Das Problem mit "der Katze im Sack" kann man dadurch lösen, dass sich die Bewerber der Mitgliedschaft vorstellen müssen. Mit Vita, bisherigen Aktivitäten, geplanten Konzepten/Aktivitäten, Zielen und dergleichen.
Das ist sehr wichtig. Ich fand auch den Tagesordnungspunkt auf der MV 2008 sinnvoll - das kann helfen, die eigene Bewerbung entsprechend abzuändern. Bewerbungen gab es auch schon lange (jedenfalls so lange ich im SFCD bin), aber es gab auch schon welche, die nur beinhalteten "ihr kennt ja meine Arbeit, ich bewerbe mich für eine weitere Amtszeit." Das ist arg dürftig, auch wenn es keinen Gegenkandidaten gibt. Sinnvoll wäre eine Liste von Dingen, die maqn als Vorstandsmitglied erreichen möchte - das kann dann als Grundlage dienen für den jährlichen Rechenschaftsbericht und auch eine Bewerbung für die nächste Amtszeit.
Können Vorstandsmitglieder eigentlich von ihrem Amt zurücktreten oder müssen die immer bis zum bitteren Ende durchhalten?
Das ist eine weitere (eigentlich eher dieselbe) Lücke in der Satzung - die sagt zwar, wie der Vorstand gewählt wird und welche Aufgaben er hat, es gibt aber weder Regelungen für eine Abwahl noch für den Fall, daß ein Vorstandsmitglied aus dem Amt scheidet (Rücktritt, Krankheit, Tod). Regelungen dafür sollten eingebaut werden, aber die Formulierung eines Änderungsvorschlags geht über meine Fähigkeiten, da das Briefwahlverfahren das Ganze recht kompliziert macht.
Ich bezweifle aus reinen pragmatischen Gründen, dass wir überhaupt drei Listen erhalten. Und etwas Auswahl möchte ich schon, trotz aller Präferenz haben.
Ich plädiere dafür, beim bisherigen Wahlverfahren zu bleiben, auch auf die Gefahr hin, dass Martin (leider) nicht mehr kandidieren würde. Aber ich liebe die Vielfalt. Der SFCD ist eine inhomogene Gruppe unterschiedlichen Alters und Herkunft. Warum soll dies nicht auch durch den Vorstand repräsentiert werden: Nord-Süd, Ost-West, Alt- ganz alt, ständig-Online - immer offline, Leser und Glotzer, ...
In der Vergangenheit hattest Du kaum Auswahl, fast immer gab es für jeden Posten nur einen Bewerber. Auch im "Wahlkampfjahr" 2008 gab es nur für 2 Posten (1. Vorsitzender und Kassierer) zwei Kandidaten.
Ich erwarte, dass ein Vorstand bei seinen wenigen Sitzungen im Jahr und seiner recht eingeschränkten Entscheidungsfreudigkeit mit Querdenkern leben kann.
Ich kann mit Querdenkern leben (sonst hätt ich häufig ein Problem mit mir selbst

), ich erwarte allerdings gewisse Grundvoraussetzungen im gegenseitigen Umgang, um eine vernünftige Arbeit zu gewährleisten (siehe
mein Posting hier). Meinungsvielfalt ist wichtig, aber es muß auch gegenseitiger Respekt und die Akzeptanz getroffener Entscheidungen herrschen, sonst dreht man sich im Kreis.
Um mal wieder etwas allgemeiner zu werden: Ein verschworenes Team von 5 Leuten als Vorstand hielte ich in Bezug auf Transparenz für wesentlich kontraproduktiver als ein Vorstand, bei dem der eine dem anderen nicht über den Weg traut. Im ersten Fall würden eventuelle Hoppalas unter den Teppich gekehrt, im zweiten Fall schonungslos an die Öffentlichkeit gezerrt. Das sind natürlich zwei Extrempositionen, die in der Realitiät nicht anzutreffen sein werden. Nur mal zur Verdeutlichung.
Ehrlich gesagt bezweifle ich, daß sich "verschworene Teams" bilden werden. Als sich 2008 unsere Gruppe zusammenfand, war eines der Dinge, die wir ändern wollte, die bislang fehlende Transparenz nach innen *und* außen zu schaffen. Ich weiß, Stefan, da gehen unsere Meinungen auseinander: Ich halte nichts davon, "brisante" Themen "hinter verschlossenen Türen" nur in SFCD-intern zu diskutieren, denn es kommt so oder so irgendwann raus. Wenn es aber so aussieht, als solle ein Geheimnis um etwas gemacht werden, heizt das nur die Spekulationen an und schadet damit meiner Meinung nach dem SFCD auf lange Sicht mehr als die kurzfristige Aufregung übe irgendwas, denn das Thema wird ja für alle sichtbar geklärt. Der SFCD ist als Geheimniskrämerclub verschrien, diesen Ruf müssen wir endlich loswerden, und das kann nur durch Offenheit gelingen. Im Übrigen hat sich während der gruppeninternen Diskussionen herausgestellt, daß wir in etlichen Dingen unterschiedlicher Meinung waren. Das war aber unproblematisch, da jeder die Meinung der anderen und daraus sich ergebende Mehrheitsentscheidungen akzeptiert hat. Ob das Ganze in der Realität funktioniert hätte, weiß ich natürlich nicht.
Martin und andere Ex-Vorständler könnten in sfcd│intern einen Artikel veröffentlichen - mit dem Titel "Warum ich mich nicht mehr im Vorstand des SFCD für den Verein engagiere".
Leider ist dann aber eine "Schlammschlacht" so gut wie vorprogrammiert.
Und das wird dann sicher nicht sehr appetitlich.
Aber vielleicht muss man das in Kauf nehmen, denn vielleicht würde das auch ein "reinigendes Gewitter" sein.
Nach meiner Erfahrung funktioniert eine Aussprache um so besser, je unemotionaler und unöffentlicher man das durchführt, da sonst das Unterbewußtsein gleich in den Verteidigungsmodus umschaltet. Daher halte ich dieses Vorgehen für kontraproduktiv. Ich habe das Thema, vielleicht zu vorsichtig und nicht deutlich genug, vorstandsintern immer wieder zur Sprache gebracht. Die Entscheidung habe ich schon vor über einem halben Jahr getroffen, als ich feststellte, daß ich das Forum mied, um mich nicht diesem Streß auszusetzen - das konnte so nicht weitergehen. Nach und nach haben einzelne Personen davon erfahren, zuletzt Herbert während eines langen und konstruktiven Gesprächs am Freitag vor der MV in Leipzig. Der einzige im Vorstand, der es glaube ich nicht wußte, war Stefan, da hatte sich die Gelegenheit nie ergeben. Daß ich es dann auf der MV öffentlich gesagt habe, war nicht geplant, sondern hatte sich aus dem Diskussionsverlauf ergeben, Auslöser war eine Bemerkung, jeder müsse sene ersönlichen Konsequenzen ziehen. Da mußte es dann raus. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht besser den Mund gehalten hätte, andererseits hat mir das immer im Magen gelegen, da ich am liebsten offen und ehrlich bin.