nee, das war ein anderer Comic, ich muss mal nachschlagen
Ich fand die Pointe von "ewiges Eis" klasse, das war der, auf den ich mich bezog
Das Anti-Human-Spray. Ja, der war gut.
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 09:47
nee, das war ein anderer Comic, ich muss mal nachschlagen
Ich fand die Pointe von "ewiges Eis" klasse, das war der, auf den ich mich bezog
Das Anti-Human-Spray. Ja, der war gut.
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 09:52
Okay, ich habe den Comic jetzt online nachgeschlagen. Den habe ich tatsächlich beim Lesen übersehen (in s/w auf dem Kindle in klein ist das nicht wirklich verwunderlich). Ja, der lässt mich kalt. Weder ärgert der mich, noch finde ich den witzig. Er ist einfach für mich nicht lustig, weil er nicht treffend ist. Wie Jol schon schrieb, ich kenne keine weiblich gelesenen Menschen, die so reagieren, wenn eine Kurzgeschichte abgelehnt wurde. Klar, Spaß macht das nicht, aber das ist halt so. Mit so viel Wut wie die Figur in dem Comic reagiere ich fast auf gar nichts, da muss schon was wirklich krasses passiert sein. (Natürlich ist mir klar, dass das überzeichnet sein soll)
Mich wundert, dass so viele Frauen die "Hat sie ihre ..." -Frage witzig fanden. Ich bin jetzt 47 Jahre alt und menstruiere seit 35 Jahren und bei mir hat Menstruation noch nie zu schlechter Laune, Wut oder sowas geführt. Das verwechselt der Mainstream vielleicht mit den Tagen bevor die Menstruation beginnt (PMS, prämenstruelles Syndrom), das kann je nach Person und nach sonstigem Befinden schon nervig sein, weil Bauchweh, Übelkeit, Schlappheit usw.. Seit ich einen Fitnesstracker benutze, weiß ich auch, dass ich an solchen Tagen nachweislich schlechter schlafe und weniger fit bin (wobei das nicht wirklich subjektiv von innen spürbar ist, aber der Fitnesstracker misst das eben entsprechend).
Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Person in weiblichem Körper während der Tage schlechte Laune (oder gar Wut) hatte und fand es daher noch nie witzig.
Hätte man sich mit dem Comix über einen männlich gelesenen Autor lustig gemacht, der wütend ist, weil eine Kurzgeschichte abgelehnt worden war, wäre das vielleicht realitätsnäher gewesen, ich fände es aber auch in dem Fall doof, sich darüber lustig zu machen. Das sind ja echte Gefühle.
However, vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte den Comic auch jetzt nicht nachgeschlagen, ihr hattet mich nur neugierig gemacht.
Podcast: Literatunnat
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 10:21
Mit dem Humor und dem Verständnis ist das so eine Sache. Jeder lacht natürlich über etwas anderes. Da haben sich schon immer die Geister geschieden und eine gewisse Humorlosigkeit lässt sich ja generell als Trend beobachten.
Aber Wut ist eine starke Emotion. Viele Menschen tragen Wut in sich. Wut ist allerdings keine männliche Emotion. Ich kenne viele verschiedene Menschen und wie stark bei denen Wut ausbricht, hängt am Temperament der Person. Das geschlechtsabhängig zu machen wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ihr kennt echt keine wütenden Frauen und wollt echt behaupten, wenn jemand eine Ablehnung erhält, würde er keine Wut rauslassen, wenn er weiblich ist?
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 10:55
Podcast: Literatunnat
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 11:14
Ich hab über diesen Comic gar nix geschrieben. Ärger über eine Kurzgeschichtenablehnung kann ich mir durchaus vorstellen, das ist wohl eher vom Temperament abhängig. Männer, die auf Frauen mit der Vermutung, sie hätten ihre Tage, reagieren, finde ich gelinde gesagt seltsam. Wollte sich Maximilian hier selbst über seine Vorurteile lustig machen?
Das war jetzt als Gag nicht der Brüller und seit Raumschiff Exodus in Cozmic bin ich ein gebranntes Kind, was selbstreferentielle Comics anbelangt. Aber vielleicht wird es ja noch interessanter für mich.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Moderator im Unterforum Fantasyguide
Fantasyguide
Saramee
Montbron-Blog
Geschrieben 31 Oktober 2025 - 12:33
Es freut mich, dass in diesem Thread so rege diskutiert wird. Vielen Dank für eure Eindrücke ![]()
Als Herausgeber möchte ich mich zurückhalten. In allen Beiträgen habe ich etwas gesehen - sonst hätte ich sie nicht angefordert oder angenommen. Ein Urteil über Geschmack, Präferenzen, Lesarten und Interpretationen möchte ich mir nicht herausnehmen.
