechen und auch wenig Literatur, die sich gezielt an junge Männer richtet. Aber tiefe Auseinandersetzungen rund um Fragen, was es heißt, heute ein Mann zu sein, vielschichtige männliche Figuren, nahbare Männer jenseits von Hochliteratur -- doch, ich denke schon, dass es da einen Mangel gibt.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

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#53 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 19:29

Ich finde spannend, dass hier das Thema "zu wenig literarisches Angebot für junge Männer" zwar umfassend diskutiert wird, es aber noch gar nicht zur Sprache kam, welches Angebot die jungen Männer wohl bräuchten. Ich kann tatsächlich etwas damit anfangen, dass es wenig spezifische Werbung gibt, um dieses Publikum anzusprechen und auch wenig Literatur, die sich gezielt an junge Männer richtet. Aber tiefe Auseinandersetzungen rund um Fragen, was es heißt, heute ein Mann zu sein, vielschichtige männliche Figuren, nahbare Männer jenseits von Hochliteratur -- doch, ich denke schon, dass es da einen Mangel gibt.


Ist "bräuchten" das richtige Wort?

Kunst ist immer ein Angebot.

#54 Jol Rosenberg

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Geschrieben Gestern, 20:01

Ich verstehe deinen Post nicht. "Welches literarische Angebot brauchen junge Männer?" ist für mich eine wichtige Frage. Aber dein Post klingt, als sei "brauchen" und "Angebot" ein Widerspruch. Magst du erklären?


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#55 Michael Tillmann

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Geschrieben Gestern, 21:31

Ich verstehe deinen Post nicht. "Welches literarische Angebot brauchen junge Männer?" ist für mich eine wichtige Frage. Aber dein Post klingt, als sei "brauchen" und "Angebot" ein Widerspruch. Magst du erklären?


Vielleicht verstehe ich dich auch falsch. Kann sein. Für mich hat sich das so angehört, als ob ein Lehrer sagt: "Es ist notwendig, daß Du die Bücher XYZ noch vor der Prüfung durcharbeitest." Oder halt "junge Männer brauchen dies und das, um sich gesellschaftlich richtig zu entwickeln. Junge Männer brauchen die richtige Führung."

Wie gesagt, vielleicht habe ich dich auch falsch interpretiert. Dann vergesse meine Frage bitte einfach.

#56 Peter-in-Space

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Geschrieben Gestern, 21:53

nö, aber mit dem Auto/Mofa rumgurken, irgendwelche TikToks konsumieren, bestimmt haben einige Jungs ihre Bands (jeglicher Musikrichtung), einfach mal abhängen, daneben gibt es halt Sportangebote. Ansonsten werden Jungs relativ (!) vernachlässigt, weil man sie entweder

 

- sowieso als gewaltbereit/unbelehrbar framed

- Mädchen in den letzten 20 bis 30 Jahren - wie ich finde: zu Recht! - ganz anders gefördert wurden, da man sie in Zukunft auch anders fordern wird.

 

Ergebnis: wir sind mit den kulturell-behavioralen* Folgen einer unglücklich geführten gesellschaftlichen Diskussion konfrontiert. Man begegnet den Problemen männlicher Heranwachsender immer noch mit den Rezepten von Neunzehnhundertkuckuck.

 

 

Ich finde spannend, dass hier das Thema "zu wenig literarisches Angebot für junge Männer" zwar umfassend diskutiert wird, es aber noch gar nicht zur Sprache kam, welches Angebot die jungen Männer wohl bräuchten. Ich kann tatsächlich etwas damit anfangen, dass es wenig spezifische Werbung gibt, um dieses Publikum anzusprechen und auch wenig Literatur, die sich gezielt an junge Männer richtet. Aber tiefe Auseinandersetzungen rund um Fragen, was es heißt, heute ein Mann zu sein, vielschichtige männliche Figuren, nahbare Männer jenseits von Hochliteratur -- doch, ich denke schon, dass es da einen Mangel gibt.

