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(Sammelthread) Neuerscheinungen Homegrown Games Australia (Ivan Ertlov)

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12 Antworten in diesem Thema

#1 IvanErtlov

IvanErtlov

    Nanonaut

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Geschrieben 03 December 2021 - 00:52

Einen wunderschönen guten Morgen, diesmal nicht aus dem Busch sondern aus meinem Büro in Sydney. Ich werde keinen eigenen Thread für jedes meiner Bücher aufmachen (interessiert kein Schwein, nicht einmal jene Schweine, die bei mir Protagonisten sind), stattdessen hier gesammelt je nach Anlass Neuerscheinungen, Neuauflagen oder Jubiläumsausgaben präsentieren und eventuelle Fragen dazu beantworten.

Den Anfang macht der 4. Band der "After Terra" Reihe vulgo "Stargazer":

 

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  • Herausgeber † : †Ž Homegrown Games Australia (eBook, 1. Dezember 2021) - Belle Époque Verlag (Taschenbuch, 2022)
  • Sprache † : †Ž Deutsch
  • Umfang † : †Ž 314 Seiten (eBook, kalkulatorisch) - ca. 340 (Taschenbuch)

 

 

Persönliche Anmerkungen:

Der Klappentext lügt. Also, ich habe gelogen. Denn es ist nicht das endgültige Finale der Reihe - aber, zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass ich dies beim Konzipieren noch nicht wusste. Aber die Mischung aus zahlreichen erbosten Leser*innen, die vollkommen korrekt darauf hinwiesen, dass ich die Hälfte aller Ratsvölker noch nicht einmal erwähnt habe und selbst bei den bekannten zu viele Fragen offen ließ und der Tatsache, dass ich in diesem Schinken (was bei mir alles über 300 Seiten bedeutet) nicht einmal annähernd alle angedeuteten Handlungsstränge der Vorgänger aufgreifen und abschließen konnte, machte mir einen Strich durch die Rechnung.

Worum gehts?
Um ein dämonisches Etwas aus einem anderen Universum, das unseres langsam auffrisst und um jeden Preis aufgehalten werden muss? Ja. Vielleicht. Ein bisschen, zumindest. Denn vor allem geht es um die Reaktion der Völker auf das Unausweichliche, um die psychosoziale Dynamik von Angst und Panik, darum, dass Überleben alleine manchmal nicht genug ist.
Das sich ein paar Helden opfern, um das Leben von Tausenden, Millionen, Milliarden zu retten - das ist mir zu banal, zu breitgetreten, zu oft in Film, Fernsehen und Literatur verbraten worden. Das Wohl von Vielen und so, ja, danke, Spock, ich habe verstanden und stimme auch zu. Aber hier bringe ich meine Crew gezielt an jenen Punkt, an dem sie sich fragen muss, ob Überleben als Rechtfertigung ausreicht - egal ob das von sechs Personen oder sechs Milliarden, ob das von einer Raumschiffbesatzung oder jenes ganzer Zivilisationen.
Das klingt ernst, und über weite Strecken ist es das Buch auch. Was mich nicht daran hinderte, den einen oder anderen Gag zu verbraten. Dies aber vor allem in den Fußnoten.


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#2 Dadaistin

Dadaistin

    Cybernaut

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Geschrieben 03 December 2021 - 12:14

Ich muss sagen, dass ich vom dritten Band (Bürgerkrieg) in der Retrospektive betrachtet irgendwie enttäuscht war. Gute Unterhaltung, flott zu lesen aber wenn man länger darüber nachdenkt, waren alle Handlungen der Stargazer Crew nicht nur für den Ausgang irrelevant, sondern haben auch noch zusätzliches Leid verursacht. Ohne irgendwelche Konsequenzen.

Vom Weltenrichter bin ich bis jetzt restlos begeistert, allerdings noch nicht weiter als bis zum Abschluss der Evakuierung von Shiab gekommen. 

 

Das klingt ernst, und über weite Strecken ist es das Buch auch. 

