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Exodus 38

Kurzgeschichten Magazin

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71 Antworten in diesem Thema

#1 Ender

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Geschrieben 18 September 2018 - 20:09

Die zweite EXODUS - Ausgabe des Jahres ist da!

Am kommenden Wochenende pĂŒnktlich zum Elstercon frisch auf den Tisch (und fĂŒr Abonnenten bereits jetzt frisch im Briefkasten) -> EXODUS 38 mit Essays, Grafiken, Lyrik, einer Bildergalerie von Michael Marrak sowie insgesamt 10 Kurzgeschichten. Eine davon stammt ausnahmsweise von einem internationalen Autor, nĂ€mlich von Adrian J. Walker (bekannt durch seinen Roman "Am Ende aller Zeiten").

 

Folgende Geschichten sind enthalten:

 

Norbert Stöbe: Der WÀchter

Frank Neugebauer: Auferstehung des Fleisches

Uwe Post: Die Borussia-Eskalation

Thomas Kolbe: Greifen Sie zu!

Angela & Karlheinz SteinmĂŒller: Begegnung im Terminal oder Das dritte Photon

Christian Endres: Mundtot

Olaf Kemmler: Wie man Liebe sichtbar macht

Wolf Welling: Osmose

Herbert W. Franke: Das tellurische Kabinett

Adrian J. Walker: Der KĂ€fig

 

 

(Und auch wenn das hier wie Werbung klingt: Ich bin nicht beteiligt ;) sondern freue mich einfach, dass die SF-Kurzgeschichtenszene lebt!)



#2 Uwe Post

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Geschrieben 18 September 2018 - 21:59

Mit maßlos gewalttĂ€tiger Fußball-SF von mir!

Das war Werbung.

Ich freue mich, mal wieder in illustrer Runde in meinem Lieblings-SF-Magazin vertreten zu sein.

Das auch.


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#3 Pogopuschel

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Geschrieben 18 September 2018 - 22:52

..  insgesamt 10 Kurzgeschichten. Eine davon stammt ausnahmsweise von einem internationalen Autor, nĂ€mlich von Adrian J. Walker (bekannt durch seinen Roman "Am Ende aller Zeiten").

 

Übersetzt ĂŒbrigens von Horst Pukallus, also die Kurzgeschichte "Der KĂ€fig". ;)



#4 lapismont

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Geschrieben 19 September 2018 - 06:13

Ich werds mir am Samstag kaufen.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.

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#5 lapismont

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Geschrieben 05 Oktober 2018 - 12:59

Norbert Stöbe: Der WÀchter

 

Roboter beherrschen die Welt. Da findet man im AsteroidengĂŒrtel einen seltsamen Datenstick und deshalb muss ein echter Mensch ran. In ihm schlummert das potential, die Bots loszuwerden.

 

Eine Ideenskizze. War mir zu dĂŒnn.


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#6 lapismont

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Geschrieben 07 Oktober 2018 - 09:27

Frank Neugebauer: Auferstehung des Fleisches

 

Geschichte mit zwei HandlungsstrĂ€ngen. In der einen sind wir in einer fernen Zukunft. Ein Dorf fristet ein karges Leben und plĂŒndert die Reste der lĂ€ngst untergegangen Zivilisation.

Im anderen Handlungsstrang versucht der Vertreter einer Firma fĂŒr kĂŒnstliches Fleisch, das große GeschĂ€ft zu machen.

 

Entwickelt mir zu viele religiöse Tendenzen. Sollte SF nicht den Fakten auf den Grund gehen, anstatt neue Ängste zu entwickeln?

Spoiler

Uwe Post: Die Borussia-Eskalation

 

Eine gewohnt spritzige Zukunftssatire auf das Fußballfantum. Die TĂŒr, Dein bester Freund, yeah! Thomas Kolbe: Greifen Sie zu!

 

Eine Xenolinguist will außerirdische Schriftartefakte untersuchen und landet in er Welt, deren Pflanzen eine Menge sehr tödlicher Tricks auf Lager haben.

 

Hat mir ganz gut gefallen. Die tödliche Flora ist zwar kein neues Thema, mir begegnete sie wohl zuerst in Planet der Windharfen von Michael Szameit, aber Thomas Kolbe fand da auch noch ein recht fieses PflÀnzlein.

Der Schlussgag war mir etwas zu billig, zumal es dem Linguisten egal sein kann. 90% aller Keilschrifttontafeln enthalten keine Literatur :D

 


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#7 Uwe Post

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Geschrieben 07 Oktober 2018 - 14:21

Thomas Kolbes Geschichte fand ich auch etwas beliebig. Ein nett ausgedachtes, aber letztlich sehr oberflÀchliches Abenteuerchen.

Franks Story ist weit davon entfernt, Hard SF zu sein, aber das will sie auch gar nicht. Ich habe sie mehr als Horror-Story denn als SF-Story gelesen, und so betrachtet sagte sie mir zu. Ähnliches möchte ich ĂŒber Wolf Wellings Geschichte kundtun, die mir am Ende einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken jagte, aber eben auch keine SF ist. Den schlimmsten Horror aber brachte das Magazin ganz am Schluss. DarĂŒber bin ich noch nicht hinweg, deshalb sage ich zunĂ€chst nichts weiter dazu.


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#8 lapismont

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Geschrieben 07 Oktober 2018 - 15:54

Horror, mhm. Macht mir die Geschichte aber auch nicht saftiger :D


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#9 frankh

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Geschrieben 07 Oktober 2018 - 17:22

Ich bin jetzt ebenfalls durch, und es ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen fĂŒr die deutsche Phantastik, wenn die (fĂŒr mich) mit Abstand beste Story eine Übersetzung ist. In Adrian Walkers Story stimmt einfach alles AtmosphĂ€re, Personenzeichnung, Sense of wonder und (grausliche) Pointe.

