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Arkadi und Boris Strugatzki - lang verborgene Juwelen sowjetischer Science-Fiction

Sowjetische SF Strugatski Mittags-Universum Gesellschaft Planetenabenteuer

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17 Antworten in diesem Thema

#1 head_in_the_clouds

head_in_the_clouds

    Infonaut

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 14:21

Die Brüder Arkadi und Boris Strugazki (alle Werke sind in Kollaboration der beiden entstanden) waren zweifellos die Botschafter der sowjetischen Science-Fiction seit Ende der 1950er Jahre. Obwohl ihr Werk in ihrer Heimat wiederholt der Zensur sowie politisch-ideologischen Eingriffen unterlag, waren sie jedoch nie generell verboten. Neue Publikationen  wie die empfohlene Werksausgabe des Heyne Verlags (2010-2014) enthalten die originalen, ungekürzten Fassungen die ab Ende der 1980er dank der Perestroika verfügbar wurden.

Ihr originales Werk  wurde somit  recht spät vollständig vorgelegt (es  gab frühere ,gekürzte und veränderte Übersetzungen ins deutsche aus DDR-Zeiten) , dennoch festigten sie schnell danach ihre Bedeutung innerhalb des Genres durch eine spezielle, nicht-kapitalistische Sicht - ohne jedoch in parteiideologische Stereotype zu verfallen, was ihnen immer wieder Auseinandersetzungen mit Kulturbeauftragten der Prüfstelle eintrug . Ein besonderes Merkmal von Anfang an war der Realismus durch glaubhafte Charakterentwicklung. In ihrem Frühwerk (insbesondere die vielen Romane des "Mittags-Universums")  sahen sich so gewöhnliche Protagonisten bar jeden Heldenstatus mit der Aufgabe konfrontiert, wissenschaftliche Lösungen zu finden, die die Gesellschaft auf zu besiedelten Planeten voranbringen sollten. So hatten diese Welten Modellcharakter für eine zivilisatorische  Entwicklung die  im Ideal des Kommunismus enden sollte - auch wenn die Strugatzkis oft genug den Weg dorthin im realen Sozialismus der UdSSR als unbefriedigend empfanden  und  (soweit möglich) kritisierten.

Folgerichtig wandelte sich im Lauf ihrer  Karriere die Sichtweise der Brüder recht schnell: von einer vergleichsweise optimistischen Vision, in der eine kommunistische Utopie in naher Zukunft erreichbar schien, hin zu der Erkenntnis, dass die Spannungen zwischen utopischer Ethik und der unergründlichen, überwältigenden Macht des Stillstands im Realen tatsächlich unauflösbar zu sein schienen. Ein halbes Dutzend ihrer Romane aus dieser Zeit trugen die unterschwellige Botschaft , dass ein Volk ohne eine rational begründete Ethik wohl zu einer räuberischen Bestie verkommen müsse.

 

Das wurde  nie eindringlicher geschildert als in "Es ist schwer, ein Gott zu sein" (1964 / dt. 1971 u. 2012) - inklusive Kritik am zu der Zeit noch nicht lange überwundenen Stalinismus (es gab trotz Entstalinisierung noch genügend ehemalige Parteigänger in Ämtern der Chruschtschow und Breschnew Ära):  So erhielt einer der Protagonisten im Roman in der Erstfassung   den verklausulierten Namen Don Rebjia - er verwies  auf den gefürchteten  Chef der stalinistischen Geheimpolizei Lawrenti Berija und musste  in der Veröffentlichung  in Don Reba umbenannt werden (im Roman ebenfalls ein unangenehmer oberster Geheimpolizist). 

 

So avancierten sie zu den bedeutendsten sowjetischen Science-Fiction-Autoren. 1981 teilten sie sich den ersten russischen SF Preis Aelita. Bekanntere Romane wie 'Picknick am Wegesrand' ,  'Es ist schwer, ein Gott zu sein' , 'Der ferne Regenbogen' und 'Ein Käfer im Ameisenhaufen' konnten späte Ehrungen bei internationalen SF Awards erlangen. Die ersten beiden o.g. Werke  erfuhren auch bemerkenswerte künstlerische (durchaus kontrovers)  diskutierte russische Verfilmungen:  'Picknick..." als 'Stalker" von Tarkovsky (den die Strugatzkis eher misslungen einschätzen) sowie "Es ist schwer, ein Gott zu sein") von 2013 vom russischen Regisseur Alexei German , der sich ebenfalls künstlerische Freiheit nahm und eine sehr düstere cineastische Variante schuf. 

