Aber warum ist das für Dich oder irgendeinen anderen Fan wirklich von Belang? Ich bin davon überzeugt, wenn ich mich mit dem Sammeln von Teppichen beschäftigen würde, würde ich auch feststellen, dass die Leute völlig falsche Dinge als Perserteppich bezeichnen. Es ist nun mal so, dass alltagssprachliche Begriffe selten mit den Fachbegriffen einer bestimmten Gruppe übereinstimmen. Deshalb stellt sich der berühmte Mann von der Strasse (und mit ihm MRR) wahrscheinlich etwas Anderes unter SF als Du und ich und setzt es mit Raumschiffen und grünen Monstern gleich. - Na und?Nein, das Label ist mir eigentlich schnuppe. In meiner SF-Sammlung habe ich u.a. auch den "Satanskäfer" von Alistair MacLean, für mich definitiv SF. Es geht mir darum, daß in der allgemeinen Perzeption eben die oben postulierte Gleichung "SF=Schund" immer noch vom Establishment als Banner vor sich her getragen wird. So werden zum Beispiel viele Romane von Andreas Eschbach in Hamburg als Non-SF deklariert, von Buchhändlern wird diese Etikettierung auch vehement verteidigt. Das meinte ich mit "die SF ist noch lange nicht aus dem Ghetto raus", nicht die objektive literaturwissenschaftliche Realität. Bei der sind wir uns nämlich mehr oder minder vollständig einig, da diskutieren wir zwei so gerade eben noch über den Schmuck am Nachthemd. In der subjektiven Wahrnehmung des gemeinen Lesers, Buchhändlers und sonstigem Kulturbeflissenem sieht es aber schon ganz anders aus. Und diese Subjektivität erzeugt dann eine neue Realität. In der zum Beispiel ein Merkmal der SF ist, daß über Raumschiffe geschrieben wird. Wohlgemerkt, das ist nicht meine Meinung, diese Definition ist mir mehrfach entgegengeschlagen.
SFCDblog: Weshalb Science Fiction Schund ist
#31
Geschrieben 09 November 2008 - 16:22
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#32
Geschrieben 09 November 2008 - 16:36
#33
Geschrieben 09 November 2008 - 16:44
Wenden sie sich vom Genre oder von der Bezeichnung ab? Du hast Eschbach als Beispiel gebracht für einen Autor, der im Laden nicht (mehr) unter SF zu finden ist. Hat das dazu geführt, dass er nicht mehr SF schreibt? (Wobei ich sagen muss, dass gerade Eschbach nun wirklich kein Verlust wäre. Das eine Buch, das ich von ihm gelesen habe, war ganz einfach schlecht geschrieben. Ich hab mal in einer Rezension etwas gelesen à la "klingt wie eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen", und genau so kam's mir auch vor). Man kann ja auch das Gegenteil beobachten: Eine Zeit lang war plötzlich alles Cyberpunk ...Diese Einschätzung von Buchhändlern und anderen, diese grundsätzliche Gleichsetzung eines Genres mit Schundliteratur hat dann auch Rückwirkungen auf das Genre, da viele Schriftsteller sich dann ebenfalls vom Genre abwenden
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#34 Gast_Frank Böhmert_*
Geschrieben 10 November 2008 - 09:19
Das wirklich Absurde an der ganzen Sache ist ja, dass viele SF-Fans irgendeinem imaginären elitären Literaturestablishment vorwerfen, dass es SF ignoriere, und dabei komplett übersehen, dass in der so genannten Hochliteratur sehr viel SF oder zumindest SF-Angehauchtes zu finden ist.
Ich lese seit Jahren die Literaturen, Untertitel "Das Journal für Bücher und Themen", was ja so die hochgestochenste deutsche Publikums-Literaturzeitschrift ist, und da wird eigentlich jeden Monat etwas besprochen, das mehr als deutlich ins SF-Genre hineinragt. Erschreckenderweise oft genug positiv.
Umgekehrt finden sich praktisch nicht einmal SF-affine "Hochliteraten" wie Houllebeque oder Saramago in den einschlägigen deutschen SF-Blättern ...