 

Aber nun in der Reihenfolge:

 

Norbert Stöbe: Der WĂ€chter: Stilsicher geschrieben, aber die Handlung ĂŒberzeugte mich nicht so recht. Offenbar fĂŒhren die Protagonisten in virtuellen Körpern eher ein Drohnendasein, wĂ€hrend außerhalb der zerstörten StĂ€dte noch echte Menschen als Primitive leben. Wen der Held mit seinem "Artefakt" letztlich ĂŒberzeugen wollte und mit welchen Konsequenzen, wurde mir nicht ganz klar.

 

Frank Neugebauer: Auferstehung des Fleisches. Neugebauers Geschichten haben ja stets eine bizarre Note, aber hier erschien mir die (pseudo)religiöse Analogie zu aufgesetzt, zumal mir auch nicht so recht einleuchten will, weshalb kĂŒnstliches erzeugtes Fleisch (da gibt es ja schon praktikable AnsĂ€tze) plötzlich Sinne und Bewusstsein entfalten sollte.

 

Uwe Post: Die Borussia-Eskalation: Der Autor hat ja als Schöpfer schrĂ€gen SF-Humors in D beinahe ein Alleinstellungsmerkmal und agiert auch hier auf vertrautem Terrain. Die Story beginnt amĂŒsant, allerdings wird fĂŒr mich der Bogen des ĂŒberdrehten Humors dann doch etwas ĂŒberspannt. Eine Sternen-Liga mit derartigen Exzessen hĂ€tte wohl auch zuvor nicht lange Bestand gehabt. Aber lustig ist die Geschichte allemal.

 

Thomas Kolbe: Greifen Sie zu: Stlilistisch holpert es leider etwas, aber die Schilderungen der aggressiven Flora haben mir gefallen, die Pointe allerdings weniger, denn es ist eigentlich keine.

 

Die SteinmĂŒllers: Begegnung im Terminal: Gewohnt souverĂ€n und pointiert geschrieben, wenngleich das Thema (Das Universum bewahrt seine Struktur und verhindert unerlaubte Eingriffe) nicht ganz neu ist.

 

Christian Endres: Mundtot: Flott geschrieben und ein nicht unsympathischer Protagonist mit einer gehörigen Portion Schnoddrigkeit, aber die Pointe ist dann doch etwas zu dĂŒnn, um dem Ganzen Substanz zu verleihen.

 

Olaf Kemmler: Wie man Liebe sichtbar macht: Ein durchaus amĂŒsantes Szenario, vielleicht etwas zu ausfĂŒhrlich eingefĂŒhrt, aber die Idee einer Home-KI, die Emotionen und Sympathien sichtbar zu machen vermag, hat etwas. Und die Umkehrung und ihre Folgen sind eine amĂŒsante Pointe.

 

Wolf Welling; Osmose: FĂŒr mich die zweitbeste Geschichte des Heftes. Die kafkaesk anmutende Entwicklung des "fading away" des Protagonisten ist sehr ĂŒberzeugend geschildert. Weniger ĂŒberzeugend ist die ErklĂ€rung, denn es gibt keine.

 

Herbert W. Franke: Das tellurische Kabinett: Die Geschichte um einen erfolglosen Schauspieler, der in seiner neuen Rolle zwangslÀufig aufgeht, ist eher eine Miniatur und behandelt ein nicht unbedingt neues Thema, dennoch lesenswert.


Bearbeitet von frankh, 07 Oktober 2018 - 17:26.


#10 Uwe Post

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Geschrieben 08 Oktober 2018 - 07:45

Ja, Adrian Walkers Geschichte ist atmosphĂ€risch und zweifellos gut geschrieben. Aber fĂŒr mich auch eher Horror oder Phantastik; die SF-Elemente Zeitreise und Postapokalypse stehen hier klar im Hintergrund.

 

@Frank, kurz zu meiner Story: Freut mich, dass Du sie witzig fandest! Das Geschehen ist in der Tat maßlos ĂŒbertrieben, und zwar mit voller Absicht, dies spielt auf die Maßlosigkeit des realen Fußballs an, die in vielerlei Hinsicht zu erkennen ist.

 

Norbert Stöbes Geschichte gefiel mir erzĂ€hlerisch recht gut, aber so richtig ĂŒberzeugen konnten mich Handlung und Pointe auch nicht. Ich fĂŒrchte, in Szenarien, die so weit entfernt spielen, ist es schwer, Figuren zu erschaffen, mit denen sich der Leser noch irgendwie identifizieren kann.

 

Olafs Geschichte fand ich auch recht amĂŒsant. Nur fehlen die Smartphones. Von Figuren und zeitlichem Setting in der Nahzukunft her dĂŒrften die die Dinger eigentlich nie aus der Hand legen. Heutzutage marschiert ein Student ganz sicher nicht persönlich zur HaustĂŒr einer anderen und klingelt, sondern er schreibt eine Whatsapp. Insofern hat mich das Ambiente nicht ĂŒberzeugt. Vermutlich hĂ€tte ein heutiger Student die Story schreiben mĂŒssen. Aber die schreiben ja nicht. Deshalb muss unsere Generation das tun. Was eigentlich nur schiefgehen kann, man steckt halt nicht drin.

 

Zu "Mundtot" von Christian Endres: Sehr ordentlich geschrieben und schön ausgedacht. Aber es ĂŒberzeugt mich nicht vollends. Zwar bin auch ich davon ĂŒberzeugt, dass viele Netzwerke recht leicht angreifbar sind. Aber soo leicht (und schnell) nun auch wieder nicht, wie das wĂ€hrend des Verhörs geschieht. Zumal in einer Zeit, in der die verwendete Hardware verbreitet ist, selbst die brĂ€sigsten SicherheitskrĂ€fte auf die Idee kommen mĂŒssten, sie einem Verhafteten wegzunehmen.

 

Auch wenn ich jetzt noch nicht zu allen Storys etwas geschrieben habe, gefiel mir die Ausgabe insgesamt gut. Ein Totalausfall war nicht dabei. Nur: Die stÀrksten Storys hatten die wenigsten SF-Elemente.