 

Referenzen

 

Mittags- / Noon Universe ( der Episodenroman "Mittag, 22. Jahrhundert" gilt hier als Grundlage für die anderen Erzählungen als auch die erweiterten Geschichten  um Maxim Kammerer) 

 

 

Werksausgabe des Heyne Verlags (2010-2014)

 

Besonders hervorzuheben ist diese Publikation ,die ihre Romane und Erzählungen in sechs Bänden veröffentlichte – ergänzt durch aufschlussreiche umfangreiche Anmerkungen der Brüder zur Entstehungsgeschichte der Werke. Definitv die Empfehlung für deutschsprachige Leser.
 

1 Die bewohnte Insel / Ein Käfer im Ameisenhaufen / Die Wellen ersticken den Wind (2010)

2 Picknick am Wegesrand / Eine Milliarde Jahre vor dem Weltuntergang / Das Experiment (2010)

3 Die Schnecke am Hang / Die zweite Invasion der Marsmenschen / Die Last des Bösen / Aus dem Leben des Nikita Woronzow / Ein Teufel unter den Menschen?

4 Fluchtversuch / Es ist schwer, ein Gott zu sein / Unruhe / Die dritte Zivilisation / Der Junge aus der Hölle (2012)

5 Der Weg zur Amalthea / Die gierigen Dinge des Jahrhunderts / Die Erprobung des SKYBEK / Das vergessene Experiment / Spezielle Voraussetzungen / Mittag, 22. Jahrhundert / Der ferne Regenbogen (2013)

6 Der Montag fängt am Samstag an / Das Märchen von der Troika / Fünf Löffel Elixier / Das lahme Schicksal (2014)

 

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Bearbeitet von head_in_the_clouds, 09 Oktober 2026 - 14:48.

"Why should one be afraid of something merely because it is strange?"

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#2 Stephan

Stephan

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 16:48

Hallo,

 

da ich aktuell (unter anderem) gerade "Picknick am Wegesrand" lese, kommt mir dieser Thread wie gerufen, denn ich hätte da eine Frage zu den Übersetzungen der verschiedenen Ausgaben. Vielleicht weiß das hier ja wer?

 

Ich habe von "Picknick am Wegesrand" die DDR-Taschenbuchausgabe von 1983 in der Übersetzung von Aljonna Möckel.

 

Um aber nicht doof zu sterben, habe ich mir durch einen Zufall auch die Westausgabe vom Suhrkamp von 1981 besorgt. Die ist ebenfalls in der Übersetzung von Aljonna Möckel.

 

Gestern war ich mal im aktuellen Buchhandel gucken und hab da unter anderem noch das Buch gefunden, aber auch eine neue Version, die (wahrscheinlich Aufgrund der Computerspielereihe) den Titel "Stalker" trägt. Weiß hier wer, auf welcher Übersetzung die basiert? Und auch die oben beschriebene Heyne-Werksausgabe, hat die auch eine andere Übersetzung?

 

 

BG und schon mal vielen Dank falls das hier jemand weiß.

 

-

Stephan


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#3 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 17:38

 

Gestern war ich mal im aktuellen Buchhandel gucken und hab da unter anderem noch das Buch gefunden, aber auch eine neue Version, die (wahrscheinlich Aufgrund der Computerspielereihe) den Titel "Stalker" trägt. Weiß hier wer, auf welcher Übersetzung die basiert? Und auch die oben beschriebene Heyne-Werksausgabe, hat die auch eine andere Übersetzung?

 

 

BG und schon mal vielen Dank falls das hier jemand weiß.

