Zum Inhalt wechseln


Foto
- - - - -

Lesezirkel für die DSFP-nominierten Kurzgeschichten aus 2025

2025

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
37 Antworten in diesem Thema

#1 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben 07 Juli 2026 - 10:10

Hallo zusammen,

 

es hatten sich eine Handvoll Menschen zusammengefunden, die DSFP nominierten Geschichten lesen wollen. Wir werden diese teilweise für den (namentlich genannten) Kreis zur Verfügung stellen können, teilweise hoffen wir, dass - wie bei Uwes Story - die Storys noch öffentlich verfügbar gemacht werden können.

 

 

Bereits öffentlich verfügbar sind:

  • »Blumen für Lisa–9« von Uwe Post, erschienen in »EXODUS 49«, herausgegeben von René Moreau, Heinz Wipperfürth und Hans Jürgen Kugler, Eigenverlag René Moreau, ISSN 1860–675X Online verfügbar: https://upcenter.de/...en-fuer-lisa-9/
  • »Notizen eines Sonderlings« von Jan Gardemann, erschienen in »CAPRICE 01«, herausgegeben von Frank G. Gerigk, p.machinery, ISBN: 978 3 95765 449 6 Online verfügbar: https://www.beckinsa...e/archive/10104
  • »Wir waren hier« von Ralph–Alexander Neumüller, erschienen in »Tales of Science II«, herausgegeben von Marianne Labisch und Kiran Ramakrishnan, p.machinery, ISBN: 978 3 95765 452 6 Online verfügbar: https://www.beckinsa...e/archive/10104
  • »Metanoq« von Maximilian Wust, erschienen in »NOVA 37«, p.machinery, ISBN: 978 3 95765 479 3, ISSN 1864 2829 Online verfügbar: https://www.beckinsa...e/archive/10104

 

Via PN melden für (wurden von den HG für einen explizit kleineren Kreis zur Verfügung gestellt):

  • »Echo« von Luc François, erschienen in »Angstvoll und leicht sehnsüchtig«, herausgegeben von Samuel Hamen, Hydre Éditions, ISBN: 978 9 99877 558 9
  • »Ausreißende Sterne« von Aiki Mira, erschienen in »Andymonaden«, herausgegeben von Michael Wehren, Memoranda Verlag, ISBN: 978 3 91139 112 2
  • »Sabotage« von Patricia Eckermann, erschienen in »Andymonaden«, herausgegeben von Michael Wehren, Memoranda Verlag, ISBN: 978 3 91139 112 2
  • »Die Amazone« von Michael Pfrommer, erschienen in »Vom Filme schmieden. Und anderen Träumen«, herausgegeben von Patrick A. Kompio und Sebastian Fesser, Independently published, ISBN: 979 8 34511 378 3

 

Angefragt sind:

  • »Das letzte Mal« von Stephanie Lammers, erschienen in »c’t 02/2025«, ISSN 0724 8679
  • »Living Nightlights« von Lisa–Viktoria Niederberger, erschienen in »Klimazukünfte 2050. Wie werden wir leben?«, herausgegeben von Fritz Heidorn und Sylvia Mlynek, Hirnkost Verlag, ISBN: 978 3 98857 132 8

Noch anzufragen sind:

  • »Kinderladen« von Jol Rosenberg, erschienen in »Queer*Welten 15«, herausgegeben von Judith Vogt, Lena Richter und Heike Knopp–Sullivan, Ach je Verlag, ISBN: 978 3 95869 446 0

 

Ich frage bei Jol und Fritz Heidorn an, bei Die Amazone muss ich etwas tiefer graben. :-)

 

Gerade stelle ich fest, dass alle bisher Mitlesenden die Queer*Welten schon haben - ein Print habe ich hier noch liegen, das würde ich ggf. weiterverschenken, falls es jemand noch nicht hat und gern lesen will, ich habe mittlerweile auch das Epub.

 

Ich werde hier beizeiten dann Links oder Infos ergänzen, so dass man mitlesen kann.

 

Viele Grüße, Yvonne


Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#2 Stephan

Stephan

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 192 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben 08 Juli 2026 - 18:24

Wann "darf" denn eigentlich angefangen werden? Im August ist ja schon die Verkündung der Ergebnisse, bis dahin wollen wir ja sicher alle eine informierte Meinung haben und eigene Rankings mit Tops und Flops aufgestellt haben, oder? 


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#3 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.036 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 08 Juli 2026 - 19:38

Ich bin schon am Lesen, also nur zu … irgendjemand ist immer der/die Erste ;).
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:DSFP-Nominierungen KG, "Int:Elegance", "Das Schloss im Laacher See" (M. O. Bendrin)
  • (Buch) als nächstes geplant:Irgendwas vom SuB im RuB
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Grenzland der Liebe" (Finnische Phantastik Anthologie)

#4 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 08 Juli 2026 - 20:26

Jol Rosenberg - Kinderladen
Ich empfinde beim Lesen eine gravierende Inkonsistenz: entweder werden hier autonome Roboter zu unrecht vermenschlicht. Schließlich sollen sie doch als Testobjekte verhindern, dass echte Kinder zu Schaden kommen. Es sind intelligente Sensoren, keine Kinder mit eigenem Willen. Oder es sind doch Androiden mit einem Selbstbewusstsein und eigenem Willen. Dann dürfte man sie eben nicht als Übungsobjekte vermieten und nach Nutzung ihr Gedächtnis löschen. Rod wird als emphatisch geschildert, leidet mit seinen Kindern und betreibt doch dieses Geschäft. Die Geschichte wandert auf diesem schmalen Grad und kann / will sich nicht für eine Seite entscheiden und bleibt damit letztlich unbefriedigend. Die zweite Handlungsebene um ein behindertes Paar ist dagegen in sich stimmig mit sehr überzeugend beschriebenen Charakteren. 
Fazit: eine irritierende Geschichte (die eben dies wohl auch sein will) die den Leser mit einem unguten Gefühl zurück lässt



#5 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben 09 Juli 2026 - 04:13

Ich bin schon am Lesen, also nur zu … irgendjemand ist immer der/die Erste ;).