Verschiebt sich der Schwerpunkt von EXODUS Richtung Phantastik oder werden einfach nicht genug starke SF-Storys angeboten?


Bearbeitet von Uwe Post, 08 Oktober 2018 - 07:47.

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#11 lapismont

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Geschrieben 06 November 2018 - 13:47

Angela & Karlheinz SteinmĂŒller: Begegnung im Terminal oder Das dritte Photon

 

Locker erzĂ€hlte SF um die Idee, das Universum schlĂ€gt zurĂŒck. Ist mir dann aber doch etwas wenig Story und zuviele belanglose Details. Christian Endres: Mundtot

Stilsicher vorgetragene Hacker-Legende. Wie Uwe schon anmerkte, etwas dick aufgetragen, aber da aus der Ich-Perspektive erzÀhlt, passt das schon.

 

Udo Klotz: Michael Marrak, ErzÀhlende Bilder und bildgewaltige ErzÀhlungen

Ich hab mir diese Exodus-Ausgabe in erster Linie wegen der Marrak-Bilder gekauft und Udo liefert hier eine beeindruckende Übung darin, Leidenschaft in trockene Worte zu packen. Viele tolle Infos und Interpretationen - definitiv ein guter Grund, diese Exodus zu kaufen.

 

(so, ich muss endlich mit Ex38 fertig werden, die Novarianerinnen drĂ€ngeln schon :aliensmile: )


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#12 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 09:32

Olaf Kemmler: Wie man Liebe sichtbar macht Noch so eine ideengetriebene Story. Zwar bemĂŒht sich Olaf darum, eine wissenschaftliche Basis aufzubauen, der KI-Teil selbst klingt aber wie Magie. Und das Ende hat mich eher nicht ĂŒberrascht. Aber die Illustrationen fand ich sehr passend.   Eher zufĂ€llig bin ich ans Ende des Heftes gekommen. Auf der einen Seite nĂ€hert sich ein Robot Megalodon einem ahnungslosen Menschen, um ihn zu fressen, auf der anderen Seite Frank Haubold.   Ich finde es wichtig, dass Exodus die politische Diskussion im Fandom zum Thema macht. Und natĂŒrlich kann man auch bekennende Verschwörungstheoriefans zu Wort kommen lassen. Immerhin gibt es mit einem humanistischen Text von Heidrun JĂ€nchen ein kraftvolles KONTRA zu Haubolds milliardenschweren ExistenzĂ€ngsten. Nur sollte sich Frank Haubold nicht in der Legende suhlen, ein politisches Opfer zu sein. Vermutlich gibt es kaum zehn SF-Fans, die seine politische Meinung kennen und deshalb nichts mehr von ihm lesen. Und deren Meinung war ihm vorher vermutlich auch schon egal.   Aber wie gesagt: Das hier macht Exodus wirklich sehr gut und ich freue mich jetzt schon auf Wie politisch ist die Deutsche SF? Solche Diskurse tĂ€ten auch der Nova gut.

:devil:


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#13 frankh

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Geschrieben 07 November 2018 - 10:20

Wer eine an nachprĂŒfbaren Tatsachen orientierte Darstellung als „Verschwörungstheorie“ diffamiert, liefert unfreiwillig eine intellektuelle BankrotterklĂ€rung. Das ist aber nicht ganz untypisch fĂŒr Teile des SF-Fandoms. Die Überzeugung ist laut Nietzsche (das ist auch so ein Böser) ein schlimmerer Feind der Wahrheit als die LĂŒge.

Bearbeitet von frankh, 07 November 2018 - 10:23.


#14 Amtranik

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Geschrieben 07 November 2018 - 11:19

Wow. Dann ist es also doch noch passiert.

 

Ich muss gestehen als ich die Exodus 38 vor ein paar Wochen auspackte bin auch ich durch Zufall gleich auf den letzten Seiten gelandet und war doch einigermaßen ĂŒberrascht. Was der Dirk Alt da vorhatte/machen wollte ist in jedem Falle mal mutig. Sofort ging ich hier ins Forum weil ich wußte das bereits ein Thread zu dem Magazin existierte und war dann ĂŒberrascht das niemand darauf bisher eingegangen war, jedenfalls beim ersten nachdenken. Dann allerdings fand ichs schon nicht mehr so ungewöhnlich, ist Politik dieser Tage doch ein vermintes GelĂ€nde. Kein Wunder also das niemand sich damit beschĂ€ftigen mochte. Und ich gebe zu das auch ich nach mehrmaligem Ansatz etwas dazu zu schreiben es letztlich gelöscht habe. Und so bin ich hier prinzipiell Dirk van den Booms Meinung. Es findet Politik statt, auch vor allem ja in seinen Werken, aber von einer allgemeinen Metaebene heraus wo sich jeder Leser was herausziehen kann. Ich finde die aktuelle Deutsche Politik ist schon zu sehr im Mittelpunkt so daß man sich dem kaum noch entziehen kann, da braucht man eher mal die SF als gute alte escapistische Erholung von den bewegten Zeiten. So sehe ich das jedenfalls. Ausserdem denke ich nicht das es viel bringen wĂŒrde und fĂŒrchte den hierzulande allzuschnell erhobenen moralinsauren Zeigefinger als einzig möglichen Taktgeber der Debatte wo ja gut und böse, richtig und falsch, dunkel und hell, modern und gestrig schon von vorneherein festgelegt zu sein scheint.

 

Dann eine kleine Kritik zu Ralf Steinberg. Ich finde Ralf deine Bewertung ist leider nicht sehr fair. Du gehst inhaltlich nicht ein, sondern plakatierst das eine Werk suggestiv als Werk eines Verschwörungstheoretikers ( genaugenomman hat er also deinen Text nicht als Verschwörungstheorie bezeichnet Frank aber natĂŒrlich machts das auch nicht wesentlich besser ) ergo kann das was da drin steht ja vermutlich nicht ernst genommen werden, wĂ€hrend Du den anderen Text als starkes humanistisches Kontra lobst. Ich finde das kann man nicht so stehen lassen.