Was von SF-Seite aus als prutale Ghettomauer wahrgenommen wird, ist von draußen gesehen nur ein Jägerzäunchen ...
Bearbeitet von Frank Böhmert, 10 November 2008 - 09:27.
#35 Gast_Frank Böhmert_*
Geschrieben 10 November 2008 - 09:25
Das eine Buch, das ich von ihm gelesen habe, war ganz einfach schlecht geschrieben. Ich hab mal in einer Rezension etwas gelesen à la "klingt wie eine schlechte Übersetzung aus dem Englischen", und genau so kam's mir auch vor).
#36
Geschrieben 10 November 2008 - 09:44
#37 Gast_Frank Böhmert_*
Geschrieben 10 November 2008 - 09:57
Ich will das mal anhand der aktuellen Ausgabe illustrieren ...Ich lese seit Jahren die Literaturen, Untertitel "Das Journal für Bücher und Themen", was ja so die hochgestochenste deutsche Publikums-Literaturzeitschrift ist, und da wird eigentlich jeden Monat etwas besprochen, das mehr als deutlich ins SF-Genre hineinragt. Erschreckenderweise oft genug positiv.
... das Titelthema "Vorwärts ins Mittelalter" wird nicht nur mit den zu erwartenden klassischen Holzstichen illustriert, sondern auch mit großformatigen Abbildungen aus dem Computerspiel "Assassin's Creed".
... auf Seite 20, in einem Essay mit dem Titel "Willkommen in der Zeitmaschine": "Heute sind beide Mittelalter-Lesarten, die religiöse und die nationale, geschrumpft. Ersetzt worden sind sie durch einen neuen Typ von Vergangenheitsgebrauch: die touristische Inszenierung. Der amerikanische Bestsellerautor Michael Crichton hat diese neue Mittelalter-Nutzung in seinem Science-Fiction-Roman 'Timeline' 1999 schön beschrieben." Man beachte: Der Roman wird ausdrücklich als SF bezeichnet, so geschrieben übrigens, wie es SF-Fans gern geschrieben wissen wollen, und positiv gewertet.
... Seite 32ff., unter den Büchern des Monats: Dietmar Dath, "Die Abschaffung der Arten". Zitat aus dem Aufmacher: "... mixt Utopie, Science Fiction und Fantasy mit Evolutionstheorie, Philosophie, Pop und Horror. Jutta Persson ist entzückt ..." Man beachte: Es wurden alle drei Fantastik-Untergenres fachkundig getrennt erwähnt.
... auf der regelmäßigen Kinderbuch-Doppelseite ein alter Bekannter aus der Riege der Schundautoren: Alfred Bekker wird besprochen, mit seiner Serie um Leonardo da Vinci bei Arena. Ein Verriss? Nee: "... klappt wie am Schnürchen, ohne Überraschungen, aber auch ohne Aussetzer [...] vergnüglich". Ihm wird positiv attestiert, Fragen offen zu lassen und Interesse zu wecken.
Jägerzäunchen eben, gerade mal kniehoch ...
Bearbeitet von Frank Böhmert, 10 November 2008 - 10:04.
#39
Geschrieben 10 November 2008 - 14:02
Ich weiss nicht mehr, von wem die Rezension war. Ich glaube, sie war in einem Heyne SF-Jahr, und ich meine, sie war zu Der letzte seiner Art, aber vielleicht bringe ich das auch durcheinander. Auf jeden Fall ist das das Buch, das ich gelesen habe.
Ich glaub, das war von mir. Jesus-Video, oder?
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#40 Gast_Frank Böhmert_*
Geschrieben 10 November 2008 - 14:22
Oh. Nee, dann war das nicht von mir. Ich hab auch keine Rezension geschrieben, erst recht nicht im SF-Jahr, sondern das nur mal in irgendein Forum geworfen.Ich weiss nicht mehr, von wem die Rezension war. Ich glaube, sie war in einem Heyne SF-Jahr, und ich meine, sie war zu Der letzte seiner Art, aber vielleicht bringe ich das auch durcheinander. Auf jeden Fall ist das das Buch, das ich gelesen habe.