Ja, hier auch!

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#6 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben 09 Juli 2026 - 05:39

Metanoq von Maximilian Wust

 

Okay, macht euch gefasst auf eine Menge Ambivalenz, zudem Disclaimer: Es bringt hier nichts, wenn ich alles weich spüle, ich werde also sehr direkt und ehrlich sein, einverstanden? (Ich glaube, Max kann das ab.)

 

Es lohnt sich, wenn man sich vor dem Lesen der Geschichte ein wenig mit dem Bose-Einstein-Kondensat auskennt (ich kannte es nicht und muss jetzt nachsitzen). Das geht weit über meine Physikkenntnisse hinaus. However, normalerweise stört es mich nicht, wenn ich in einer SF-Story nicht alles verstehe. Das kann ich so hinnehmen als Teil des Weltenbaus und die Story genießen. Hier ist das allerdings nicht ganz so einfach. Ich habe das Gefühl, dass viel zu sehr auf die technisch-wissenschaftlichen Details fokussiert wird und viel zu wenig auf Jonas, den Kater und die restliche Crew. Wieso kriegen die nicht mehr Gesicht? Das würde die Story vielleicht sogar spannend machen.

So ist es für mich so: Bevor ich mich für die Personen wirklich zu interessieren beginne, bekommen sie lebensgefährliche Schwierigkeiten. Aber mich kümmert eben nicht wirklich, ob sie überleben oder nicht, weil ich noch keine Beziehung zu ihnen aufgebaut habe. Das ist durchaus schade, denn der Schluss (zu dem ich mich irgendwann durchgekämpft habe), ist super!

Ähnlich wie im letzten DSFP-Jahr bei der Ulf-Fildebrandt Geschichte aus der c't kann ich sagen: Super, eine neue SF-Idee, die ich noch nicht kenne, hervorragender Plottwist, super recherchiert, aber hey, DAS SOLL PROSA SEIN!

Das ist eine Geschichte!

Mit Figuren! (Und eigentlich sind ja die Figuren super originell, Jonas verbindet seinen Geist mit dem Raumschiff, um steuern zu können und der Kater ist auch cool und ich mag die Zwischendurch-Ideen mit der Verbindung halbtoter Crew-Mitglieder zu einem neuen Ganzen, plus es gibt einen Running Gag (wer jetzt der Käptn des Raumschiffs ist wenn der Käptn gestorben ist usw.) - also, die Story hat schon viel.

Für mich hat sie nur viel, viel zu viele technische Details. Mehr Spannung um die Figuren wäre besser für mich gewesen. Es ist wichtig, dass der Autor diese technischen Details kennt, aber ich muss die nicht auch alle wissen. Der/die Autor*in kann normalerweise immer 80% der mühsam recherchierten Technikdetails aus der Story rauswerfen (ging mir auch mal so, als ich mühevoll recherchiert habe, ob ein Passagierflugzeug eine Faßrolle machen kann, ohne dass die Passagiere es merken). Das ist manchmal schade, man denkt sich: Na, kaufen mir die das dann noch ab, wenn's nicht drin steht?

Dazu muss die Story eben gut sein. Wenn die Story richtig gut ist, merken die Lesenden eh oft entscheidende Logikfehler spät oder nie. 

Und diese Story wäre gut genug dafür gewesen.

Also, wäre SF immer so, ich wäre jetzt nicht hier. Das war mir way too much. Ich hätte den Autor gern überredet, 30% zu kürzen (und gern woanders einige stimmige Details zu den Figuren wieder reinzuholen, was aber weniger Platz benötigt hätte). Die Idee, den Plot, ja, den hätte ich auch sofort genommen!


Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#7 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben 09 Juli 2026 - 06:12

Das Letzte Mal - Stephanie Lammers

 

(haben wir noch nicht akquiriert, aber meine Bibliothek hat die c't im Abo)

 

Es gibt nette Detail-Weltenbau-Ideen (wie Sunblocker gespritzt, offenbar ist Regen selten und teuer, StageCalm gegen Lampenfieber), rein sprachlich aber schon in den ersten Absätzen mehrere für mich sehr abtörnende Phrasen und sprachliche Klischees ("Hitze versengt Haut", "Jubel brandet auf", "aufsaugen wie ein Schwamm").

 

Einiges macht neugierig ziemlich rasch am Anfang, wieso halten einige die Ich-Erzählerin für eine Mörderin und was ist ihre Muttersprache? Es werden Kanji-Schriftzeichen erwähnt, sind diese ein Hinweis? Später wird sie auf japanisch begrüßt, also vermutlich ja.

 

Auf Seite 2 wird dann aufgelöst, was die Ich-Erzählerin so berühmt macht. Nice, und gar nicht abgedroschen: Köchin. Absolute Star-Köchin mit 80 Mio Follows und sehr wohlhabenden Kunden. Das Detail mit den Zwillingen und ihrem geschärften Geruchssinn ist nice.

 

Die Liebe zum Detail bei der Auswahl der Lebensmittel beeindruckt mich, die Gedanken des erzählenden Ichs zu Kleidung, Atmosphäre usw. machen sie doch sympathisch und nun weiß ich auch, dass irgendwas passieren wird, nur noch nicht, was.

 

Spoiler

 

Die Fallhöhe ist echt nicht so hoch. Es ist eine schöne kleine Geschichte mit einem Thema, das noch nicht zu überbehandelt ist und gut umgesetzt. Ich habe an der Geschichte nichts auszusetzen, sie gefällt mir. Nominiert hätte ich sie bestimmt nicht, selbst ich habe (obwohl ich aus 2025 nur so 100 Storys gelesen habe) da noch 10 bis 20 andere, die ich besser gefunden hätte. Solide, nice. muss wohl einige Jury-Mitglieder sehr berührt haben, ich glaube aber nicht, dass sie neben Storys wie von Jol und Aiki ernsthaft eine Chance hat.


Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#8 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben 09 Juli 2026 - 10:47

Living Nightlights von Lisa-Viktoria Niederberger

 

Genau mein Ding, eine Mutter spricht über ihre Tochter (Emma). Und wie diese am Ende des 21. Jahrhunderts lebt. 

Die beiden leben in einem kleinen Haus ohne Internet, ohne Urlaube, ohne Auto und Garten. (Eigentlich so ähnlich wie ich 1997-1999, zeitweise sogar ohne Telefon und Waschmaschine). Internet gibt es schon noch, aber nur in der Bibliothek (nur noch selten nutzbar).

Eigentlich so ähnlich wie 1998, als ich dafür stundenlang in der Uni anstehen musste. (Ich hoffe, ich bin nicht schon zu alt für die Story.)

 

Ich mag aber diesen Satz:

 


 

Das Internet ist zwar noch da, aber nichts darin lebt mehr. Das tote, nutzlos gewordene Internet ist jetzt wie das Meer, nur mehr in unserer Erinnerung voller Schönheit.

 

 

Der Brief, den das erzählende Ich hier an den (verstorbenen) Mann schreibt, ist ganz nice, auf Seite 5 oder so kommt dann auch endlich das Thema: lebendiges Licht. Glühwürmchen. Was für eine tolle Idee! Absolut super!

 

Ich finde das Detail sehr interessant, dass die junge Generation (Emma und ihresgleichen) viel glücklicher ist als die Eltern es damals waren, obwohl die Eltern "alles" hatten. Dass Dinge nicht glücklich machen, vermute ich schon länger.

 

Hm. Habe ich den Schluss verpasst? Was ist mit dem Schluss? Die Geschichte hat überhaupt keinen Schluss. Dabei war ich so gespannt, wie sie es zu Ende bringt!


Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#9 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 09 Juli 2026 - 12:09

Uwe Post - Blumen für Lisa-9
Uwe verarbeitet das gleiche Thema wie Jol: Androiden als Kindersatz. Aber er bleibt hier klar auf einer Linie: Lisa ist eine Maschine, eine intelligente Maschine, die Gefühle simulieren kann, aber eben nur simulieren. Das man sie trotzdem liebt, kann fast jeder Autofahrer nachvollziehen: wir vermenschlichen unsere liebsten Maschinen, sprechen ihnen Eigensinn und Eigenleben wider besseren Wissens zu. Intelligent und dezent spricht Uwe Themen wie Pädophilie, Fremdenhass oder Pubertät und Sexualität an, wirbt sie in seine Geschichte ein ohne sie in den Vordergrund zu stellen. Der Erzähler Timo (meist ohne O, ein Gag den ich nicht wirklich verstanden habe) wächst mit und an Lisa, seine Erzählweise erscheint simpel aber nimmt den Leser sofort gefangen und vermittelt tiefe Eindrücke in sein Gefühlsleben, die eben so stimmig und nachvollziehbar sind, wie die Ablehnung der Mutter.
Fazit: der beste Post seit langem, emotional ohne sentimental zu sein, menschelnd ohne anzubiedern (mein erster Gedanke: die Zusammenarbeit mit dem anderen Uwe hat ihm gut getan; für mich schimmert hier viel Uwe Hermann durch)



#10 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

    Cybernaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 386 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Milchstraße, rechts neben Andromeda

Geschrieben 09 Juli 2026 - 14:12

Metanoq von Maximilian Wust

 

Okay, macht euch gefasst auf eine Menge Ambivalenz, zudem Disclaimer: Es bringt hier nichts, wenn ich alles weich spüle, ich werde also sehr direkt und ehrlich sein, einverstanden? (Ich glaube, Max kann das ab.)

 

[...]

Du, no hard feelings. Mit Kritik kann ich umgehen. Noch dazu, wenn sie von Leuten kommt, die ich in der Schriftstellerei als Freunde / Kollegen / Gleichgesinnte / Du-weißt-was-ich-meine betrachte und ihr zustimmen muss. Dass "Metanoq" nicht den DSFP bekommen wird (nicht gegen Uwe Post und Jol Rosenberg), war mir im Moment der Nominierung bewusst  :wink2:

 

Tatsächlich hat die Recherche für "Metanoq" über zwei Monate in Anspruch genommen und ich habe wahrscheinlich so viele Experten zu den jeweiligen Themen konsultiert, wie ich es nicht nochmal machen werde. Eine kleine Logiklücke habe ich dabei tatsächlich belassen: Die Rotation des Crew-Moduls wäre so immens, dass einmal das Ein- und Aussteigen nicht so leicht wäre, wie in der Geschichte beschrieben und es sich zum anderen auf die Beschleunigung auswirken würde. Ich war nur irgendwann dermaßen mit dem "Wäre das physikalisch exakt so möglich?" überfordert, dass ich irgendwann einfach den "Betonmischer" als festes Objekt im Schiff definiert habe. Aber mal davon abgesehen: Ja, die Charaktere gingen dagegen unter. Sollte jemals eine Uncut-Version der Geschichte erscheinen, werde ich vielleicht die Szenen wieder ein- und ausbauen, in denen sie koloriert wurden.

 

(Hoppla, jetzt wurden meine zwei Posts verschmolzen. Ich editiere das eben.)

 

 

Ich fange dann auch mal an:

 

Blumen für Lisa-9

von Uwe Post

 

Die wahrscheinlich stärkste Kurzgeschichte in der diesjährigen Auswahl liest sich zunächst wie die typische Folge von Black Mirror: Eine Familie kauft sich eine Androidentochter und hat zunächst mit den üblichen Roboter-Mensch-Diskrepanzen zu kämpfen. Und während ich noch dachte, dass ich gerade die x-te Neuinterpretation des Filmes „A.I.“ lese, musste ich auf einmal sogar einen Moment lang mit dem Lesen stoppen.

