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Future Fiction Magazine (Deutsche Ausgabe) Nr. 6


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21 Antworten in diesem Thema

#1 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 20 Februar 2024 - 09:10

Wir mussten leider das Erscheinungsdatum der neuen Ausgabe unseres Magazins auf März verschieben.

Aktuell schließen wir die letzte Lücke. Leider war es erneut sehr zeitraubend, genügend Geschichten zusammenzubekommen, die thematisch und qualitativ passen. Gesichtet haben wir übrigens um die 40 eingesendete oder anderweitig verfügbare Geschichten. Vier davon haben es ins Magazin geschafft - also die Top 10% sozusagen.

Da der Inhalt noch nicht endgültig feststeht, kann ich das Cover noch nicht zeigen, aber schonmal ein paar Namen verraten.

Die Nr. 6 bringt u.a. Geschichten und Artikel von (in alphabetischer Reihenfolge):

 

Hannu Afere (African Futurism aus Nigeria)

Aiki Mira (Near Future aus Deutschland)
Tais Teng (Ziltpunk aus den Niederlanden plus Autorengespräch)
Joshua Tree (Erstkontakterzählung vom Bestseller-Autor)
Bettina Wurche (Artikel+Interview über Zukunft der Ernährung)

 

Das neue Magazin wird definitiv beim Climate Fiction-Festival Ende April in Bochum sowie beim ColoniaCon Mitte Mai vor Ort erhältlich sein.

 

Wir halten euch auf dem Laufenden.

 


Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktueller Roman: ERRUNGENSCHAFT FREIGESCHALTET ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de

#2 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 20 Februar 2024 - 14:25

Oh schön. Ich bin wieder sehr gespannt auf die Ausgabe!


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen

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#3 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 20 Februar 2024 - 19:42

Das sind ja alles keine unbekannten Autori mehr. Im Zusammenhang mit dem Solarpunk-Schwerpunkt des Magazins bin ich schon neugierig. Auf welche Weise wird Hannu Afere seine Lyrik einfließen lassen und wie werdet Ihr die Herausforderung meistern, das zu übersetzen? Wie wird Aiki Miras intime Perspektive dieses Thema bereichern? Was wird Tais Teng wieder für eine Ingenieurslösung anbieten? Wie wird Joshua den Erstkontakt mit dem Thema verbinden? Wie sehr Hard Science wird Bettina Wurche diesmal werden? Ich harre der Texte, die da kommen werden ...



#4 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 21 Februar 2024 - 08:38

Freue mich drauf!


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                          : Aktuelle Projekte und neue Veröffentlichungen :                                                'Gleich' ist der Tod des kleinen Mannes.


#5 Uwe Post

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Geschrieben 21 Februar 2024 - 09:52

Hannu Aferes außergewöhnliche Geschichte zu übersetzen, war wirklich nicht ohne. Ich hoffe, wir haben es gut hinbekommen. Wegen einiger Slang-Stellen haben wir ihn selbst nach geeigneter Übersetzung befragt. 


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#6 Uwe Post

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Geschrieben 10 Mrz 2024 - 12:17

Es ist soweit, wir haben jetzt den Inhalt der neuen Ausgabe final festgezurrt und können euch somit auch das Cover mit vielen klangvollen Namen zeigen:

Cover-FFM6-kl.jpg

 

Wie ihr seht, konnten wir von Aiki Mira und Joshua Tree immerhin zwei deutsche Geschichten akquirieren. Dann haben wir zweimal Future Fiction aus Afrika (wobei Modupe H. Ayinde in London lebt, soweit ich weiß), dann Ziltpunk aus den Niederlanden von Tais Teng (plus langes Interview über die Frage, was Ziltpunk eigentlich ist, hehe) und eine Geschichte von Kelsea Yu, die zwar in den USA lebt, aber taiwanesische Wurzeln hat. Bettina Wurche steuert einen Artikel über Future Food bei.

 

Es steht zwar sicherheitshalber "April" auf dem Cover, aber wir hoffen, die Ausgabe noch diesen Monat druckreif zu bekommen.