Über den "Letzten" hätte ich das auch nie behauptet. Aber egal. Ich glaube, du kannst froh sein, dass du es nicht mit dem "Jesus-Video" versucht hast. Das war wirklich extrem in dieser Hinsicht.
Andreas Eschbach ist für mich ansonsten ein Autor, der sich sprachlich immer wieder gesteigert hat.
#41 Gast_Michael Iwoleit_*
Geschrieben 11 November 2008 - 03:18
#42
Geschrieben 11 November 2008 - 09:02
Och(Immer noch besser als: Der Laser zerschnitt die schleimige Kreatur in zwei Dampfende Haufen.)
Bearbeitet von Diboo, 11 November 2008 - 09:03.
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
Mein Blog
#43
Geschrieben 11 November 2008 - 10:08
Diese "Dampfenden Haufen" müßten "dampfende Haufen" sein.(Immer noch besser als: Der Laser zerschnitt die schleimige Kreatur in zwei Dampfende Haufen.)
Und diese "Dampfenden Haufen" sind zwar korrekt, wären aber etwas "Schönes". My. [/klugscheißermodus]Dampfende Haufen können sowas schönes sein.
| Michael Haitel
| p.machinery Michael Haitel
| Norderweg 31 · DE-25887 Winnert
| Fon +49 4845 3539956
| Fax +49 4845 3539958
| VAT ID DE189832110
| Steuer 17/056/02051
|
| Achtung! Sie erreichen uns telefonisch nur, wenn Sie Ihre Rufnummer
| übertragen!
#44
Geschrieben 11 November 2008 - 10:16
Klugscheißerei kann auch etwas Schönes sein.[klugscheißermodus] Diese "Dampfenden Haufen" müßten "dampfende Haufen" sein. Und diese "Dampfenden Haufen" sind zwar korrekt, wären aber etwas "Schönes". My. [/klugscheißermodus]
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
"Anyone who doesn't fight for his own self-interest has volunteered to fight for someone else's."
(The Cynic's book of wisdom)
Mein Blog
#45
Geschrieben 11 November 2008 - 11:14
You, especially, I like. Passionate, sincere†¦ †¦goofball. (Three to Tango)
#46
Geschrieben 11 November 2008 - 11:48
/KB
Yay! KI-generiertes SF-Zitat Ende November...
"In the sprawling city forums of the galaxy, where chaos reigns and time flows differently, true power is found not in dominance, but in moderation. The wise use their influence to temper ambition with reason, and chaos with order."
(auf Bing.de generierter Monolog von der Copilot-S/W - die ich hiermit NICHT bewerbe! - nach Aufforderung nach einem "s.f. quote" mit einem bestimmten Wort darin; ich ersetzte nur das 4. Wort mit "city forums")
#47
Geschrieben 11 November 2008 - 12:27
Hoh, Brauner, brrr ! Natürlich habe ich auch andere Genres gelesen, Heinrich Mann [eben der bessere des Bruderpaares] ebenso wie William Somerset Maugham oder Hans Helmut Kirst. Von diesen dreien habe ich auch das Gesamtwerk hier rumstehen, teilweise in Erstausgaben (leider nicht signiert). Natürlich kenne ich Tuchman, Tolstoi (beide), Puschkin und Dostojewski. In meiner Bibliothek stehen ebenfalls Michener, Uris, Remarque, Dürrenmatt, Clavell, Lenz und Goethe. Also erzähl' mir nix von "Angst vor Hochliteratur". Nur : Mir gibt die "Hochliteratur", von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht viel. Das meiste, was ich dort lese, habe ich um Klassen besser bereits vor Jahren in der phantastischen Literatur (SF, Fantasy, Horror, ich bin da extremst flexibel) gelesen.Andererseits finde ich aber das Zusammenzucken vor der ach so hochgeistigen "Hochliteratur", wie es in der SF-Szene kursiert, genauso verkrampft. Leute, es schadet nicht und tut nicht einmal weh, wenn man gelegentlich seinen Horizont erweitert. Ich lese gerade Philip Roths "Der menschliche Makel" und bin bereit, diesen Roman über 99 % von allem zu stellen, was ich aus der SF kenne. Warum? Weil ich mit einem hochgeistigen Erlebnis prahlen will? Nein, weil der Roman mit einer Intensität und einer erzählerischen Wucht geschrieben ist, die mir kaum ein SF-Roman bieten kann. Im Laufe der Jahrzehnte ist, bei allem Schund, genug gute SF geschrieben worden, daß wir durchaus selbstbewußt zu unserem Lieblingsgenre stehen können. Allerdings sollte man schon einmal in die große weite Welt außerhalb der SF-Szene hinausschauen und anerkennen, daß es dort noch ganz andere Sachen gibt (und die große weite Welt könnte mal zurückschauen und feststellen, was sie in der SF so alles übersehen hat).