 

Beide Texte sind fĂŒr mich richtig. Sie reden aber aneinander vorbei. Frau JĂ€ntchen argumentiert auf einer rein persönlichen Ebene, und Ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse empfindet Sie als positiv als nicht bedrohlich wĂ€hrend Frank Haubold das große ganze in den Blick nimmt und nochmal bestimmte Eckpunkte und Ereignisse resĂŒmiert und daraus dann am Ende spekulativ ableitet. Ich bin ja nun nicht unbedingt als Franks grĂ¶ĂŸter Freund bekannt, wir gerieten ja auch schon des öfteren aneinander in diesem Forum. Ich erinnere nur mal an die Kriegsschlulddebatte, Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg etc. Und ja auch ich finde das Frank, ohne jetzt auch nur annĂ€hern alles verfolgt zu haben was er so von sich gibt, bisweilen vom Hölzchen auf Stöckchen kommt, er wirkt auf mich aggressiv und neigt zu ĂŒbertreibungen, just my 5 Cents.Meine ganz persönlichen EindrĂŒcke.

 

An seinem Text jedoch kann ich nach allem ( und mit der bitte das zu beachten, nehme ich fĂŒr mich sicherlich nicht in Anspruch die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und alles mitbekommen zu haben zu verstehen oder auch nur alles richtig einzuordnen ) was ich mir angelesen habe und ĂŒber den ganzen Komplex zusammentrug keinen Fehler finden. Man sollte von daher Fair bleiben und Menschen nicht pauschal diffamieren wegen Aussagen in der Vergangenheit oder weil man Sie einfach nicht mag, sondern sich an das halten was ist.


Bearbeitet von Amtranik, 07 November 2018 - 11:21.


#15 Uwe Post

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Geschrieben 07 November 2018 - 11:22

Ich wollte mich nicht als erster dazu Ă€ußern, da mein Standpunkt eh hinlĂ€nglich bekannt ist, aber Fremdenfeindlichkeit - eine nachprĂŒfbare Tatsache - als "Propaganda" zu bezeichnen, halte ich fĂŒr unsachlich.

Das war allerdings jetzt das freundlichste Adjektiv, das mir dazu eingefallen ist.

 

Zu den "Tatsachen": Die zitierte Kriminalstatistik (Link muss ich nochmal raussuchen) enthĂ€lt neben den von Frank genannten Zahlen auch den expliziten Hinweis, dass diese NICHT als Gradmesser fĂŒr eine besonders hohe KriminalitĂ€t unter GeflĂŒchteten dienen können, weil sie prinzipiell verfĂ€lscht sind. Deshalb ist natĂŒrlich eine Diskussion ĂŒber den Umgang mit FlĂŒchtlingen sinnvoll und richtig - aber die rechte Seite tut das meiner Ansicht nach deutlich unsachlicher als die liberale oder linke Seite. Das mag ein subjektiver Eindruck sein, weil ich mich natĂŒrlich in der linken "Blase" befinde und dort aus der rechten nur besonders menschenverachtende Zitate oder glatte LĂŒgen reingespĂŒlt werden. Was aber auch bedeutet, dass es solche gibt. Eine sachliche Diskussion ist - auch hier, wie man gerade wieder sieht - eigentlich nicht möglich.

 

UnabhĂ€ngig davon sehe aber auch ich eine ganze Reihe von Problemen in diesem Umfeld. So ist es zum Beispiel nicht leicht, straffĂ€llig gewordene (oder abgelehnte) Asylbewerber "loszuwerden". Ewig einsperren kann man sie auch nicht, und wenn sie dann wieder was anstellen, ist das natĂŒrlich ganz besonders Ă€rgerlich. Die Aufregung bei solchen FĂ€llen kann ich dann tatsĂ€chlich nachvollziehen.

 

Ferner ist es ein Armutszeugnis fĂŒr die ganze Welt, das es auch im 21. Jahrhundert offenbar nicht möglich (oder gewollt) ist, Kriege zu verhindern oder schnellstmöglich zu beenden. Der Nahe Osten ist bekanntermaßen ein Pulverfass, und die Weltgemeinschaft hat schon seit Jahrzehnten kein Mittel gefunden, dort nachhaltig fĂŒr Frieden zu sorgen.

 

Letztlich ging es Dirk Alt darum, eine Diskussion ĂŒber politische SF anzustoßen. Dass es unterschiedliche Meinungen gibt, ist klar, auch bezĂŒglich der Frage, wie viel Politik in SF-ErzĂ€hlungen vorkommen sollte. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es etwas mehr sein könnte.


Bearbeitet von Uwe Post, 07 November 2018 - 11:32.

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#16 Amtranik

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Geschrieben 07 November 2018 - 11:28

Ich wollte mich nicht als erster dazu Ă€ußern, da mein Standpunkt eh hinlĂ€nglich bekannt ist, aber Fremdenfeindlichkeit - eine nachprĂŒfbare Tatsache - als "Propaganda" zu bezeichnen, halte ich fĂŒr unsachlich.

Hehe. Irgendsowas hatte ich schon vermutet. Dann trifft hier wohl der alte Spruch 2 dumme 1 Gedanke zu.

 

Ich habe den Text von Haubold jetzt nochmal durchgelesen. Wo steht denn da Fremdenfreindlichkeit wÀre Propaganda?



#17 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 11:34

An seinem Text jedoch kann ich nach allem ( und mit der bitte das zu beachten, nehme ich fĂŒr mich sicherlich nicht in Anspruch die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und alles mitbekommen zu haben zu verstehen oder auch nur alles richtig einzuordnen ) was ich mir angelesen habe und ĂŒber den ganzen Komplex zusammentrug keinen Fehler finden. Man sollte von daher Fair bleiben und Menschen nicht pauschal diffamieren wegen Aussagen in der Vergangenheit oder weil man Sie einfach nicht mag, sondern sich an das halten was ist.