 

 


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#7 Naut

Naut

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Geschrieben 10 Mrz 2024 - 12:32

Tolles Titelbild! Hoffentlich kommt es im Druck genauso kontrastreich rüber.
Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#8 Joshua Tree

Joshua Tree

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Geschrieben 10 Mrz 2024 - 12:48

Freue mich schon drauf :-)


Der Kopf ist rund, damit Gedanken ihre Richtung ändern können ;-)

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  • • (Buch) Neuerwerbung: Verlorene der Zeit

#9 Uwe Post

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Geschrieben 11 Mrz 2024 - 08:41

Ach ja, das Cover stammt übrigens von Dominique van Velsen. Er ist ein Niederländer, der in Hannover lebt. Ich überlasse es den Experten, zu entscheiden, ob er bzw. sein Cover damit prinzipiell KLP-relevant wären  :happy:

www.dominiquevanvelsen.com


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#10 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 18 Mrz 2024 - 09:10

Tolles Cover! Ich bin mal wieder gespannt auf die Texte.


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#11 Frank Lauenroth

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Geschrieben 27 Mrz 2024 - 10:04

Wir mussten leider das Erscheinungsdatum der neuen Ausgabe unseres Magazins auf März verschieben.

 

 

Ich hatte das jetzt fest für Ostern eingeplant ... Ahhhhhh! 


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#12 Uwe Post

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Geschrieben 28 Mrz 2024 - 22:17

Die Print-Ausgabe kann ab sofort bestellt werden.

Das E-Book braucht noch ein paar wenige Tage.


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#13 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 29 Mrz 2024 - 12:59

Print bestellt. 

Wird am Mittwoch da sein  :bigcry:


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#14 Uwe Post

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Geschrieben 01 April 2024 - 09:57

Auch das E-Book ist jetzt bei Amazon verfügbar. Das Epub auf Tolino folgt in ein paar Tagen.


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#15 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 07 April 2024 - 10:29

Endlich ist es da und ich habe direkt begonnen zu schmökern. :)

Zu den Illustrationen werde ich mich übergreifend und getrennt äußern.

 

Mensch/Nicht

von Joshua Tree

 

Das FFM ist als Non-Profit-Magazin konzipiert, das moderne, optimistische Future Fiction anbietet, also positive Zukunftsvisionen, was ich sehr sympathisch finde. Zudem wird Mensch/Nicht als Hard Science Erstkontakt-SF deklariert. Ich war also sehr gespannt auf diese Geschichte.

Die Entdeckung eines außerirdischen Artefakts – ein Evergreen der SF – beschäftigt Joshua auch in anderen seiner Erzählungen (z.B. Ganymed erwacht, Das Objekt, Die Entdeckung). Auch der Topos des Mannes, der durch sein überwertiges Motiv die Liebe seines Lebens verliert, findet sich woanders wieder (z.B. Teleport). Mensch/Nicht geht auch in der Tat ein spannendes philosophisches Thema an und wird flüssig erzählt, mit ein paar schönen Formulierungen.

Spoiler


Wir haben hier allerdings mehrere Zutaten, die wir bereits aus vielen anderen SF-Werken kennen, und daraus etwas Neues zu machen ist nicht einfach, was auch in dieser Geschichte spürbar wird. Der Spannungsaufbau lebt zu lange allein von der Sensation und der Bericht im Präsens aus der Ich-Perspektive ist nicht ganz konsistent. Es gibt eine Reihe von handlungsrelevanten Punkten, deren Plausibilität offensichtlicher sein könnte. Ich wünschte auch, die Zeichnung der Hauptfigur und die emotionale und inhaltliche Bedeutung einer hierfür relevanten Rückblende wären deutlicher gewesen. Hier käme zudem ein schlüssigeres Gleichnis (Horizont) zupass, insbesondere in Verbindung mit dem spirituellen Konzept, das allzu konventionell vermittelt wird. Unsicher geblieben bin ich bei der Frage, worin die positive Zukunftsvision liegt. Wen eine detaillierte Beschreibung dieser Aspekte interessiert, kann hier fündig werden:

Spoiler

 

Ich freue mich über Austausch, Fragen und Kommentare, gerne auch von Joshua und den Herausgeberi, hier im Forum, per PN oder unter chrshrn@christianhornstein.de


Bearbeitet von Christian Hornstein, vor 28 Minuten.