#48
Geschrieben 11 November 2008 - 12:35
Den Artikel zu lesen, lohnt sich nicht wirklich. Nicht zuletzt weil es darin eben gerade nicht um die SF als Genre geht, sondern lediglich um die genannte Dick-Neuauflage ...Hi Michael, vielen Dank für deinen vampirzeitlichen Beitrag! Eine Wohltat für Augen und graue Zellen. Jetzt müsste ich mich mal überwinden den Spieß'schen "rant" zu lesen, aber gerade habe ich keine Zeit dazu (Tageslicht = Gehirnfunktion läuft im "silent running"
)...
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#49
Geschrieben 11 November 2008 - 12:54
Es fällt schwer, hierauf nicht sarkastisch zu antworten. Was meinst Du bitte bei Kirst mit "Hochliteratur"? Dass der hoch oben bei Dir im Regal steht?Natürlich habe ich auch andere Genres gelesen, Heinrich Mann [eben der bessere des Bruderpaares] ebenso wie William Somerset Maugham oder Hans Helmut Kirst. Von diesen dreien habe ich auch das Gesamtwerk hier rumstehen, teilweise in Erstausgaben (leider nicht signiert). Natürlich kenne ich Tuchman, Tolstoi (beide), Puschkin und Dostojewski. In meiner Bibliothek stehen ebenfalls Michener, Uris, Remarque, Dürrenmatt, Clavell, Lenz und Goethe. Also erzähl' mir nix von "Angst vor Hochliteratur".
- • (Buch) gerade am lesen:"Tales of the Shadowmen 1", J.-M. Lofficier (ed.)
- • (Buch) als nächstes geplant:"Tales of the Shadowmen 2", J.-M. Lofficier (ed.)
-
• (Buch) Neuerwerbung: Sherlock Holmes - Aus den Geheimakten des Weltdetektivs (Sammelband, 1973, mit 15 Heftromanen (1907/1908))
-
• (Film) gerade gesehen: "Das Testament des Dr. Mabuse" (Fritz Lang)
-
• (Film) als nächstes geplant: "Jurassic World: Dominion" (Dinos!!!!!)
-
• (Film) Neuerwerbung: "Judex" (Louis Feuillade)
#50
Geschrieben 11 November 2008 - 13:11
Was ich ich als unbedarften Leser, der nicht alles list und auch nicht alles gelesen hat und auch icht alles lesen wird und auch kann, mich immer so frage: Wer definiert Hochliteratur? Und warum sollte dieser "Wer" Recht damit haben? valgardIch hoffe, das führt jetzt nicht zu sehr ab, eigentlich passt es aber zum Thema: Es fällt schwer, hierauf nicht sarkastisch zu antworten. Was meinst Du bitte bei Kirst mit "Hochliteratur"? Dass der hoch oben bei Dir im Regal steht?