 

Denn, um den Elefanten im Raum anzusprechen: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eines Tages Sex-Roboter geben wird. Dass sie auch als Kindermodelle angeboten werden könnten, war eher eine ungute Ahnung als Gedanke. Gruseligerweise wäre es im Moment sogar überall, außer in Großbritannien, legal, diese zu erwerben. Auch etwas, das ich nicht wusste. Uwe Post jedenfalls thematisiert diese Thematik auf eine Art, die sich wie eine Bohrmaschine in Magengegend anfühlt und erzählt derart psychologisch aus der Sicht eines, sagen wir, Besitzers eines Androiden dieser Art, dass ich mich frage, wie oft er bei der Recherche sein Mittagessen wiedergesehen hat. Die Geschichte von Lisa-9 ist eines der widerlichsten, provokantesten, aber auch wichtigsten Science-fiction-Werke der letzten zwanzig Jahre. Ohne zu übertreiben: Diese Geschichte gehört in die Clarkesworld, für den Hugo-Award nominiert und mehr. (Frage hier: Können das ausländische Geschichten überhaupt?)

 

Geschrieben ist sie natürlich einwandfrei, geradezu makellos. Mir ist lediglich ein Satz aufgefallen, der mir nicht gefiel. Einer! Uwe Post merkt man seine immense Erfahrung an – und auch, dass er weiß, wie man seine Leserschaft schockiert. Notfalls eben mit einem literarischen Bohrhammer.

 

Und im Sinne von, dass es keine Schande ist, gegen einen Besseren zu verlieren: Das ist vermutlich der Preisträger für dieses Jahr. Ich habe noch nicht alle Nominierten gelesen, aber ich bezweifle sehr, dass Post in diesem Fall ernsthaft Konkurrenz hat. Und ja, da schließe ich meine eigene Story definitiv mit ein.

 

 

Wir waren hier

von Ralph Alexander-Neumüller

 

Ich hatte schon einmal eine Rezension zu dieser Geschichte geschrieben, daher gehe ich jetzt nicht so sehr auf die Handlung ein. Kurzgefasst: Ein Genetiker aus Wien versteht, dass die Menschheit unausweichlich durch den Klimawandel zum Aussterben verurteilt ist – und beschließt einen abstrakt-witzigen Plan.

 

Wie für Alexander-Neumüller üblich, so ist die Geschichte gut und vor allem flüssig geschrieben. Die Science-fiction-Elemente sind (meines Wissens nach) gut recherchiert und können zuweilen durchaus interessant sein. Die Charaktere würde ich eher als funktional bezeichnen. Das ist aber kein echter Kritikpunkt, zumal die „Tales of Science“ um Wissenschaft gehen sollten – und das tut „Wir waren hier“.

 

Nach der zweiten Hälfte wird die Geschichte allerdings etwas flach, im Sinne von: Es gibt keine großen Konflikte, keine Hürden oder Komplikationen durch gute Einfälle oder Sherlock Holmes-gleiche Analytik zu überwinden. Die Geschichte geht klar auf ihre Pointe zu und die Dinge geschehen nur noch. Das fand ich etwas schade, störte aber nicht. Bevor die Story plätschern konnte, wechselt sich drastisch-interessant die Perspektive und war dann auch schon vorbei.

 

Ein guter Start der Anthologie und generell angenehmer, kluger Lesestoff.

 

 

Notizen eines Sonderlings

von Jan Gardemann

 

Die CAPRICE hat für mich einen gewissen Stellenwert. Sie ist das erste und vermutlich letzte Mal gewesen, das mir jemand schrieb, er wolle ein Kurzgeschichten-Magazin starten und mich von Anfang an dabei haben. Ich glaube, da würde sich jeder immens geehrt fühlen.

 

Wie dem auch sei: Die „Notizen eines Sonderlings“ ist ein klassischer Romantasy im Science-fiction. Sciencetasy? Dabei wird von einem außerirdischen Dichter auf einem zerstörten Planeten. Während eines Kneipenbesuchs lernt er die Menschenfrau Irene kennen. Was selbstverständlich Vertreter beider Spezies verurteilen, die sich (ebenso selbstverständlich) mit Misstrauen und Unverständnis begegnen.

 

Als durchaus Fan von Romantasy und Liebesromanen generell empfand ich die Geschichte als einen sympathischen, romantischen Snack. Natz Blakoolik (der Name könnte direkt aus der „Space Quest“-Reihe stammen) ist der typisch eingemauerte Einzelgänger, dessen Herz nur eine Romanze erweichen kann. Die Pfade sind mir dabei etwas ausgetreten und erzählen wenig, was man nicht täglich auf Reddit serviert bekommt, insbesondere im letzten Akt, in dem dann auch das Tempo rasend schnell zunimmt und mir ein bisschen zu wenig Payoff für ein durchaus langes Setup bieten. Hier hätte sich Gardemann aus meiner Sicht gerne Zeit lassen dürfen, wie er es im ersten Teil seiner Geschichte getan hat.

 

Schriftstellerisch hatte ich wenig auszusetzen. Ich erkenne hier und da Spurenelemente alter Perry Rhodan-Romane, die gut inkorporiert wurden. Die Charaktere sind zwar klassisch, aber nachvollziehbar und angenehm zu begleiten. Auch erwähnenswert: Ich war sehr froh, nicht wieder mit den üblichen Klischees von „Torches and pitchforks“ von Vertretern beider Spezies beworfen zu werden, die diese Romanze am liebsten mit Gewalt beenden würden. Der „Konflikt“, wenn man so will, wird sehr erwachsen behandelt.