Was explizit Max' Comic betrifft: Selbstverständlich habe ich den "Hat sie etwa ihre ..." Spruch bemerkt. Mir war durchaus bewusst, dass manche darüber lachen können, manche nicht und manche es als Affront sehen. Humor ist Geschmackssache. Das für mich Wichtigste: Ich stufe den Gag weder isoliert noch im Gesamtkontext des One-Pagers als diskriminierend oder misogyn ein, deshalb habe ich den Comic abgesegnet.
Im letzten Jahrzehnt habe ich nicht nur 250+ Kurzgeschichten diverser Autor:innen publiziert, sondern wohl auch über 2.000 Kurzgeschichten abgelehnt. Zumeist erfolgt auf eine Absage gar keine Reaktion. Manche fragen nach einer Begründung, andere wollen nach Begründung diskutieren. Einige wenige - den Gottheiten sei Dank nur Wenige - werden garstig. Ich hätte keine Ahnung von Literatur (Spoiler: habe ich nie behauptet), ich wäre misogyn oder ich werde es noch bedauern, sie abgelehnt zu haben (ah ja ...). Dreimal wurde ich darüber informiert, dass die c't die abgelehnte Geschichte genommen hat - nicht, ohne auf die viel bessere Entlohnung hinzuweisen. (Dasselbe ist Kai Focke im Übrigen nach der Auswahl von "Campus 2049" passiert).
Ich kann nun wirklich kein M/W/D-Muster bei den Absagen feststellen. (Gut, Misogynie werfen mir Männer nicht vor; dafür öfter, keine Ahnung von Literatur zu haben). Aber es überrascht mich auch nicht: Auf jeden ausflippenden Clemens Mayer kommt wohl eine eingeschnappte Caroline Wahl.
Wir mögen uns mit Schubladendenken im Alltag wohl fühlen, aber zu oft wird die falsche aufgemacht.
SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com
Geschrieben 02 November 2025 - 17:36
Das Lustige ist, den Witz mit den Tagen hat eine Frau vorgeschlagen, nämlich Tatjana (Nachname will sie nicht verraten), mit der ich den Comic entwickelt habe.
Ursprünglich fragte mein Alter Ego: "Was ist ihr verdammtes Problem? – Hat man schon wieder ihre Lieblingsserie abgesetzt?" – woraufhin Tatjana meinte, dass das überhaupt nicht anecken würde und wir was Dreisteres bräuchten. Sie kam dann damit, die Tage als Grund vorzuschieben (und dabei auch noch lediglich zu implizieren). Ich habe dann beide Versionen in dem Designerinnen-Netzwerk gepostet, in dem ich Mitglied bin (das zu, lass mich eben nachsehen, 90,3 % aus Frauen besteht), wo man ebenfalls die Pointe mit den Tagen besser fand. Deutlich!
Und nachdem ein von einer Frau geschriebener Witz von etwa zwanzig Frauen positiv und mit Lach-Emojis beantwortet wurde, weiß ich auch nicht mehr, was ich noch anders machen soll
Diesen Aufwand mache ich mir übrigens, weil mein Herausgeber Christoph Grimm, ein Mensch, den ich ganz klar als links-woke einstufe, das mir sehr wichtige Comix-Projekt garantiert sofort im Keim ersticken würde, wenn er nur einen Hauch von Sexismus darin verspürt.
Naja, dass auch Frauen misogyn sind, und das nicht zu knapp, ist seit über hundert Jahren hinlänglich bekannt. Gängige Entwertungsmuster werden auch von Betroffenen verinnerlicht. Die Frage ist vermutlich, wie damit umgehen, wenn etwas als misogyn empfunden wird. Gut ist es immer, es erstmal pauschal vom Tisch zu wischen. Gängigstes Argument aus meinem Erleben dazu: Das kann nicht misogyn sein, dass hat eine Frau gut gefunden.
Nu ja, Treffer würde ich sagen. Da ich in meinem Post bereits eine Begründung geliefert habe, wiederhole ich die hier nicht nochmal.
Mit dem Humor und dem Verständnis ist das so eine Sache. Jeder lacht natürlich über etwas anderes. Da haben sich schon immer die Geister geschieden und eine gewisse Humorlosigkeit lässt sich ja generell als Trend beobachten.
