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EXODUS Nr. 50.1 und Nr. 50.2 (06/2026)


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168 Antworten in diesem Thema

#121 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 15:39

Jetzt war ich neugierig und habe 1 Match gefunden vorgezogen
Mir gefällt das.
Vermutlich hat das autobiographie Gründe : ich bin davon überzeugt, dass wir keine glückliche, erfuellende Beziehung führen können, bevor wir nicht mit uns selbst glücklich werden können, ganz ohne Partner Person. Irgendwie bin ich darauf gekommen, als eine meiner Tanten mir mal schreib, als ich von einem neuen Freund berichtete :"I hope this one makes you happy". Ja, warum eigentlich? Wieso braucht ich einen Mann zum Glück?
Fazit :brauche ich nicht.
(Warum ich dann heute trotzdem verheiratet bin, ist eine andere Geschichte)

However, für mich funktioniert die Story als Metapher sehr gut, plus, sie macht Spaß. Das Rätsel hätte eine coolere Lösung haben können, aber. Nun ja, ich kann wohl nicht alles haben.

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#122 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 16:14

Jetzt war ich neugierig und habe 1 Match gefunden vorgezogen
Mir gefällt das.
Vermutlich hat das autobiographie Gründe : ich bin davon überzeugt, dass wir keine glückliche, erfuellende Beziehung führen können, bevor wir nicht mit uns selbst glücklich werden können, ganz ohne Partner Person. Irgendwie bin ich darauf gekommen, als eine meiner Tanten mir mal schreib, als ich von einem neuen Freund berichtete :"I hope this one makes you happy". Ja, warum eigentlich? Wieso braucht ich einen Mann zum Glück?
Fazit :brauche ich nicht.
(Warum ich dann heute trotzdem verheiratet bin, ist eine andere Geschichte)

However, für mich funktioniert die Story als Metapher sehr gut, plus, sie macht Spaß. Das Rätsel hätte eine coolere Lösung haben können, aber. Nun ja, ich kann wohl nicht alles haben.

 
Das ist eine interessante Interpretation. Auf diese positive Perspektive bin ich aufgrund des Kontextes der Erzählung nicht gekommen, weil dort die Hauptfigur ja immer noch auf eine Maschine angewiesen ist, um sich selbst zu genügen.



#123 Rezensionsnerdista

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    Yvonne

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 16:24

Zu den nächsten beiden werde ich mich nicht so ausführlich äußern :

Maria Orlovskaya: die Hochzeit der suri Klammast
Liest sich für mich mehr wie fantasy. Okay, ist ja gut, wenn es mehr Gleichberechtigung gibt, aber die Story ist hier so wenig subtil und die Notwendigkeit von Gleichberechtigung so dermaßen zwingend wichtig, dass ich schon fast ein "Na, das wurde ja auch mal Zeit!" Gefühl kriege.
Entweder habe ich die Prämisse nicht gerafft oder das war für mich eher eine überflüssige Geschichte.

California von Claire Larsen
Okay, es ist sehr, sehr schwierig, mich mit einem krimi zu kriegen. Sehr schwierig.
Mich packt es einfach nicht. Was ich nice finde, ist der Gegensatz (oder die Gemeinsamkeit) zwischen LA und E-City.
Dann ist die Beschreibung mit dem von einem Kind gemalten Gott im Anzug klasse, da kommt sofort ein Bild.
Ansonsten ging es leider an mir vorbei.

Ich könnte jetzt ein paar sf Krimis aufzählen, die ich sehr mochte, aber das hilft ja jetzt nicht weiter. Hier bin ich nicht Zielgruppe.

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#124 Christian Hornstein

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 16:24

Das war absolut anerkennend gemeint!

...

Insofern ist das hier wirklich eine super Fundgrube für Schreibendem aber mit dem Wegfall von Exodus und Hirnkost wird es nicht einfacher werden...  :bigcry:  

 

Nochmal, vielen Dank!  :) 

 

Auch mit dem letzten Satz sprichst Du etwas wichtiges an. Ein Magazin wie Exodus ist semiprofessionell und (eigentlich, seufz) unverzichtbar für die Fortentwicklung des Genres, weil es auch Texten und Graphiken Raum gibt, die nicht perfekt sind. Perfektion sollte hier nicht erwartet werden. Das Beste, was wir tun können, ist diese Werke zu würdigen und ihnen durchdachte Rückmeldungen zu geben. So wird aus noch unscharfen Klingen auch mal die neue Bleeding Edge des Genres.
 