 

Das kann man laut sagen, sogar ungewohnt düster und in Bezug auf die "Flüchtlingskrise" richtig beklemmend. Erinnert mich von der Stimmung her stark an den dritten Klingensänger.



#3 Aramor

Aramor

    Ufonaut

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Geschrieben 04 December 2021 - 23:32

Wenn man schon die Gelegenheit hat, den Autor direkt zu fragen:

Ist es eigentlich Absicht, dass die ersten Bände jeder Reihe kontroversieller beziehungsweise weniger zugänglich sind als die Nachfolger?

 

Stargazer: Beginnt als schriller Klamauk mit übersteigerten Handlungsbögen und Charakteren an allen Fronten, wird in den Nachfolgern aber zu einer humorvollen, aber doch in seinen Grundgedanken ernsten, epischen Space Opera.
Tanz des Klingensängers: Band 1 liest sich fast wie eine Parodie und prügelt auf viele tagesaktuelle Themen ein (AfD, DAX, die flexible Moral des Schweizer Wirtschaftssystems), ab Band 2 und vor allem dem Kapitel "Absaufen lassen" sind wir irgendwo zwischen dystopischer Gesellschaftskritik und einer düster-zynisch angelegten Hommage an Terry Pratchett.
Avatar-Reihe: "Mutation" ist meiner Meinung nach bei aller kreativen Faszination und Innovation ein Behemoth, der im ersten Drittel an der Grenze der Lesbarkeit schreitet. Perspektivenwechsel, Zeitsprünge, doppelte Rückblenden, sterbender Ich-Erzähler - da bleibt so mancher Leser auf der Strecke. Und danach kommen fünf Bände flüssig lesbarer Pageturner nachgeschoben. Versteh ich nicht.

Mit anderen Worten: Schreckst du absichtlich einen Teil der Leser im jeweils ersten Band ab, um sicherzustellen, dass die Weiterlesenden restlos zufrieden sein werden?



#4 IvanErtlov

IvanErtlov

    Nanonaut

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Geschrieben 06 December 2021 - 08:41

Mit anderen Worten: Schreckst du absichtlich einen Teil der Leser im jeweils ersten Band ab, um sicherzustellen, dass die Weiterlesenden restlos zufrieden sein werden?

Nein, das wäre ja marketingtechnisch ziemlich dumm. Was "Mutation" betrifft - die besagten ersten Kapitel habe ich in den 90ern geschrieben, als pickelig-spätpubertierender Teenager mit reichlich Zugang zu gutem Gras, aber umso weniger zum anderen (oder gleichen) Geschlecht. Natürlich habe ich da vor dem eigentlichen Erscheinen einiges überarbeitet, aber die komplexe Struktur und den Tod des Erzählers aus Nostalgie beibehalten. Zwischen diesen ersten Gehversuchen und dem eigentlichen Release lagen aber nicht nur die beim Onur-Zyklus gesammelten Erfahrungen, sondern auch 15 Jahre in der Spieleindustrie. Und eines, was ich von dort mitgenommen habe, ist die Agile Methode und das Denken (Arbeiten) in Iterationen und MVPs.  
Dieses MVP (Minimum Viable Product) ist meistens der erste Teil einer neuen Reihe. Der entsteht aus einer Idee, einer Vorstellung, einem oft ziemlich bizarren Konzept, das ich so schnell und kompromisslos wie möglich in Romanform hämmere und dann auf die Leser loslasse. Klar, inzwischen bügeln Lektorat und Korrektorat die formalen Schnitzer aus, aber inhaltlich bleibt es großteils unzensiert und gnadenlos. Dann sammle ich das Leserfeedback ein, analysiere damit und einer eigenen, selbstkritischen Reflektion, was gut funktioniert hat und was weniger gut ankam, und baue darauf basierend den zweiten Teil auf, mit dem sich der Prozess wiederholt. Spätestens bei Band 3 oder 4 habe ich dann die ideale Balance zwischen Selbstanspruch und Leserwünschen, Verkaufszahloptimierung und eigenen Tabubruchwünschen gefunden. Und dann ist es meistens nicht mehr weit bis zum Finale der Reihe, das Spiel wiederholt sich.