 

 

Kinderladen

von Jol Rosenberg

 

Vorweg muss ich anmerken, dass ich die Covers der „Queer*Welten“ durchweg schön finde. Sehr gefühlvoll gezeichnet. Also, der Exemplare, die ich bei mir im Bücherregal habe. Oder hatte.

 

In Jol Rosenbergs neuester Geschichte wird es wieder Black Mirror: Eine Art „KI-Betreuer“ stellt seinen Kunden KI-Kinder zur Verfügung. Werden diese dann nicht mehr gebraucht oder gewollt, werden sie kurzerhand gelöscht – und sind damit gar nicht mal so einverstanden.

 

Und wo nun jeder Informatiker sagen wird „Na und? Das nennt sich Forking und ist die Basis aller Software-Entwicklung.“ erzählt Jol (natürlich) eine unglaublich rührende Geschichte mit exzellent ausgearbeiteten Charakteren – auf dem Level eines Moritz Boltz. Der Schreibstil ist unglaublich rund und flüssig, für Jol sogar unerwartet linear.

 

Und während ich bei Jols Werken manchmal kritisieren musste, dass mir irgendwie der Konflikt fehlte und nichts auf dem Spiel stand, ist er hier gleichermaßen spürbar wie artifiziell impliziert. Natürlich fürchten die KIs um ihr Leben, allerdings nur, um so menschlich als möglich zu wirken. Dass das als Leser rührt, hat ist gut gemacht, wirklich gut. Erst nach dem Ende der Geschichte ist mir bewusst geworden, dass ich hier gerade um LLMs trauerte, die überhaupt kein Konzept für Existenz besitzen. Ich erinnere mich dahingehend an einen Terminator-Roman, der während des Krieges mit Skynet spielt. Darin erklärte die Mentorfigur, dass manchmal besiegte Maschinen um Gnade flehten und sich so die nötige Schrecksekunde beschafften, um menschliche Widerstandskämpfer doch noch zu töten. Jols „Kinderladen“ bestätigte mir, dass das wirklich funktionieren würde.

 

Von allen Geschichten, die ich bisher von Jol lesen konnte, ist „Kinderladen“ tatsächlich die beste gewesen. Intellektuell und elegant. Und natürlich woke. Ohne geht nicht ;-) Aber wirklich nicht im überbordenden Sinne.


Bearbeitet von Maxmilian Wust, 09 Juli 2026 - 14:32.

"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"

#11 ChristophGrimm

ChristophGrimm

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.036 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 10 Juli 2026 - 00:35

„Blumen für Lisa-9“ (Uwe Post)

Der Vater von Timo - (zumeist nur Tim genannt) - bringt von einer Geschäftsreise eine täuschend echt wirkende Androidin in Gestalt eines neunjährigen Mädchens mit. Lisa-9 wächst fortan als Schwester an der Seite von Tim(o) auf. Im Verlauf des Textes wird zunächst vage, dann konkreter angedeutet, dass der Vater pädophile Neigungen hat und wohl auch sexuelle Handlungen mit Lisa-9 praktiziert hat.

Erzählt wird die Geschichte aus Tims Perspektive – zunächst als Achtjähriger, später als Vierzehnjähriger –, wodurch die Ereignisse ausschließlich durch seine Wahrnehmung geschildert werden.
Besonders hervorzuheben ist die sprachliche Qualität des Textes. Der Erzählton ist hervorragend auf die jeweilige Altersstufe (8, 14) des Protagonisten abgestimmt. Die kindlich-naive Sichtweise wirkt authentisch und vermittelt glaubhaft die Lebensrealität eines heranwachsenden Jungen. Vor allem Tims Gefühlswelt ist bemerkenswert überzeugend gezeichnet. Seine Gedanken, Unsicherheiten und Reaktionen wirken nie aufgesetzt, sondern wirken natürlich.

Die Geschichte nimmt sich keinen leichten Themen an.
Es wird eindringlich dargestellt, wie es wohl für junge Menschen sein muss, mit Wesen aufzuwachsen, bei denen man nur zu leicht vergessen kann, dass sie nicht echt sind.
Die Beschäftigung mit der erwachenden Sexualität ist realitätsnah; und - harter Tobak - den phädophilen Neigungen des Vaters wird mit viel Fingerspitzengefühl begegnet. (Es wäre zu einfach gewesen, den Vater als Perversling zu charakterisieren. Ich rechne es Uwe hoch an, dass er im Text keine Tat gutheißt, die Neigung jedoch nüchtern bzw. als tragisch für den Betroffenen zeichnet. Well done)

Was mir allerdings fehlt, ist der innere Konflikt, der sich viel stärker in Tim(o) hätte abspielen müssen. Für mich wirkt es unglaubwürdig, dass er kein einziges Mal echte Scham empfindet, keinen wirklichen Ekel vor seinem Vater entwickelt und weder sich selbst noch seinen Vater ernsthaft hinterfragt. Abschnitt 5 deutet diesen Konflikt zwar in Form eines rein gedanklich geführten Streitgesprächs an, doch gerade hier hätte die Geschichte deutlich weiter gehen müssen.

Letztlich läuft alles auf die Frage hinaus:

„Ist es okay, was mein Alter und ich mit meiner Androiden-Schwester machen (wollen)?“

Genau diese Frage, die Eskalation der Situation und das Bild, das Tim(o) von sich selbst und seinem Vater hat, hätten konsequenter behandelt werden müssen. An dieser Stelle hatte ich den Eindruck, dass Uwe der Mut verlassen hat, wirklich in die Vollen zu gehen. Gerade der fantastische letzte Satz der Geschichte hätte dann noch wesentlich mehr reingehauen.

Unterm Strich eine sprachlich hervorragende Geschichte, durchdachte Spekulationen, größtenteils sehr gelungene Zeichnung von Tim(o) und dem Mut, sich schweren Themen anzunehmen. Gleichzeitig aber auch die Enttäuschung, dass die Geschichte in ihren letzten Abschnitten die erzählerische Handbremse anzieht – ausgerechnet dort, wo das emotionale und moralische Potenzial am Größten gewesen wäre.