#125 Christian Hornstein

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 16:29

Maria Orlovskaya - 1 Match gefunden

...

Die Illustration strahlt vor allem beim Gesichtsausdruck und der Dunkelheit ebenjene Einsamkeit aus, in der sich die Protagonistin verfangen hat. Passt!

 

Stimmt! Das habe ich auch so empfunden. Habe nur vergessen, es zu erwähnen.



#126 Christian Hornstein

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 16:33

Die Wirklichkeit der anderen von Uwe Hermann beginnt mit einer Standardausgangssituation, die schon viele Geschichten gewählt haben. Auch wenn sie verbraucht ist, mag ich sie, weil ich Insel-Situationen reizvoll finde und weil sie die Option auf ein unheimliches Mysterium aufmacht (siehe momentan im Kino: Backrooms). Dann erwarte ich aber auch Spannung und eine Wendung des Typs Blow My Mind. Spannung kommt dann tatsächlich etwas auf, wenn auch mit den bekannten Mitteln, die man aus dem virtuellen Requisitenkasten kennt. Die Wendung aber hat mich richtig enttäuscht. Sie kommt nicht nur mit der wirklich oft genutzten

 

Spoiler

 

, sondern iteriert auch lediglich die Grundidee von Klassikern wie

 

Spoiler

 

ohne einen neuen Aspekt oder eine Vertiefung einzubringen. Es ist wirklich kaum mehr als die blanke Grundidee. Ich frage mich in solchen Fällen immer: Warum? Uwe kennt doch bestimmt diese Werke. Er wird sich doch denken, dass wir die auch kennen.

 

Gerd Freys Illustration finde ich passend und gefällt mir graphisch gut.


Bearbeitet von Christian Hornstein, Heute, 09:55.


#127 Sam Francisco

Sam Francisco

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 18:29

Claire Larsen - California:

 

Irgendwie bin ich beim Verfolgen dieses Fadens neugierig geworden und starte in die Jubiläumsausgabe der Exodus mal mittendrin mit der Geschichte California.

 

Eine Crime Noir Geschichte über Machtmissbrauch und Selbstjustiz mit den üblichen Versatzstücken (z. B. Ermittler verliebt sich in die zu rettende oder zu rächende Dame) in einem Großstadtmoloch auf einer kolonisierten Welt. Lt. Beschreibung soll die Stadt an LA erinnern, könnte meines Erachtens aber auch jeder andere Großstadtdschungel sein. Die Geschichte könnte genauso gut auch auf der Erde zu jedem Zeitalter spielen, der SF-Schauplatz wäre nicht nötig gewesen. Aber das ist keine Kritik, hey, ich will ja SF lesen. Und wirklich neue Ideen, gibt's die noch? Wenn, dann nur sehr sehr selten.

 

Sprachlich ist das ganze für mich gut umgesetzt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Autoren lassen den Leseri Raum für eingene Vorstellungen - manchmal vielleicht auch zu viel, an manchen Stellen sind die Handlungslücken schon sehr groß, da wäre tatsächlich in meinen Augen noch Verbesserungspotential gewesen. Aber insgesamt halte ich 4 Sterne für angemessen.

 

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#128 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 18:32

Bei der Kruschel Story bin ich weitgehend bei Uwe (wobei ich die Story offenbar weniger genossen habe). Humorvoll ja, aber eine wirklich gute Story kann ich nicht entdecken.
Vermutlich geht der Inhalt einfach an mir vorbei

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#129 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 18:41

Oh cool, Sam liest mit! Ich freu mich
Volker Dornemann : being smart

Behandelt ein meiner Meinung nach tolles Thema, auch sehr zeitgemäß und in einem authentischen Ton, aber das letzte Drittel der Story kommt mir so vor, als würde der Autor entweder seine eigene Story nicht ernst nehmen oder mich als Leserin nicht. Was soll das?
Die beiden Strafen, unter denen der Protagonist wählen muss sind so überzogen, dass ich dad Interessen sofort verliere. Sowas ist ärgerlich.
Soll das witzig sein?
Not my humor.

