t.sebesta schrieb am 08.06.2007, 16:42:
Ins Land der Schluchtis, zu den wilden Zwergen hinter den Bergen? Ach neee.......Sehr im Süden Gruß Thomas
Geschrieben 08 Juni 2007 - 18:15
t.sebesta schrieb am 08.06.2007, 16:42:
Ins Land der Schluchtis, zu den wilden Zwergen hinter den Bergen? Ach neee.......Sehr im Süden Gruß Thomas
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
Mein Blog
Geschrieben 08 Juni 2007 - 23:37
Ernst Wurdack schrieb am 08.06.2007, 16:19:
Nee, wieso "ausnahmsweise" im Süden!Wenn möglich, vielleicht ausnahmsweise mal im Süden.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 12:29
Geschrieben 09 Juni 2007 - 13:01
Frank W. Haubold schrieb am 09.06.2007, 13:29:
Die ganze Club-Diskussion geht mich nun wirklich nichts an, aber wieso da die "Spassgesellschaft" (was immer das auch ist) schuld daran sein soll, verstehe ich nicht. Die Argumente, die Du anführst (Bücher, Film und Rezensionen per Netz) haben ja nichts mit der Gesellschaft zu tun, sondern damit, dass das Angebot insgesamt besser geworden, dass man heute per Netz schneller und einfacher diese Dinge bestellen, bzw. bereitstellen und lesen kann. Das ist an sich ja zu begrüssen. Damit bleibt die Frage, was ein Club den Mitgliedern bringt. Die meisten sind ja Mitglieder eines Clubs, weil sie in irgendeiner Form davon profitieren. Wenn man sich aber sein SF-Material auch selbst besorgen kann und der Austausch mit Gleichgesinnten übers Netz auch ohne Mitgliederbeitrag und Fahrten zu Treffen möglich ist, dann stellt sich automatisch die Frage, ob ein Club oder Verein überhaupt noch nötig ist. Oder ist ein Club in erster Linie Selbstzweck? Dass das Netz nämlich umgekehrt auch sehr viel Freiwilligen-Arbeit auslösen kann, zeigen Beispiele wie Wikipedia. Hier leisten Tausende Mitglieder der "Spassgesellschaft" umsonst Arbeit für die Allgemeinheit. Aber hier handelt es sich offensichtlich um ein Angebot, das nur das Netz bringen kann. Es wäre also in erster Linie zu überlegen, welche Aufgaben ein Club übernehmen kann, die im Netz so nicht möglich sind bzw. überhaupt noch gebraucht werden.Auch wenn es kein wirklicher Trost ist: Mitgliederschwund ist kein Problem des SFCD allein, sondern ein allgemeines Phänomen. Das Internet als Ursache auszumachen, greift m. E. zu kurz. Gerade durch das Internet können ja Mitglieder interessiert und gewonnen werden, die sonst kaum Kontaktmöglichkieten hätten. Das Problem ist ein anderes: In der Spaßgesellschaft ist kaum noch jemand bereit, sich für etwas personell oder gar finanziell zu engagieren. Bücher kann man ohne Zusatzkosten online bestellen, Rezensionen online lesen, Filme via Flatrate herunterladen (mit Hilfe unserer osteuropäischen Freunde auch die neuesten). Für Spiele gilt das gleiche. Folglich bietet das Clubmodel mit soundsoviel Gratis-Publikationen pro Jahr kaum noch Anreize für jüngere Interessenten. Also bleiben nur die bei der Stange, die schon immer dabei sind, und jene, die selbst publizieren (Rezensionen, Con-Berichte, Geschichten). Bundesweite Cons sind organisatorisch kaum zu beherrschen, zudem ist der Besuch durch Fahrt- und Hotelkosten recht kostspielig (wer übernachtet heutzutage noch im Zelt oder in der Jugendherberge?). Folglich ist eine Trendwende nicht zu erwarten, und das einzige, was man tun kann, ist, die Akzeptanz des jeweiligen Clubs nicht noch durch interne Querelen zusätzlich zu beeinträchtigen. Das ist nicht immer einfach. Ansonsten bleibt nur ein melancholisches Fazit, das letztlich für jegliche kulturelle Subsatnz dieses Landes zutrifft: Wenn man den Untergang schon nicht aufhalten kann, dann sollte man ihn wenigstens mit Würde zelebrieren ...