Aber Wut ist eine starke Emotion. Viele Menschen tragen Wut in sich. Wut ist allerdings keine männliche Emotion. Ich kenne viele verschiedene Menschen und wie stark bei denen Wut ausbricht, hängt am Temperament der Person. Das geschlechtsabhängig zu machen wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ihr kennt echt keine wütenden Frauen und wollt echt behaupten, wenn jemand eine Ablehnung erhält, würde er keine Wut rauslassen, wenn er weiblich ist?
Bei Humor und Subjektivität stimme ich zu. Eine Person lacht über Kalauer, eine andere findet die null witzig. Die Frage ist vielleicht, ob Humor geschmacklos oder diskriminierend sein sollte und wenn ja, auf wessen Kosten. Allerdings finde ich es etwas eigenwillig, daraus Humorlosigkeit abzuleiten. Denn eine Person, die über andere Witze lacht als du, ist ja nicht humorlos.
Und Wut, ja Wut ist mein täglich Brot, würde ich sagen. Mit kaum was habe ich mich so ausgiebig beschäftigt, wie mit Wut. Natürlich ist die Emotion an sich nicht vom Geschlecht abhängig. Aber wem welcher Emotionsausdruck zugestanden wird - das ist enorm vom zugeschriebenen Geschlecht abhängig. Das ist auch hier im Thread wieder schön zu beobachten.
Niemand hat hier behauptet, Frauen seien nicht wütend. Es haben aber zwei Personen die Beobachtung geäußert, dass schreibende Frauen auf Textablehnungen nicht mit starker Wut reagieren. Sondern in meiner Wahrnehmung mit Selbstzweifeln und Verunsicherung. Natürlich habe ich dazu weder eine Studie gemacht noch habe ich eine statisch signifikante Menge schreibender Frauen beobachtet. Aber in den mittlerweile 35 Jahren, die ich Schreibzirkel und ähnliche Gruppen besuche, fällt mir auf, dass Männer auf Kritik an Texten (und als solche kann eine Ablehnung gewertet werden) im Schnitt anders reagieren als Frauen.
Es freut mich, dass in diesem Thread so rege diskutiert wird. Vielen Dank für eure Eindrücke
Als Herausgeber möchte ich mich zurückhalten. In allen Beiträgen habe ich etwas gesehen - sonst hätte ich sie nicht angefordert oder angenommen. Ein Urteil über Geschmack, Präferenzen, Lesarten und Interpretationen möchte ich mir nicht herausnehmen.
Was explizit Max' Comic betrifft: Selbstverständlich habe ich den "Hat sie etwa ihre ..." Spruch bemerkt. Mir war durchaus bewusst, dass manche darüber lachen können, manche nicht und manche es als Affront sehen. Humor ist Geschmackssache. Das für mich Wichtigste: Ich stufe den Gag weder isoliert noch im Gesamtkontext des One-Pagers als diskriminierend oder misogyn ein, deshalb habe ich den Comic abgesegnet.
Im letzten Jahrzehnt habe ich nicht nur 250+ Kurzgeschichten diverser Autor:innen publiziert, sondern wohl auch über 2.000 Kurzgeschichten abgelehnt. Zumeist erfolgt auf eine Absage gar keine Reaktion. Manche fragen nach einer Begründung, andere wollen nach Begründung diskutieren. Einige wenige - den Gottheiten sei Dank nur Wenige - werden garstig. Ich hätte keine Ahnung von Literatur (Spoiler: habe ich nie behauptet), ich wäre misogyn oder ich werde es noch bedauern, sie abgelehnt zu haben (ah ja ...). Dreimal wurde ich darüber informiert, dass die c't die abgelehnte Geschichte genommen hat - nicht, ohne auf die viel bessere Entlohnung hinzuweisen. (Dasselbe ist Kai Focke im Übrigen nach der Auswahl von "Campus 2049" passiert).
Ich kann nun wirklich kein M/W/D-Muster bei den Absagen feststellen. (Gut, Misogynie werfen mir Männer nicht vor; dafür öfter, keine Ahnung von Literatur zu haben). Aber es überrascht mich auch nicht: Auf jeden ausflippenden Clemens Mayer kommt wohl eine eingeschnappte Caroline Wahl.
Wir mögen uns mit Schubladendenken im Alltag wohl fühlen, aber zu oft wird die falsche aufgemacht.