Mist, erwischt! Aber Recht hast Du ja: was kann die Literatur männlich (gelesenen) Jugendlichen bieten? Noch eher die Frage: kann man Literatur schreiben für alle Geschlechter, wie kann diese aussehen? Kann man SF so schreiben?

 

Brainstorming erwünscht.

 

 

*Mami, Mami, guck mal ich kenne ein neues Fremdwort!


Bearbeitet von Peter-in-Space, Gestern, 21:57.

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#57 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben Heute, 06:59

Ich sehe eigentlich insgesamt wenig Werbung für Bücher, bis auf Dirk Rossmann und Fitzek.

Als ich selbst jung war, haben junge Männer Ian McEwan und Stephen King gelesen. Die gäbe es ja auch noch.

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#58 lapismont

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Geschrieben Heute, 08:27

In meiner Jugend gab es gar keine Werbung. Ich hatte die Bibliothek und die Buchhandlung, sowie die Bücher, die im Betrieb meines Vaters gedruckt wurden. Trial and error.

Ich mied aber Kinderbücher bis auf wenige Ausnahmen.


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#59 Jol Rosenberg

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Geschrieben Heute, 11:30

Peter hat mich verstanden:

 

 

 

Mist, erwischt! Aber Recht hast Du ja: was kann die Literatur männlich (gelesenen) Jugendlichen bieten? Noch eher die Frage: kann man Literatur schreiben für alle Geschlechter, wie kann diese aussehen? Kann man SF so schreiben?

 

Genau so meinte ich das: Was für ein Angebot gibt es. Finden die jungen Männer darin ihre Themen? Meine Hypothese ist, wenn sie die finden und es die passende Werbung gibt, dass sie sie auch finden  :bighlaugh: , dann würden junge Männer mehr lesen. Weil sie es lohnenswert fänden.

Die Frage, ob das für junge Männer, junge Frau und junge Enbys* stets andere Themen sind, ist auch eine interessante. Ich würde mal behaupten, dass in meinen Büchern Menschen jeglichen Alters (gut, Kinder sicher nicht) und Geschlechts Themen finden können - aber das ist natürlich etwas hochnäsig gedacht, weil ich meine Sachen vielschichtig finde. Ob dem wirklich so ist, kann aber nicht ich entscheiden. Aber meine Hypothese wäre: Wenn es in verschiedenen Stilen und mit verschiedenen Figuren eine breite Auswahl vielschichtiger Bücher gäbe, die für junge Leute leicht erreichbar sind und als cool gelten, dann würden sie mehr lesen und davon bereichert werden. Wer dann in welche Richtung bereichert würde, ist natürlich nicht vorhersehbar, darum: breites Angebot. 

 

Ein Nachtrag noch: Mich befremden die oben benannten Verschwörungstheorien (Unterwanderung der öffentlich-rechtlichen, Zensur, Propaganda, linke Infiltration), die sich auch in deiner Interpretion meines Posts, Michael, niederschlagen.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

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#60 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben Heute, 11:56

 Finden die jungen Männer darin ihre Themen? Meine Hypothese ist, wenn sie die finden und es die passende Werbung gibt, dass sie sie auch finden  :bighlaugh: , dann würden junge Männer mehr lesen. Weil sie es lohnenswert fänden.

 

 

Ich denke nicht, dass es am fehlenden Angebot liegt. Das Lesen an sich wird durch andere Medien ersetzt. Dass insbesondere wir das schlimm finden, liegt an unserer eigenen Vorliebe für das Lesen.

 

Wer legt fest, dass Lesen an sich wünschenswert und besser als andere Mediennutzung wäre?

 

Man ist dann ein wenig auf den Pfaden von Neil Postman "Wir amüsieren uns zu Tode", der Kommunikation und Problembearbeitung durch Essays mit der entsprechenden Vorgehensweise durch Fernsehen und das Talkshowformat vergleicht. Obwohl ich ihm da häufig zustimme, muss man schon ein wenig aufpassen, ob man nicht in das Schema verfällt: Früher war alles besser.


Bearbeitet von Michael Böhnhardt, Heute, 12:06.



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