Es ist halt eigentlich reine Definitionssache.
Wie ich geschrieben habe: Wir lesen ein Buch entweder, weil es neu erschienen ist oder weil es eines jener Bücher ist, die man immer schon lesen wollte. DAS ist die Einteilung und das soll auch die Einteilung sein. Etwas anderes macht keinen Sinn.
Damit kann ich zum Beispiel sehr gut leben. Weil: Es ist eine eindeutige Definition. Erscheint ein Buch in einem Verlag neu, ist es ein Kandidat für den “Neuerscheinungs-Lesezirkel†. Alles andere gehört in den “Klassiker-Lesezirkel†.
Ich sag jetzt einfach mal: Älter als 20 Jahre. Könnt ihr damit leben?
Auch damit kann ich gut leben, denn es ist auch eine eindeutige Definition. Mir ist natürlich klar, dass man die Grenze nicht in Stein meisseln sollte. Aber wenn jemand im Vorschlags-Thread des jeweiligen Lesezirkels gut argumentiert †¦ warum nicht?
@morn:
Wuerde das nicht heissen, der Vorschlagende sollte das Buch schon gelesen haben? Reicht es nicht einfach, den Titel vorzuschlagen? Der Vorschlagende ist offensichtlich daran interessiert, ihn zu lesen. Wenn er (oder sie) das Buch schon gelesen hat und es vorschlaegt, waere es natuerlich schoen, ein paar Worte dazu zu schreiben, aber notwendig fuer einen Vorschlag sollte es mMn nicht sein.
Nein, natürlich sollte es keine Pflicht sein. Aber wenn wir es nicht zur Pflicht machen, dann hält sich spätestens nach einem halben Jahr wieder keiner dran. Und ich habe gerade in diesem Forum das Gefühl, dass die Teilnehmer durchaus sehr gut in der Lage sind, Aspekte eines Buches zu formulieren. Ich finde es einfach interessant zu erfahren, warum ein Buch intressant ist.
Und natürlich muss man ein Buch nicht bereits gelesen haben. Es genügt doch zu sagen
- Der Autor ist interesant, weil †¦
- Das Thema ist interesant, weil †¦
- Der Verlag ist ein kleiner aber feiner, weil er schon dies und das veröffentlich hat †¦
- Das ist das Buch, auf dem später dieser und jener Film basiert †¦
- Der Autor ist eigentlich Comic-Künstler †¦
- Der Autor stammt aus Tadschikistan †¦
- und so weiter und so fort
halt irgend eine Begründung, die mich dazu veranlasst für dieses Buch zu stimmen. Und ich habe durch solche durchaus kurz gefassten Begründungen im Lesezirkel schon die eine oder andere Perle entdeckt, die ich sonst nie im Leben gelesen hätte.
Zum Beispiel war in der aktuellen Vorschlagsrunde für den Neuerscheinungs-Lesezirkel für mich das ausschlaggebende Argument für "Die gelöschte Welt" zu stimmen, dass Molo das Buch interessant findet.
Bis dennen,
Henrik
P.S.: Jetzt, da ich mir mein Posting noch einmal durchlese, gefällt mir eigentlich das Argument "und so weiter und so fort" ganz ausgezeichnet. Ja, doch ...
Bearbeitet von Henrik Fisch, 17 November 2009 - 09:34.