Also ist es keine "Absicht", sondern eine Nebenwirkung der Methode, dass die Bücher innerhalb einer Reihe von den meisten Lesern und Leserinnen als laufend besser werdend empfunden werden.

Seien wir uns ehrlich - Belletristik schreiben ist kein mystischer Prozess für erleuchtete Weise in ihren Elfenbeintürmen, es ist Handwerk, das kann man lernen und optimieren. Wirklich jede® mit grundlegenden Sprachkenntnissen und genug Sitzfleisch kann einen Roman schreiben, jede® mit halbwegs gutem Sprachgefühl und ein wenig Marketingtalent kann einen zumindest finanziell halbwegs erfolgreichen Titel auf den Markt schmeißen. Das ist keine Hexerei, nur Mühe, Fleiß und Anstrengung. Ich aber bin eine faule Sau. Deswegen nehme ich Prozesse und Masterpläne, die in anderen Bereichen der Medienpublikation erwiesenermaßen funktionieren und bastle sie für den Literaturbetrieb um.


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#5 Dadaistin

Dadaistin

    Cybernaut

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Geschrieben 11 December 2021 - 22:42

Den Weltenrichter fand ich in jeder Hinsicht großartig und habe keine Scheu, das auch zu sagen. Aber, aus Neugier nachgehakt: man merkt doch, dass einiges in dem Werk in Richtung "endgültiges Finale" gestrickt war, das nun doch noch nicht gekommen ist. Zusammen mit deinen Ausführungen zum Thema "iterieren" und "an das Publikum anpassen" würde es mich schon interessieren, wie weit du deine Ideen und deine "künstlerische Freiheit" dem Massengeschmack (also jenem deiner Leser*innen) opferst. 



#6 IvanErtlov

IvanErtlov

    Nanonaut

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Geschrieben 12 December 2021 - 01:53

Ich habe gewisse Grundwerte und Ideale, die unverhandelbar sind. Keine Hunderttausend potenzielle Leser und Leserinnen könnten mich dazu bringen, zum Beispiel ein kulturchauvinistisches Machwerk zu schreiben oder den Klimawandel zu leugnen. Davon abgesehen betrachte ich es eher pragmatisch. Ich bin kein Künstler, ich bin Handwerker. Stellen wir uns einmal vor, ich wäre Bäcker. Wenn mir 90% meiner Kunden sagen, dass sie mein Roggenbrot gut finden, es aber mit einer knackigeren Kruste noch besser wäre, dann passe ich mich an. No hard feelings.

Bearbeitet von IvanErtlov, 12 December 2021 - 01:54.

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#7 IvanErtlov

IvanErtlov

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Geschrieben 13 March 2022 - 04:54

Die aktuellste Neuerscheinung - ob sie thematisch in ein SF Board passt, kann ich aus Spoilergründen hier leider nicht verraten.

 

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  •  
  • Titel† : †Ž Leichenberg - Seltene Erden, Tödliche Alpen
  • Reihe : †Ž Pete O'Brannon Mystery, Band 2
  • Genre : †Ž Near-Future-Thriller, Alpen-Krimi, Mystery
  • Autor† : †Ž Ivan Ertlov (eh kloar)
  • Lektorat : †Ž Sven Bergmeier, Korrektorat: Myra Frost / Sonja Flieder
  • Cover : †Ž MNS Art Studio
  • Verlag : †Ž Homegrown Games Australia (eBook und Print Deutsch, eBook und Print Englisch)
  • Sprache †: †Ž Deutsch (Englisch ETA August 2022, chinesische und BR-portugiesische Lizenzausgaben folgen Q1 2023)
  • Seitenzahl† : †Ž 262

 

Der Nachfolger von Shangri-La (dessen Verfilmung jetzt nach Corona-Pause endlich langsam wieder in die Gänge kommt) führt den Ich-Erzähler statt ins australische Outback erstmals in die Vereinigten Staaten, und zwar in das Firmensteuerparadies Delaware. Das ist aber nur ein kurzer Ausflug, denn schon bald darauf geht es nach Österreich, seines versoffenen Zeichens Hauptschauplatz der Geschichte. Ja, einige Dialogpassagen sind dann auch im authentischen Dialekt gehalten, aber deutsches Lektorat & Korrektorat haben sich ins Zeug gelegt, um es allgemein verständlich zu halten.