Gruß Frank
Bearbeitet von simifilm, 09 Juni 2007 - 13:11.
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 13:24
Bearbeitet von Jürgen, 09 Juni 2007 - 13:26.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 13:34
Geschrieben 09 Juni 2007 - 13:38
Bearbeitet von Jürgen, 09 Juni 2007 - 13:40.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 14:10
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 14:24:
Das war jetzt aber keine Reaktion auf meinen Beitrag, der nur wenig mit SF zu tun hatte, oder? Ich glaube zum Beispiel nicht, daß die SF ausstirbt, wobei allerdings zu diskutieren wäre, ob letzeres angesichts von Machwerken wie "I Robot" (der Film) nicht besser wäre. Gruß FrankEs war einfach nur eine Frage der Zeit, wann erneut die Diskussionen um Mitgliederschwund in SF-Clubs und dem allgemeinen Ende der SF in Deutschland wieder losgeht ...
Geschrieben 09 Juni 2007 - 14:21
Geschrieben 09 Juni 2007 - 16:34
Rusch schrieb am 09.06.2007, 15:21:
Ich habe ihn im Fernsehen gesehen, weil ich bei SF-Filmen schon lange nicht mehr ins Kino gehe. Nach der driten schwachsinnigen Action-Szene fragte mich meine Frau: "Und sowas gefällt Dir?" Ich: "Nein, aber da kommt bestimmt noch etwas, das mit den Asimov-Geschichten zu tun hat." Kurz gesagt: Das kam nie, und meine Entscheidung, mir nie wieder einen US-SF-Film (neueren Datums) anzusehen, steht seither fest. Ich glaube nicht, daß ich dadurch etwas verpasse, das der Erwähnung wert wäre. Gruß FrankIch fand jetzt I Robot nicht soo schlecht. Mein Erwartungen waren niedrig und wurden übertroffen. Stellenweise kam sogar vollkommen überraschend ein wenig von dem asimovschen Feeling auf, dass ich beim Lesen der Geschichten hatte.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 17:05
Geschrieben 09 Juni 2007 - 17:34
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 18:05:
Das sind genau die Argumente, mit denen ein intelligentes Buch wie "Das Jesus-Video", das trotz (oder wegen?) dieser Intelligenz so erfolgreich war, in einen Abklatsch eines US-Scifi-Action-Films verwandelt wurde. Seitdem sehe ich nicht nur keine US-SF&F-Filme mehr an, sondern auch keine deutschen! Gevo... Action ist gefragt und eine Erzählform, die wie der Szenenschnitt eines Films funktioniert. Die aus dem Boden spriessenden Fantasy-Autoren haben es begriffen und sind damit unglaublich erfolgreich. Gruß Jürgen
Geschrieben 09 Juni 2007 - 18:47
Bearbeitet von Jürgen, 09 Juni 2007 - 18:49.
Geschrieben 09 Juni 2007 - 18:57
Gevo schrieb am 09.06.2007, 18:34:
und dessen "Drehbuch" größtenteils aus 1:1 aus anderen Filmen geklauten Einstellungen besteht(Beispiel: die angebliche "Befreiung" -die sich als perfider Verhörtrick herausstellt- stammt aus Der Marathonmann).Ein intelligentes Buch wie "Das Jesus-Video", das trotz (oder wegen?) dieser Intelligenz so erfolgreich war, in einen Abklatsch eines US-Scifi-Action-Films verwandelt wurde
Geschrieben 09 Juni 2007 - 20:02
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 19:47:
Nur unter der Prämisse, dass sie nicht lernfähig sind (siehe obige Posts). Sich müssen einfach einen Weg zu agieren und nicht zu reagieren - wie es halt überall so ist. Digitales Archiv, schnellere Informationen. Die SF-Szene ist wahnsinnig durchsetzt von "Einzeltätern" die alle ihr eigenes Süoochen kochen. Sinn und Ziel könnte sein möglichst viele dieser "Einzeltäter" zusammenzubringen usw. Verbindungen knüpfen, halten und zu nutzen. Gruß Thomas...Es geht also... aber nur, wenn verschiedene Mechanismen ineinandergreifen... und die alteingesessenen SF-Clubs sind da eher Sand im Getriebe als nützliches Schmiermittel....