Dennoch: ein bemerkenswerter Text und in der Tat eine der besten Storys des letzten Jahres.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 10 Juli 2026 - 00:50.

SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
  • (Buch) gerade am lesen:DSFP-Nominierungen KG, "Int:Elegance", "Das Schloss im Laacher See" (M. O. Bendrin)
  • (Buch) als nächstes geplant:Irgendwas vom SuB im RuB
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Grenzland der Liebe" (Finnische Phantastik Anthologie)

#12 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 10 Juli 2026 - 08:09

In der "Handbremse" liegt für mich gerade die Stärke dieser Geschichte. Brisante Themen werden angesprochen, aber nicht breit getreten. Sie gruseln unter der Oberfläche.



#13 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben 10 Juli 2026 - 12:14

Metanoq von Maximilian Wust

 

Der Autor bietet uns viel übliches SF-Futter: eine heterogene Crew, ein komplexes aber plausibles Raumschiff und ein kosmisches Phänomen. Bei einer Kurzgeschichte bleibt nicht viel Raum, um die Personen ausführlich zu charakterisieren, aber man bekommt schnell ein Gefühl für das Beziehungsfeld von Yonas, Nero und Hanja als Hauptprotagonisten. Der Kapitän und die Gynoide (seit Data und Ash braucht wohl jede Crew einen Androiden) bleiben blass. Der Kampf mit dem BEK Kronos (der Titel Metanoq erschließt sich mir nicht) ist einfalls- und wendungsreich. Hier tobt sich ein Hard-SFler richtig aus. Das Ende ist überraschend aber folgerichtig. Einige Bilder haben mir nicht gefallen ("Gruft aus Dioden" und "engelsweiß"), ich mochte den sprechenden Raumschiffnamen Demiurge.
Fazit: viel Science- und etwas Technobabbel, abgefahrene Handlung, ein gewisser Retrocharme - erinnert mich ein wenig an Campbell "Der unglaubliche Planet"



#14 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.208 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben 10 Juli 2026 - 17:59

Blumen für Lisa-9

von Uwe Post

 

Ich habe diesen Text mit seinen kurzen Sätzen gern gelesen: wie er mit Klischees spielt, wie der Vater einen Androiden aus Korea mitbringt, der vielleicht mehr ist als nur eine Schwester für Timo. Allerdings gab es für mich in der Mitte einen ziemlichen Hänger, weil ich Timo als Figur so gar nicht greifen kann. Dass er ausgeschlossen wird, weil er eine Androidenschwester hat, und dass das der gesamte Grund dafür ist, erscheint mir zu einfach. Und was genau fühlt er eigentlich für diese Schwester? Wieso streitet er nie mit ihr? Ich habe mich tatsächlich fast ein wenig gelangweilt, aber dann hat der Text mich wieder eingefangen.

 

Irgendwann wird deutlich, dass der Vater die Schwester vielleicht aus einem anderen Grund mitgebracht hat. Aber diese Enthüllung hat keinerlei emotionalen Widerhall in Timo. Auch dass die Mutter mit ihm so gar nicht spricht, sondern einfach geht - haben die beiden gar keine Beziehung zueinander? Insgesamt sind mir die Figuren zu blass oder ich kann mich wenig mit ihnen verbinden. Ich verstehe nicht, was die Eltern für eine Beziehung zueinander haben und wieso Timo und seine Mutter sich so fern sind. Der Vater ist oft weg und sie erstmal klassische Hausfrau (wieso eigentlich?), aber das scheint alles keine Rolle zu spielen. Ebenso wie es egal zu sein scheint, dass Lisa der Zeh fehlt. Ich finde das unglaubwürdig.

Die Kellerszenen beispielsweise hätte ich mir szenischer gewünscht, sinnlicher. Vermutlich geht das in der knappen Sprache nicht recht.

 

Richtig gut finde ich die Sprache. Die ist in ihrer Schlichtheit wirklich sehr ansprechend für mich und Vieles wird durch Ungesagtes und Leerstellen erzählt. Aber so richtig begeistern tut mich der Text nicht. Dazu lässt er mich einfach zu kalt.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#15 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben Gestern, 08:46

Wir waren hier von Ralph Alexander-Neumüller

 

Trotz des sehr länglichen Texts bleibt die Figur Paul blass und widersprüchlich: z.B. er liebt es zu präsentieren, mag aber seinen Leuten nichts erklären. Die Grundidee einer versteckten Botschaft in den Genen ist interessant aber es fällt schwer zu glauben, dass eine fremde Spezies diese wie beschrieben entziffern könnte. Zahlenreihen wären möglich aber den Namen Paul kodiert In Genen zu entdecken würde das Verständnis unseres Alphabets bedingen. Außerdem sehe ich einen Widerspruch zur Startprämisse: Zahlen sind die Zukunft.
Fazit: redundante Dystopie die den eigentlichen Gag mit abgenutzten Weltuntergangsbildern zuschüttet. Zudem wurde das Thema "versteckte Genbotschaft" in den 2000er Jahren des Öfteren diskutiert, siehe u.a. "Hausdorf: Götterbotschaft in den Genen" oder "www.welt.de/print-welt/article334784/Eine-Botschaft-der-Aliens-versteckt-in-unserem-Erbgut.html". Es ist also nicht sehr originell. Daher meine Einschätung: der schwächste Text der Liste



#16 Uwe Post

Uwe Post

    FutureFictionMagazin'o'naut

  • Moderator
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 5.521 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Wetter (Ruhr)

Geschrieben Gestern, 10:59

Nur zur Info: Ich äußere mich absichtlich hier nicht, weil ich gegenüber Konkurrenten tendenziell nicht neutral sein könnte oder Kritik zumindest so wirken könnte.