 

-

Stephan

Wenn du das die Heyne-Ausgabe von "Stalker" bei Amazon aufrufst, dann kannst du sehen, dass es ausdrücklich als neue Übersetzung beworben wird. Als Übersetzer ist M. David Drevs genannt. Wladimir Kaminer hat das Vorwort geschrieben. 

Ergänzung: Ich beziehe mich nicht auf die Werksausgabe von 2010 - 2014, sondern auf die aktuelle Neuübersetzung von 2021.


Bearbeitet von Fermentarius, 09 Oktober 2026 - 17:41.

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#4 Stephan

Stephan

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 17:50

Danke dir, ich hatte Tomaten auf den Augen und bin auf das naheliegendste nicht gekommen.

 

Interessanterweise sehe ich bei der Werksausgabe Band 2 auf Amazon das immer noch Aljona Möckel aufgeführt wird. Bei der neueren Heyneausgabe von 2021 unter dem Titel "Stalker" steht dann der neue Übersetzer. 

 

Mich reizt da ja jetzt schon einfach alles zu besorgen und das vergleichend zu lesen. 


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#5 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 19:08

Ich finde "Picknick am Wegesrand" ist der passendere Titel, denn er bezeichnet einen wesentlichen Aspekt der Geschichte, den auch ein Arthur C. Clarke hätte wählen können. "Stalker" bezieht sich ja nur auf diejenigen, die das enigmatische Gebiet durchstreifen, um aus den Mitbringseln Kapital zu schlagen. Der Roman leuchtet eindringlich die Menschen und deren Beziehungen aus, wie es wohl typisch für die Strugatzkis ist, und gibt gut die Atmosphäre wieder, die ein solches Gebiet verströmen könnte. Auch der Film gibt sie, wie ich finde, gut wieder, nur ist er recht langatmig.



#6 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 09 Oktober 2026 - 19:37

Ich finde "Picknick am Wegesrand" ist der passendere Titel, denn er bezeichnet einen wesentlichen Aspekt der Geschichte, den auch ein Arthur C. Clarke hätte wählen können. "Stalker" bezieht sich ja nur auf diejenigen, die das enigmatische Gebiet durchstreifen, um aus den Mitbringseln Kapital zu schlagen. 

Sehe ich auch so. Und die Strugatzkis wohl auch. Der russische Originaltitel lautet "Пикник на обочине", was laut Wikipedia nichts anderes als "Picknick am Wegesrand" bedeutet. Der Titel der Neuübersetzung ist wohl eine reine Marketingentscheidung.


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#7 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 10 Oktober 2026 - 12:40

Ich besitze noch "Picknick ..." und "Der ferne Regenbogen" als Ausgaben aus SF Utopia und werde sie direkt wieder auf meinen SUB packen. 


† In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                           -- BLACK ICE -- WHITE FIRE -- AURORA -- die CORONA-SAGA ist ab November komplett !           ... und aktuell SUITLAND [in NOVA 38] ...         

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#8 My.

My.

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Geschrieben 10 Oktober 2026 - 14:53

Drevs' Übersetzung gilt als politisch in ungünstiger Weise geladen (u.a. gegen die Ukraine gerichtet).

Und der Titel "Stalker" gilt als Schwachsinn (dem nicht mal Tarkovskij folgen würde).

 

Wer vom "Picknick" eine ernst zu nehmende Übersetzung lesen möchte, halte sich an Frau Möckel.

 

My.

 

P.S.: Meine Kenntnisse basieren auf Korrespondenzen mit einem potenziellen Neuherausgeber des Originals.

Namen nenne ich nicht. Aber der Name ist kundig und koscher. Was man von Heyne, Drevs und "Stalker" nicht behaupten kann.


| Michael Haitel

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#9 Stephan

Stephan

    Infonaut

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Geschrieben 10 Oktober 2026 - 20:30

Ich besitze noch "Picknick ..." und "Der ferne Regenbogen" als Ausgaben aus SF Utopia und werde sie direkt wieder auf meinen SUB packen. 