Und auch bei Clavell, Michener und Uris kann man, trotz all ihrer Meriten, ins Zweifeln kommen, wenn man sie mit Dürrenmatt, Tolstoi und Goethe in einem Atemzug nennt. Ich weiß, die Kategorisierung ist nicht so ganz einfach, aber wir sollten bei "Hochliteratur" schon nicht von völlig verschiedenen Begriffen reden. Wenn Du Kirst nennst, sind Konsalik und irgendwann auch Rellergerd (=Jason Dark) nicht weit. Nicht alles, was außerhalb der SF/F geschrieben wird, ist gleich "Hochliteratur".
http://sternenportal.org/
http://slo-faster-graphics.org/
https://bsky.app/pro...ter.bsky.social
https://www.facebook.../lothar.bauer01
-
• (Film) als nächstes geplant: Equi
#51
Geschrieben 11 November 2008 - 13:20
Snobs.Wer definiert Hochliteratur?
#52
Geschrieben 11 November 2008 - 14:14
Leute mit hohen BücherregalenSnobs.
#53
Geschrieben 11 November 2008 - 14:15
Dass man über diese Frage, genau so wie über die Frage, was Kunst oder Literatur überhaupt ist, end- und fruchtlos streiten kann, ist klar. Dass es aber Autoren gibt, die inhaltlich, stilistisch, vom eigenen Anspruch her etc., sehr viel weniger herausfordernd, anspruchsvoll etc. sind als andere, ist wohl ebenfalls unbestritten. Und dass Konsolik und Uris eher zu Ersteren gehören, während Goethe und Mann den Letzteren zuzuordnen sind, wird wohl auch kaum jemand ernsthaft bezweifeln wollen.Was ich ich als unbedarften Leser, der nicht alles list und auch nicht alles gelesen hat und auch icht alles lesen wird und auch kann, mich immer so frage: Wer definiert Hochliteratur? Und warum sollte dieser "Wer" Recht damit haben? valgard
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#54
Geschrieben 11 November 2008 - 14:27
Du sagst es!Snobs.
Mir sind die Meinungen der sogenannten "Literatur-Experten" vollkommen wurscht.
Ich lese nur aus zwei Gründen: um mir Wissen anzueignen und zur Unterhaltung.
Und manches, was als "Hochliteratur" bezeichnet wird, unterhält mich in keiner Weise.
Meist nehme ich es nur als langweiliges und gestelztes Gelaber wahr.
Ein Beispiel dafür ist Hermann Hesse. Dessen Bücher sind hervorragende Einschlaf-Hilfen.
Für mich ist Unterhaltungs-Literatur nur dann gut, wenn sie mich auch gut unterhält.
Ob der Schreibstil nun eloquent oder einfach ist, spielt zwar eine gewisse Rolle, ist für mich aber eigentlich zweitrangig.
Alle anderen Kriterien haben für mich keine Bedeutung.
Ich will nämlich einfach nur Lese-Spaß haben - sonst nix!
Kaffee-Charly

Charly-Press - E-Books und Taschenbücher
Meine Homepage: Charlys Phantastik-Cafe
der SFCD auf YouTube
die SFCD-Vereinsgeschichte
#55
Geschrieben 11 November 2008 - 14:32
Wer Hesse für grosse Literatur hält, hat seine Pubertät noch nicht hinter sich gebracht ...Du sagst es! Mir sind die Meinungen der sogenannten "Literatur-Experten" vollkommen wurscht. Ich lese nur aus zwei Gründen: um mir Wissen anzueignen und zur Unterhaltung. Und manches, was als "Hochliteratur" bezeichnet wird, unterhält mich in keiner Weise. Meist nehme ich es nur als langweiliges und gestelztes Gelaber wahr. Ein Beispiel dafür ist Hermann Hesse. Dessen Bücher sind hervorragende Einschlaf-Hilfen.
Bearbeitet von simifilm, 11 November 2008 - 14:41.