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#130 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 18:47

Michael Marrak : die Ausgesetzten II

Da bin ich auch froh, dass die Herausgeber noch eine längere Story des Autors wollten.
Mir macht es zwar Spaß, darüber nachzudenken, was da so im orbit fliegt und was jene über uns wissen, allerdings ist es ja nicht wirklich eine Geschichte im klassischen Sinn, mehr eben das, was schon formuliert wurde : ein Gedanken Experiment, ein Perspektiv Wechsel.
Klar, wir sehen uns und unsere Gewohnheiten mal von außen, doch so bleibt es noch steril. Rein fürs Hirn

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#131 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 19:01

Ride ‘n ‘Mount, yeah! Hat mich richtig gut gehookt und zwar ab dem Moment, wo Parsa die entscheidende Abzweigung nahm. Ab da wurde die Story für mich zum Pageturner. Warum? Zum einen war klar, dass nun ziemlich üble Gefahren drohten. Zum zweiten gab es emotional etwas zu verlieren (Hauptfigur mit Save the Cat und Bindungsstake). Zum dritten waren der Kontext und die Entscheidung plausibel (subjektiver Zugzwang und Anreiz). Alle drei Faktoren wurden durch den Kontext gut vorbereitet. Die Dramaturgie stimmte. Last but not least waren die folgenden Ereignisse zwar nicht innovativ, aber auch nicht sicher vorhersehbar. Am Schluss kamen noch drei nette Wendungen. Well done.

Michael Vogts Illustration hat den Vorzug handwerklich sauber und auf die Story abgestimmt zu sein, auch wenn ich mir mehr graphischen Reiz gewünscht hätte.


Definitiv wendungsreich. Ich brauche wohl trotzdem mal eine Pause, bevor ich mit Montemurri weitermache.

Zwei dutzend Kurzgeschichten zu rezensieren ist viel anstrengender als einen Roman (gut, wusste ich vorher), mir geht etwas die Puste aus.

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#132 Marrak

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 19:24

Michael Marrak : die Ausgesetzten II

Da bin ich auch froh, dass die Herausgeber noch eine längere Story des Autors wollten.

 

 

Ja, ich hatte damals wirklich nur XXS oder XXXL anzubieten ... :whistling: 

Zu den AUSGESETZTEN gibts noch einen Prolog und einen Epilog, die ich aber beide nur auf dem "New Frontiers Kongress 2025" vorgelesen hatte, für den die Texte entstanden waren. Ich poste sie hier beizeiten vielleicht mal (zumindest den Prolog, der einen Kritikpunkt von Uwe beantwortet) und auch noch ein paar Worte zur MASCHINE, aber komme frühestens morgen dazu.


Bearbeitet von Marrak, 12 Juli 2026 - 19:25.

Oh, no ... It's Bicycle Repair Man!

Website: www.michaelmarrak.de
Facebook: Michael Marrak (official)

#133 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 12 Juli 2026 - 20:35

Klingt gut, mach das!

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#134 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 05:50