#16 Christian Hornstein

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Geschrieben 09 April 2024 - 09:07

Auf dem Wasser gehen

von Tais Teng

 

Die Welt, in der die Geschichte spielt, wird auf gelungene Weise nebenbei eingebettet. Der Text steckt voller spritziger, auch humorvoller Ideen, Formulierungen und Sprüche. Von alledem lebt der Anreiz weiter zu lesen, denn ansonsten gibt es wenig Anlass für Spannung. Die Erzählung hangelt sich vor allem entlang von Familienszenen, die zwar unterhaltsam sind und die Figuren lebendig werden lassen, aber kaum Konflikt bieten.

Spoiler


Die Wendung am Schluss ist gelungen. Sie wird dramaturgisch gut vorbereitet. Dadurch hat sie eine entsprechende emotionale Wirkung, auch wenn sie inhaltlich nicht plausibel ist.
Spoiler
Der Abschlusssatz rundet das Ende auf humorvolle und doch tiefsinnige Weise gut ab.

Spoiler


Wenn es darum gehen soll, angesichts des grassierenden Klimawandels optimistische Zukunftsvisionen zu entwerfen, sind in der SF solche Fantasien zwar legitim, aber je weiter sie jenseits des Bereiches der Hard Science SF liegen, desto eskapistischer werden sie. Um ernsthaft Hoffnung zu stiften, müssten sie Entwicklungen projizieren, die hilfreich und realistisch sind, zur Linderung und Rückführung der aktuellen Entgleisung und/oder zur Gestaltung eines lebenswerten Lebens für alle unter veränderten Umweltbedingungen, wobei ersteres wichtiger wäre, denn wie der politische Diskurs immer wieder zeigt, verführt letzteres dazu, die Entgleisung hinzunehmen. Hinzu kommt, dass die Protagonisten im vorliegenden Text eine privilegierte Familie sind, die es natürlich besser hat als viele anderen.

Ich glaube an einer Stelle ist die Übersetzung zu wörtlich, was zu Verständnisproblemen führen könnte. Auf Seite 25 geht es um einen Androiden, dessen künstliche Natur unangenehm durchscheint, was er durch eine pseudomenschliche Geste verschlimmert, und es heißt, es ziehe ihn noch tiefer in das „unheimliche Tal“. Ich glaube, hier meinte der Autor das uncanny valley, ein Konzept von Masahiro Mori. Da nicht alle deutschsprachigen Leseri dieses Konzept kennen dürften, würde ich das an der Stelle anders übersetzen, z.B. so: Der Android rieb sich das Kinn, aber dadurch wirkte er nur noch gruseliger.

 

Ich freue mich über Austausch, Fragen und Kommentare, gerne auch von Tais Teng und den Herausgeberi, hier im Forum, per PN oder unter chrshrn@christianhornstein.de


Bearbeitet von Christian Hornstein, vor 28 Minuten.


#17 Naut

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Geschrieben 09 April 2024 - 09:14

Uncanny Valley kennt doch jede*r. ;)
Na ja, zumindest alle Gamer.
Liest gerade: Atwood - Die Zeuginnen

#18 Uwe Post

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Geschrieben 12 April 2024 - 07:39

Es gibt die neue Ausgabe als Print jetzt auch für Amazon-Nichtmöger bei ebay.

 

Wir freuen uns bereits nach einer knappen Woche über mehr als 50 verkaufte Exemplare der neuen Ausgabe.