 

Ich habe mir die gesamte SF Utopia-Reihe zusammengesammelt und lese die gerade (neben sehr vielen anderen Büchern *seufz*) in chronologischer Reihenfolge nach Erscheinen durch. Nach "Die Augen der Blinden" kommt da tatsächlich auch "Der ferne Regenbogen" als nächstes. Finde die Reihe ja auch von der Covergestaltung her sehr ansprechend.

 

 

Drevs' Übersetzung gilt als politisch in ungünstiger Weise geladen (u.a. gegen die Ukraine gerichtet).

 

oh, spannender Hinweis. Das war mir bisher nicht bekannt.

 

Hab seinen Namen auch bei einer Reihe von anderen Russischübersetzungen aus dem Heyne-Verlag der letzten Jahre gesehen. Unter anderem die Metro-Romane von Glukhovsky und auch dessen politische Bücher ("Wir. Tagebuch des Untergangs" etc.). 


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#10 Gray

Gray

    Ufonaut

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Geschrieben 10 Oktober 2026 - 22:25

Ich habe mir die gesamte SF Utopia-Reihe zusammengesammelt und lese die gerade (neben sehr vielen anderen Büchern *seufz*) in chronologischer Reihenfolge nach Erscheinen durch. Nach "Die Augen der Blinden" kommt da tatsächlich auch "Der ferne Regenbogen" als nächstes. Finde die Reihe ja auch von der Covergestaltung her sehr ansprechend.

Oje, die Reihe hat mir viel angetan.  :bighlaugh:  Sie war meine Einstiegsdroge. Zuvor habe ich die Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen und gelesen, wollte sie aber nicht kaufen (okay, da war ich 10). Dann sah ich "Die Rätsel des Silbermonds" von Hubert Horstmann mit diesem schönen untypisch abstrakten roten Titelbild und da passierte es. Heute habe ich Schränke voll hier stehen, aber die SF-Utopia sind immer noch einige meiner liebsten, auch wenn sie das typische DDR-Buch waren - sehr sorgfältig lektoriert und editiert, mit viel Mühe gestaltet, aber auf furchtbarem Papier gedruckt.

 

Ich habe die Übersetzungen der Strugazki-Bücher (in der DDR wurde ihr Name - auch näher am Original - immer ohne "t" geschrieben) mal vor einiger Zeit verglichen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Aljonna Möckel war selbst in der Sowjetunion geboren worden und kannte wohl auch die Autoren und vor allem die dortige Mentalität - da kommt kein Heyne-Übersetzer ran. Sie sind sehr gut lesbar und dennoch eng am Original, ohne Auslassungen. Ausnahme: bei den Bänden der Strugazkis, wo aus ideologischen Gründen zensiert wurde (Die Schnecke am Hang). Da kann Erik Simon viel erzählen, der damals als Lektor für die Herausgabe verantwortlich war.


Bearbeitet von Gray, 10 Oktober 2026 - 23:50.

Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert

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#11 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 10 Oktober 2026 - 23:47

Ich habe mir die gesamte SF Utopia-Reihe zusammengesammelt 

 

Ich habe das zum Anlass genommen und habe meine Reihen auch vervollständigt (Booklooker).  :bighlaugh:


† In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                           -- BLACK ICE -- WHITE FIRE -- AURORA -- die CORONA-SAGA ist ab November komplett !           ... und aktuell SUITLAND [in NOVA 38] ...         

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#12 antonrumata

antonrumata

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Geschrieben 11 Oktober 2026 - 12:46

Dieser Foren-Thread gefällt mir und spricht mich so an, dass ich mich nach längerer Zeit mal wieder angemeldet habe.

 

Die Bücher der Brüder Arkadi und Boris Strugatzki begleiten mich seit über 40 Jahren. Für mich gehören sie zu den interessantesten und lesenswertesten Werken der Science-Fiction.

 

Besonders schätze ich den sogenannten Mittagszyklus mit seinem Reichtum an Ideen und seinem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft. Leider haben die Erfahrungen mit den Behörden und dem Leben im realen Sozialismus der Sowjetunion den anfänglichen Enthusiasmus der beiden Schriftsteller im Laufe der Jahre deutlich gedämpft. Ihre Bücher und Geschichten sind auch heute noch sehr lesenswert, gerade wenn man ihre Entstehungszeit im Blick behält. Ihr trockener Humor und ihre tiefe Menschlichkeit sprechen mich bis heute an.

