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"Smartokratie": Neue Anthologie Ausschreibung im Eridanus Verlag

Smartokratie Anthologie Kurzgeschichten Social Fiction Near Future Tech Fiction Sciencefiction Eridanus Verlag Ausschreibung

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122 Antworten in diesem Thema

#121 DritterBeobachter

DritterBeobachter

    Nochkeinnaut

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Geschrieben 09 Mai 2026 - 19:30

Ich habe jetzt einiges Zeit gebraucht, um den Diskussionsstrang zu verfolgen. Wow. Ich habe dieses Mal keine Katze in meine Story eingebaut, um die neutrale Meinung von Katzeliebhaber Chris zu fördern ;) Mal schauen, ob mein Ansatz dort zündet, wo er soll.

 

Btw: Warum muss es denn eigentlich immer eine Dystropie oder Utopie sein? Wie ist denn unsere Gegenwart? Für ein Kind aus einem totalitären Staat sind wir die Utopie. Für andere können wir mit all den Möglichkeiten, die wir haben, ein Albtraum sein. Dennoch leben wir alle darin. Warum sollte das in der Zukunft anders sein? Aber mir gefallen auch Geschichten, wenn sich das Zünglein an der Waage eine Story mal in die eine, mal in die andere Richtung bewegt.

 

Ich wünsche Chris noch viel Freude beim lesen. Ich kam bisher als Herausgeber noch nicht in den "Genuß" von einer Überauswahl.


Wenn es ein Wunder gibt, dann heißt es McLane.

  • • (Buch) Neuerwerbung: Trümmer am Milchstraßenrand

#122 Kai Brassel

Kai Brassel

    Yoginaut

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Geschrieben vor 34 Minuten

Mir scheint aber auch die Aussagen in den 1970ern eher subjektiv. So eine sinkende Fortschrittsgläubigkeit ist eine Sache, die ja eher nicht abrupt stattfindet, sondern kontinuierlich in die Gesellschaft sickert.

 

 

Wie sich diese spannende Zeit des Übergangs von naiver Fortschrittsgläubigkeit hin zur heutigen, gleichzeitig "Wohlstands- und Krisenwelt" erlebt habe, und was das für meine SF-Rezeption und meinen Lebensentwurf bedeutet hat, habe ich zu Anfang meines Beitrags "Zwischen Science und Fiction: vom Sense of Wonder zum Sense of Insight?" beschrieben. Später geht es auch um meine Motivation, mit "All An!" einem utopischen Roman zu schreiben. Siehe dazu diesen Strang: https://scifinet.org...d-gesellschaft/. Vielleicht ist es sinnvoll, einige der hier angerissenen Themen, wie z.B. Anregung vs. Unterhaltung, Dystopie vs. Utopie oder gesellschaftspolitische Bezüge dort weiterzudiskutieren?

 

Und dann möchte ich zu diesen Themen noch folgende Beiträge von Frank Weinreich empfehlen, die man lesen oder hören kann (ich finde seine ganze Substack-Reihe über Fantastik sehr interessant und fundiert):


Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.


#123 Kai Brassel

Kai Brassel

    Yoginaut

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Geschrieben vor 29 Minuten

Btw: Warum muss es denn eigentlich immer eine Dystropie oder Utopie sein?

 

Muss und sollte es nicht: Isabella Hermann bezeichnet die entsprechenden Werke als Anti-Dystopien. Zitat aus einer Rezension ihres Buches dazu:

 

"Als zentraler Referenzpunkt dient Hermann die Diagnose einer »dystopischen Gegenwart« (7), in der Zukunft primär als Bedrohung wahrgenommen wird. Dystopien haben sich dabei zunehmend von warnenden Szenarien hin zu resignativen Endzeitnarrativen verschoben. Diese Entwicklung ist politisch brisant, da sie Vorstellungen kollektiven Handelns untergräbt. Genau hier setzt die Anti-Dystopie an. Anti-dystopische Erzählungen beginnen zwar in den aus heutigen Herausforderungen hervorgehenden, in die Zukunft extrapolierten Katastrophen. Sie lösen sich jedoch vom Narrativ eines zwangsläufigen dystopischen Niedergangs. Zugleich wenden sie sich gegen die Vorstellung dystopischer Alternativlosigkeit, ohne sich in eine perfekt auserzählte, und oft auch totalitäre, Utopie/Vorstellung zu flüchten." (https://zff.openlibh...ticle/id/27412/)


Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.




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