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#19 Christian Hornstein

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Geschrieben 15 April 2024 - 09:25

Es ist ja doch recht still hier. Da passt es ja vielleicht, wenn es jetzt bei mir um Donnergötter geht. :)

 

Einen Gott töten

von Hannu Afere

 

Hannu Aferes Konstruktionsweise erinnert mich an Dietmar Dath z.B. in Die Abschaffung der Arten. Hannu Afere lässt uns von einer KI namens Ṣìgìdì ein Pataki in guter Yòrubá-Tradition erzählen, in dem drei Götter aus der Yòrubá-Religion – allen voran Ògún – von zehn Donnergöttern anderer Polytheismen angegriffen werden, die ihnen ihre Macht streitig machen, wobei sie zunächst versuchen über Angst und Misstrauen den Ruf der Götter zu zerstören und die Jünger Ògúns, die Aus Dem Eisen Geborenen aus der Stadt Digi City, zu verwirren. Hierzu bringen die Zehn Gier, Desinformation und Verschwörungsnarrative mit. Die Yòrubá-Götter wiederum stehen für Technologie, Energie und Verderben und es kommt zu einer von Godzilla und anderen Giganten inspirierten Schlacht, an deren Ende

Spoiler

 

In dieser umgekehrten lockeren Allegorie auf die kapitalistische Kultur der Gegenwart und dystopischen Zukunft im mit SF-Elementen dekorierten Yòrubá-Gewand 

Spoiler
Ob das wirklich tröstlich ist und eine optimistische Zukunftsvision darstellt, wage ich ein wenig zu bezweifeln.

 

Die Übersetzung finde ich im Großen Ganzen gelungen. Der eine Satz in nigerianischem Pidgin English ist gut übertragen und paraphrasiert worden. Manches hätte ich etwas anders formuliert. Ein paar Beispiele:

Spoiler

 

Ich freue mich über Austausch, Fragen und Kommentare, gerne auch von Hannu Afere und den Herausgeberi, hier im Forum, per PN oder unter chrshrn@christianhornstein.de


Bearbeitet von Christian Hornstein, vor 27 Minuten.


#20 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 15 April 2024 - 09:41

Danke für deine Rezensionen und sorry, dass es so still hier ist! Als Mit-Herausgeberin scheue ich mich ein wenig, auch Rezensionen anzubieten. :-)

Ich bin nicht mehr Nur-Leserin. (Wobei ich ggf. zu den Interviews später etwas sagen könnte als Nur-Leserin, weil die schon standen, als ich dazu kam, aber da bist du ja noch nicht.)

 

Danke auch für dein Feedback zu den Übersetzungen. Ich mag sowas ja. Das sind schöne Details und gute Beispiele. Ich habe sowas früher immer entdeckt, wenn ich endlich dann meine Lieblingsbücher im englischen Original gelesen habe, besonders in Erinnerung geblieben ist mir da Mond über Manhattan von Paul Auster. Die Profi-Übersetzungen sind ja schon echt gut, aber trotzdem habe ich zwei Stellen gefunden, die für mich auf Deutsch nie sinnvoll waren, auf Englisch hatte ich dann den Aha-Effekt. Dasselbe mit Schrei in der Nacht von Higgins Clark.

 

Jedenfalls finde ich das hochinteressant, danke!


Podcast: Literatunnat

  • (Buch) gerade am lesen:Vor der Revolution
  • (Buch) als nächstes geplant:Termination Shock
  • • (Buch) Neuerwerbung: These gragile Graces / This fugitive Heart von Izzy Wasserstein
  • • (Film) gerade gesehen: The Whale, Everything everywhere at once, Zurück in die Zukunft II
  • • (Film) als nächstes geplant: Zurück in die Zukunft III
  • • (Film) Neuerwerbung: The Whale

#21 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 15 April 2024 - 10:06

@Yvonne

Vielen Dank für Dein Lob!

 

Ja, bei mir ist das auch so. Ich lese den deutschen Text und an mancher Stelle stutze ich dann vielleicht. Wenn es eine Übersetzung ist, dann schaue ich, wenn möglich, im Original nach. Das finde ich ziemlich spannend. Die Kunst ist es ja, das Gemeinte (nicht das Geschriebene) zu erfassen, und in die andere Sprache zu übertragen. So etwas fand ich schon immer spannend, weshalb ich früher auch mal eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten gemacht habe.


Bearbeitet von Christian Hornstein, 15 April 2024 - 10:09.


#22 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben 15 April 2024 - 11:40

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