Die Wichtige Anmerkung für Benutzer der Wirklichkeit von Andreas Eschbach ist in der Tat wichtig, als sie zu Beginn und vor allem zum Schluss die vierte Wand durchbricht. Sie erzeugt nur in sich einen Widerspruch, aber dazu später. Zunächst wird uns von einem Unternehmen, deren Gründer und Sohn erzählt, dann von einer Technik, die zu Produkten führt, wie sie die Menschheit im Bereich Unterhaltung schon lange anstrebt. Dies geschieht im Wesentlichen als Chronik, also sehr unszenisch, was ich bedauere. Nachdem viel investiert wurde, wird verkauft und dann erst auf dem Markt in der breiten Masse entdeckt, welch grandiose Nebenwirkung das Produkt hat und wie wichtig die bewusste suspension of disbelief / Autosuggestion ist. Das ist jetzt ein wenig unglaubwürdig. Das Beta-Testen ist in der Marktforschung besonders im Unterhaltungsbereich ein probates Mittel, um größere Verluste zu vermeiden, und wird weitlich genutzt. Witzig ist die weitere Entwicklung, auch wenn ich sie ebenfalls als Augenzwinkerei und Vorbereitung auf die eigentliche Pointe ansehe. Es ergibt sich nämlich eine weitere unerwünschte Nebenwirkung, die man nun versucht mit einem Hinweis zu beheben. Wie gesagt, ergibt sich leider ein kleiner Widerspruch, denn ursprünglich hatte man das, was der Hinweis nun bewirken soll, um die neue unerwünschte Nebenwirkung zu beheben, eigentlich vermeiden wollen durch aufwendige Technik. Am Schluss wendet man die Technik weiter an, hebt einen wesentlichen Teil ihrer Wirkung jedoch wieder mit besagtem Hinweis auf. Der Kniff mit dem Reframing durch Einreißen der vierten Wand verhindert ein etwas schwaches Ende und ist daher ein sinnvoller Gag.


Bearbeitet von Christian Hornstein, Heute, 09:56.


#135 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 07:20

 

 

 weil dort die Hauptfigur ja immer noch auf eine Maschine angewiesen ist, um sich selbst zu genügen.

 

Sehe ich auch so. Die Beziehung zu der Selbstkopiemaschine ist am Ende enger als die zu sich selbst oder gar zur Außenwelt. Für mich ersichtlich daraus, dass das KI-Ich es ist, das empfiehlt, das Date abzubrechen, und die Hauptfigur scheint ja darauf einzugehen.

Die Kopie wurde ja auch nicht zufällig dem Original zugewiesen. Wer nur zu sich selbst passt, ist schwerlich beziehungsfähig. Das hat der Algorithmus der Plattform wohl korrekt festgestellt, die Programmierer haben nur die Zeile "if(partnerProfil != userProfil)" vergessen. Was mich als Programmierer übrigens nicht wundert. Shit happens.

Dass es schwer ist, den richtigen Partner/die richtige Partnerin/x zu finden, ist ja gar keine Frage. Natürlich muss man auch selbst dazu bereit sein. Und zwar nicht nur, weil man die Sache mit dem Lebensglück nicht alleine auf die Kette kriegt. Denn Beziehung ist stets Nehmen und Geben, nicht nur ersteres. Die Fähigkeit und Bereitschaft, sich so auf eine andere Person einzulassen, wird in der heutigen Selbstoptimierungsgesellschaft immer kleiner, diese Diagnose ist nicht neu und scheint mir das (traurige) zentrale Thema der Geschichte zu sein. In einer schönen Partnerschaft ist man zu zweit immer stärker und glücklicher als alleine (also mehr als die Summe ihrer Teile) - aber eben nicht nur wegen der Beziehung gut drauf. Auch wenn nichts perfekt ist. Man selbst nicht, Partnerix nicht, Beziehung nicht. Wer mit kleinen menschlichen Fehlern nicht klarkommt, wird logischerweise nie sehr glücklich werden.

Erhöhte Zufriedenheit durch Interaktion mit einer (kostenpflichtigen, nicht vergessen!) Selbstkopie-KI zu finden, die mutmaßlich auf Geschäftsoptimierung programmiert ist (Prompt: "Rege die Kundin dazu an, unsere App weiterhin zu nutzen, erfolglos zu daten und somit das Abo weiterzuführen" - was bitteschön sonst?), kann ich keinen Moment lang als positiv bewerten.


Bearbeitet von Uwe Post, 13 Juli 2026 - 07:32.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#136 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 07:44


Das ist eine interessante Interpretation. Auf diese positive Perspektive bin ich aufgrund des Kontextes der Erzählung nicht gekommen, weil dort die Hauptfigur ja immer noch auf eine Maschine angewiesen ist, um sich selbst zu genügen.


Die Maschine ist ja aber quasi sie selbst. Wie Selbstgespräche führen.