Wenn du dich zurückhalten möchtest, was hat dich bewogen, dem nicht nachzugehen? Und: Ich weiß nicht, ob es dir auffällt, aber du widersprichst dir selbst. Und das gleich zweimal. Du behauptest, du könntest kein geschlechtsspezifisches Muster der Reaktion auf Absagen festmachen, fügst dann aber in Klammern genau so ein Muster an. Darüber hinaus schreibst du auch sehr genau hin, dass du die Reaktion der Autor*innen auf Ablehnungen im überwiegenden Teil der Fälle gar nicht kennst, weil sie dich glücklicherweise nicht damit behelligen. Trotzdem schließt du mit einer Behauptung ab, die von deinen Argumenten gar nicht gestützt wird: Dass auf jeden ausflippenden Mann eine ausflippende Frau käme. Und da frage ich mich schon: Warum tust du das?
Ich finde es völlig okay, wenn du sagst, du findest es nicht schlimm, wenn Beiträge misogyn sind, solange es ein bestimmtes Ausmaß nicht überschreitet. Ebenso wie du meinen könntest, dass du vielleicht manches an Misogynie übersiehst (passiert jeder Person, würde ich mal sagen, wir alle sind ja trainiert drin, das zu übersehen). Oder aber, dass du das Comic so cool fandst, dass du nicht drauf geachtet hast oder man darüber streiten kann, ob der Verweis darauf, dass die Wut einer Frau nicht ernst zu nehmen sei, weil vielleicht habe sie ja ihre Tage, nicht misogyn sei (ähm ... ja ... nee). Ich verstehe auch den Impuls, sich hinter die von dir publizierten Autor*innen zu stellen. Aber diese Antwort lässt mich total ratlos zurück. Du gehst ja auf das eigentliche Problem gar nicht ein.
Und: Dein Schlusssatz wirkt wie eine Machtdemonstration: verallgemeinernd, vom Tisch wischend, entwertend. Ich frage mich, warum du dich dazu hast hinreißen lassen. Das ist doch einfach nur ein Schlag in die Magengrube derer, die sich begründet kritisch geäußert haben.
Bearbeitet von Jol Rosenberg, 02 November 2025 - 17:39.
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Geschrieben 02 November 2025 - 18:11
Doch, ihr habt beide gesagt, ihr kennt keine Frau die wütend auf eine Absage reagiert. Damit impliziert ihr, Wut ist männlich. Dabei ist unerheblich, ob der wütende Schriftsteller im Durchschnitt eher männlich als weiblich ist. Der Comic greift ja keine Mehrheiten raus.
Wenn man so ein Comic als frauenfeindlich sieht, liegt es nicht daran, dass es so ist, sondern das das so gelesen werden will.
EDIT: Ich glaube, they hat eine Agenda und was in diese Glaubensvorstellung nicht reinpasst, wird abgelehnt. Dazu gehören scheinbar auch Frauen, die mit Wut reagieren.
Bearbeitet von Mammut, 02 November 2025 - 18:22.
Geschrieben 02 November 2025 - 21:20
Mammut, ich bitte dich, von Unterstellungen abzusehen. Das macht einen Austausch enorm unerfreulich. Und: Wenn du mir von vornherein Feindseligkeit unterstellst, wieso solltest du dich überhaupt mit mir austauschen wollen? Ich zitiere mal mich selbst (und fette mal die Einschränkung, die du offenbar überlesen hast):
Angesichts der Tatsache, dass ich keine einzige Frau kenne, die für mich sichtbar auf die Ablehnung einer Geschichte mit Wut reagiert hat, dafür aber einige Männer, bei denen das so war – in Bezug auf Literaturpreise ging das ja sogar groß durch die Presse – ist der Comic meines Erachtens ein Beispiel dafür, dass sich Aussagen mitunter verkehren, wenn Hauptfiguren das „falsche“ Geschlecht haben.
Ich habe nirgendwo impliziert, Wut sei generell ein männliches Gefühl und es entspricht auch nicht meiner Meinung.
Noch ein anderer Gedanke dazu, nur um es klarzustellen: Ich denke, seit ich diese Ausgabe des Weltenportals gelesen habe, darüber nach, welchen Umgang mit -ismen (also auch Misogynie und Sexismus) ich für eine Zeitschrift gut finde. Kann es ein Ziel sein, sie zu ganz vermeiden? Wenn ja, wie viel an Reflexionsarbeit darf dieses Ziel kosten? Oder ist es nicht vielleicht auch wichtig, dass es Magazine gibt, in denen sehr reflektierte, progressive Inhalte neben eher konservativen oder reaktionären stehen? (um jetzt mal Pole zu benennen, die meisten Texte werden sich ja irgendwo dazwischen bewegen.) Denn letztlich ist das ja auch der Querschnitt der Gesellschaft und wenn ein Magazin ein gemischtes Publikum ansprechen will, dann ergibt es Sinn, da auch eine bunte Mischung anzustreben.
