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Lesezirkel für die DSFP-nominierten Kurzgeschichten aus 2025

2025

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124 Antworten in diesem Thema

#121 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Temponaut

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Geschrieben Gestern, 11:19

 

Ich fand den Lesezirkel sehr spannend.
Wer möchte, könnte - für sich selbst oder öffentlich - noch Punkte zuordnen:
Zwischen 0 und 15, wobei mindestens einmal 0 und mindestens einmal 15 vergeben werden.
 
(...) 
 
Wenn alles nach Plan verläuft, kommt nächste Woche das Ergebnis....

 

 

Ich muss schneller lesen :D.

Danke für den Einblick, Franz.

 

Damit ich das Prozedere richtig verstanden habe:

Bei den elf nominierten Kurzgeschichten könnte ich also – wenn ich beispielsweise finde, dass sich eine Story deutlich von den anderen abhebt – meinem Favoriten 15 Punkte und dem für mich Zweitplatzierten nur 10 Punkte geben? Und umgekehrt: Wenn ich denke, dass zwei Titel nahezu gleichauf liegen, könnte ich ihnen 15 beziehungsweise 14 Punkte geben? Hauptsache, 15 und 0 werden in jedem Fall vergeben?


SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:DSFP-Nominierungen KG, "Int:Elegance", "Das Schloss im Laacher See" (M. O. Bendrin)
  • (Buch) als nächstes geplant:Irgendwas vom SuB im RuB
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Grenzland der Liebe" (Finnische Phantastik Anthologie)

#122 FranzH

FranzH

    Temponaut

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Geschrieben Gestern, 12:02

Genau so ist es.

#123 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben Gestern, 12:11

mit der Methode könnten wir auch alle hier im Thread eine Wertung vergeben, alles zusammenschmeißen und parallel einen Forumspreis vergeben. Als Sieger/in der Herzen :D


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#124 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

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Geschrieben Gestern, 12:20

Über den Unterschied zwischen menschlichen Empfindungen und jenen, die Androiden einprogrammiert wurden (müssen ja nicht zwingend dieselben sein) kann man sicher ausführlich diskutieren (Vielleicht in Form eines Panels auf einer Con?). Inwieweit ist unser säugetierisches emotionales Erleben durch chemische Reaktionen bestimmt und was wäre dann rein theoretisch der Unterschied zu Codezeilen einer Simulation? Gerade bei Emotionen kann man ja nicht unbedingt vom freien Willen sprechen, der uns vermutlich/hoffentlich von einer programmierten Entität unterscheidet. Oft sind es die anderen Menschen (Figuren oder auch Leser), die ihre eigenen Emotionen auf künstliche Lebensformen in einer SF-Geschichte projizieren. Gut möglich, dass das bei Lisa-9 eine große Rolle spielt - und damit wird es eine Frage der individuellen Wahrnehmung, die nicht deckungsgleich mit der vermutbaren Programmierung sein muss.

 

Angst und Schmerzen sind ja evolitionsgeschichtlich nützlich im Hinblick auf Selbsterhaltungstrieb. Den könnte man technischen Geräten natürlich auch einprogrammieren. Aber:

 

Wenn ihr mal ein Handy fallenlasst, gibt es einen Schmerzensschrei von sich? Täte es das, wäre das verkaufsfördernd oder eher nicht? (wenn es kaputtgeht, kauft ihr ja ein neues)

Und wenn ein im verklemmten Amerika entwickeltes Smartphone beim Anschauen von Pornos "igitt mach das weg" (begleitet von Kotzgeräuschen) sagen würde, wäre das ein Bestseller oder ein Ladenhüter?

 

Klingt zynisch, aber bei kommerziellen Produkten gelten nicht automatisch die gleichen Maßstäbe wie bei lebendigen Wesen. 

 

Danke für eure Anmerkungen zu meiner Geschichte!


Bearbeitet von Uwe Post, Gestern, 13:08.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#125 Mammut

Mammut

    Pot Healer

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Geschrieben Gestern, 15:09

»Blumen für Lisa–9« von Uwe Post ist eine Geschichte ohne Geschichte. Die eigentliche Story (Junge bekommt Androidin als Schwester und die Eltern trennen sich, am Ende stirbt der Vater) ist eigentlich nichts.

Aber diese nicht Geschichte dient als Spiegel für diverse Themenkomplexe:

Kann eine Maschine ein richtiger Gefährte sein? Ist eine Sexpuppe das richtige für einen Teenager, der damit seine ersten sexuellen Erfahrungen macht?

Aber es sind natürlich auch die Zwischentöne, die es ausmachen.

Hat der Vater mit Lisa9 Sex oder sind das nur Gerüchte? Ich habe die Geschichte jetzt an den entsprechenden Stellen nochmal gelesen und es kann nicht eindeutig beantwortet werden. Im Text findet man da nur Mutmaßungen. Es wird dem Vater vorgeworfen (Brief von Anonym und auch Timo vermutet das). 

Man kann auch darüber sinnieren, ist es schlimmer, wenn der Vater seine Gelüste an der Maschine abreagiert als der Heranwachsende? ist da ein qualitativer Unterschied?

Wie der Vater im Gespräch sagt, ist es eigentlich für Timo das gefährlichere Szenario, denn wenn er nichts anderes kennt, als die körperliche Liebe zu einer Maschine, wird er jemals eine richtige Beziehung eingehen?  Der vierzehnjährige Timo hat kein wirklich schlechtes Gewissen weil er sich mit der Maschine vergnügt hat. Er hat nur Angst davor, was die Leute von ihm denken.

 
Die Mutter erscheint mir auch ein wenig unmotiviert. Ihre Beweggründe werden außen vor gelassen. Aber eigentlich auch beim Vater. Alles, was in der Geschichte passiert, wird nicht begründet: Warum Lisa9 zur Familie kommt. Warum die Eltern sich auseinandergelebt haben (so war es ja von Anfang an und die Idee liegt nahe, Lisa9 soll als Ersatz für die Eltern dienen) und sich jemand anders gesucht haben, aber weiterhin Familie spielen.

 

So dient die Geschichte dazu, sich mit den diversen Themen, die vorkommen auseinanderzusetzen, ohne dass die Geschichte selbst in irgendeiner Form Stellung bezieht. In dem Sinn spielt die Geschichte mit dem Thema Pädophilie, es kommt aber selbst keine vor. Wie man aber die Sache sieht, das hängt vom Betrachter selbst ab. Der Text lässt das offen und diese Offenheit ist meines Erachtens auch seine Stärke.





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