Ich freue mich natürlich immer über Anmerkungen zu meinem Text, auch wenn ich diesmal erstmal nicht drauf eingehe und bin gespannt auf den Ausgang der Wahl. Vielleicht sehen wir uns ja dann in Leipzig.


Bearbeitet von Uwe Post, Gestern, 11:34.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#17 rostig

rostig

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 1.567 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

Geschrieben Gestern, 11:12

Jan Gardemann - Notizen eines Sonderlings

Lustiger Typo am Anfang: Ferse statt Verse; ansonsten ein merkwürdiger Text. Die übliche Klage, dass keiner mehr Gedichte goutiert, dieses Mal auf einer Echsenwelt. Die eigentlich abgegriffenen Topoi betrunkener Altpoet und Einsiedler erhalten als Echsen eine gewisse Frische und das Interesse des Lesers wach. Etliche Details machen die Welt und ihre Bewohner plastisch erlebbar. Allein die Bemerkung, dass die Zähne wurzellos sein, erscheint unpassend (würden Menschen ihre Zahnwurzeln als Besonderheit erwähnen?). Überhaupt Menschen als Eindringlinge - einerseits als abstoßend hässlich empfunden, andererseits sexuell attraktiv??? Das erscheint mir sehr weit hergeholt. 
Fazit: witzige Geschichte mit einem gewissen Unterhaltungswert



#18 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben Gestern, 12:34

Nur zur Info: Ich äußere mich absichtlich hier nicht, weil ich gegenüber Konkurrenten tendenziell nicht neutral sein könnte oder Kritik zumindest so wirken könnte.
Ich freue mich natürlich immer über Anmerkungen zu meinem Text, auch wenn ich diesmal erstmal nicht drauf eingehe und bin gespannt auf den Ausgang der Wahl. Vielleicht sehen wir uns ja dann in Leipzig.


Wer deine Rezensionen vermisst, kann ja bei der Exodus mitlesen -)

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#19 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.208 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 12:40

Notizen eines Sonderlings

von Jan Gardemann

 

Das war gar nicht meins. Ich mochte die Sprache, die zwischen poetisch und abfällig-flapsig gekonnt hin und her mäandert, aber inhaltlich konnte ich dem nichts abgewinnen. Zwei männliche Altpoeten einer fremden Spezies meckern darüber, dass sich niemand mehr für sie interessiert. Dann treffen sie in einer Kneipe auf eine Menschenfrau, der eine geht, der andere will sie sofort vögeln und lässt sich ausgiebig über ihren eigentlich nicht vögelbaren Körper aus - was ihn aber nicht daran hindert, sie trotzdem zu sich nach Hause einzuladen. Wieso sie darauf eingeht, bleibt offen. Die Sexszene wird beschrieben, wirkt auf mich aber nicht sinnlich. Und dann gehen sie wieder. Dass die anderen Menschen sie "zu ihrer Sicherheit" einsperren, erscheint da nur als kleines sexistisches Detail.

Über die Typos bin ich auch gestolpert. Es fehlen auch öfter mal Ts an Verbenden. Und: Für mich war keine der Figuren plastisch.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#20 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben Gestern, 13:09

Eure Rezensionen machen mich neugierig

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#21 Stephan

Stephan

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 192 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 18:47

"Kinderladen"
 

Spoiler


Bearbeitet von Stephan, Gestern, 18:50.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#22 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.208 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 18:59

Lisa-Viktoria Niederberger: Living Nightlights

 

Nach dem Zusammenbruch ändert sich das Leben, Strom und Wasser, fast alles ist rationiert und die Menschen leben in kleinen Wohneinheiten in großen Häusern zusammen. Die Ich-Erzählerin findet das nicht leicht, aber ihre jugendliche Tochter ist trotz, oder vielleicht auch gerade wegen dieses geänderten Lebens glücklich. Die Mutter versucht herauszufinden, warum.

„Living Nightlights“ ist in Form eines Briefes an den verschwundenen Partner und Vater der Jugendlichen formuliert, die Trauer um dessen Abwesenheit bildet eine weitere Ebene in diesem Text. Ein sprachlich dichter, stimmungsvoller Text voll Trauer und Kraft. Sehr schön!


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#23 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.208 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 19:47

»Echo« von Luc François

 

Das ist ein langer Text in literarischer, leicht fließender Sprache. Eine Person kommt in Xem an, einem kleinen Land, das zum Refugium der Reichen und Mächtigen geworden ist, während der Rest der Welt im klimawandelbedingten Chaos versinkt. Die namenlose Hauptfigur ist auf der Suche und es dauert eine Weile, bis ich verstehe, wonach. Da ist einerseits die Mutter, die an diesem Ort, an dem er auch geboren ist, vor einem Jahr spurlos verschollen ist. Aber auch dieser Spur folgt die Geschichte nicht wirklich. Mir scheint, dass die Hauptfigur eher nach ihrem Platz in der Welt sucht, nach ihrer Möglichkeit des Widerstands. Und sie findet sie.

Ich finde das einen sehr gelungenen Text: sprachlich schön, mit einer fassbaren Hauptfigur, die gerade durch ihre mangelnde Fassbarkeit und Einsamkeit gekennzeichnet ist und ein mäandernder, fast traumartiger Plot. Schade finde ich, dass das Vorhaben erklärt und nicht gezeigt wird. Man weiß nicht, ob funktioniert, was die Person vorhat, aber man wünscht es sich. Insgesamt lese ich den Text aber als deutlich dystopisch.

 

Was mir mal wieder auffällt: Ich finde es enorm schwer, Texte von wenigen Seiten Länge mit so langen Erzählungen zu vergleichen. Das hier ist klar kein Roman, aber eine Kurzgeschichte ist es eben auch nicht. Ich finde, dafür bräuchte es eine eigene Kategorie. Aber die wäre dann auch wieder riesig ...


