Ich lese gerade die Anthologie 404, vom radiator Verlag in Berlin. Die haben bisher drei Wettbewerbe durchgezogen.
Vorjury:
Hauptjury:
Ich glaube, die Storys sind nicht alle lupenreine SF (hatte vorher von einigen gehört und auch eine gelesen, von Maria Orlovskaya) und mir die Anthologie jetzt besorgt.
Hier meine Gedanken zur ersten Story:
Toi Tautorus: In der Zahnfabrik
Das ist sehr, sehr heftig. Man kann es als Horror lesen (den Menschen fallen ständig Zähne aus, man kann sich aber durch bestimmte Arbeiten in der Zahnfabrik ein neues Gebiss ersparen, noch viele Zähne zu haben ist auch gesellschaftlich sehr wichtig). Wenn man es als SF liest, ist es arg dystopisch. Kann man gelten lassen, auch wenn nicht erklärt wird, warum die Zähne eigentlich ausfallen. Das ggf. gute SF ist (oder einfach guter Horror), ist die Art und Weise, wie neue Zähne an "Patienten" wachsen. Massig eklig, krasse Ideen.
Die Story ist sehr gut geschrieben und tatsächlich endlich mal wieder eine richtig gruselige Story mit einigen originellen Ideen. Der Schluss hätte etwas besser sitzen können, finde ich, ist aber so auch okay.
However, es hat sich eben eher nach Horror "angefühlt", aber ich hätte es als Teil der Vorjury auch definitiv als SF gelten lassen, damit die Story in die Anthologie kommt. Sehr gut!