However, ich sehe schon eure Argumente (und dass Uwe Post offenbar um einiges romantischer denkt als ich), finde meine Interpretation als Metapher immer noch gültig.
Sehr cool und naheliegend ist Uwes Erklärung mit der vergessenen programmierzeile, total einleuchtend! (heutzutage bekäme man dann wohl keine Antwort oder müsste sich selbst antworten).

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#137 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 09:27

Die Maschine ist ja aber quasi sie selbst. Wie Selbstgespräche führen.

 

Das empfände ich nur dann als Gewinn, wenn das Selbstgespräch konstruktiv und die betroffene Person nicht in der Lage wäre, dieses ohne maschinelle Unterstützung zu bewerkstelligen. Dann wäre es sogar therapeutisch. Ansonsten wäre es für mich eine weitere unnötige Abhängigkeit, die zudem Kosten verursacht. In der Geschichte wird der Selbstmatch wohl aufgrund eines Fehlers hergestellt, das heißt er ist ohne jegliche Prüfung darauf zustande gekommen, ob die kopierte Instanz konstruktiv oder destruktiv ist, und das "Selbstgespräch" im Text, finde ich, deutet nicht unbedingt auf konstruktiv hin.

 

 

However, ich sehe schon eure Argumente (und dass Uwe Post offenbar um einiges romantischer denkt als ich), finde meine Interpretation als Metapher immer noch gültig.

 

Das ist ja interessant! Ich fand Uwes Ansicht eher realistisch als romantisch. Wenn er von alltäglicher Unvollkommenheit spricht, für die es gilt ein gewisses Maß an Akzeptanz aufzubringen, um mit realen Menschen harmonieren zu können, ist das, finde ich, keine Romantisierung, sondern ziemlich realistisch. Wenn ich mir die impliziten Verheißungen unserer Datingportale anschaue, die einem suggerieren, dass man über detailierte Profile den perfekten Match finden kann, dann löst das bei mir weniger Euphorie als Bedenken aus. Es gibt verschiedene psychologische Gründe warum das nicht funktionieren kann. Wenn aber anknüpfend an verbreitete Sehnsüchte nach der verwandten Seele solche Erwartungen geweckt werden, sind der Links-Rechts-Swipe-Auswahl-Modus und die Objektifizierung des anderen die schlüssige Folge. :huh:


Bearbeitet von Christian Hornstein, 14 Juli 2026 - 10:10.


#138 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 09:48

Mario Frankes Illustration trifft das allgemeine Thema Virtualität mit den Facetten Erinnerungen / Abenteuer mit den sich auflösenden Grenzen, wieder eine Kollage graphisch recht heterogener Elemente.

Die bekannten Kollagen aus der Gallerie von Thomas Franke finde ich immer interessant, weil sie in der Tradition surrealistischer Kombinationen von Visualisierungen, in dem Fall biologischer und maschineller Entitäten aus dem 19ten Jahrhundert, eine ganz eigentümliche Präsenz schaffen.

Kostas Koufogiorgos Kreis, der sich interessant gezeichnet auf Seite 92 von Band 50.2 über den Exodus-Jet schließt, ist wohl ähnlich zu verstehen wie die letzten Worte von Victor Boden auf Seite 115 desselben Bandes.


Bearbeitet von Christian Hornstein, 13 Juli 2026 - 09:48.


#139 Rezensionsnerdista

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 10:42

Ich bin seit 2012 mit meinem jetzigen Mann zusammen und war nicht nennenswert auf Dating Seiten unterwegs (nur der single Gruppe des Studi-VZs), Apps gab es dazu entweder noch nicht oder ich wusste nichts davon. (Ich habe erst seit 2015 ein smart phone)

However, meine Interpretation kann auch eine totale Einzelmeinung sein, mit der ich voll alleine stehe.

Jedenfalls gefiel mir die Geschichte, aber nicht so stark, dass ich die nominieren würde, insofern no harm done.

Bisher habe ich noch gar nichts gefunden, das ich nominieren würde, fürchte ich. (Marias erste Story zu viele Fehler, bei Uwe dachte ich erst, yeah, aber dann kam nicht mehr genug nach.)

