Warum unterstellst Du mir etwas, was ich so nie gesagt habe ?
Ich wollte nicht unterstellen. Ich habe interpretiert. Incl. des möglichen Irrtums meinerseits, natürlich.
Ich bin nicht gegen einen zweiten Verein, wenn dies sinnvoll ist. Auf die Frage nach der Sinnhaftigkeit sind aber bisher keine Antworten gekommen, man blieb in Platitüden stecken. Und nochmal langsam zum Mitlesen : Mehrfach wurden Befürchtungen, die ich am Anfang hatte, aber als paranoid verworfenund nicht geäußert habe, explizit von den Stiftungsbefürwortern als ganz tolle Idee postuliert. Hier haben sich mehrere Leute diskreditiert in einer Form, die mir das kalte Grausen über den Rücken laufen lässt. Ich frage Dich als designierten SFCD-Vorstand, wie Du mit der beabsichtigten und expliziten Demontage des SFCD durch Mitglieder, die lieber ihren eigenen Verein aufmachen als aktiv im SFCD mitzuarbeiten, umgehen willst ! Ich frage Dich als designierten SFCD-Vorstand, wie Du ältere SFCD-Mitglieder vor der Stiftungsabzocke schützen willst. Und ich frage Dich als designierten SFCD-Vorstand, was Du als auch die designierte Kassenwartin von der nicht unerheblichen Summe halten, die der SFCD diesem Zweit-Verein spenden soll.
Zum einen, Alfred, müssen wir endlich auf eine ordentliche Sprachregelung achten. Wir sprechen hier nicht von einem Verein, sondern von einer Stiftung. Das sind juristisch zwei grundverschiedene Schuhe. Selbst wenn sich nur die Farbe der Schnürsenkel unterscheidet, sind es nicht die gleichen und nicht dieselben Schuhe. Es wäre fein, wenn wir wenigstens so weit sprachliche Sauberkeit schaffen könnten, daß wir von einer Stiftung sprechen.
Im übrigen habe ich kein Problem damit, als möglicherweise 1. Vorsitzender, über die Gründung einer solchen Stiftung nachzudenken. Denn hier geschieht durchaus keine Demontage des SFCD durch Mitglieder, im Gegenteil.
Konkret sind es derzeit zwei SFCD-Mitglieder, die konkret an einer solchen "Demontage", wie du es nennst, arbeiten. Torsten Frantz und ich. Wir beide waren uns auf dem JahresCon ziemlich schnell ziemlich einig, daß wir da in der gleichen Richtung denken und in der gleichen Richtung handeln wollen, es wenigstens versuchen wollen.
Ansonsten wird im SFCD nichts demontiert. Es bleibt alles, wie es ist. Den Fall, daß die MV 2009 sagt, daß sie sowieso nicht will, lasse ich mal außen vor, das wäre für diese Diskussion hier der Makulaturstempel. Gehen wir davon aus, die MV 2009 sagt: ja, machen wir das (mit welchen Details soll hier mal gar keine Rolle spielen). Und gehen wir mal davon aus, daß sich die Stiftung erfolgreich entwickelt. Was dann?
Erfolgreiche Entwicklung für diese Stiftung bedeutet das Zustandekommen von Stiftungen durch Sammler, mit ihren Sammlungen, mit zusätzlichem Vermögen, um den Erhalt der Sammlung, die Verwertung (Veröffentlichung in geeigneter Form, auch ein Detail, das dann später zu klären ist: was ist geeignet) zu finanzieren, zu ermöglichen.
Gehen wir einfach mal davon aus, die Idee hat so, wie Torsten und ich sie uns vorstellen, Erfolg. Dann wird es in 10-15 Jahren eine Stiftung geben, die vielleicht Deutsche SF-Stiftung heißt, die von einigen renommierten Sammlern die Sammlungen bereits aufgenommen hat, an Vermögen zugelegt hat und nach und nach in der Beziehung auf ihren ursprünglichen - initiativen - Hauptzweck immer leistungsfähiger wird.
Das würde dann dazu führen, daß u.U. Mittel zur Verfügung stünden, die anderen Vereinen zur Verfügung gestellt werden könnten, denn eines der Ziele der Stiftung ist eben auch, Vereine, die sich mit der Förderung der SF (kurz gefaßt) auseinandersetzen, unterstützen zu können. Einer dieser Vereine ist der SFCD. Der SFCD lobt z.B. 1mal pro Jahr einen Literaturpreis namens DSFP aus, der mit 2x 1000 Euro dotiert ist, die heute aus Spenden zweier Fans stammen, von denen der eine nicht genannt werden will.
Die Idee, den DSFP auf eigene Füße zu stellen, was seine Dotierungsfinanzierung angeht, ist alt. Die Stiftung könnte dabei helfen. Damit bliebe es immer noch der DSFP des SFCD, nur das Geld käme nicht von zwei Spendern, die auch morgen tot umfallen können, wenn es blöd läuft, sondern aus einem Stiftungsgeldtopf.
Ebenso ANDROMEDA, ob nun als ANDROMEDA SF MAGAZIN in der alten Machart oder als Marke ANDROMEDA SF in einer neuen Denkweise.
Die Förderung von Nachwuchs. Heute haben wir STORY CENTER, dessen Förderung aus einem sehr aufwändigen, freiwillig erbrachten Lektorat und einem Haufen Arbeit besteht, der an einzelnen Personen hängt, an Arno Behrend vor allem. Auch der ist gegen Umfallen nicht wirklich 100%ig geschützt. Nachwuchsförderung in anderen Bereichen der Gesellschaft ist mit finanziellen Auf- und/oder Zuwendungen (Aufwendungen seitens des Unterstützers, Zuwendung an den Unterstützten) verbunden. Das kann niemand privat. Das kann ein SFCD nicht. Ein wachsendes Stiftungsvermögen kann das eher.
Es gibt sicherlich noch viele Beispiele.
Ich kann jedenfalls bei der ganzen Geschichten irgendwo erkennen, wo der SFCD demontiert werden sollte. Sein DSFP bleibt SFCD. Sein STORY CENTER, sein ANDROMEDA SF MAGAZIN oder etwas, das der SFCD in Zukunft vielleicht als Marke ANDROMEDA SF mit verschiedenen Ausprägungen schafft, bleibt SFCD. Der Unterschied ist jedoch der, daß da nicht nur Gelder von Mitgliedern zur Verfügung stehen, sondern mehr. Und das könnte sich positiv auf den Mitgliedsbeitrag im SFCD auswirken. Und damit positiv auf Mitgliedszahlen. Und damit wieder positiv auf den SFCD.
My.