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#56
Geschrieben 11 November 2008 - 14:34
Ich finde Deine Vorurteile interessant. Die Steilvorlagen dieses Threads werden langsam immer besser. Teilen denn andere Deine persönlich-subjektive Meinung, hast Du dafür irgendwelche Belege ?Dass man über diese Frage, genau so wie über die Frage, was Kunst oder Literatur überhaupt ist, end- und fruchtlos streiten kann, ist klar. Dass es aber Autoren gibt, die inhaltlich, stilistisch, vom eigenen Anspruch her etc., sehr viel weniger herausfordernd, anspruchsvoll etc. sind als andere, ist wohl ebenfalls unbestritten. Und dass Konsolik und Uris eher zu Ersteren gehören, während Goethe und Mann den Letzteren zuzuordnen sind, wird wohl auch kaum jemand ernsthaft bezweifeln wollen.
Ganz davon abgesehen : Genau dieser Ungeist ist es, der Spießsche "Kritiken" fördert. Goethe mit seinem Fantasy-Kladderadatsch ist ebensowenig Konsalik überlegen wie Thomas Mann mit seiner "Fackeln im Sturm"-Variante.
Bearbeitet von a3kHH, 11 November 2008 - 14:36.
#57
Geschrieben 11 November 2008 - 14:41

Charly-Press - E-Books und Taschenbücher
Meine Homepage: Charlys Phantastik-Cafe
der SFCD auf YouTube
die SFCD-Vereinsgeschichte
#58
Geschrieben 11 November 2008 - 14:41
Vorsichtig, gaaanz vorsichtig !Leute mit hohen Bücherregalen
#59
Geschrieben 11 November 2008 - 14:44
Merkst Du eigentlich, dass Du gerade eine Wertung reingebracht hast, während bei mir keine vorhanden war (zumindest war es nicht so gedacht)? Wenn ich sage, dass Thomas Mann stilistisch anspruchsvoller ist als Konsalik, ist das etwas, was Du überprüfen kannst. Wenn ich sage, dass er die anspruchsvolleren Themen behandelt, ebenfalls. Vom eigenen Anspruch der Autoren ganz zu schweigen. Ob Dir das persönlich gefällt, ist dagegen eine ganze andere Frage. Es geht mir gar nicht darum, was besser ist, es geht darum, dass es Unterschiede gibt. Wenn jemand lieber Konsalik als Mann liest - ist mir wurscht. Die Unterschiede sind aber da.Ich finde Deine Vorurteile interessant. Die Steilvorlagen dieses Threads werden langsam immer besser. Teilen denn andere Deine persönlich-subjektive Meinung, hast Du dafür irgendwelche Belege ?
Ganz davon abgesehen : Genau dieser Ungeist ist es, der Spießsche "Kritiken" fördert. Goethe mit seinem Fantasy-Kladderadatsch ist ebensowenig Konsalik überlegen wie Thomas Mann mit seiner "Fackeln im Sturm"-Variante.
Signatures sagen nie die Wahrheit.
Filmkritiken und anderes gibt es auf simifilm.ch.
Gedanken rund um Utopie und Film gibt's auf utopia2016.ch.
Alles Wissenswerte zur Utopie im nichtfiktionalen Film gibt es in diesem Buch, alles zum SF-Film in diesem Buch und alles zur literarischen Phantastik in diesem.
- • (Buch) gerade am lesen:Samuel Butler: «Erewhon»
- • (Buch) als nächstes geplant:Samuel Butler: «Erewhon Revisited»
-
• (Film) gerade gesehen: «Suicide Squad»
-
• (Film) Neuerwerbung: Filme schaut man im Kino!
#60
Geschrieben 11 November 2008 - 14:49
Hihi. Dann wären bei mir die Hefte und Magazine die "Hoch-Literatur", weil ich die immer ganz oben ins Regal packe. Die dicken Schwarten und Bildbände sind dann meine "Tief-Literatur", weil die immer unten stehen. Wegen des Gewichts ist das auch meine "schwere Literatur". Grinssssss.........Leute mit hohen Bücherregalen

Charly-Press - E-Books und Taschenbücher
Meine Homepage: Charlys Phantastik-Cafe
der SFCD auf YouTube
die SFCD-Vereinsgeschichte
Besucher die dieses Thema lesen: 1
Mitglieder: 0, Gäste: 1, unsichtbare Mitglieder: 0