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#140 ClaireLarsen

ClaireLarsen

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 20:47

Claire Larsen - California:
 
Irgendwie bin ich beim Verfolgen dieses Fadens neugierig geworden und starte in die Jubiläumsausgabe der Exodus mal mittendrin mit der Geschichte California.
 
Eine Crime Noir Geschichte über Machtmissbrauch und Selbstjustiz mit den üblichen Versatzstücken (z. B. Ermittler verliebt sich in die zu rettende oder zu rächende Dame) in einem Großstadtmoloch auf einer kolonisierten Welt. Lt. Beschreibung soll die Stadt an LA erinnern, könnte meines Erachtens aber auch jeder andere Großstadtdschungel sein. Die Geschichte könnte genauso gut auch auf der Erde zu jedem Zeitalter spielen, der SF-Schauplatz wäre nicht nötig gewesen. Aber das ist keine Kritik, hey, ich will ja SF lesen. Und wirklich neue Ideen, gibt's die noch? Wenn, dann nur sehr sehr selten.
 
Sprachlich ist das ganze für mich gut umgesetzt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Autoren lassen den Leseri Raum für eingene Vorstellungen - manchmal vielleicht auch zu viel, an manchen Stellen sind die Handlungslücken schon sehr groß, da wäre tatsächlich in meinen Augen noch Verbesserungspotential gewesen. Aber insgesamt halte ich 4 Sterne für angemessen.
 
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Es freut uns, dass die Diskussion dich ausgerechnet zuerst nach E.C. geführt hat, lieber Sam! Und noch mehr, dass die kleine Noir-Erzählung bei dir Anklang fand. Diese Sub-Genre gehört jetzt ja nicht gerade zu den Lieblingen in Deutschland, was wir schade finden, weil wir einen Faible für Noir, für die Achtziger und generell moralische Grautöne und Abgründe haben.

Danke auch für dein hilfreiches Feedback! Wenn du möchtest, würden wir uns sehr darüber freuen, zu erfahren, an welchen Stellen wir noch etwas ausführlicher in der Beschreibung hätten werden können. CALFORNIA steht zwar jetzt, aber für die Arbeiten an EUREKA CITY wäre es natürlich wunderbar, die ein oder andere Rückmeldung zur Atmosphäre zu bekommen. Mit der steht und fällt Noir.

#141 Sam Francisco

Sam Francisco

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Geschrieben 13 Juli 2026 - 21:34

Na ja, kurz vor Durchführung der Rachetat endet die Szene und die Geschichte setzt erst wieder mit der Ankunft auf der Erde ein. Das wurde weiter oben schon thematisiert und von euch auch erläutert. Und ja, das kann man schon so machen, es verlangt den Leseri aber einiges ab.
Ich kann das nicht so gut analysieren wie ein Christian Hornstein, aber ich bin auch kein Autor sondern "nur" Leser. Für mich ist es wichtig, dass mich eine Geschichte packt, sodass ich bis zum Ende mit Spaß dranbleibe. Und das war hier der Fall.
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#142 ClaireLarsen

ClaireLarsen

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 05:36

Na ja, kurz vor Durchführung der Rachetat endet die Szene und die Geschichte setzt erst wieder mit der Ankunft auf der Erde ein. Das wurde weiter oben schon thematisiert und von euch auch erläutert. Und ja, das kann man schon so machen, es verlangt den Leseri aber einiges ab.
Ich kann das nicht so gut analysieren wie ein Christian Hornstein, aber ich bin auch kein Autor sondern "nur" Leser. Für mich ist es wichtig, dass mich eine Geschichte packt, sodass ich bis zum Ende mit Spaß dranbleibe. Und das war hier der Fall.

Vielen Dank, damit können wir arbeiten! :)
Und die Rückmeldung eines Lesers ist nicht minder wichtig - ganz im Gegenteil. Kein Angriff auf jemanden, aber letztlich schreiben wir für euch, nicht für andere Schriftsteller und Kolleginnen, die einen Text immer auch (und nachvollziehbar) aus der schreibenden Perspektive betrachten.