Thomas Sebesta/Neunkirchen/Austria
Blog zur Sekundärliteratur: http://sebesta-seklit.net/
Online-Bibliothek zur Sekundärliteratur: http://www.librarything.de/catalog/t.sebesta
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Geschrieben 10 Juni 2007 - 07:33
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 19:47:
Du musst dringend "Tentakelschatten" lesen. Dirk, weder jung, noch wildIm Falle SF passen die Bücher eben nicht mehr zum Publikum. Die jungen Wilden haben noch nicht "die Power" für einen kompletten Roman und die Alten schreiben Zeugs, daß keiner lesen will. Ich meine damit ausschliesslich die deutschsprachige SF-Szene.
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Geschrieben 10 Juni 2007 - 09:32
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 19:47:
Entschuldige, aber hier muß ich Dir entschieden widersprechen. Fantasy-Romane werden nicht wegen ihrer rasanten Schnittechnik gekauft und gelesen, sondern weil der Anteil an Frauen, die auf dem intellektuellen Niveau einer Zwölfjährigen stehengeblieben sind und die knuddligen Hobbits, Harry Potters und ähnliche Gestalten als Puppen-/Kindersatz benötigen, stetig steigt. Im übrigen ist "Fantasy" ein einziger Etikettenschwindel, denn mit Phantastik im klassischen Sinne, wie sie von Meyrink, Perutz und heute Siefener repräsentiert wird, haben diese trivialen Märchen-/Sagenstoffe nichts zu tun. Sich an an diesem Courths-Mahler-Standard zu orientieren ist nun wirklich der schlechteste Ratschlag, den man Autoren und Lesern geben kann. Gruß Frank2. Die Strukturen haben sich geändert und wie man sie optimal ausnutzt, beweisst ganz klar die Fantasy-Szene. Hier funktioniert die Symbiose aus moderne Schriftstellerei/Buchverkauf/begeistertes und lesefreudiges Publikum/ Communities mit regen Zulauf und.. und ..und
Geschrieben 10 Juni 2007 - 10:01
Jürgen schrieb am 09.06.2007, 18:05:
Lieber Jürgen, vermutlich setze ich mich mal wieder dem Vorwurf der Arroganz aus, dennoch muß ich Dir sagen, daß der Geschmack eines "breiten Publikums" nicht das Ausschlaggebende für einen Autor sein sollte. Sonst könnte er ja gleich bei BILD anheuern. Natürlich ist es nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen wünschenswert, daß die eigenen Bücher/Geschichten möglichst viele Leser erreichen, aber doch nicht um den Preis der Selbstverleugnung und Anbiederung an die Beschränktheit. Ich weiß auch nicht, wen Du mit "einer bestimmten Generation von SF-Schriftstellern" meinst. Ich bin schon mal keiner.Lieber Frank, mit deiner Begründung, nie mehr US-SF-Filme anzusehen, lieferst du mir genau den Missing Link, warum eine bestimmte Generation von SF-Schriftstellern das Publikum nicht mehr erreicht. Es ist nicht so, daß ich es unbedingt unterstütze, aber diese Art der SF wollen die Leute sehen.... und auch lesen. Die tiefsinnigen Gedankenspiele eines Asimov (wobei, soooo tiefsinnig waren die auch nicht) oder Lem sind heute, und, wie ich befürchte, auch in Zukunft, für das breitere Publikum vollkommen uninteressant. Action ist gefragt und eine Erzählform, die wie der Szenenschnitt eines Films funktioniert. Die aus dem Boden spriessenden Fantasy-Autoren haben es begriffen und sind damit unglaublich erfolgreich. Gruß Jürgen
Bearbeitet von Frank W. Haubold, 10 Juni 2007 - 10:03.
Geschrieben 10 Juni 2007 - 10:12
Frank W. Haubold schrieb am 10.06.2007, 10:32:
Uh, Leserbashing. Gehört das auch zu den Ratschlägen, die Du Autoren geben willst?Schnittechnik gekauft und gelesen, sondern weil der Anteil an Frauen, die auf dem intellektuellen Niveau einer Zwölfjährigen stehengeblieben sind und die knuddligen Hobbits, Harry Potters und ähnliche Gestalten als Puppen-/Kindersatz benötigen, stetig steigt.
Zitat
Na und? Sie sind trotzdem Phantastik, und es wäre ja schade, wenn dieses Metagenre auf dem Niveau von Meyrink stehengeblieben wäre.Im übrigen ist "Fantasy" ein einziger Etikettenschwindel, denn mit Phantastik im klassischen Sinne, wie sie von Meyrink, Perutz und heute Siefener repräsentiert wird, haben diese trivialen Märchen-/Sagenstoffe nichts zu tun.