 

Dank künstlicher Intelligenz lassen sich inzwischen auch Geschichten, die nie auf Deutsch veröffentlicht wurden, in gut lesbaren Übersetzungen entdecken. Mir gefallen diese hierzulande „fehlenden“ Geschichten des Zyklus ebenfalls sehr. Sie bereichern für mich das Bild dieser Zukunftswelt.

 

Wer Interesse hat, kann gern auch meine Webseite besuchen. Dort habe ich versucht, die Welt des Mittags in einigen Einzelheiten näher zu beleuchten – aus eigener Begeisterung und für alle, die diese Faszination teilen.


Bearbeitet von antonrumata, 11 Oktober 2026 - 12:47.


#13 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 11 Oktober 2026 - 13:08

Dieser Foren-Thread gefällt mir und spricht mich so an, dass ich mich nach längerer Zeit mal wieder angemeldet habe.

 

Wer Interesse hat, kann gern auch meine Webseite besuchen. Dort habe ich versucht, die Welt des Mittags in einigen Einzelheiten näher zu beleuchten – aus eigener Begeisterung und für alle, die diese Faszination teilen.

 

Erstmal: willkommen zurück!

 

Deine Website atmet die Begeisterung für Bücher. Toll.

 

Ich hab nochmal nach den Ausgaben der Brüder auf Deutsch gesucht und bin hier hängengeblieben: https://buecherbrief...atzki-golkonda/


† In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                           -- BLACK ICE -- WHITE FIRE -- AURORA -- die CORONA-SAGA ist ab November komplett !           ... und aktuell SUITLAND [in NOVA 38] ...         

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#14 antonrumata

antonrumata

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Geschrieben 11 Oktober 2026 - 13:33

Erstmal: willkommen zurück!

 

Deine Website atmet die Begeisterung für Bücher. Toll.

 

Ich hab nochmal nach den Ausgaben der Brüder auf Deutsch gesucht und bin hier hängengeblieben: https://buecherbrief...atzki-golkonda/

Danke!

Die Veröffentlichung der sechs Bände samt Supplementband habe ich damals als Subskribent unterstützt – eine wirklich gelungene Ausgabe!



#15 Tiff

Tiff

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Geschrieben 11 Oktober 2026 - 20:29

Ich besitze noch "Picknick ..." und "Der ferne Regenbogen" als Ausgaben aus SF Utopia und werde sie direkt wieder auf meinen SUB packen. 

Die zwei habe ich als Suhrkamp-Ausgaben, übersetzt von A. Möckel. Sind beide super. Wäre einem Lesezirkel nicht abgeneigt. 



#16 Stephan

Stephan

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Geschrieben 13 Oktober 2026 - 12:10


Wer Interesse hat, kann gern auch meine Webseite besuchen. Dort habe ich versucht, die Welt des Mittags in einigen Einzelheiten näher zu beleuchten – aus eigener Begeisterung und für alle, die diese Faszination teilen.

 

Deine Website kenne ich natürlich, die bietet ja einen unglaublichen Fundus an Rezensionen von vintage SF Romanen! Cool dass du dich jetzt angemeldet hast!


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#17 My.

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Geschrieben 13 Oktober 2026 - 12:25

Deine Website kenne ich natürlich, die bietet ja einen unglaublichen Fundus an Rezensionen von vintage SF Romanen! Cool dass du dich jetzt angemeldet hast!

 

Warum kenne ich die Seite für meinen REISSWOLF nicht?

 

My.


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#18 Stephan

Stephan

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Geschrieben 13 Oktober 2026 - 15:08

Möchte die Seite nicht unzulässig einschränken aber dort gibts Rezensionen über OSt-Scifi und das nicht nur für die allseitsbekannten Evergreens sondern auch für ein paar unbekantere Nischentitel. Hatte die Seite über google gefunden :-)

Horst Müller, Ludwig Turek etc. die stehen alle auch noch auf meiner Leseliste.

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