Bearbeitet von ClaireLarsen, 14 Juli 2026 - 05:37.


#143 Sam Francisco

Sam Francisco

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 07:13

Christian Endres – Tod zwischen den Sternen:

 

Die Geschichte von Christian Endres beginnt mit der reißerischen Überschrift »Tod zwischen den Sternen«, eine Überschrift, die bei mir als Leser erstmal falsche Erwartungen geweckt hat. Der Mord, um den es geht, findet auf einer Reise vom Mond zum Mars statt. Das ist nicht zwischen den Sternen sondern innerhalb unseres Planetensystems. Das ist an sich nur eine Kleinigkeit, das hat mich aber bereits beim Einstieg in die Geschichte gestört.

 

Endres erzählt die Geschichte aus der Perspektive einer nicht näher beschriebenen Person, von der man eigentlich nur erfährt, dass sie Krimifan ist. Auf der Reise zum Mars trifft diese Person die größte Privatdetektivin des 23. Jahrhunderts Ash Lennox, just in dem Moment, als diese zur Aufklärung eines Mordfalls hinzugezogen wird. Der Erzähler hängt sich an Lennox dran und kann somit diese Geschichte protokollieren.

 

Ash Lennox wird dabei sehr detailliert mit vielen Einzelheiten beschrieben (z. B. braune Augen, weißes Hemd, Krawatte). Und was sehe ich dann auf der nächsten Seite: Die Illustration von Michael Vogt zeigt Lennox blauäugig, mit graubraunem Hemd und ohne Krawatte. Warum?

 

Der Erzähler wird in dieser Illustration als männlich und dunkelhäutig dargestellt, obwohl der Text hierfür keinerlei Hinweise enthält. Der Erzähler hätte ebenso gut eine Chinesin oder was auch immer sein können.

 

Der Sprachstil dieser Geschichte würde gut zu einer Sherlock-Holmes-Geschichte passen, für eine SF-Geschichte aus dem 23. Jahrhundert? Ich weiß nicht.

 

Die Auflösung des Mordfalles kommt daher wie Deus ex machina, war null vorbereitet und für die Leseri nicht im Entferntesten vorhersehbar.

 

Und trotzdem… Trotz dieser Kritik, die Geschichte hat mir irgendwie Spaß gemacht, war flüssig zu lesen und hat mich bis zum Ende nicht gelangweilt. Da sieht man dann die Routine von Endres. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine Auflösung zu dem von Lennox genannten Fleck am Hemd des Erzählers gewesen.

 

Insgesamt 4 Sterne. 

 

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#144 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 07:37

 

 

Der Erzähler wird in dieser Illustration als männlich und dunkelhäutig dargestellt, obwohl der Text hierfür keinerlei Hinweise enthält. Der Erzähler hätte ebenso gut eine Chinesin oder was auch immer sein können.

Ich verstehe die Illustration so, dass die männliche Person dieser Herr von der Raumschiffbesatzung ist, und wir aus den Augen des Erzählers auf die Situation blicken. Da passt die Beschreibung (bis auf den falschen Bart) wohl besser.


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#145 Sam Francisco

Sam Francisco

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 07:52

Ich verstehe die Illustration so, dass die männliche Person dieser Herr von der Raumschiffbesatzung ist, und wir aus den Augen des Erzählers auf die Situation blicken. Da passt die Beschreibung (bis auf den falschen Bart) wohl besser.


OK, das wäre natürlich möglich, so hab ich das nicht gesehen.

Ich habe gerade mal eure Meinungen zu der Geschichte gelesen, und vieles von dem was ich geschrieben habe, steht da auch schon drin. Das kommt davon, wenn man erst so spät einsteigt.
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#146 Uwe Post

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 08:54

Ist doch kein Nachteil, Sam. Es ist interessant, dass es viele Übereinstimmungen gibt - aber natürlich auch Unterschiede, sonst wär's auch bisschen seltsam.


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#147 Christian Hornstein

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 10:05

Schön Dich dabei zu haben, Sam!

 

 

Christian Endres – Tod zwischen den Sternen:

...