Bearbeitet von Jol Rosenberg, 02 November 2025 - 21:23.
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Geschrieben 02 November 2025 - 22:10
Hm, da diese extrem misogynen Frauen meines Designerinnen-Netzwerks weder tot noch aus meinem Leben sind, habe ich sie die letzten Tage einfach mal gefragt. Während es die meisten mit "Weil es witzig ist. Ich muss mich nicht rechtfertigen!" und manche einfach gleichgültig abtaten, wies mich eine auf die Amazon-Serie "Hazbin Hotel" hin.
"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"
Geschrieben 03 November 2025 - 07:09
M O D E R A T I O N
Halten wir fest, der besagte Comic macht einen geschlechtsspezifischen Witz, der auch misogyn gelesen wurde. Die Argumente pro und contra wurden ausgetauscht. Vielleicht hilft die Debatte, in Zukunft noch mehr darüber nachzudenken.
Bitte versucht, die Diskussion nicht ad hominem zu führen und ich denke, es lohnt mehr, über die zum Teil großartigen Storys dieser Ausgabe zu reden.
Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
Moderator im Unterforum Fantasyguide
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Saramee
Montbron-Blog
Geschrieben 25 November 2025 - 08:29
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Geschrieben 25 November 2025 - 12:10
Eine humorvolle Geschichte. Inhaltlich sehr bieder. Man erinnert sich an die vielen Fliegen, die einem im Freien ins Bierglas fallen und trotz ihrer Kürze zieht sich die Geschichte irgendwann und man will rufen: Ja, wir Leser haben es schon lange kapiert.
Aber insgesamt trotzdem unterhaltsam. Ist halt mehr ein langer Witz als eine richtige Geschichte.
Geschrieben 18 Januar 2026 - 17:17
Ich bin spät dran, will aber doch noch kundtun, dass mir die Qualität der Beiträge insgesamt gut und deren Mischung sehr gefallen hat – und natürlich auch die Buchbesprechungen ;-) danke Christoph. Unter den Kurzgeschichten stachen für mich Nano-Godt und Hypostasis heraus, wenn auch offensichtlich aus unterschiedlichen Gründen. Dass ich Yvonne und Maximilian auf der BuCon jeweils kurz kennengelernt habe, dürfte eigentlich nicht der Grund sein.
Bearbeitet von Kai Brassel, 18 Januar 2026 - 17:18.
Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.
Geschrieben 18 Januar 2026 - 20:40
Danke, Kai.
Das sind exakt die Überlegungen, die ich mit der Geschichte anregen wollte.
"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"
Geschrieben 19 Januar 2026 - 13:43
Ich verstehe das nicht mal mit Kais Erklärung. Hegel war aber auch nie mein Lieblingsphilosoph, ich sortiere mich eher bei Foucault und Luhmann ein.
Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/
Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
Geschrieben 19 Januar 2026 - 18:40
Foucault kenne ich nur von Hörensagen, aber mit Luhmann habe ich mich beschäftigt. Der lehnt ja die Hegelsche Idee des einheitlichen Weltgeistes als teleologisch ab – im Gegensatz zur sich prozessual ergebenden Einheit autopoietischer Systeme, die aber eben nicht von vorneherein festgelegt ist. Aber ich sach' ma' so: Wenn du das mit der operativen Geschlossenheit selbstreferenzieller, autopoetischer Systeme bei Luhmann (und Maturana) verstanden hast, dann sollten die seltsame Schleife in Hypostasis – von wegen das Universum folgt einer Weltgleichung, die es gleichzeitig löst – auch kein Problem sein ;-). (Als Informatiker habe ich vielleicht den Vorteil, dass ich mich schon von Berufswegen immer wieder mit rekursiven / selbstreferenziellen Prozessen herumschlagen darf bzw. muss, wobei ich aber schon wieder bei den "zwei Kulturen" aus dem o. g. Nachbarthread bin.)
Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.
Geschrieben 19 Januar 2026 - 19:08
Kai, ich mag dich ![]()
Du weißt gar nicht, wie lange ich darauf gewartet habe, dass jemand damit beginnt, "Hypostasis" zu entschlüsseln. Und dann auch noch so fundiert und treffsicher! Kudos, ehrlich!
