Die letzte mir bekannte Zahl stammt von 2023 und sagt das noch etwa 60.000 Hefte gedruckt werden. Das dürfte heute drei Jahre später schon tiefer liegen.
Der Wikipedia-Artikel nennt eine Auflage von 64.000 Heften. (Allerdings bezieht sich diese Angabe auf einen FAZ Artikel aus dem Jahr 2021).
Man hört immer das sich deutsche Zeitschriften und Heftromane nicht mehr so gut verkaufen, aber wieviel ist nicht gut? 100 Ausgaben? 500? 1000? 5000?
Diese Seite ist eine gute Anlaufstelle: PZ-Online.de – Die Mediadaten der PZ-Verlage
Allerdings filterst du dich da teilweise zu Tode – und vollumfänglich ist sie auch nicht.
Ungeschlagen: Die "Apotheken Umschau". Die Varianten A+B kommen im zweiten Quartal 2026 auf 4.583.053 Exemplare. (Wohlgemerkt, die Zeitschrift ist natürlich kostenlos. Ebenso einige weitere Kundenmagazine, bspw. "ACE Lenkrad")
Ein paar Platzhirsche herausgepickt (2. Quartal 2026):
"Der Spiegel" (635.843)
"Bild am Sonntag" (456.700)
"Bunte" (284.310)
"Stern" (256.818),
"Focus" (209.937)
Das Interessante dabei: "Bild am Sonntag" hat vergleichsweise wenig Abonnenten (70.269); bei den anderen Genannten machen Abonnements mehr als die Hälfte aller Verkäufe aus.
Für mich überraschend: Fernsehzeitschriften verkaufen sich scheinbar nach wie vor unglaublich gut. "TV Spielfilm", "TV Digital", "Hörzu", "nur TV", "TV Direkt", "TV Movie" und noch etliche (!) weitere liegen jeweils (!!) zwischen 400.000 und über einer Million verkaufte Exemplare. Überschlagen kauft also jeder Deutsche ein paar Mal im Jahr eine TV-Zeitschrift – und das, wo doch alle angeblich nur noch streamen und es nun wirklich ein prima Onlineangebot für das Herausfinden des Linear-TVs gibt.
Um mal auf unsere schnuckelige Szene einzugehen:
Vielleicht sollten sich SF-Autoren darüber freuen, dass das "c't" im zweiten Quartal 230.085 Exemplare (darunter 135.006 durch Abonnements) verkaufen konnte. Sollte die Redaktion ihrer KG-Rubrik nicht überdrüssig werden, bleiben also 26 Publikationsmöglichkeiten für Kurzgeschichten
phantastisch! -> Zu Atlantis-Zeiten wurde im Impressum eine Druckauflage von 1.500 Exemplaren genannt. Diese Info ist aber schon ein paar Jahre alt. Wie es mittlerweile aussieht, müsste (wenn sie wollen) Calliope Media sagen.
Exodus 50 -> Auflage von 800 Exemplaren (also 1.600 Exemplare von der abschließenden Doppelnummer). Laut René (First-Hand-Info) nahezu ausverkauft. Exodus hatte in den letzten Jahren durchschnittlich 500 - 600 Exemplare je Ausgabe abgesetzt.
Ach, und dann haben wir ja dieses "Weltenportal" 
Druckauflage: 150 Stück. Gerade einmal 30 Abonnent:innen – erstaunlich viele Wiederholungskäufer:innen (die ich zumeist vergeblich zu einem Abonnement zu überreden versuche). Die kleine Unannehmlichkeit, die sich für mich aus der geringen Zahl an Abonnent:innen ergibt: das Vorstrecken der Kosten für die Erstauflagen zu zwei Zeitpunkten im Jahr, jeweils rund 1.000 Euro. Eigentlich müsste ich die Zeitschrift teurer machen – wobei ich annehme, dadurch Käufer:innen zu verlieren –, denn der maximal mögliche Überschuss liegt bei der derzeitigen Auflage aufgrund von Beleg- und Pflichtexemplarabgaben bei rund 200 Euro. Einige Exemplare bleiben immer übrig, die Abgaben für Verpackungen (Systembeteiligung) und Hosting-Kosten fressen den Überschuss komplett auf. (Durch den Besuch des MetropolCon und des BuchmesseCon ist es unwahrscheinlich, dass das „Geschäftsjahr 2026“ in den schwarzen Zahlen landet. Aber solche Besuche, abgesehen vom persönlichen Vergnügen, sind auch langfristig zur Absatzsteigerung gedacht.)
Also, kurz und gut: „Weltenportal“ lebt derzeit davon, dass ich mir die Vorfinanzierung der Zeitschrift leisten kann (Hauptberuf), dass ich die Zeitschrift machen *will* und langfristig auf mehr Leser:innen hoffe.
So gut ich die Argumentation gegen Abonnements (und Vorbestellungen) auch verstehe: Sie sind die größte Hilfe, die man mir als Hrsg. – und anderen im Independentbereich – zukommen lassen kann.
Bearbeitet von ChristophGrimm, 07 Oktober 2026 - 09:52.