Die eigentliche Vermisstensuche beginnt im mystischen, geheimnisvollen Waldviertel, weit jenseits der Zivilisation, dort wo die Luft noch rein ist und Eltern mitunter noch Geschwister sind. Letztendlich dreht sich aber alles um den sagenumwobenen Untersberg im Grenzbereich zwischen Salzburg und Bayern, um die Bewohner der umliegenden Alpentäler und ihr ewiges Ringen gegen die Naturgewalten, gegen Eis und Schnee, abwandernde Touristen und das regierende Triumvirat aus Kirche, Raiffeisen & Volkspartei. Es wäre aber keine Pete O'Brannon Geschichte, wenn sich nicht auch noch eine handfeste internationale Verschwörung mit übersinnlichem Touch einfinden würde. 

Nach bis jetzt ziemlich einhelligem Urteil der Leser/Innen fällt Band 2 etwas weniger brutal und hart aus als der direkte Vorgänger, wirkt aber aufgrund der behandelten Themen beklemmender. Hard-boiled ist es auf jeden Fall immer noch, und auch der eine oder andere Funke zynischen Humors blieb erhalten. Viel Vergnügen!


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#8 Dadaistin

Dadaistin

    Cybernaut

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Geschrieben 19 March 2022 - 23:20

Gratuliere, ein saustarker (Gruß an das Schwein) und sehr österreichischer Roman. 
 

Jetzt aber mal Hand aufs Herz: Hättest du diese Geschichte genau so auch dann geschrieben und veröffentlicht, wenn du NICHT in Australien sitzen würdest, weit entfernt von Raiffeisen-Banken und abmahnwütigen österreichischen Rechtsanwaltskanzleien?

 

Ich konnte die realen Vorbilder für Bürgermeister und Weltkriegspfarrer nach wenigen Minuten mit Onkel Google rausfinden.  Beim ehemaligen Liftbetreiber und der Analysefirma hast du ja sogar die tatsächlich existierenden Unternehmen genommen. Geht das so einfach?



#9 IvanErtlov

IvanErtlov

    Nanonaut

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Geschrieben 22 March 2022 - 01:46

Jetzt aber mal Hand aufs Herz: Hättest du diese Geschichte genau so auch dann geschrieben und veröffentlicht, wenn du NICHT in Australien sitzen würdest, weit entfernt von Raiffeisen-Banken und abmahnwütigen österreichischen Rechtsanwaltskanzleien?

 

NEIN. Ganz sicher nicht. Es wäre übrigens eine Illusion, zu glauben, dass man Down Under außerhalb der Reichweite des Giebelkreuzes ist. Wobei ich hier klarstellen muss, dass ich ein gutes Verhältnis zu Raiffeisen habe, den Genossenschaftsgedanken (egal wie sehr inzwischen verwässert) gut und richtig finde und sogar selbst immer noch Mitglied bin. Es geht um die personellen Überschneidungen mit anderen Machtpositionen im ländlichen Raum - da wird es dann sehr schnell kritisch und ungustiös.

Aber insgesamt gibt mir meine australische Permanent Residency zusammen mit dem Verlagsstandort New South Wales natürlich gewisse Freiheiten. 

 

 

Ich konnte die realen Vorbilder für Bürgermeister und Weltkriegspfarrer nach wenigen Minuten mit Onkel Google rausfinden.  Beim ehemaligen Liftbetreiber und der Analysefirma hast du ja sogar die tatsächlich existierenden Unternehmen genommen. Geht das so einfach?