Ich habe deine Analyse gleich mal an Michaela und Martin weitergeleitet (den Physiker, mit dem zusammen ich die Hyperebene entwickelt habe). Danke. Das erhellt mein Autorengemüt, sehr.
"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"
Geschrieben 19 Januar 2026 - 19:31
Du weißt gar nicht, wie lange ich darauf gewartet habe, dass jemand damit beginnt, "Hypostasis" zu entschlüsseln. ... Das erhellt mein Autorengemüt, sehr.
Das Gefühl kann ich gut nachvollziehen. Ich musste "Hypostasis" allerdings auch erst einmal nachschlagen, um auf die richtige Fährte zu kommen. NYU wusste ich noch, MEB musste ich ebenfalls nachschlagen. Und wenn auf S. 11 auf "entopisch" (kein Schreibfehler) noch "entropischer Uroboros" folgt, wären ein paar begriffserklärende Fußnoten für hilfreich gewesen. Das nur für den Fall, dass du noch einmal etwas Ähnliches planst.
Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.
Geschrieben 19 Januar 2026 - 19:47
Oh, danke für den Tipp. Ja, das plane ich tatsächlich. Allerdings brauchen solche Geschichten wirklich Zeit, daher ist die nächste schon wieder seit Monaten in reiner Recherche- und Planungsphase.
Die Light-Version von solchen Gedankenspielen findest du als "Metanoq" in der NOVA 37, wobei sie bedeutend leichter verdaulich geschrieben wurde. Die meisten Rätsel (bis auf das zentrale) löse ich darin direkt auf; bei ein paar kleineren war Marianne gnädig. Aber die sind, ehrlich gesagt, nicht schwer zu knacken.
Für mich gerade interessant ist, dass du aus der Sicht eines Informatikers herangegangen bist. Das macht absolut Sinn, wenn ich darüber nachdenke, ist mir aber tatsächlich beim Schreiben nicht eingefallen. Ein Spaghetti-Code ist für dich ja kein Rätsel, sondern mehr eine minor inconvienience. Schlau!
Ich hoffe, das klingt nun nicht vermessen, aber für meine nächste Einsendung bei der FFM entwerfe ich aktuell eine Geschichte zum Thema Hotswap (allerdings als Versuch, diesen auch Nicht-Programmierern zu vermitteln). Hättest du vielleicht Interesse, sie probezulesen?
"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"
Geschrieben 19 Januar 2026 - 20:01
Macht das FFM noch eine Ausgabe?
Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/
Science-Fiction-Buchblog: https://www.jol-rose.../de/rezensionen
Geschrieben 19 Januar 2026 - 20:10
Keine Ahnung. Hören die auf?
Jetzt, wo die Zeitschrift gerade gut anzieht?
Und damit meine ich nicht nur die – selbstverständlich, wie immer – exzellente Geschichte von Kai Focke ![]()
"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"
Geschrieben 19 Januar 2026 - 20:17
Meine letzte Geschichte wurde nicht genommen, weil Uwe meinte, sie nehmen erst wieder welche, wenn sie wissen, ob es noch eine Ausgabe gibt.
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Geschrieben 20 Januar 2026 - 05:45
Podcast: Literatunnat
Geschrieben 20 Januar 2026 - 06:58
Kai, danke für deine Rezension, ich fühle meine Geschichte gut verstanden!
Podcast: Literatunnat
Geschrieben 20 Januar 2026 - 10:03
Meins ist auch so zwei Monate her. Und damals klang es danach, als würden sie erstmal schauen, ob sie überhaupt noch eine Ausgabe voll kriegen, wobei ich mich fragte, wie sie das wissen können, wenn sie keine Beiträge sichten. Aber wie immens viel Arbeit Sichtung ist, weiß ich natürlich auch, insofern kann ich gut verstehen, dass sie eine Pause einlegen (ich hoffe jetzt mal auf Pause).
Ansonsten sind so Ideengeschichten einfach selten meins, wenn sie nicht sehr runtergebrochen sind auf konkrete Figuren und Dilemmata. Aber glücklicherweise gibt es ja für viele Vorlieben Geschichtenangebote.
Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/
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Geschrieben 20 Januar 2026 - 11:02
für meine nächste Einsendung bei der FFM entwerfe ich aktuell eine Geschichte zum Thema Hotswap (allerdings als Versuch, diesen auch Nicht-Programmierern zu vermitteln). Hättest du vielleicht Interesse, sie probezulesen?
Das kann ich gerne machen.
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