Ich sehe den Text halt anders. Es ist das typische Vermischen von Problemen und Ursachen. Die Aufnahme und Versorgung von KriegsflĂŒchtlingen verursacht Kosten. Diese haben aber mit gesellschaftlichen Problemen unseres Staates kaum etwas zu tun. Es gab sie vor dem Syrienkrieg und wird sie auch danach noch geben. Was Du als ResumĂ© bezeichnest, ist eher eine polemische Zusammenfassung rechtspopulistischer Ansichten. »Asylheischend«? Es lohnt nicht, in die politische Diskursion einzusteigen. Mir gefĂ€llt, dass diese Diskursion im Exodus stattfindet und ich werde davon unbenommen, Nazis Nazi nennen.


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#18 Amtranik

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Geschrieben 07 November 2018 - 11:46

Es lohnt nicht, in die politische Diskursion einzusteigen. Mir gefÀllt, dass diese Diskursion im Exodus stattfindet und ich werde davon unbenommen, Nazis Nazi nennen.

Ich war mir ziemlich sicher das der erste Satz kommen wĂŒrde. Habe ich leider schon oft in diesem Kontext erlebt ĂŒbrigens ausschliesslich von Menschen denen der Begriff Nazi Ă€hnlich leicht von den Lippen ging wie Dir.  Und das regt  mich wirklich als jemand der sich immer schon lange und intensiv mit der Zeit der Nationalen Sozialisten beschĂ€ftigt hat auf. Wenn dieser Begriff Nazi, heute so mir nichts Dir nichts verwendet wird auch und vor allem um sich nicht argumentativ stellen zu mĂŒssen. Es ist gefĂ€hrlich und es ist primitiv. Es ist so ein Totschlagvorwurf und es hat vermutlich mehr mit der berĂŒhmten "Jehova, jehova, er hat Jehova gesagt" Filmszene aus Monty Phyton zu tun als Dir lieb sein dĂŒrft. Also bitte. Was ist fĂŒr dich ein Nationaler Sozialist, ein Nazi. Spucks aus. Ist Frank Haubold ein Nazi?


Bearbeitet von Amtranik, 07 November 2018 - 11:48.


#19 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 12:32

Lass uns hier im Thread einfach weiter ĂŒber die Exodus 38 schreiben.


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#20 Amtranik

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Geschrieben 07 November 2018 - 12:58

Lass uns hier im Thread einfach weiter ĂŒber die Exodus 38 schreiben.

Ehrlich. Mir geht das auch immer sehr nahe weshalb ich vorsichtig geworden bin politisch zu diskutieren daher sehr gerne. Aber nur fĂŒr das Protokoll. Du hast angefangen... ;)



#21 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 13:58

Na, man sollte es schon nicht unkommentiert lassen, was da im Exodus geschieht.

 

Wolf Welling: Osmose

Noch eine Universum schlĂ€gt zurĂŒck Geschichte, aber ein bisschen intensiver erzĂ€hlt. Schade dass es keine ErklĂ€rungen gibt. Auf der einen Seite ist es ja schön, eine sehr emphatische Story zu lesen, aber auf der anderen Seite wird ein wissenschaftlicher Hintergrund aufgebaut und dann nicht intensiviert.


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#22 frankh

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Geschrieben 07 November 2018 - 14:00

Ich sehe den Text halt anders. Es ist das typische Vermischen von Problemen und Ursachen. Die Aufnahme und Versorgung von KriegsflĂŒchtlingen verursacht Kosten. Diese haben aber mit gesellschaftlichen Problemen unseres Staates kaum etwas zu tun. Es gab sie vor dem Syrienkrieg und wird sie auch danach noch geben. Was Du als ResumĂ© bezeichnest, ist eher eine polemische Zusammenfassung rechtspopulistischer Ansichten. »Asylheischend«? Es lohnt nicht, in die politische Diskursion einzusteigen. Mir gefĂ€llt, dass diese Diskursion im Exodus stattfindet und ich werde davon unbenommen, Nazis Nazi nennen.

Tut mir leid, aber genau diese Ignoranz und Selbstgerechtigkeit sind etwas, das mich (immer noch) auf die Palme bringt. Wer behauptet, 170.000 zusĂ€tzliche StraftĂ€ter bzw. korrekter TatverdĂ€chtige jĂ€hrlich und etwa eine Million zusĂ€tzliche LeistungsempfĂ€nger in einem ohnehin ĂŒberdehnten Sozialsystem hĂ€tten nichts mit den gesellschaftlichen Problemen dieses Landes zun tun, lebt in einer anderen Welt. Wer zudem 1,6 Millionen Zuwanderer, die meisten davon unklarer Herkunft, pauschal als KriegsflĂŒchtlinge bezeichnet (fĂŒr die Deutschland aus welchem Grund zustĂ€ndig ist?), der ist sicherlich ein eifriger Medienkonsument, aber gewiss niemand, der sich ernsthaft mit dem Thema beschĂ€ftigt hat. Aber genug davon, wir werden uns nicht gegenseitig ĂŒberzeugen. Ich habe den Beitrag in Exodus auch nicht aus Sendungsbewusstsein geschrieben, sondern weil ich gefragt wurde. Und ich war sehr angetan davon, dass der Ton allgemein weitgehend moderat war. Das war auch schon anders, und hier sehe ich wieder die gleichen AnsĂ€tze wie in einigen unerquicklichen Diskussionen der Vergangenheit. Deswegen werde ich außer den obigen Klarstellungen auch nichts mehr dazu schreiben, darf aber auf einen Artikel in NZZ verweisen, der die Problematik anschaulich beschreibt: https://www.nzz.ch/f...kelt-ld.1415437

Bearbeitet von frankh, 07 November 2018 - 18:07.