Zitat
Außer natürlich, man möchte als Autor auch mal mehr als ein paar Hundert Bücher verkaufen und außer natürlich, man möchte als Leser fix und knackig in der Straßenbahn unterhalten werden. Dass Du nicht zu dieser Gruppe gehörst, ist legitim. Dass Du daraus einen Anspruch an andere formulierst, ist es nicht.Sich an an diesem Courths-Mahler-Standard zu orientieren ist nun wirklich der schlechteste Ratschlag, den man Autoren und Lesern geben kann.
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(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
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Geschrieben 10 Juni 2007 - 10:18
Geschrieben 10 Juni 2007 - 13:02
Zitat
Lieber Frank,vermutlich setze ich mich mal wieder dem Vorwurf der Arroganz aus, dennoch muß ich Dir sagen, daß der Geschmack eines "breiten Publikums" nicht das Ausschlaggebende für einen Autor sein sollte. Sonst könnte er ja gleich bei BILD anheuern.
Bearbeitet von Jürgen, 10 Juni 2007 - 13:57.
Geschrieben 10 Juni 2007 - 13:20
Frank W. Haubold schrieb am 09.06.2007, 17:34:
Zuspitzungen sind manchmal die Würze in einer Diskussion, trotzdem kann ich damit wenig anfangen, weil man sie meist spielend leicht locker aus dem Handgelenk widerlegen kann. Ich mache das jetzt mal: Ich würde sogar um Geld wetten, dass Du etwas verpasst, das der Erwähnung wert sein wird, wenn am 21.5.2009 "Avatar" von James Cameron anläuft.Das kam nie, und meine Entscheidung, mir nie wieder einen US-SF-Film (neueren Datums) anzusehen, steht seither fest. Ich glaube nicht, daß ich dadurch etwas verpasse, das der Erwähnung wert wäre.
Geschrieben 10 Juni 2007 - 13:50
Frank W. Haubold schrieb am 10.06.2007, 10:32:
Hm, das klingt für mich doch sehr nach einem Kultur-Elfenbeinturm. Du willst Kunst und Kommerz trennen - nur warum? Um hinterher bockig und jammernd sagen zu können, dass dich, den armen Poeten, keiner der Kulturbanausen auf "Courths-Mahler-Standard" versteht? Das ist eine sehr deutsche Haltung, da schimmert schon ein bisschen Lust am Untergang durch: Literatur-Walhalla, ich komme... Warum muss Unterhaltung an sich schlecht sein? Solche Haltungen nähren sich meiner Ansicht nach aus der Tatsache, dass hierzulande die Schaffung von Literatur immer noch als reine Begabung, als Talent, angesehen wird. Und daraus entstehen auf allen Seiten (Autor/Kritiker/Leser) Vorurteile. Es fehlt hier klar an angelsächsischem Literatur-Pragmatismus.Im übrigen ist "Fantasy" ein einziger Etikettenschwindel, denn mit Phantastik im klassischen Sinne, wie sie von Meyrink, Perutz und heute Siefener repräsentiert wird, haben diese trivialen Märchen-/Sagenstoffe nichts zu tun. Sich an an diesem Courths-Mahler-Standard zu orientieren ist nun wirklich der schlechteste Ratschlag, den man Autoren und Lesern geben kann.
Geschrieben 10 Juni 2007 - 14:03
Zitat
... und der ist der Beweis, das SF nicht zwangsläufig "tot" ist, denn eigenartigerweise werden dort Autoren UND Newcomer noch in großen Verlagen herausgegeben. Wie einfach die Welt doch manchmal sein kann.... ich schreib mir hier den Wolf und mit einem einzigen Hinweis von FrankD ist die Sache abgehakt. Essenz schlägt Ausführung !Es fehlt hier klar an angelsächsischem Literatur-Pragmatismus.
Geschrieben 10 Juni 2007 - 14:27
Holger schrieb am 10.06.2007, 11:18:
Ja, das passiert! Aber trotzdem ist die Diskussion doch recht interessant. Hat zwar zur Zeit nichts mehr mit dem SFCD zu tun, aber lieber so als ein totes Forum.Irre ich mich, oder gerät die Diskussion gerade ein wenig "off-topic"
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