 

Ok, da muss man differenzieren. Meine rechtsfreundliche Beratung unterteilt in "kann man machen", "kommt drauf an, lass mich recherchieren" und "Ertl, bist du vollkommen wahnsinnig geworden?". Letzteres wird so lange entschärft, bis es in die mittlere Kategorie rutscht.
Im Detail:
1. Der Bürgermeister ist natürlich vollkommen fiktiv und frei erfunden, aber wenn es ein identifizierbares reales Vorbild gäbe, dann würde man bei diesem eine rechtskräftige Verurteilung finden.
2. Der Weltkriegspfarrer - nun ja. Wieder: Es ist alles frei erfunden, aber bei einer Klage könnte ich erfolgreich den Wahrheitsnachweis führen und auf Tatsachenbehauptung plädieren.
3. Der Schröcksnadelgruppe wird ja nichts Illegales unterstellt. Die beschriebene Vorgehensweise ist ident mit Lackenhof und anderen kleinen Skigebieten, aber weder ehrenrührig, noch kreditschädigend formuliert.

4. Der im Buch als fiktionalisierte Version seiner selbst auftretende Mitarbeiter des real existierenden Wiener Unternehmens hat mich für dieses Buch beraten.


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#10 Dadaistin

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Geschrieben 29 March 2022 - 10:58

1. Der Bürgermeister ist natürlich vollkommen fiktiv und frei erfunden, aber wenn es ein identifizierbares reales Vorbild gäbe, dann würde man bei diesem eine rechtskräftige Verurteilung finden.

 

Reicht das, um eine Person (wenn auch mit geändertem Namen) in einer Fiktion als ebensolchen mutmaßlichen Straftäter auftauchen zu lassen? Selbst wenn die Strafe inzwischen abgesessen ist? Wundert mich nur, denn im Nachwort zu Shangri-La und bei der Diskussion drumherum hast du noch angemerkt, dass du nicht einmal den verurteilten und verstorbenen Backpacker-Serienmörder beim Namen nennen durftest.



#11 IvanErtlov

IvanErtlov

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Geschrieben 30 March 2022 - 05:16

Shangri-La war ein Spezialfall. Das Problem ist, dass mein mutmaßlich serienmordender Namensvetter gegen Ende seines Lebens das Geständnis widerrufen hat und die Angehörigen (des verurteilten Täters, nicht der Opfer) massive juristische Anstrengungen in alle Richtungen unternehmen. Zum einen wird ein Wiederaufnehmen von Ermittlungen angestrebt, zum anderen rigoros gegen alle Werke und Berichterstattungen vorgegangen, die das ausjudizierte offizielle Bild weiter einzementieren. Gegen Dokumentationen und Tatsachenberichte können sie nichts machen, bei Werken der Fiktion sieht die Sache juristisch ganz anders aus.
Shangri-La war in seiner englischen Fassung sehr erfolgreich hier Down Under, auch und besonders im Ladengeschäft, hat einen Award der australischen Autorenvereinigung gewonnen, war deren Tipp des Monats. Das konnte ich im Vorfeld nicht wissen, aber im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich dem Rat meiner rechtsfreundlichen Beratung gefolgt bin.


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#12 IvanErtlov

IvanErtlov

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Geschrieben 03 April 2022 - 06:47

