Ich seh das auch so, dass daraus nur selten Gutes entsteht. Ein Weckruf war wohl nötig, um den SFCD aus seinem (zumindest von mir in den vergangenen Jahren so wahrgenommenen) Dornröschenschlaf zu wecken - der ist aber erfolgt. Und es tritt jetzt eine Mannschaft an, der ich es zutraue, dass der Schlaf nicht nach kurzem Augenreiben wieder fortgesetzt wird. 
Wollen wir hoffen, daß nicht auch eine Wählerschaft antritt, die meint, es müsse alles so bleiben, wie es jetzt ist.
Die Gefahr besteht. Es ist davon auszugehen, daß die "contra-Haitel"-Argumentationen mit an den Haaren herbeigezogenen und den Tatbestand von Lügen und Beleidigungen erfüllenden Argumentationen der Gegner die "pro-SFCD"-Argumentationen der Mannschaft "Für den richtigen Weg -" übertönen, und letztlich ein Wahlergebnis herauskommt, das letztlich dann doch vielleicht keiner wollte. Protestwähler sind kritisch. Geringe Wahlbeteiligung - irgendwo war von unter 20 % bei der letzten Wahl die Rede - führt dazu, daß Radikale Einfluß gewinnen, den die wahlbequeme Masse eigentlich nicht haben will. Es gibt in der bundesdeutschen Politik v.a. in den neuen, aber auch in den alten Bundesländern doch genug Beispiele.
Der Wähler muß sich auch simpler Konsequenzen bewußt sein. Sich Fragen stellen und sie beantworten:
- Wer macht danach die ANDROMEDA NACHRICHTEN? Nein, es geht nicht darum, daß ich den Löffel hinschmeiße. Es geht eher darum, daß ein 1. Vorsitzender Stefan Manske und ein Kassierer Herbert Thiery nicht zulassen werden, daß die ANDROMEDA NACHRICHTEN weiterhin so viel Geld kosten, wie sie im Augenblick kosten. Statt ihre Möglichkeiten darauf zu verwenden, für höhere Einnahmen, mehr Geldflüsse zu sorgen.
- Wer macht das Forum? Gut, hier hat das SF-Netzwerk das Sagen, und ich habe mir hier nichts zu Schulden kommen lassen, warum sollten die mich also rauswerfen? Aber: Der Name SFCD ist ein Vereinsname, und wenn mir jemand juristisch an die Karre fährt, daß ich nicht berechtigt sei, den Namen SFCD - abgekürzt oder ausgeschrieben - zu nutzen, dann war es das.
- Und ebenso die Websites. Sie gehören dem SFCD. Die Zugriffe darauf sind derzeit bei mir gut aufgehoben, abgesehen von Zugangsdaten, die einige andere Leute für Spezialbereiche (DSFP, CSP) haben. Aber diese Zugriffe kann ich nicht für mich behalten, wenn ich juristisch gezwungen werde, sie herauszugeben.
Ich iwll damit niemanden unter Druck setzen, auf gar keinen Fall. Ich werde kämpfen, gegen solche Vorgehensweisen und für den SFCD, auch wenn ich nicht gewählt werden sollte. Es gibt immer Möglichkeiten. Wieviele Exilregierungen haben in der realirdischen Politik dann doch irgendwann triumphiert? Darum geht es nicht.
Das eigentliche Problem ist, daß Politik - Vereinspolitik, Wahlpolitik - im SFCD unbequem und schlecht angesehen ist. Alle wollen einen bequemen, gut funktionierenden Verein, der für 45 Euro Jahresbeitrag 45,50 Euro - Minimum! - Gegenleistung liefert, besser noch mehr. Niemand will sich Gedanken darüber machen, wie das gehen soll. Die Vereinspolitik, die nötig ist, um einen Verein wie den SFCD nicht nur am Leben im Sinne des gerade noch klopfenden Herzschlags zu halten, sondern vorwärts zu bringen, die will niemand haben. Und deshalb will sich auch niemand Gedanken über die Auswirkungen machen, die seine Stimme hat. Er denkt nicht mal drüber nach, welche Auswirkung sie haben könnte - möglicherweise, vielleicht, eventuell, wie auch immer, irgendwann, irgendwie.
Und genau _DAS_ ist das eigentliche Problem, das dazu führen könnte (! - ich sage betont: könnte, nicht muß), daß der neue Vorstand eben nicht der Vorstand ist, der dem Verein dient. Es könnte (! - noch einmal: könnte!) sein, daß im neuen Vorstand 1-2 Mitglieder gewählt worden sein könnten (!), die es vor allem darauf abgesehen haben, "contra Haitel" zu argumentieren. Ich bin eigentliuch ein optimistischer Mensch, aber in manchen Augenblicken fürchte ich, daß die Idee, "contra Haitel" zu wählen, zu reizvoll ist, weil es reizvoller ist, mir einen reinzuwürgen, als etwas für den Verein erreichen zu wollen.
Das ist ein schwieriges Thema, und bei manchen SFCD-Mitgliedern ist es egal, was ich sage, ich bin ja doch nur der, der dem Verein so oder so oder so oder so schaden will, weil er ihm schon mal so oder so oder so geschadet hat und immer nichts anderes im Sinn hatte. Es liegt bei den Mitgliedern, unzweifelhaft. Und Gott sei Dank, denke ich mir dann. Denn ich hatte lange keinen richtigen Urlaub

My.