#23 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 16:29

Herbert W. Franke: Das tellurische Kabinett

EinfĂŒhlsamer Text ĂŒber den neuen Job eines alternden Schauspielers. Adrian J. Walker: Der KĂ€fig

Stilistisch stark, sehr fesselnder phantastischer Western, der SF-Part hingegen war schwach.

 

 

Bernd Karwath: PrÀhistorischer Wald

sehr gutes Gedicht

 

 

Dirk Arlt: Wie politisch ist die Deutsche Science-Fiction?

Hochinteressanter Artikel, der aufgrund einiger thematischer Fragen und deren Beantwortung durch (ausschließlich mĂ€nnliche) Phantastik-Autoren das Thema zusammenfassend beleuchtet.

Sind einige mir bekannte Positionen dabei. Etwa die Forderung nach Geschichten, die Siege der AFD oder des ISS behandelten. WĂŒrde ich nicht lesen wollen. Meine Geschichtskenntnisse in Zusammenhang mit meiner Fantasy liefern hier schon Schreckliches genug. Ich kann auch Handmades Tale oder GoT schauen. 

Spannender finde ich da Extrapolationen wie in Cory Doctorows Walkaway.

 

Aber großartige Sache, nach der Galerie mein Highlight der Ausgabe.

 

Bei den Storys war nichts herausragendes dabei, vielleicht, wenn man an einigen Texten noch gearbeitet hĂ€tte. Mein Eindruck ist, dass hier beim Schreiben viel zu oft eine schnelle Beendigung und Abgabe Ziel ist und nicht die grĂŒndliche BeschĂ€ftigung mit der inspirierenden Thematik.


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Geschrieben 07 November 2018 - 18:49

 

 

 Etwa die Forderung nach Geschichten, die Siege der AFD oder des ISS behandelten. WĂŒrde ich nicht lesen wollen. Meine Geschichtskenntnisse in Zusammenhang mit meiner Fantasy liefern hier schon Schreckliches genug. Ich kann auch Handmades Tale oder GoT schauen. 

 

Geht mir so Ă€hnlich, wenn auch aus anderen, unterschiedlichen GrĂŒnden. Deine Geschichtskenntnisse in allen Ehren, aber hast Du nicht letztens in einem Beitrag deine WertschĂ€tzung fĂŒr den letzten SED-Vorsitzenden Gregor Gysi bekundet? Nachgewiesen ein Stasi-Informant und derjenige der mutmaßlich sehr viel Kohle des Volkes hat verschwinden lassen? Wohlgemerkt ist die Linke direkte Rechtsnachfolgerin der SED/PDS. Das wĂ€re so, als hĂ€tte man die NSDAP nie aufgelöst und alle Nazis die sich keines direkten Verbrechens schuldig gemacht hĂ€tten also selbst gemordet oder als SchreibtischtĂ€ter Ihren Namen unter einen Deportations oder Erschießungsbefehl gesetzt, hĂ€tten immer noch in dieser Partei gesessen auch noch im Jahre 1969. Die saßen dann tatsĂ€chlich bei der CDU, der FDP und anderen aber das muss man sich nur mal vor Augen halten. Was wir hier eigentlich zugelassen haben. Da sitzen Leute in einer Partei die die DDR-Diktatur zu verantworten hat. Klingt fĂŒr mich eher nach Geschichtsvergessenheit. Und du befĂŒrchtest dann aber stattdessen tatsĂ€chlich in der AFD sollte Sie mal in Regierungsverantwortung kommen so eine Art neuer NSDAP und 4. Reich? HĂ€lst Du das nicht fĂŒr wenigstens ein kleines bißchen abwegig?

Ich fĂŒrchte fĂŒr dich das frĂŒher oder spĂ€ter eine Regierungsbeteiligung dieser Partei kommen wird, so sicher wie das Amen in der Kirche sogar. ZunĂ€chst sicherlich in einem der Ostdeutschen BundeslĂ€nder. SpĂ€ter auch im Bund. Warum? Ganz einfach. Weil die Probleme bleiben und weil entgegen oftmals anderer Darstellung diese Partei eben fĂŒr keines der heute anstehenden Probleme politische Verantwortung trĂ€gt. Sie schlachtet die Themen nur aus und Sie legt den Finger in bestimmte Wunden.

