Mammut schrieb am 01 Sept 2014 - 11:35:
Du schreibst ja nicht aus innerer Berufung und hast ein Geisteswesen von drüben, das dir vorspricht, was du niederschreiben sollst.
eigentlich schon. So entstehen alle meine Gedichte.
Mammut schrieb am 01 Sept 2014 - 11:35:
Du entwickelst eine Idee und ihre Umsetzung. Und solltest dir überlegen, ob der Text veröffentlichungsreif ist oder nicht (ist schwer genug einzuschätzen und meist hilft externe Beratung). Dann suchst du dir ja in der Regel einen Verlag, der zum Text passt (es sei denn zu bist verzweifelt und schickst deinen harten Horrorroman zu einem Verlag, der Märchen vertreibt oder deine romantische Liebesgeschichte zu einem SF Verlag).
Die Aussage "Ich bin einfach nur jemand, der gerne schreibt" passt also nicht. Die gilt nur wenn du nicht veröffentlichen willst.
Das macht mich trotzdem nicht zum PR-Profi. An erster Stelle bin ich Autor.
Mammut schrieb am 01 Sept 2014 - 11:35:
Meinst du ein Andreas Eschbach vermarktet sich nicht? Macht keine Lesungen, keine Artikel, keine Interviews und keine anderen Aktionen, um als Marke präsent zu sein?
Wenn du jetzt ein unbekannter Autor ist, musst du deine Marke entwickeln wenn du wahrgenommen werden willst. Ich glaube das ist unstrittig. Es kommt niemand nach Köpenick und reißt dir die Manuskriptseiten aus der Hand und macht dich berühmt. Sowas funktioniert nur im Kino.
Der Vergleich ist nett gemeint, aber weder ist Andreas ein bezaubernder Vorleser, der durch seine Vortragsweise die LeserInnen nur so zum Kauf animiert, noch muss er sich im Regelfall darum kümmern, eine Lesung zu organisieren.
Er hat Verlage, die die Vermarktung übernehmen, sein Anteil ist dabei fest definiert. Per Vertrag.
Der Normalfall aber ist, dass Selbstwerbung nach hinten losgeht. Kann man ständig in den Foren begutachten. Der Großteil bekommt nicht einmal einen fehlerfreien und ansprechenden Klappentext hin.
Nee, Micha, Vermarktung sollte ebenso von Profis gemacht werden, wie das Schreiben selbst.