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#24 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben Gestern, 19:56

»Echo« von Luc François

Das ist ein langer Text in literarischer, leicht fließender Sprache. Eine Person kommt in Xem an, einem kleinen Land, das zum Refugium der Reichen und Mächtigen geworden ist, während der Rest der Welt im klimawandelbedingten Chaos versinkt. Die namenlose Hauptfigur ist auf der Suche und es dauert eine Weile, bis ich verstehe, wonach. Da ist einerseits die Mutter, die an diesem Ort, an dem er auch geboren ist, vor einem Jahr spurlos verschollen ist. Aber auch dieser Spur folgt die Geschichte nicht wirklich. Mir scheint, dass die Hauptfigur eher nach ihrem Platz in der Welt sucht, nach ihrer Möglichkeit des Widerstands. Und sie findet sie.
Ich finde das einen sehr gelungenen Text: sprachlich schön, mit einer fassbaren Hauptfigur, die gerade durch ihre mangelnde Fassbarkeit und Einsamkeit gekennzeichnet ist und ein mäandernder, fast traumartiger Plot. Schade finde ich, dass das Vorhaben erklärt und nicht gezeigt wird. Man weiß nicht, ob funktioniert, was die Person vorhat, aber man wünscht es sich. Insgesamt lese ich den Text aber als deutlich dystopisch.

Was mir mal wieder auffällt: Ich finde es enorm schwer, Texte von wenigen Seiten Länge mit so langen Erzählungen zu vergleichen. Das hier ist klar kein Roman, aber eine Kurzgeschichte ist es eben auch nicht. Ich finde, dafür bräuchte es eine eigene Kategorie. Aber die wäre dann auch wieder riesig ...


Ich stecke seit Tagen in diesem Text, weil ich zwischendurch auch die Exodus lese.

Wenn mich nicht alles täuscht, hat der Autor mal aufgelöst, wofür Xem und wofür Echo steht bei einer lesung. Ich habe nur bedenken, dass das zu offensichtlich sein könnte, ich hatte nur die Gelegenheit, selbst drauf zu kommen

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#25 Stephan

Stephan

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 192 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 19:56

Living Nightlights von Lisa-Viktoria Niederberger

 

Spoiler


Bearbeitet von Stephan, Gestern, 19:58.

Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#26 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

    Temponaut

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 3.208 Beiträge
  • Geschlecht:unbekannt
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 19:58

Ich stecke seit Tagen in diesem Text, weil ich zwischendurch auch die Exodus lese.

Wenn mich nicht alles täuscht, hat der Autor mal aufgelöst, wofür Xem und wofür Echo steht bei einer lesung. Ich habe nur bedenken, dass das zu offensichtlich sein könnte, ich hatte nur die Gelegenheit, selbst drauf zu kommen

 

Da der Autor aus Luxemburg stammt, habe ich Xem einfach diesem Land zugeordnet. Und bei Echo dachte ich an Google.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
  • (Buch) gerade am lesen:Schildmaid
  • (Buch) als nächstes geplant:Empfindungsfähig
  • • (Film) gerade gesehen: Paradise
  • • (Film) als nächstes geplant: nope

#27 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben Gestern, 20:07

Ich dachte an Amazon, weil die da einen Sitz diet haben. Also in Luxemburg

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt

#28 Stephan

Stephan

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 192 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 20:23

"Sabotage" von Patricia Eckermann und auch "Ausreißende Sterne" Aiki Mira stellen jeweils ein Prequel und ein Sequel zum Roman "Andymon" dar und waren bereits letztes Jahr beim Lesen der "Andymonaden"-Anthologie meine persönlichen Dritt- bzw. Zweitplatzierten.

Die gefallen mir heute beim zweiten Durchlauf immer noch sehr gut.

 

Sabotage

Spoiler

 

Ausreißende Sterne

Spoiler


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#29 Stephan

Stephan

    Infonaut

  • Mitglieder
  • PIPPIP
  • 192 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Berlin

Geschrieben Gestern, 22:43

Notizen eines Sonderlings

Spoiler
 

 

 

Das Letzte Mal

Spoiler


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#30 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

  • Globalmoderator++
  • PIPPIPPIPPIPPIP
  • 9.481 Beiträge
  • Geschlecht:weiblich
  • Wohnort:Kiel

Geschrieben Heute, 09:00

Echo von Luc François

Mir gefällt jols Interpretation, dass der Protagonist eigentlich sein Zuhause gesucht hat.
Da der Kampf gegen echo realistischerweise offen bleibt, kann ich so den eher offenen Schluss besser verkraften.

Was mir an der Geschichte am besten gefällt, ist, wie er überlegt, inwieweit es okay Usd, sich nach Xem zurück zu ziehen, während der eat der welt quasi brennt. Das ist leider für uns ja recht aktuell und wird in den nächsten Jahrzehnten sicher nicht besser.
Ggf kann man die Geschichte so lesen, wie wir zwar alle nur ein kleines Rädchen sind, aber jede*r seinen/ihr /their Teil dazu beitragen kann, dass die Welt weniger brennt, die Macht sich weniger an wenigen Orten jnd Konzernen (sei es Google oder Amazon) konzentriert.
Insofern eine schöne Geschichte, definitiv keine Kurzgeschichte, dafür zu lang und andere Struktur.
Ich glaube, Franz sagte bei der Bekanntgabe der Nominierungen auch, dass es ja keine extra Kategorie für novellen gäbe, davon haben wir einfach zu wenige.


Jetzt lese ich gerade den Neumueller und der gefällt mir bisher so ausnehmend gut, dass ich mich ärgere, damals das Stoffuniversum nicht gelesen zu haben. Wieso hat mir das niemand empfohlen?

Ehemals rezensionsnerdista.de findet sich nun bei https://yvonnetunnat...free.com/blog/ 

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: Der Simpsons Movie, Lola rennt



Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: 2025

Besucher die dieses Thema lesen: 4

Mitglieder: 2, Gäste: 2, unsichtbare Mitglieder: 0


    Vasco, Stephan