Wer zb glaubt eine Migrationskrise wĂ€re durch Aufnahme von 1 oder 2 Millionen Menschen beendet der irrt. Sie geht weiter und Sie wird auch stĂ€rker, das sagen uns alle Demoskopen. Und keines der Probleme ist gelöst. Die nĂ€chsten Millionen die vor der TĂŒre stehn, da sind wir dann wieder am genau gleichen Punkt wie heute. Reinlassen? Abweisen? Ändert man die Politik ist man unglaubwĂŒrdig. Warum durften die einen herein und die anderen nicht? Macht man so weiter, nun. Man sieht doch schon heute wie sich Deutschland vor allem in der Debattenkultur, in der Politischen Landschaft bis herunter in den privaten Bereich verĂ€ndert hat. Das wĂŒrde dann weitergehen. Und ich glaube auch, das Menschen deiner Denke, die Gefahren sozialer Verwerfungen massiv unterschĂ€tzen. Deutschlands Konjunktur könnte einbrechen, ja eigentlich mĂŒsste Sie es lĂ€ngst laut historischer Erfahrungen getan haben. Sicher ist nur das es irgendwann abwĂ€rts geht. Es kann noch ein paar Jahre so weitergehn aber irgendwann bricht es ein. Die Belastungen und Kosten der Politik bleiben. Die Probleme werden auch nicht automatisch abnehmen nur weil Zeit verstreicht. Das Gegenteil ist der Fall. Und vor allem werden die Menschen ja immer mehr, da zwar nicht mehr so viele kommen wie 2015/16 aber immer noch deutlich mehr herein als heraus. Also steigen die Kosten permanent und die Leute die hier sind werden eben nicht automatisch integre BundesbĂŒrger wie Otto Normalverbraucher. Ich stell mir das immer vor. Da sind junge MĂ€nner im besten Alter in ArmeestĂ€rke in unserem Land mit denen weiß man im Grunde nix anzufangen, ausser Sie zu versorgen. Also, Wohnung, etwas Geld irgendeine Maßnahme Deutschkurs, Berufsvorbereitung, Lehrstelle. Brauchen tut Sie der Arbeitsmarkt aber nicht und die allermeisten schaffen das auch nicht wie bereits nachgewiesen ist anhand der Zahlen der Abbrecher. Die werden also einfach hier geparkt, irgendwo in irgendeiner Stadt oder Gemeinde. Die meisten haben kein weibliches Gegenpart, weil die Zahl der zugezogenen MĂ€nner, deutlich ĂŒber der Zahl der Frauen liegt. Fast keiner hat Anschluß an die Deutsche Gesellschaft. Man bleibt zum großen Teil unter sich. Viele rutschen ab in die KriminalitĂ€t. Die Arabischen kriminellen Großclans freuen sich, denn sie haben nun fast unbegrenzten potentiellen Nachwuchs. Aus Gesellschaften die aufgrund bestimmter kultureller Eigenheiten wie dem Verarmungsrisiko in Indien wenn man ein weibliches Kind bekommt oder einer falschen Politik wie in Schweden ein ungleichgewicht in der Bevölkerungszusammensetzung von weiblich zu mĂ€nnlich haben, wissen wir, das mit diesen ungleichgewichten die Zahl der ĂŒbergriffe auf Frauen statistisch massiv steigt. Das erleben wir gerade auch in Deutschland. Die Zahlen belegen das. Was ist denn also der Plan hinter dieser Politik? Mir erscheint das alles ziemlich wirr undurchdacht und gefĂ€hrlich. Wie in dieser Gemengelage die alten VerhĂ€ltnisse wie von vor 2015 wieder hergestellt werden sollen ist mir ein RĂ€tsel. Und was ich ganz furchtbar vermisse im Diskurs, wĂ€re mal ein durchdachtes linkes Konzept das sich am Machbaren orientiert und nicht an Wunschvorstellungen. So symphatisch mir zb die nette Katja Kiping auch ist, nĂŒtzt es mir nichts mir 3000 Euro Sofortrente fĂŒr alle zu wĂŒnschen bei gleichzeitig 360 Urlaubstagen im Jahr, denn so schön das wĂ€re, es ist einfach kein realistisches Szenario. Zb. Fluchtursagen bekĂ€mpfen kann man tun. Aber Fluchtursachen beseitigen als Deutschland ist einfach kein realistisches Ziel. Das Klima zu verĂ€ndern indem man in Deutschland Co2 einspart, tut mir leid, ist einfach kein realistisches Ziel. Selbst wenn man glaubte und wĂŒĂŸte durch vermeidung von co2 gĂ€be es keinen Klimawandel mehr was wissenschaftlich natĂŒrlich Mumpitz ist, so wĂŒrde die Entscheidung darĂŒber in China, USA, Indien etc fallen weil Deutschland eben nur einen klitzekleinen Anteil von ca 2% des weltweiten Co2 Ausstoßes beeinflußen kann. Dennoch will sich die Politik bis 2050 die Energiewende in etwa 7-9 Billionen Euro kosten lassen. Wenn ich jetzt einem von der Linkspartei erzĂ€hlen wĂŒrde, das man mit dem Geld vermutlich die Sofortrente fĂŒr alle bis 2050 realisieren könnte wĂ€re es auch nicht gut denn Sie wĂŒrden beides wollen. Einfach unrealistisch. Und so ist es eben unrealistisch zeitgleich die ungleichheit der Gesellschaft  zum besseren verĂ€ndern zu wollen aber politisch alles dafĂŒr zu tun das die ungleichheit steigt durch zuwanderung von unterpriviligierten Menschen in diese Gellschaft in exorbitanter Zahl. Haben die Linken die Schmerzen vergessen die bis heute die Agenda 2010 hinterlassen hat. Und das alles nur um die Arbeitslosenzahlen, die SozialhilfeempfĂ€ngerzahlen zu verringern. Kaum hat man das irgendwie erreicht mit allen verwerfungen tun die gleichen leute alles dafĂŒr das wir wieder mehr arbeitslose und harzer bekommen. Schizophren. Und ja, es ist auch unrealistisch alle Reichen so weit zu schröpfen das man genug Geld hĂ€tte, alle diese PlĂ€ne gleichzeitig umzusetzen. Wird nicht passieren. Die besten und Qualifiziertesten Deutschen, derzeit bis zu 100.000 wandern jĂ€hrlich aus Deutschland aus. Deutlich mehr völlig ungebildetes Prekariat wandert aus aller Herren LĂ€nder gleichzeitig ein. Die Politik ist gerade dabei die wichtigsten Wirtschaftsstandbeine unseres Landes zu gefĂ€hrden. Der Dieselskandal ist ein reines Politikversagen. Die Energiewende ist ein reines Politikversagen. Die Einwanderungspolitik hat den Namen nicht verdient, sie ist völlig willkĂŒrlich und man ist getriebener und steuert hier ja mal gar nichts. Und ich habe nicht mal eines der grĂ¶ĂŸten Problemfelder angeschnitten, die EuropĂ€ische Union. Alles das hat nichts aber auch gar nichts mit der AFD zu tun. Und alles was ich immer als Antwort vernehme ist, Afd hier Afd da, auch im Bundestag. Anstatt sich zu Sachthemen zu positionieren oder Sie gar zu lösen verwenden die Politiker einen nicht unerheblichen Teil Ihrer Redezeit dazu vor der AFD zu warnen. So. Jetzt hab ich mich genug ausgekotzt.


Bearbeitet von Amtranik, 07 November 2018 - 18:54.