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  •  
  • Titel† : †Ž Stargazer: Fremde Welten
  • Reihe : †Ž After Terra, Band 5
  • Genre : †Ž SF-Abenteuer, Space-Pop-Opera
  • Autor† : †Ž Ivan Ertlov 
  • Lektorat : †Ž Sven Bergmeier, Korrektorat: Myra Frost / Sonja Flieder
  • Cover : †Ž MNS Art Studio
  • Verlag : †Ž Homegrown Games Australia (eBook Deutsch, alle Formate in Englisch), Belle Epoque (TB Deutsch)
  • Sprache †: †Ž Deutsch (Englisch ETA  September 2022)
  • Seitenzahl† : †Ž 336 
  •  
  • Der fünfte Band meiner von Titan A.E., LEXX, Heavy Metal FAKK² und ähnlichem eher bunt und schrill angelegten Zeug inspirierten Reihe. Diese ist bei der Leserschaft durchaus beliebt (read: Verkaufszahlen sind richtig nett) und auch bei Publikumspreisen immer wieder auf der Liste, beim Goldenen Stephan 2021 hat es sogar für den Sieg gereicht. Leserinnen mit gehobeneren Ansprüchen und Profi-Reviews sind da eher geteilter Meinung. Und haben durchaus recht damit, wobei ich mich wirklich gemeinsam mit meinem Lektorats - Korrektoratsteam, Testleser_innen sowie dem gesammelten analysierten Feedback aus Band 1 und 2 richtig ins Zeug gelegt habe, um über Rand meines Trashbeckens hinauszuschwimmen. Was soll das bedeuten? Größere Themen, Sense of Wonder weiter ausbauen, aber bei den Charakteren, Welten und Zivilisationen mehr in die Tiefe gehen, variantenreichere politische, sozio-ökonomische, biologische sowie familiäre Beziehungen und deren Entwicklungen beleuchten.  Nach dem Endkampf gegen den Überboss "Weltenrichter" in Band 4 wurde heir bewusst Tempo rausgenommen und die Crew auf eine Suche nach Ursprung und Sinn geschickt. Ja, es gibt immer noch Intrigen, Kämpfe, freundschaftliches Ringen zwischen alliierten Fraktionen, liebevolles unter dem Bettlaken (oder darauf). Aber die Held_innen sind älter und weiser geworden. Alle außer Frank natürlich, der inzwischen hochoffiziell nicht mehr gefressen werden darf. Streng formaljuristisch betrachtet.

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#13 IvanErtlov

IvanErtlov

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Geschrieben 07 September 2022 - 08:59

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  • Genre: Military SF, SF-Thriller, Space Opera, Comedy
  • Erscheinungsdatum: 1. 9. 2022
  • Seitenanzahl: 270 KNP (ebook), 268 (Taschenbuch)
  • Verlag: Homegrown Games Australia
  • Lektorat: Sven Bergmeier
  • Korrektorat: Sonja Flieder
  • Cover: Ivan Ertlov / DALL*E

 

Nach mehr als zwei Jahren Verschnaufpause der inzwischen 6. Nachfolger von "Mutation: Alte Freunde und profitable Kriege", jenem Buch, das ich 1997 zu schreiben begonnen hatte und dessen Verkaufszahlen in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 maßgeblich dazu beitrugen, dass mein Autoreneinkommen jenes aus dem Producer-Hauptberuf überholen und ich mich guten Gewissens als Schriftsteller (wenn auch der anspruchmäßig eher unteren Schublade) titulieren konnte.

 

Band 7 spielt rund 45 Jahre später, mit jenen Protagonisten und Protagonistinnen, die noch am Leben sind - Schweine werden nunmal leider nicht so alt, also mischen die Kinder von Dr. Fredderick mit, und selbst deren Borsten sind schon in Ehren ergraut. Alice Winston und John Harris kehren aus dem Quasi-Ruhestand zurück, um die Mörder des britischen Königspaares Elton & Edward zur Rechenschaft zu ziehen und die entführte Thronfolgerin zu retten. Gegen den Willen ihrer Regierung, des Geheimdienstes und so ziemlich aller an den offiziellen Ermittlungen beteiligten Personen. Davon lassen sie sich jedoch nicht beirren, und versuchen mit Schwein, Charme und Plasmakanone beinahe im Alleingang die britische Monarchie zu retten. Ob diese es verdient hat, gerettet zu werden, ist eine andere Frage ...

 

Persönliche Anmerkung 1: Sowohl das hier gezeigte Cover als auch die Illustrationen im Buch wurden mit Hilfe der DALL-E KI erstellt und ich muss gestehen, dass ich durchaus beeindruckt von den Möglichkeiten dieser Technologie bin. Trotzdem werde ich meine international laufenden Reihen weiterhin vom MNS Art Studio zeichnen lassen.

 

Persönliche Anmerkung 2: Nach den Vorbestellungszahlen und den Verkäufen der ersten Woche habe ich mich aus kommerziellen Gründen damit abgefunden, auf Lebzeiten "Der Autor mit den Weltraumschweinen" zu bleiben und mit dem Schreiben von Band 8 begonnen.


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