Ash Lennox wird dabei sehr detailliert mit vielen Einzelheiten beschrieben (z. B. braune Augen, weißes Hemd, Krawatte). Und was sehe ich dann auf der nächsten Seite: Die Illustration von Michael Vogt zeigt Lennox blauäugig, mit graubraunem Hemd und ohne Krawatte. Warum?

 

...

 

SF

 

Tja, warum, das ist auch bei mir dann immer die Frage. Ich vermute ja regelmäßig, dass es daran liegt, dass diese Elemente aus einer Datenbank stammen. Andererseits wäre es ein leichtes z.B. die Augenfarbe anzupassen. Ob jemand darunter künstlerische Freiheit versteht? Den Text nur überflogen hat? Who knows?

 

 

Ich habe gerade mal eure Meinungen zu der Geschichte gelesen, und vieles von dem was ich geschrieben habe, steht da auch schon drin. Das kommt davon, wenn man erst so spät einsteigt.

 

Ich finde Übereinstimmungen spannend, Unterschiede in den Einschätzungen aber noch spannender. Am besten ist es dann, wenn diejenigen, die die Werke erstellt haben, sich auch noch dazu melden. Vielen lieben Dank an Michael und Uwe (Hermann), vor allem an Claire Larsen!
 


Bearbeitet von Christian Hornstein, 14 Juli 2026 - 10:06.


#148 Christian Hornstein

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 10:28

...
Ich kann das nicht so gut analysieren wie ein Christian Hornstein, aber ich bin auch kein Autor sondern "nur" Leser. 

...

 

Diejenigen, die keine Geschichten schreiben und unsere Geschichten lesen, sind genau die Richtigen, denn für sie schreiben wir unsere Geschichten hauptsächlich. Ich freue mich natürlich immer, wenn auch andere, die schreiben, meine Geschichten lesen, aber das ist ja die Minderheit der Lesenden. Es ist gar nicht nötig, dass Rückmeldungen total durchreflektiert sind. Auch wenn jemand, der lediglich Geschichten liest, vielleicht nicht immer so treffsicher benennen kann, was er oder sie beim Lesen erlebt hat, so ist es trotzdem meist möglich, konkret zu sagen, was man bei welcher Textstelle empfunden hat, und das birgt diese gewisse Unvoreingenommenheit, eine unbezahlbare Frische und Authentizität. Wie ein Text auf einen gewirkt hat, ist immer interessant und richtig. Es gibt keine illegitimen Gefühle. Nur konkrete Aussagen über den Text selbst oder gar diejenigen, die ihn erstellt haben, können zutreffend sein oder nicht.


Bearbeitet von Christian Hornstein, 14 Juli 2026 - 10:28.


#149 Sam Francisco

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 10:35

Eigentlich wollte ich auch nur meinen Respekt dir gegenüber damit ausdrücken, lieber Christian.
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#150 Uwe Post

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Geschrieben 14 Juli 2026 - 12:40

Jacqueline Montemurri - Der letzte Vertrag

Vor dieser Geschichte würde ich den Hut ziehen, wenn ich einen hätte. Sie ist soureverän geschrieben, originell, spitzfindig (im positiven Sinn) und selbst im Nebengeschehen gut durchdacht (ich liebe den Sektenführer Haramaldin). Wie Worte Realität formen und speziell die Werbung versucht, genau das zu tun ... So!

Ich musste mich oft genug mit juristischen Texten auseinandersetzen, um den tiefsinnigen Humor erfassen zu können, zum Beispiel der Feigenblatt-Hinweis. Einzig den Schluss habe ich entweder nicht verstanden oder er widerstrebt meiner Vorliebe für Happy Endings. Möglich, dass ich etwas übersehe, und dass der Schluss tatsächlich folgerichtig ist. Ich denke nochmal drüber nach.

Die Illustration ist handwerklich und stilistisch von jener Professionalität, die wir von Alexander Preuss kennen.

Auf jeden Fall eines der Highlights der Ausgabe und schon auf meiner persönlichen KLP-Vorschlagsliste.


Bearbeitet von Uwe Post, 14 Juli 2026 - 12:42.

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