#25 lapismont

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Geschrieben 07 November 2018 - 20:20

Geht mir so Ă€hnlich, wenn auch aus anderen, unterschiedlichen GrĂŒnden. Deine Geschichtskenntnisse in allen Ehren, aber hast Du nicht letztens in einem Beitrag deine WertschĂ€tzung fĂŒr den letzten SED-Vorsitzenden Gregor Gysi bekundet? Nachgewiesen ein Stasi-Informant und derjenige der mutmaßlich sehr viel Kohle des Volkes hat verschwinden lassen? Wohlgemerkt ist die Linke direkte Rechtsnachfolgerin der SED/PDS. Das wĂ€re so, als hĂ€tte man die NSDAP nie aufgelöst und alle Nazis die sich keines direkten Verbrechens schuldig gemacht hĂ€tten also selbst gemordet oder als SchreibtischtĂ€ter Ihren Namen unter einen Deportations oder Erschießungsbefehl gesetzt, hĂ€tten immer noch in dieser Partei gesessen auch noch im Jahre 1969. Die saßen dann tatsĂ€chlich bei der CDU, der FDP und anderen aber das muss man sich nur mal vor Augen halten. Was wir hier eigentlich zugelassen haben. Da sitzen Leute in einer Partei die die DDR-Diktatur zu verantworten hat. Klingt fĂŒr mich eher nach Geschichtsvergessenheit. Und du befĂŒrchtest dann aber stattdessen tatsĂ€chlich in der AFD sollte Sie mal in Regierungsverantwortung kommen so eine Art neuer NSDAP und 4. Reich? HĂ€lst Du das nicht fĂŒr wenigstens ein kleines bißchen abwegig?

Gysi ist Bundestagsabgeordneter meines Wahlkreises. Zu einer Stasi-Mitarbeit kann ich nichts sagen, da ist immer noch weder ein Bekenntnis seinerseits noch eine gerichtliche Feststellung dazu gibt. Das trifft auch auf die GeldwĂ€scheproblematik zu. 

Er hat im Innern des Aperates gewerkelt, ich kann mir da viele Verstrickungen vorstellen.

 

Ich sehe jetzt aber keine Verbindung zum Exodus-Artikel oder meinem Bekenntnis, mir viel vorstellen zu können, wie Diktaturen aussÀhen. Gerade meine Erfahrung mit der DDR hat meine Fantasie doch erheblich verbreitert.

 

Ich denke, SF ist stets politisch, da sie Aussagen zu möglichen, zukĂŒnftigen oder alternativen Lebenswirklichkeiten trifft. Selbst rein technisch orientierte Hard-SF beinhaltet meist das Statement, das Science Fortschrittsrelevant ist. Die Themen mĂŒssen ja von den Autorinnen und Autoren aufgenommen werden. Eschbach ist in dieser Hinsicht immer sehr hellhörig und findet ein breites Publikum.


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#26 Amtranik

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Geschrieben 07 November 2018 - 20:37

 

Gerade meine Erfahrung mit der DDR hat meine Fantasie doch erheblich verbreitert.

 

 

 

Gerade deshalb finde ichs ja komisch das dann eine Partei bei der es tatsĂ€chlich eine direkte Verbindung zu der von Dir erlebten Diktatur gibt nicht viele eher als Gefahr gesehen wird, ich mein die haben ja immerhin schon bewiesen was Sie aus einem Land machen wĂŒrden, hĂ€tten Sie die absolute Mehrheit. Aber als Wessi verstehe ich das sicher nicht.



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Geschrieben 07 November 2018 - 22:51

Gerade deshalb finde ichs ja komisch das dann eine Partei bei der es tatsĂ€chlich eine direkte Verbindung zu der von Dir erlebten Diktatur gibt nicht viele eher als Gefahr gesehen wird, ich mein die haben ja immerhin schon bewiesen was Sie aus einem Land machen wĂŒrden, hĂ€tten Sie die absolute Mehrheit. Aber als Wessi verstehe ich das sicher nicht.

Ich sehe weiterhin keine Verbindung zum Thread, hast Du noch etwas zur Exodus-Ausgabe zu sagen?


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#28 Amtranik

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Geschrieben 08 November 2018 - 10:24

Ich sehe weiterhin keine Verbindung zum Thread, hast Du noch etwas zur Exodus-Ausgabe zu sagen?

Dann will ich dich auch mal nicht weiter quÀlen. Von den KG habe ich erst wenige gelesen, es wird aber sicherlich noch an Gesamtstatement von mir zur Ausgabe geben so wie ich das meist mache.



#29 lapismont

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Geschrieben 08 November 2018 - 15:08

Ich habe meine EindrĂŒcke zu einer Rezi zusammen gefasst: Exodus 38


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#30 Uwe Post

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Geschrieben 12 November 2018 - 09:17

Hihi, ja, meine Geschichte wirbt fĂŒr "eine neue Art von KonfliktbewĂ€ltigung", genau  :happy:

NĂ€mlich: Wenn sich alle gegenseitig abschlachten, bleibt niemand mehr ĂŒbrig, um neue Konflikte vom Zaun zu brechen. Wobei ... ist das "neu"?

 

 

 

[color=rgb(40,40,40);font-family:helvetica, arial, sans-serif;]SF ist stets politisch, da sie Aussagen zu möglichen, zukĂŒnftigen oder alternativen Lebenswirklichkeiten trifft.[/color]

 

Das wÀre aber oft "hineingelesen" und nicht eine Intention des Autors. Das "stets" kann ich wirklich nicht unterschreiben.

Wobei ja auch keiner sagt, SF mĂŒsse immer politisch sein.

Meine Auffassung geht eher in die Richtung, dass es genug unpolitische SF gibt, aber nicht genug politische. Ich halte das aber fĂŒr einen völlig subjektiven Standpunkt.


Bearbeitet von Uwe Post, 12 November 2018 - 09:18.

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